Adaptability

GeschichteRomanze / P18 Slash
 Trip  Virus Aoba Seragaki
21.07.2016
26.07.2016
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21.07.2016 602
 
"Irgendwann wird Beides unser sein: Dein Körper und deine Seele."


Dieser Satz hallte in meinem Kopf wieder, als ich aufwachte. Ihnen gehören? Waren es nicht Virus und Trip, die mich niedergeschlagen hatten? Warum sollte ich dann ihnen gehören? Wann war das überhaupt, heute, gestern, vorgestern? Ich konnte mich kaum erinnern. Sie hatten mich verraten! Und das, obwohl wir uns ein ganzes Weilchen kannten und befreundet waren. Waren wir das nicht? Nein, waren wir nicht. Ich meine, Freunde würden einen niemals so behandeln. Wie konnte ich so dumm sein...
Ich streckte mich und alles tat mir weh. Ich blickte nach rechts und erblickte Trips belustigtes Lächeln. "Guten Morgen!", begrüßte er mich als wenn nichts passiert wäre, als wär alles... gut. "Guten Morgen, Aoba-san", kam es nun auch von der anderen Seite. Virus war auch da. Ich wollte flüchten, brachte meinen schmerzenden Körper auf die Knie und wollte auf allen Vieren vom Bett kriechen, jedoch wurde ich auf halbem Wege von etwas am Hals zurück gehalten. Ein Halsband? Wollten sie mich zu ihrem Haustier machen? Verzweifelt riss ich an dem Seil, welches meine Halsfessel mit dem Bett verband, doch ich schaffte es nicht, mich zu befreien. Die Hilflosigkeit in mir nahm annährend ungewohnte Ausmaße an. Ich wollte Scrap benutzen doch bevor ich den Mund öffnen konnte, um einen Befehl auszusprechen, legte sich ein Finger auf meine Lippen. "Pssst... Wir wollen doch nicht, dass dir noch mal etwas passiert." Warum ich verstummte und ruhig wurde, wusste ich nicht, aber ich gewann wieder die Oberhand über meine Verzweifelung. Mir fiel auf, dass sie ihre Ohrringe, welche sie gegen meine Fähigkeit immun machten gar nicht trugen. Am liebsten hätte ich die Beiden also angeschrien, dass sie mich frei lassen sollen, allerdings würden sie dafür sorgen, dass ich nicht spreche, damit ich sie gar nicht erst mit Scrap manipulieren konnte. Und wenn sie dies mit Gewalt täten, würden meine Fluchtchancen auf jeden Fall sinken. Ich sollte mich erstmal von den Verletzungen erholen, die ich bisher erlitten habe, währenddessen vielleicht einen Fluchtplan schmieden, erst dann konnte ich meine Energie in die eigentliche Flucht stecken...
"Bist du in Gedanken, Aoba-san?" Virus holte mich ins Hier und Jetzt zurück. Dieser Bastard! Er lächelte und ist höflich, während diese falsche Schlange mir hinterhältig ihren Willen aufzwang. Mehr noch, er versuchte mich zu manipulieren, indem er die Situation beschönigte. Aber ich würde niemals glauben, dass dies normal, sogar schön sei. Knurrend legte ich mich wieder hin. Ich dachte an meinen besten Freund, Koujaku. Ich dachte an Clear, der mir treu ergeben war und an Noiz, der immer wieder für eine Überraschung gut war. Würden sie kommen, um mich zu retten? Vielleicht musste ich ja einfach nur mitspielen, bis sie kommen. Wie ich sie alle vermisste!
Vorsichtig strichen Trips Finger über meine Schulter. "Noch nicht.", bestimmte Virus daraufhin. Es klang kalt, wie er es sagte, dennoch würde er Trip nicht drohen können und es auch nicht versuchen. "Ich weiß doch?", kam es beiläufig zurück. Dennoch nahm Trip seine Hand nicht von mir. Ich vergrub mein Gesicht im Kissen. Musste ich das echt über mich ergehen lassen? Seit jeher haben die zwei meine Nähe gesucht, stehts bemüht, nicht aufdringlich zu wirken. Vielleicht habe ich mich deshalb täuschen lassen, weil sie ihre Interessen vor mir verborgen hatten, sodass ich ihr Handeln freundschaftlich auffasste. Ich drehte mich von Trip weg und schloss die Augen, da ich Virus nicht ansehen wollte. Vielleicht sollte ich einfach versuchen zu schlafen, bis sie weg waren. Sie können nicht ewig bei mir liegen bleiben.
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