Ein Baby zu viel

GeschichteHumor / P12
Chiho Sasaki Emi Yusa Sadao Mao Shiro Ashiya
24.07.2016
24.07.2016
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Hey! ^^
Junge, Junge, es ist ja fast ein Jahr her, dass ich eine Story hochgeladen habe... '-' *Schande über mich* Ich frage mich überhaupt, ob es noch jemanden gibt, der sich an mich erinnert ^^'
In diesem Zeitraum habe ich mich sehr mit Animes und Mangas beschäftigt, was man zwar nicht an meinen Geschichten, aber an meiner Favo-Liste sieht. Ich habe auch einige Anime/Manga-FFs in Arbeit, habe sie aber noch nicht hochgeladen.
Diesen Anime finde ich besonders lustig und wegen dieser tollen Charaktere musste ich einfach eine Story schreiben! :'D
Ich hoffe, sie gefällt euch :3 Ach ja, und falls ich irgendwann statt "Urushihara" nur "Ushihara" schreibe, sagt es mir bitte :'D
Viel Spaß! ^^

lg Eichenflug
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Es war ein anstrengender Tag auf der Arbeit gewesen, deshalb genoss Sadao die ruhige Fahrt auf seinem treuen Drahtesel Dullahan umso mehr. Die Sonne wärmte angenehm seinen Rücken und der Wind strich sanft um seinen Körper, es schien ein gutes Omen auf einen angenehmen Tag mit seinen beiden Mitbewohnern zu sein. Auch wenn sich die beiden nonstop zankten und ärgerten. Da musste er halt ein Machtwort sprechen.
Schließlich kam er bei seiner „Festung“ an, stellte Dullahan an seinem üblichen Platz an der Hauswand ab und wühlte in seiner Umhängetasche nach dem Wohnungsschlüssel, während er die Treppe hinaufstieg. Ashiya hatte Bescheid gegeben, dass er in der Stadt war, irgendwelche Besorgungen machen. Urushihara war zwar zu Hause, würde sich aber bestimmt nicht dazu bequemen, jemandem die Türe zu öffnen, wenn er nicht gerade etwas bestellt hatte. Und wenn er wüsste, dass Sadao geklingelt hätte, würde er ihn sogar ganz bestimmt draußen stehen lassen, bis dieser damit drohen würde, die Internetverbindung zu kappen.
Sadao öffnete die Haustüre und blieb irritiert im Korridor stehen. Ein Weidenkorb stand vor seiner Wohnungstür, ein weißes Tuch lag darüber und bedeckte den Inhalt. War das etwa ein kleines Geschenk ihrer Vermieterin? Er hockte sich vor dem Korb hin.
Also musste Urushihara doch zu faul gewesen sein, vom einen Ende des ohnehin kleinen Raumes zum anderen zu gehen, um die Türe zu öffnen. Hoffentlich hatte die Vermieterin nicht Essen mitgebracht, das in den Kühlschrank gehörte, denn wenn der Korb schon lange hier stand, konnte es schon schlecht geworden sein.
Neugierig hob Sadao einen Zipfel des Tuches an, um einen Blick auf den Inhalt des Korbes zu werfen.

„Hallo, Emi!“
Die Angesprochene wandte den Kopf in die Richtung, aus der der Ruf gekommen war und erblickte Chiho, die sich durch die Menschenmasse auf sie zu schob. Emi erhob sich von der Bank, auf der sie gesessen und gewartet hatte, und ging Chiho entgegen. „Hallo, Chiho.“ Sie begrüßten sich mit einer Umarmung. „Komm, lass uns schnell die Bahn nehmen. Der Deppenkönig meinte, es sei sehr wichtig.“
Sie schlugen den Weg zum Schalter ein, um sich die Tickets zu kaufen. „Also sag schon, Emi, was ist bei Sadao los?“, wollte die Jüngere wissen, während sie in ihrer Tasche nach ihrem Portemonnaie suchte. Emi zuckte mit den Schultern. „Wüsste ich selbst gerne. Er klang auf jeden Fall ernsthaft verzweifelt, als er mich anflehte, so schnell wie möglich zu ihnen zu kommen und dich mitzunehmen.“ Sie schnaubte frustriert auf. „Unglaublich, dass ich meinen freien Tag bei diesem verblödeten Dämonen-Trio verbringen muss. Wenn sich herausstellt, dass sie sich nicht in einer Lebensnotlage befinden, leg‘ ich deren gesamte Bude in ihre Einzelteile auseinander!“ Chiho lächelte. „Ich glaube schon, dass es ein Notfall ist. Sadao sollte mittlerweile schon wissen, dass dir dein freier Tag so wichtig ist, wie Urushihara sein Computer.“
Emi seufzte auf. „Dann hoffe ich mal, dass der Dämonenkönig seinen dämonischen Scharfsinn nicht in Ente Isla auf seinem Nachttisch vergessen hat.“ Chiho kicherte. „Komm, beeilen wir uns.“
Die beiden Freundinnen bahnten sich einen Weg durch die Menschenmasse und betraten den Bahnsteig.

Die Türklingel schrillte. Ashiya, der auf Sadaos verzweifelten Anruf sofort nach Hause gekommen war, stürzte zur Tür und riss sie auf. „Emilia! Fräulein Sasaki! Endlich seid ihr hier!“ Emis entnervtes Aufseufzen war zu vernehmen. „Wow, hör mal auf zu heulen, du Riesenbaby. Ich hoffe, ihr habt einen guten Grund, uns herzubestellen und meinen schönen, freien Tag zu ruinieren.“ „Komm rein und sieh dir den guten Grund an.“ Ashiya trat zurück, damit Emi und Chiho hereinkommen konnten, und wies mit der Hand zum Tisch. Die beiden Mädchen blickten in die Richtung, in die Ashiya gezeigt hatte, und erstarrten augenblicklich.
Am Tisch saß Sadao mit grimmig-verzweifeltem Gesichtsausdruck, in seinen Armen, selig lächelnd an seine Brust gekuschelt, ein Baby.
Ein entgeisterter, grüner Blick traf ihn. „Wo... wo hast du denn das her?“ „Na, aus dem Supermarkt, wo denn sonst? War gerade im Sonderangebot“, erwiderte Sadao gereizt. Die zwei Besucherinnen standen wie festgewachsen vor der Türe und Ashiya murmelte etwas, das sich anhörte wie „Das war auch meine Reaktion“, während er die Türe schloss. Emi schien sich zuerst wieder zu fangen. Noch überwältigt, stolperte sie auf den Schwarzhaarigen zu, ließ ihre Tasche zu Boden fallen und sank vor Sadao auf die Knie. Das Baby gluckste fröhlich vor sich hin und musterte die junge Frau mit neugierigen, blaugrauen Augen.
Diese hob nach einigen Sekunden den Blick von dem kleinen Geschöpf und richtete ihn auf Sadao. „Ist das dein Kind?“, fragte sie mit fester Stimme. Nun war Sadao an der Reihe, sie entgeistert anzustarren. „Sadao, ist das... ist das wahr?“, verlangte Chiho, die noch vor der Türe stand, mit weinerlicher Stimme zu wissen.
„Wer hat euch denn ins Hirn geschissen?!“, brauste der Schwarzhaarige auf. „Natürlich nicht! Was soll ich denn mit diesem Ding?!“ Die beiden atmeten erleichtert auf und Chiho setzte sich nun auch an den Tisch. „Dann erzählt mal, wie ihr zu diesem Baby gekommen seid“, forderte Emi das Dämonen-Trio auf.
Urushihara saß an seinem Platz beim Computer, hatte diesem aber den Rücken zugewandt, um den Neuankömmling argwöhnisch zu beäugen. „Es ist zu uns gekommen“, stellte er missmutig klar. Ashiya ließ sich an einem freien Platz am Tisch sinken. „Urushihara“, seufzte er. „Es ist alles Urushiharas Schuld.“ „Wie bitte?!“, schrie der Junge auf. „Urushihara, das ist dein Kind?“, fragte Chiho erstaunt. „Nein! Alter, was läuft bei euch falsch?“ Urushihara war verärgert aufgesprungen und warf Ashiya giftige Blicke zu. „Nun schreit nicht so rum, ihr Vollidioten!“, schimpfte Emi. „Wenn das Baby auch noch zu schreien anfängt, war’s das. Erzählt jetzt lieber, warum sich ein Kind in eurer Bude befindet. Ich habe noch immer nichts verstanden.“
Es klingelte wieder an der Tür. Ashiya erhob sich und öffnete sie. Suzuno trat ein, in ihrer einen Hand eine kleine Schüssel, in der anderen einen Teelöffel. „Oh, seid gegrüßt, ihr seid auch endlich angekommen“, begrüßte sie Emi und Chiho, die die Begrüßung erwiderten. Suzuno hob die Schüssel. „Werter Herr Maou, ich habe die Babynahrung aufgewärmt.“ „Perfekt, vielleicht hat das kleine Monster ja Hunger“, murmelte Sadao und versuchte, das „kleine Monster“ in eine zum Essen bequemere Position zu bringen.
Chiho richtete sich auf und streckte die Arme über den Tisch. „Darf ich es halten?“, fragte sie und Sadao übergab es ihr, offensichtlich froh darüber, nicht mehr so viel Verantwortung in den Armen zu halten. „Wie süß es ist“, lächelte die 16-Jährige und strich dem Baby vorsichtig über die weiche Wange. Dieses wiederum streckte die kleinen Hände aus und begann damit, Chihos üppige Brust zu kneten. Dem jungen Mädchen schoss die Röte ins Gesicht und ein geistreiches „Ääh“ verließ ihre Kehle.
Peinliche Stille breitete sich im Raum aus, die nur vom Brabbeln des Babys unterbrochen wurde.
„Ähm... Babys machen das, wenn sie Hunger haben“, sagte Emi hastig. „Ach ja?“ Chiho lachte unsicher, man sah ihr an, wie unangenehm ihr diese Situation war. Suzuno eilte herbei, tauchte den Löffel in den orangefarbenen Brei und führte ihn zu den feuchten Lippen des Babys, das von Chihos Brust abließ und die Hände nach dem Löffel ausstreckte. Die peinliche Atmosphäre löste sich langsam auf, als das Kleinkind zu essen anfing, und Emi wandte sich wieder Sadao zu. „Also? Spucks aus!“
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