Fatality Contract

GeschichteAllgemein / P18
OC (Own Character)
20.07.2016
10.08.2016
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27.07.2016 2.439
 
Fatality Contract


Vertrag abgeschlossen



Ich wachte auf und setzte mich langsam aufrecht hin im Bett. Ein paar Minuten starrte ich ins Leere, bis ich aus dem Fenster schaute. Kein Vogel, Keine Bäume, nichts war zu sehen bis auf graue Mauern und Gebäude. Obwohl es nicht das schönste war, entschied ich mich dazu hier zu bleiben. Etwas anderes wäre mir so oder so nicht möglich gewesen. Ich rieb mir meinen Schlaf aus den Augen und schaute auf ein eingerahmtes Bild, welches auf einem kleinen Beistelltisch neben dem Bett war. Ich nahm es in die Hand und betrachtete es wehmütig. Es war ein kleines Familien-Foto, mit Mino, Nero und mir. Ich stand auf und stellte es wieder ab. Ein Klopfen holte mich wieder aus meinen Gedanken raus. Ich machte mich schnell sauber und zog mir etwas über. Als ich die Tür öffnete standen Outrider, Battery, Ruin, Taylor, Kane, Hendricks, Diaz und Sarah davor. Ich schaute alle verwundert und mit großen Augen an.

„Alles Gute zum Geburtstag!“, riefen sie gleichzeitig und holten ihre Geschenke vor. Ich kam aus dem Staunen nicht mehr heraus und wusste nicht was ich sagen soll.
„Normalerweise sind wir aus dem Alter zwar längst raus, aber uns ist zu Ohren gekommen das du nie einen richtigen Kindergeburtstag gefeiert hast. Also haben wir uns dazu entschieden dir einen zu geben“, lachte Ruin.
„Hallo?! Ich würde immer Kindergeburtstage feiern wenn ihr nich so alt und verbissen wärt!“, protestierte Battery und lachte ebenfalls.
„Ähh. Danke, ich weiß gar nicht was ich sagen soll! Das wär doch gar nicht nötig gewesen, vielen Dank“, freute ich mich.
„Ist doch das mindeste was wir tun können“, gab Sarah dazu und lächelte.

Seid ich das erste Mal hier aufgewacht war ist nicht einmal ein Monat rum. Ich hatte genug Zeit gehabt um auch die anderen, also Kane, Hendricks und Sarah etwas kennenzulernen. An sich waren zu mir alle sehr nett, nur Taylor war manchmal etwas komisch drauf. Outrider war sehr still aber immer höflich, hilfsbereit und liebevoll. Battery und Ruin waren meiner Meinung nach wie füreinander geschaffen. Ein Komiker-Pärchen vom Feinsten. Stets gut gelaunt und die Sprüche gingen ihnen ebenfalls nie aus. Kane ging es mittlerweile auch wieder sehr gut, nach dem sie auch so übel zugerichtet wurde von der Killermaschine. Hendricks hatte ebenfalls Glück gehabt, da der Roboter ihm nicht direkt das Hirn weg gepustet hatte, sondern lediglich einen Streifschuss erzielen konnte. Der Krieg wurde weder gewonnen, noch verloren. Auf beiden Seiten gab es unzählige tote, verletzte, aber auch überlebende.

Battery führte mich zum großen Tisch, wo ein Geburtstagskuchen mit 20 Kerzen auf mich wartete. Ich kam mir etwas seltsam vor, da sie so viel für mich taten und ich im Prinzip nichts machte. Ich setzte mich hin, pustete die Kerzen aus, wurde bejubelt und lachte. Für den Moment vergaß ich einfach was mir passiert war und genoss den Moment unter meinen neuen Freunden. Jeder bekam ein Stückchen Torte ab, alle unterhielten sich kreuz und quer und hatten Spaß. Ich sah mir den Raum an und sah wie er mit Ballons und Girlanden geschmückt war. Selbst Konfetti lag auf dem Boden rum. Für mich kam es wie ein ganzes Jahr vor das ich mal wieder richtig glücklich war.
„So, kommen wir mal zur Sache“, fing Taylor an, „Du hast dich ja entschieden bei uns zu bleiben“.
„Herrje, jetzt lass sie doch mal in Ruhe“, unterbrach Outrider genervt.
„Jetzt lässt du mich mal ausreden!“, sagte er sauer.
„Wie du weißt sind wir von der CIA, unser Team heißt Black Ops. Und wie du sicher auch weißt, kämpfen wir im Krieg. Ich möchte dir jetzt das Angebot machen, das du in unser Team einsteigen kannst, eine Ausbildung bezahlt bekommst und sämtliche Vorteile die wir haben nutzen kannst. Du kannst eigene Ausrüstungen entwerfen und zusammenbauen wenn du möchtest, hast deine Freizeit, kannst mit deinem Geld machen was du willst und hast auch Zugang zu allen Gebäuden und Waffen der CIA. Wie gesagt, nur wenn du möchtest. Der Nachteil ist halt der Krieg selbst. Du wirst viel Zeit darin investieren müssen zu trainieren und auf dem Schlachtfeld kann es auch mal sein das du schlimmsten Falls stirbst“, bot er mir an.
Ich bekam das letzte Stückchen Kuchen in meinem Mund nicht wirklich runtergeschluckt und war etwas überfordert. Lange sah ich ihn mit großen Augen einfach nur an.
„Heißt das ich darf dem Roboter in den Arsch treten?“, fragte ich dann nach einem Weilchen mit vollem Mund. Battery lachte und genoss den Anblick.
„Ja, das darfst du dann“, antwortete Taylor und grinste.
„Geil“, brachte ich nur hervor und schluckte endlich den Kuchen runter. Ich nahm mir noch ein Glas Milch, wischte mir den Mund mit einer Serviette ab und atmete tief durch.
„Wo soll ich unterschreiben?“, wollte ich wissen.

Alle jubelten laut los und freuten sich. Ruin sprang auf und schlug mir freundschaftlich auf den Rücken. Ich lachte mit und freute mich ebenfalls.
„Du kannst hier unterschreiben, wenn du willst kannst dus dir aber vorher nochmal durchlesen“, antwortete Taylor und reichte mir den Vertrag.
„Pfff“, machte ich nur und unterschrieb.
„Das ist ein guter Kampfgeist, weiter so“, lobte mich Ruin.
„Übrigens wird Outrider für deine Ausbildung zuständig sein. Denk dran, du stehst unter ihrem Kommando, du bist jetzt Soldat. Also benimm dich auch so“, fügte Taylor hinzu.
Ich sah zu Outrider, die mich ebenso freudestrahlend ansah wie ich sie.
„Jetzt ist es aber mal Zeit deine Geschenke zu öffnen“, läuterte Battery lachend ein.
„Das wäre doch wirklich nicht nötig gewesen, ihr seid viel zu nett!“, freute ich mich und machte mich daran die Geschenke zu untersuchen. Ganz vorsichtig und langsam begann ich das Papier abzufummeln. Andere hätten es einfach aufgerissen, aber ich konnte so etwas nicht. Zuerst machte ich mich an Kanes, Hendricks, Diaz', Sarahs und Taylors Geschenk ran. Es waren verschiedene kleine Dinge um meine Kabine etwas ausschmücken zu können. Als nächstes öffnete ich Ruins Geschenk, es war eine Talon. Ich freute mich riesig darüber und machte voller Spannung Batterys Päckchen auf. Ganz langsam öffnete ich den Karton, schmulte hinein und sah mit aufgerissenem Mund zu Battery. Sie grinste und ich holte langsam und vorsichtig eine modifizierte Armprothese heraus.
„Die sieht nicht nur cooler aus als deine jetzige, sie kann auch viel mehr! Wenn du damit deine Talon anvisierst, könntest du sie von deinem Kopf aus steuern und alles sehen was sie sieht. Du bräuchtest nur noch das DNI, das kriegen wir aber hin!“, erklärte sie mir und freute sich das es mir so gut gefiel.
„DNI?“, fragte ich.
„Jupp, haben wir alle drin. Direktes-Neural-Interface heißt das. Damit kannst du halt Terminals hacken, Gerätschaften vom Kopf aus steuern und viel mehr“, erklärte sie wieder.
Ich grinste ohne Ende und machte mich nun an Outriders Geschenk ran. Als ich es ausgepackt hatte, holte ich einen kleinen Bogen mit kleinen Pfeilen raus. Jedoch alles mechanisch und metallisch. Ich schaute mir alles genauestens an, aber der Bogen war so klein wie Tischventilator. Grinsend aber verwundert guckte ich sie an.
„Wirst du auch erst richtig sehen wenn du das DNI hast“, antwortete sie mir mit einem Lächeln.
„Vielen Dank, das ist so lieb von euch!“, bedankte ich mich bei allen und gab jedem eine Umarmung.
Nachdem die Party vorbei war half ich allen noch beim aufräumen.
„Und wann geht’s los?“, fragte ich Outrider während ich das Konfetti vom Boden fegte.
„Wir schaffen das schon, du brauchst nicht helfen. Morgen früh wirst du nochmal in die OP gehen müssen, damit dir das DNI eingesetzt werden kann. Außerdem wird dir dann gleich dein neuer Arm angebracht“, antwortete sie mir.
„Ach ich helfe gerne, hab ja sonst nichts zu tun. Okay, bin mal gespannt wie alles funktioniert!“, freute ich mich.
„Du wirst dich sicher erstmal in alles eingewöhnen müssen. Aber wie gesagt, ich bin ja da wenn irgendwas ist“ versicherte sie mir und hing die Girlanden ab. Ich nahm ein Kehrblech und fegte das Konfetti zusammen und warf es in den Mülleimer. Nachdem wieder alles wie vorher aussah gingen fast alle in ihre Kabinen oder sonstige Abteile. Ich sah mich nochmal ein wenig um und blieb mit dem Blick an Outrider hängen. Sie bemerkte das und sah mich ebenfalls an. Mir fiel nicht ein was ich sagen sollte und sah sie einfach nur von Kopf bis Fuß an.
Outrider lachte: „Hahaha, alles in Ordnung? Oder ist an mir irgendein Krümel oder Fussel?“.
„Äh, n-nein nichts, alles gut“, stotterte ich und schaute schnell weg.
Outrider hob eine Augenbraue hoch und hörte aber nicht auf zu grinsen.
„Kann ich vielleicht dir noch bei irgendetwas helfen?“, fragte ich sie dann.
„Nein ich brauch nichts, danke. Aber du siehst mir so aus als könntest du etwas Hilfe vertragen?“, antwortete sie mit einem verschmitzten Lächeln.
„Joa, ich weiß nicht was ich sonst noch tun soll heute“, gab ich zu.
„Draußen haben wir einen kleinen Park, da man hier ja nichts weiter aus dem Fenster sehen kann. Wenn du möchtest kann ich dich gerne begleiten. Du warst schon fast drei Monate nicht mehr am Tageslicht“, schlug sie vor.
„Ja, das klingt gut, danke“, nahm ich lächelnd das Angebot an.

Wir liefen ein paar lange Gänge entlang, wo wir an verschiedenen Soldaten, Putzen und anderen Menschen vorbeiliefen. Ein wenig eingeschüchtert versuchte ich möglichst nah an Outriders Seite zu laufen. Wir kamen an einer automatischen Tür an, die Outrider mit bloßem hinhalten der Hand öffnen konnte.
„Alleine würdest du eh nicht raus oder reinkommen solange du das DNI nicht hast, fällt mir da ein. Ist es schlimm wenn ich in deiner Nähe bleibe? Ich will ja nicht das du draußen über Nacht doch noch erfrierst“, fiel ihr den Moment ein.
Ich trat aus der Tür, atmete tief die frische Luft ein und wieder aus und gab dabei ein beherztes seufzen von mir.
„Nein gar nicht, ich würd mich freuen etwas Gesellschaft zu haben. Mir ist das alles noch viel zu neu hier“, antwortete ich danach.
Sie nickte und ging vor. Ich folgte ihr schnell, bis wir in der Grünanlage angekommen waren. Hier waren Bäume, aber sonst wuchs erstmal nichts. Natürlich, es war auch Winter. Ein wenig trostloser als die Mauern sah es schon aus, aber wenn erstmal Schnee lag war das bestimmt doch recht hübsch anzusehen. Was ich am meisten genoss den Moment war einfach nur die frische, kalte Luft. Im Quartier war es zwar gut klimatisiert und alles, aber draußen zu sein war doch schon etwas ganz anderes.
Zufällig liefen wir Diaz über den Weg.
„Hey, schön dich mal hier zu treffen! War dein Geburtstag soweit schön?“, grüßte er mich freundlich.
„Danke, ja, hätte es mir nicht anders gewünscht“, lachte ich ihn an.
„Das ist schön, genießt du ein wenig die frische Luft mit Outrider?“, fragte er freundlich.
„Ja, so ist es. Etwas kalt und irgendwie inzwischen ungewohnt, aber tut doch irgendwie gut“, gab ich zu.
Diaz lachte kurz: „Hahaha, ja das stimmt wohl. Naja wenn du erstmal dich von deiner morgigen Operation erholt hast kannst du jederzeit rein und raus wann du willst. Hat schon was gutes, wenn dir drinnen alle auf die Nerven gehen“.
„Hahaha, das mag gut sein. Bis jetzt geht mir aber noch keiner auf die Nerven“, lachte ich.
„Dann hast du Glück bis jetzt. Bin mir sicher irgendeiner wird dich schon noch nerven. Ich muss dann mal weiter, bis nachher! Und erkälte dich nicht, du läufst bei 6° Kälte in einem ärmellosen Shirt herum“, verabschiedete er sich. Ich sah zu mir herab und bemerkte erst jetzt das er Recht hatte. Outrider hatte anscheinend eine Jacke dabei und legte sie mir über die Schultern. Die Jacke war schön kuschelig und warm, da vergaß man die Kälte komplett. Ich kuschelte mich in die Jacke rein und atmete ruhig auf. Mein Atem wurde als kleine Wolke sichtbar und die ersten Schneeflocken fingen an zu fallen. Ich schaute blinzelnd hoch und lächelte. Outrider saß inzwischen schon auf einer Bank unter einem der Bäume und beobachtete mich ruhig von der Ferne. Nach und nach fiel immer mehr Schnee, bis es den Boden leicht bedeckte.
„Ich weiß das ihr da oben seid und das es euch jetzt endlich gut geht. Bald komme ich zu euch, dann sind wir wieder alle zusammen“, flüsterte ich in den kalten Wind. Ich schloss wieder die Augen und zog die Jacke enger an mich ran.

Eine halbe Stunde verging und wir waren immer noch draußen. Outrider stand auf und kam langsam auf mich zu.
„Alles in Ordnung? Möchtest du wieder rein oder noch draußen bleiben?“, fragte sie mich geduldig.
„Wir können gerne wieder rein“, antwortete ich lächelnd. Wir machten uns wieder auf den Weg zum Hauptgebäude. Bevor wir durch die Tür gingen drehte ich noch einmal meinen Kopf um und schaute zum Himmel. Danach drehte ich mich wieder um und ging mit Outrider rein.
„Vielen Dank für die Jacke“, bedankte ich mich bei ihr und gab sie ihr zurück.
„Kein Problem. Ich geh dann mal in meine Kabine, klopf immernoch einfach wenn du was brauchst“, informierte sie mich und ging ihres Weges. Ich drehte mich ebenfalls um und ging zu meiner Kabine.
Dort dekorierte ich sie mit den Sachen, die ich heute geschenkt bekommen hatte und räumte es ein wenig auf. Den Mini-Bogen, die neue Armprothese und die Talon legte ich alle auf eine Kommode. Dabei schaute ich mir alles nochmal gründlich an und lächelte. Spunky, mein Stofftier, lag artig im Bett und wartete darauf das ich mich hinlegte. Ich ging ins Bad, wusch mich nochmal und putzte mir die Zähne. Eine Weile schaute ich mich dann im Spiegel von allen Seiten an, wobei ich einen tiefen Seufzer ausstieß. Als ich im Bad fertig war machte ich dort das Licht aus und die Tür zu. Ich zog mir ein Oberteil über, welches ich immer zum Schlafen benutzte und setzte mich an die Bettkante, wo ich mir eine Weile das Familien-Foto ansah. Ich stand wieder auf, knipste das Licht aus und legte mich hin. Nach gefühlten zwei Stunden schloss ich die Augen und schlief endlich ein.

Unbekannt: „Es ist zu gefährlich, das können wir nicht riskieren!“
Unbekannt 2: „Tu es! Uns bleibt nichts anderes übrig!“
Unbekannt: „Es könnte bleibende Schäden hinterlassen und wir wissen nicht welche! Wie sollen wir sie dann behandeln können wenn wir nicht einmal wissen was bei ihr nicht stimmt?!“
Unbekannt 2: „Jetzt mach es einfach verdammt! Woher willst du überhaupt sicher sein das etwas passiert?! Mach jetzt oder du bist deinen Job los!“
Unbekannt: „Na schön, ist ja gut! Aber ich trage für nichts weiter die Verantwortung, nur damit das klar ist!“
Unbekannt 2: „Jaja, ist ja gut jetzt mach schon einfach! Du wirst nicht fürs quatschen bezahlt!“
Unbekannt: „Wie Sie wollen...“
… … …





… Forsetzung folgt!
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