51´s Destiny

GeschichteDrama, Romanze / P16
Christopher Hermann Kelly Severide Leslie Shay Matthew Casey Peter Mills
24.07.2016
17.11.2019
9
16.732
3
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Dieses Kapitel
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24.07.2016 1.319
 
Hallo ihr lieben, das hier ist meine erste FF, Verbesserungsvorschläge werden gerne angenommen:) Bei meiner Geschichte könnten Ähnlichkeiten zu der von butterfly97 auftreten, ich habe aber ihre Erlaubnis. Das erste Kapitel habe ich aus 5 Sichten geschrieben, mal sehen wie ich die alle gepostet kriege, wenn euch wer nicht so gefällt, könnt ihr die Sicht ja einfach überspringen. Wir lesen uns;)
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Kapitel 1 aus Shays Sicht

Es war mal wieder einer dieser Tage, an denen man nicht genau wusste, ob man nicht lieber im Bett bleiben sollte, anstatt den Dienst anzutreten. Manchmal hatte man einfach eine Vorahnung, dass etwas unerwartetes geschehen könnte, besonders wenn man auf einer Feuerwache arbeitete.
Kein Weg führte daran vorbei aufzustehen, denn heute war nicht nur Schicht, sondern auch Chief Bodens Hochzeit, da durfte man nicht fehlen, natürlich freuten wir uns alle für ihn. Der Chief war schließlich immer für uns alle da, besonders in brenzligen Situationen. Auch wenn er sehr streng werden konnte, im Grunde war er aber ein freundlicher Mensch, der nur das beste für alle wollte, er war etwa wie ein Vater für die gesamte Wache. Wenn man auf der 51 war, hatte man echt Glück, einerseits hatte man den Chief, der die besten Entscheidungen für seine Leute traf und auf der anderen Seite hatte man die Kollegen, die besten weit und breit. Nebenbei besagte Kollegen waren meine Partnerin auf dem RTW Dawson, die Jungs von der Drehleiter Casey, Herrmann, Mouch, Cruz, Otis und Mills und zu guter letzt die Rüstgruppe mit Capp, Tony, Newhouse und Severide. Sie riskierten täglich ihr Leben für Menschen die vom Feuer eingeschlossen waren oder in sonst was für Schwierigkeiten steckten, ab und zu auch für Kollegen in Not, manchmal sogar gegen Anweisungen, denn sie würden keinen im Stich lassen, wenn die geringste Chance bestünde ihn zu retten...

„...Erde an Shay! Ich rede mit dir.“ riss mich Dawson aus meinen Gedanken. Ich sah daraufhin zu ihr auf und bemerkte, dass sie lächelte, aber eine Augenbraue hochgezogen hatte. Ich entgegnete entschuldigend: „Tschuldige, was hast du gesagt?“ „Mensch Shay, trink deinen Kaffee aus und komm mit, alles ist vorbereitet und Herrmann wird bald mit Boden ankommen.“ bekam ich zurück. Ich nickte, trank meinen Kaffee aus, stellte die Tasse weg und trat schließlich mit Dawson aus dem Aufenthaltsraum in die Fahrzeughalle, ich konnte die meisten anderen schon draußen stehen sehen. Ich war etwas abwesend, ich konnte es immer noch nicht fassen, bald würde Dawson nicht mehr mit mir auf unserem Rettungswagen 61 arbeiten, sie würde zur Drehleiter 66 auf der Wache 105 wechseln, zu diesem abscheulichen Lieutenant Tommy Welch! „Hey, was ist los?“ harkte sie nach, als ihr auffiel, dass was nicht stimmte. Ich sagte schlicht und vielleicht etwas unüberzeugend:  „Nichts.“ „Leslie Elizabeth Shay!“ sagte sie energisch und hob drohend einen Zeigefinger. Ich hätte wissen sollen, dass ich Dawson damit nicht abspeisen konnte. Ich rang mich zu einem leichten lächeln durch und sagte ihr: „Gabby, wir reden später okay?“ Sie schaute mir kurz wortlos in die Augen und gab sich damit dann vorerst zufrieden. Ich wollte in ruhe mit ihr reden, ich hatte einiges auf dem Herzen, wusste aber nicht ob ich sie damit wirklich nerven sollte, schließlich hatte sie im Moment auch viel mit mir über Casey zu besprechen.

Wir reihten uns neben Tony, Newhouse und Capp ein, auf die gegenüberliegende Seite stellten sich Casey, Kelly, Mouch, Cruz und Otis. Peter Mills stand zwischen den Reihen, er würde Boden und Donna trauen. Gabby lächelte Casey wie ein kleines Schulmädchen an, er lächelte zurück, irgendwie süß die zwei, so unbeschwert und einfach nur glücklich. Matt hatte mich in seinen Plan eingeweiht ihr einen Antrag zu machen, wir hatten sogar gemeinsam den Ring ausgesucht. Ich hingegen schaute nicht in Kellys Richtung, wegen unserer häufigen Streits in letzter Zeit. Ich hatte mich heute sehr früh aus der Wohnung geschlichen, um einen weiteren Konflikt oder ein peinliches Schweigen zwischen mir und Kelly zu umgehen. Es machte mich traurig, dass alles gerade so schwierig war. Mit Kelly als besten Freund an der Seite hatte ich mich immer wohl gefühlt, er war meine Familie. Jedoch wollte ich das jetzt nicht auf Chief Bodens Rücken austragen, das hatte er nicht verdient. Also setzte ich ein Lächeln auf und tat so als wäre nichts, denn ich sah endlich das Auto von Herrmann auf den Hof rollen...

Dawsons Sicht

Diese Nacht hatte ich wieder von Casey geträumt, davon wie die Zukunft mit ihm wohl sein würde, es war einfach schön. Ich hatte letztens ein Telefonat von ihm angenommen und dabei erfahren, dass mein Ring fertig sei, ich war so überrascht gewesen. Ihm hatte ich das nicht erzählt, ich wünschte mir nur er würde mich endlich fragen. Das einzige was weniger toll war, war die Tatsache, dass ich bald nicht mehr auf der 51 bei meiner zweiten Familie arbeiten würde, sondern auf der 105. Ich hatte meine Prüfung zur Feuerwehrfrau bestanden und würde als Anwärterin auf der Drehleiter 66 unter dem Kommando von Lieutenant Tommy Welch anfangen, der war leider ein krasser Frauenfeind. Zu unserer Drehleiter 81 durfte ich leider nicht, da ich ja eine Beziehung zu Matt führte und das unsere Arbeit beeinflussen und gefährden konnte. Es würde anders sein ohne die Jungs von der 51, den Chief und natürlich meine beste Freundin Leslie. Doch nun schob ich meine Gedanken vorerst beiseite, heute war der große Tag vom Chief, er hatte es verdient glücklich zu sein. Ich machte mich frisch und telefonierte dann auf dem Weg zur Arbeit noch kurz mit Antonio, er meinte er müsse heute zu Hause bleiben, da Eva und Diego eine starke Grippe hatten, ich solle dem Chief Glückwünsche ausrichten und natürlich auf mich aufpassen. Ich lächelte, mein Bruder war der beste den man sich vorstellen konnte, nebenbei auch ganz nützlich, denn er arbeitete bei der Polizei.

Ich kam nach kurzer Zeit auch schon an der Wache an, es sah alles schon gut vorbereitet aus, vor allem die Deko fand ich gut. Ich ging auf direktem Wege zu meinem Spind, ich schlüpfte schnell in meine Arbeitsklamotten, zum Glück war keiner der Jungs in der Nähe. Anschließend ging ich zum Rettungswagen, vielleicht war Shay schon dort. Jedoch fand ich sie nicht vor, deshalb entschloss ich mich, eben alles alleine durchzuchecken. Ich prüfte die Bestände und alles war so wie es sein sollte. Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass es Zeit war sich draußen zu versammeln, aber da ich Shay nicht entdecken konnte, ging ich sie suchen. Ich fand sie schließlich im Aufenthaltsraum sitzend und gedankenverloren in eine Tasse Kaffee starrend. Lächelnd sagte ich: „Ach hier bist du, hab dich schon gesucht, wir sollten nach draußen zu den anderen und uns aufstellen.“ Keine Reaktion. Ich räusperte mich und sagte etwas lauter: „Erde an Shay! Ich rede mit dir.“ Sie sah daraufhin auf und fragte: „Tschuldige, was hast du gesagt?“ „Mensch Shay, trink deinen Kaffee aus und komm mit, alles ist vorbereitet und Herrmann wird bald mit Boden ankommen.“ forderte ich sie auf, da wir uns beeilen sollten. Sie nickte, nahm den letzten Schluck, stellte ihre Tasse weg und folgte mir nach draußen.

Während wir durch die Fahrzeughalle gingen, fiel mir auf, wie still Shay heute war, sie hatte doch sonst immer nen flotten Spruch auf den Lippen. Sie blickte nach unten und wirkte so bedrückt, so kannte ich sie gar nicht. Ich sprach sie darauf an: „Hey, was ist los?“ „Nichts“ war das einzige was ich von ihr zu hören bekam. Empört schnaubte ich: „Leslie Elizabeth Shay!“ So kam sie mir nicht davon. Das schien auch sie einzusehen und sagte schließlich: „Gabby, wir reden später okay?“ Ich beließ es vorerst dabei, beobachtete sie aber noch eine Weile. Draußen in der Reihe erblickte ich gegenüber von mir Casey, mir wurde gleich ganz warm und ich lächelte verliebt zu ihm rüber, zu meiner Freude erwiderte er dies. Wir tauschten viel sagende Blicke aus, bis wir von der Ankunft von Herrmann und dem Chief unterbrochen wurden...
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