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Adaptability

GeschichteLiebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Aoba Seragaki Trip Virus
21.07.2016
26.07.2016
4
3.757
3
Alle Kapitel
4 Reviews
Dieses Kapitel
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26.07.2016 1.060
 
Virus kam letztendlich doch irgendwann wieder. Zwar war sein äußeres Erscheinungsbild makellos wie immer, keine Falte, kein Fleck war auf seinem Anzug vorzufinden, er war gepflegt wie immer; dennoch spiegelte sich in seinen Augen Erschöpung wieder. Er ruhte sich ein paar Tage lang aus. Was ihm so viel Kraft gekostet hatte, das erzählte er uns nicht, aber Trip interessierte sich auch nicht dafür. Er machte einfach weiter wie vorher. Einmal wurde er um einen Gefallen gebeten und erledigte diesen auch. Und ich? Ich fing an, mich schuldig zu fühlen. Es hätte sein können, dass Virus nicht zurück gekommen wäre und meine letzten Worte waren gespielt freundlich, um ihn zu hintergehen, um dieses Halsband loszuwerden. Das Einzige, das mich interessiert hatte, war dieses verdammte Band! Und das, obwohl wir doch Freunde waren, oder? Obwohl ich ihm wenigstens nicht... egal war. Ich hob meinen Kopf an, um Virus zu beobachten, wie er am Tisch saß und eine Zeitung studierte. Er hatte sich gut erholt, auch wenn er grade eher einen konzentrierten als entspannten Eindruck machte. Ja, es ging ihm gut. Ich beschloss, eine Dusche zu nehmen und begab mich ins Bad.

Als ich fertig war, fand ich Virus und Trip auf dem Bett. Nicht in ihren üblichen Klamotten, nicht in Schlafkleidung, nein. Nackt. Instinktiv verspannte mein Körper sich und ich ging einen Schritt nach hinten. Was sollte ich tun? Selbst wenn ich keine Chance gegen zwei Mitglieder der Yakuza haben würde, selbst wenn ich inzwischen aufgehört hatte, zu glauben, die Halsfessel loswerden zu können, indem ich mitspielte, hieß das keineswegs, dass ich ihnen meinen Körper kampflos überlassen wollte. Oder? Mein Kopf arbeitete auf Hochtouren. Ich versuchte gleichzeitig, meine Instinkte zu unterdrücken, mir nichts anmerken zu lassen und abzuwiegen, ob es sich eher lohnte zu kämpfen oder mit zu machen. Wahrscheinlich würde ich das Halsband trotzdem behalten, aber das war okay. Ich hatte mich irgendwann damit abgefunden. Genau so wie ich mich damit abgefunden hatte, dass meine Freunde mir nicht mehr halfen. Aber es über mich ergehen zu lassen war immerhin besser, als wenn ich mich wehren würde. Das würde nur alles karputt machen. Mit Gewalt und Schmerz würde es enden, ich würde Virus und Trip nicht mehr in die Augen sehen können und es hätte allen nichts gebracht. Ich musste also nur meinen dummen Stolz überwinden, sonst hätte ich eine Menge Ärger.
Langsam schritt ich auf das Bett zu, zwang mich dabei zu einem Lächeln. Einen viertel Meter davor blieb ich stehen und betrachtete die nackten Körper vor mir. Die helle Haut bildete einen großen Kontrast zur dunklen Bettwäsche. Trip schien schon ziemlich erregt, während Virus offenbar die absolute Kontrolle über seinen Körper hatte. "Leg dich doch zu uns.", wurde ich aufgefordert. Die Männer auf dem Bett lächelten mich an. Es wirkte alles so... unauthentisch. Trotzdem kletterte ich in die Mitte der Matratze, wo ich auch schon mein Handtuch  loswurde. Sofort kugelte mein Körper sich abwehrend zusammen. "Entspann dich doch, Aoba-san." Das kam von Virus, welcher vor mir lag und meine Wange streichelte, während Trip mich von hinten umarmte. Ich schloss die Augen. Das hier über mich ergehen zu lassen war die eine Sache, meinen Peinigern ins Gesicht zu sehen eine Andere.
Erst spürte ich Küsse an meinem Hals, Finger an meiner Brust, irgendwann drehte ich mich instinktiv um, sodass Virus hinter mir war. Trip hielt mich immer noch fest, rieb seine Errektion ein bisschen an mir und keuchte leise, während Virus meinen Po knetete. "Ich fange jetzt an.", sagte er und erstaunlicher Weise fand ich zwei seiner Finger in meinem Mund wieder. Nicht beißen, erinnerte ich mich selbst und versuchte einfach, sie mit meiner Zunge wieder nach draußen zu schieben. Zwar scheiterte ich, dennoch nahm er sie irgendwann von allein aus meiner Mundhöhle, bevor er sie mir in den Hintern drückte. Erst war es etwas unangenehm, ich verkrampfte, dennoch kämpfte er sich weiter hinein. Und je tiefer Virus seine Finger schob, desto besser fühlte es sich an. Er tastete etwas herum bis er meine Prostata fand und fing dann an, diese zu massieren. Das war der Punkt, bei dem mich ein angenehmes Gefühl durchflutete, bei dem ich mich traute, zu stöhnen, bei dem ich mich vollends entspannte. Mein  Körper sträubte sich nicht mehr und meine Lippen suchten Trips, während mir das Blut in die Lenden schoss. Ohne eine weitere Vorwarnung zog Virus seine Finger zurück und hielt meine Pobacken mit den Händen aus einander, während er in mich eindrang. Wann war er hart geworden? Ich hatte es nicht mitbekommen. Ich lag nur hier und stöhnte bei jedem Stoß, während mich ein Schwindelgefühl heimsuchte.
Von den nächsten paar Minuten bekam ich ziemlich wenig mit, ich wusste nur, dass es sich unbeschreiblich gut anfühlte. Ich muss wohl vor Virus gekommen sein, jedoch war mir noch lange keine Pause gegönnt. Den ganzen Orgasmus hindurch wurde ich weitergeknallt, Virus ließ sich Zeit. Irgendwann konnte ich spüren, wie er in mir kam, wobei er keinen Laut von sich gab. Irgendwie gruselig, jetzt, wo ich darüber nachdenke... Dann war Trip an der Reihe. Er packte mich erst und ich dachte, er wollte mich umdrehen, um mich auch von hinten zu nehmen, jedoch drehte er mich dann nur mit dem Rücken aufs Bett und legte sich in meine Arme. Er drang ein und schob einen Arm unter meinen Rücken und den Anderen unter meinen Kopf, bevor er sich bewegte. Es war etwas härter als mit Virus, tat aber nicht weh, im Gegenteil, ich kam auch bei ihm ziemlich schnell, obwohl ich doch eben erst einen Orgasmus hatte... Wir kamen gleichzeitig, schließlich schlief ich ein.
Als ich aufwachte, war es dunkel. Es schüttelte mich, als ich mich an die Momente vor meinem Schlaf erinnerte. Wie konnte es mir passieren, dass ich erzwungenen Sex genossen hatte? Moment, ich habe es doch freiwillig getan, hatten sie mich überhaupt gezwungen? Ist es Vergewaltigung, wenn man es freiwillig mitmacht, aber keine Wahl hat? Hatte ich eine Wahl? Ich bin zwar nie davon ausgegangen, aber erfahren werde ich es wohl nicht mehr. Wahrscheinlich hätte ich höchstens temporär ein Veto einlegen können, denn ich war ein Gefangener, sie hätten nur warten müssen, bis ich es freiwillig tat. Einen Monat hatten sie immerhin gewartet, anstatt es gleich mit mir zu tun. Aber ich musste zugeben, dass diese Art körperliche Nähe auch meiner Seele guttat... Ich schlief wieder ein.
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