Fatality Contract

GeschichteAllgemein / P18
OC (Own Character)
20.07.2016
10.08.2016
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Fatality Contract


Himmelfahrtskommando



„Kane, alles in Ordnung bei dir?“, fragte Hendricks sie.
„Ich habe gerade festgestellt das wir einen neuen Zuwachs bekommen“, antwortete sie.
„Wen denn?“
„Alessandra `Les` Castillo, aus Brasilien. Sie soll sehr nützlich sein und einen Komposit-Bogen benutzen“.
„Na hoffentlich ist das keine Zicke, darauf hab ich echt keinen Bock“, rollte Hendricks die Augen, lehnte sich in einen Stuhl zurück und machte sich eine Zigarre an.
Kane setzte sich daneben an ein Terminal und schaute nach weiteren Informationen:“Laut Akte ist sie sehr ruhig und ernst. Mal schauen ob sie dem Humor unseres Teams widerstehen kann“.
„Hahaha, uns kann doch keiner widerstehen, Rachel“, lachte er, „Nun ja, bis auf Taylor, der ist ja nie witzig. Die beiden verstehen sich bestimmt bestens“.
„Du bist auch nicht gerade witziger, Jacob“, konterte Taylor der gerade die Treppe herunter kam, von der Kampfimmersion die er beendet hatte.
Hendricks stöhnte und beachtete ihn nicht weiter. Kane war immernoch vertieft in das Terminal.
„Hat jemand von euch Diaz gesehen?“, fragte Taylor in die kleine Runde. Beide schüttelten den Kopf. In dem Moment kam Sarah herein und machte mit einem Klatschen auf sich aufmerksam.
„Was gibt’s?“, fragten die drei.
„Wir haben die Mitteilung bekommen das in Singapur ein Aufstand ist. Wir müssen uns umgehend auf den Weg machen, Diaz ist schon auf dem Weg. Wir sollen verhindern das die Terror-Gruppe unser CIA-Quartier zerstört oder ausnimmt, verstanden? Los jetzt!“, befahl sie und verschwand wieder.

Alle hatten sich fertig gemacht und versammelten sich vor einem VTOL.
„Los, rein da! Es sollen so wenig tote wie möglich werden, Beeilung!“, hetzte Sarah.
Ein Mutterschiff flog schon mit anderen Soldaten vor, anschließend startete auch der VTOL.
„Müssen wir unseren Neuzugang wohl später begrüßen. Schade, ich bin gespannt wie sie so ist“, meinte Kane während des Fluges. Hendricks stopfte sich typischer Weise einen Schokoriegel in den Mund und schwärmte davon wie köstlich er ist. Taylor und Sarah schmiedeten derweil Plan A, B und C wie sie die Angreifer wieder vertreiben könnten. Nach einem recht kurzen Flug waren sie dann auch schon angekommen. Schüsse waren überall zu hören, Kriegsgeschrei und auch Schmerzensschreie. Sowohl von der CIA, als auch den Angreifern. Wie sich herausstellte waren das die 54 Immortals.
Einer nach dem anderen kletterte oder sprang aus dem VTOL und dem Mutterschiff auf das Schlachtfeld.
„Kane, Hendricks, ihr sucht nach Zivilisten und bringt sie so schnell wie möglich hier raus. Kümmert euch anschließend um die Verwundeten und bringt sie so schnell es geht zum Mutterschiff. Ich und Sarah gehen zu Diaz und geben ihm Feuerunterstützung, los!“, befahl Taylor.

„Zu wem soll ich?“, fragte Alessandra die anderen.
„Wie? Seid wann bist du hier?“, wunderte sich Kane.
„Ich wurde sofort hierhergeschickt als ich bei euch angekommen war. Hab mir eins eurer Mutterschiffe geborgt. Dann haben wir gleich mehr Platz um notfalls die Anwohner von hier zu bringen“, antwortete sie ruhig und ernst.
„Sehr gut, du gibst uns Rückendeckung“, forderte Sarah sie auf, „Aber wenn du Zivilisten siehst, bring sie in dein Mutterschiff“.
Alessandra nickte und holte eine KN-44 raus. Sarah, Taylor und sie stürmten nach vorne, während Kane und Hendricks in die andere Richtung rannten und sich daran machten die Anwohner rauszubringen.

„Los, verschwindet hier, bringt euch in Sicherheit!“, riefen Kane und Hendricks abwechselnd. Eine Frau rannte mit einem kleinen Baby im Arm und einem kleinen Mädchen an der anderen Hand panisch und mit Tränen in den Augen weg. Das Mädchen entglitt ihr aus der Hand und die Mutter drehte sich schreiend um, versuchte noch ihr Kind zu erreichen. Doch die ganzen anderen Menschen schubsten sie beide umher, das sie sich aus den Augen verloren. Das Mädchen weinte und schrie laut nach ihrer Mama, doch sie war weg. Ein junger Mann rannte auf sie zu und nahm sie schnell huckepack.
„Alles wird gut, du wirst wieder zu Mama kommen“, versuchte er sie zu ermuntern.
Eine junge Frau kam dann zu ihm gerannt mit einem kleinen, vielleicht 2-jährigen Jungen.
„Schatz!!“, rief ich, „Renn doch nicht weg!“.
„Tut mir leid, ich konnte das Mädchen da nicht stehen lassen“, antwortete er.
Schüsse und Explosionen fielen überall. Geschrei und Geheul war überall zu hören. Ich versuchte mein Kind etwas aufzumuntern.
„Schatz, bitte lass uns hier endlich verschwinden! Wir sind keine Helden die sich jetzt um andere kümmern können!“, meckerte ich panisch.
„Okay, folg mir schnell“, antwortete er und er rannte vor. Ich rannte mit unserem Kind in meinen Armen hinterher.

„Aktiviere Sichtpuls“, lies Alessandra von sich wissen. Um sie herum leuchteten die Feinde einen Moment rot auf und man konnte sie sogar durch die Wände sehen. Sarah und Taylor kümmerten sich um die Angreifer von vorne, Alessandra drehte sich schnell um, gerade rechtzeitig um einen hinter ihr abzuschießen. Drei weitere standen auf dem Dach eines Hochhauses und sniperten rum. Alessandra schmiss kurz ihre KN-44 weg und schnappte sich ihren Bogen. Einen nach dem anderen jagte sie direkt in die Luft. Nachdem sie die Schützen vom Dach geholt hatte, steckte sie den Bogen wieder weg und hob ihre Waffe wieder auf. Nun sah sie zu Hendricks und Kane herüber, die eifrig versuchten die Zivilisten in Sicherheit zu bringen. Dabei fiel ihr ein Wagen auf, voll von 54i-Soldaten.
„Die bekommen Nachschub, sie rasen direkt zu Kane und Hendricks!“, warnte sie Taylor. Taylor drehte sich um und fluchte:“ Scheiße! Los, geh zu Ihnen und geb ihnen Deckung, sie brauchen es gerade mehr als wir!“.
„Verstanden“, sie rannte schnell los, lief an der Wand eines Hauses entlang und schoss dabei ein paar Feinde ab. Einer jedoch traf sie an den Beinen und sie fiel unsanft auf den Boden, wobei ihre Waffe weggeschleudert wurde. Schnell stand sie wieder auf und hob die Waffe eines gefallenen CIA-Soldaten auf. Ein weiterer Wagen raste direkt an ihr vorbei. Sie schaute genau hin und erkannte eine Maschine darauf, beschützt von weiteren 54i.
„Das ist keine normale KR-Einheit, was ist das?“, fragte sie sich laut und rannte wieder los.

Beide Wagen hielten direkt bei uns. Wir drehten uns um, sahen die 54i-Soldaten und sie hoben ihre Waffen. Sie schrien die ganze Zeit irgendetwas in einer anderen Sprache, die wir nicht verstehen konnten. Wir gingen immer weiter Rückwärts und hielten unsere Hand. Ein Typ schrie dem Fahrer auf dem anderen Wagen etwas zu, worauf dieser eine kleine Rampe runter ließ. Die Soldaten auf diesem Wagen stürmten herunter und bewachten die Rampe mit hektischen Bewegungen und herumgefuchtel an ihren Waffen.
„Hey, da drüben!“, rief Hendricks Kane zu und beide rannten in unsere Richtung. Beide begannen auf die Feinde am Wagen zu schießen, doch diese erwiderten hartnäckig das Feuer. Ein Pfeil von Alessandras Bogen traf einen der Wagen, worauf dieser explodierte. Die Wucht warf uns alle um. Ich sah etwas verschwommen und meine Ohren klingelten. Nachdem ich wieder etwas mehr bei Sinnen war, suchte ich panisch nach meinem Sohn und meinem Mann.
„Mino? Nero?!“, rief ich mit Tränen in den Augen und kroch schnell zu unserem Sohn. Regungslos lag er da. Mino, mein Mann kam zu mir gehumpelt und hob ihn etwas hoch.
„Er atmet noch, wir schaffen das schon! Zusammen“, tröstete er und gab mir einen Kuss auf meine Stirn. Er nahm Nero auf den Arm, welcher wieder die Augen aufmachte und weinte und ich nahm das Mädchen an die Hand und wir rannten zusammen wieder weiter.
„Kane, bring die bitte zum Mutterschiff“, befahl Hendricks. Kane nickte und rannte uns hinterher, während Hendricks sich um die verbliebenden 54i-soldaten kümmerte. Nachdem er alle erschossen hatte setzte er sich kurz auf eine niedrige Mauer um zu verschnaufen. Auf einmal hörte er seltsame, mechanische Geräusche. Er kniff die Augen zusammen um besser sehen zu können und zielte langsam mit der Waffe vor. Bevor er auch nur erkennen konnte was da auf ihn zukam, wurde er von einer Art Geschütz auf die Brust getroffen und er fiel zurück. Eine Maschine kam auf ihn zu, anders als eine normale KR-Einheit, war dieser viel schlanker und sportlicher.
„Was zur Hölle?!“, rief er und ballerte auf ihn los. Den Roboter störte das nicht weiter und es schoss mit einem eingebauten Geschütz in seinem rechten Arm in Hendricks Kopf. Er fasste sich an die Schläfe, sah auf einmal ganz verschwommen das Blut an seiner Hand und verlor das Bewusstsein. Alessandra hatte alles beobachtet und versteckte sich hinter einem kaputten Wagen.
„Verdammter Mist, wo haben die das Teil her?!“, fluchte sie leise.

Die Maschinerie schaute sich um. Nachdem er keinen Feind sehen konnte drehte er sich um und folgte uns und Kane. Alessandra nahm ebenso die Verfolgung auf, vorsichtig und leise um nicht von dem Teil entdeckt zu werden.
„An alle Einheiten, die 54i-soldaten haben eine mir unbekannte Maschine, das Ding hat ein eingebautes Geschütz im Arm! Weiß jemand was das ist? Und woher haben die dieses Ding?!“, sagte sie in ihr Mikrofon und informierte alle anderen darüber.
„Verdammt, was sagst du da?! Mit integriertem Geschütz? Ich dachte die hätten alle vernichtet!“, meldete sich Taylor zurück, „Laut meinen Informationen müsste das wie du es beschreibst ein Experimenteller Kampf Roboter 115 sein! Schalt ihn unverzüglich aus!“
„Tut mir leid Commander, ich hab bis jetzt keinen Aus-Schalter an ihm gefunden“, gab Alessandra schnippisch zurück.
„Sehr witzig Neuling, du wirst dich bestimmt gut mit allen verstehen, besonders Jacob“, patzte Taylor zurück.
Während Alessandra weiter fleißig den Roboter verfolgte, kam dieser uns immer Näher. Wir bemerkten es nicht, bis er auf einmal mit einem hohen Sprung direkt vor uns landete. Nicht mehr weit entfernt sahen wir schon das Mutterschiff. Kane zog ihre Waffe und versuchte die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, damit wir unbemerkt zum Mutterschiff kommen könnten. Doch leider wurde daraus nichts, denn dieser fuhr einfach wieder das Geschütz aus und pustete sie weg. In dem Moment kam auch Alessandra an, die Kane schnell beiseite schubste, damit sie nicht noch mehr getroffen wird. Der Roboter wandte sich nun uns zu und zielte mit seinem Arm auf das kleine Mädchen. Mino stellte sich schützend vor das Kind, bückte sich vor sie, nahm sie schnell in die Arme und rannte blitzschnell los. Die Maschine realisierte es etwas spät und begann auf ihn zu schießen, doch ich zerrte an seinem Arm, sodass er nicht treffen konnte. Alessandra zog blitzschnell ihren Bogen und schoss einen Pfeil auf ihn ab. Leider traf auch sie nicht richtig, sodass der Pfeil in einer Wand am Haus direkt neben ihm explodierte, was ihn immerhin zum schwanken brachte. In der Zeit kam auch schon Mino zurück um sich unseren Sohn zu schnappen und ebenfalls zum Mutterschiff zu bringen, wo er bereits das Mädchen erfolgreich abliefern konnte. Er nahm also Nero auf den Arm und wollte losrennen, da schoss der Roboter auf ihn und traf ihn am Bein, sodass er hinfiel.
„NEIN!“, schrie ich und schnappte mir eine Waffe die auf dem Boden lag, neben einer Leiche. Ich schoss wie wild auf dieses bescheuerte Roboterteil, obwohl ich nie zuvor eine Waffe angerührt hatte. Ich traf ihn sogar und kleine Blitze kamen an den Stellen raus wo ich ihn traf. Alessandra holte wieder einen Pfeil und begann zu zielen, doch dann kam eine Gruppe 54i-soldaten und schossen ihr in den Rücken. Sie fiel zu Boden und bekam kaum noch Luft.
Ich weinte und schrie lauthals, bis die Munition alle war. Der Roboter kam auf mich zu, packte mich am Hals und würgte mich. Ich zappelte wie verrückt und rang nach Luft, doch er ließ nicht locker. Mino dagegen stand langsam auf, das Blut aus seinem Bein hörte nicht auf zu fließen. Er wedelte wie verrückt mit den Armen und schrie dabei, was die Aufmerksamkeit des Roboters auf ihn lenkte. Der Roboter ließ mich dann fallen und rannte auf ihn zu. Mino nahm wieder Nero in den Arm und rannte zum Mutterschiff weiter. Leider konnte er dabei nicht sehen wie die Maschinerie wieder ihr Geschütz ausfuhr und auf ihn richtete. Ich sah zu ihm hin, japste noch nach Luft...
...und sah wie mein Mann durchlöchert von oben bis unten auf den dreckigen, staubigen und sandigen Boden fiel.
Ich riss meine Augen weit auf.
„NEEEEEIIIIIINNN!!!!!!!!!“, schrie ich lauthals und sah nichts mehr vor lauter Tränen. Alessandra lag ebenso mit schmerzverzerrtem Gesicht und schwer atmend und beobachtete mich voller Mitleid. Als ob das nicht genug wäre, ging der Todbringer noch weiter auf ihn zu und zerstückelte ihn schon nahezu mit seinen Schüssen.
„LASS DAS, HÖR AUF!!!!!!“, schrie ich zu ihm, ohne Reaktionen zu erhalten. Stattdessen schien er noch den weinenden und schreienden Nero zu betrachten, richtete den Arm auf seinen Kopf und schoss.
„NEEEEEEEEEEIIIIIIIINNNN!!!! NEIN! NEIN! NEIN! NEEEEEEIIIIINNN!!!!“, schrie ich unaufhörlich und schlug ununterbrochen mit den Fäusten auf den Boden. Langsam kam er wieder auf mich zu. Alessandra kamen nun auch die Tränen hoch und sie ächzte hasserfüllt. Die 54i-soldaten die ihr in den Rücken schossen lachten nur und genossen die Show. Nachdem der Roboter direkt vor mir stand, schaute ich mit verheultem Gesicht ihm in seine metallische Visage und verzog die Trauer in Wut und Hass um. Ich sprang ihn an und schlug unaufhörlich auf ihn ein, auch wenn es mir mehr weh tat als ihm, in dem Moment spürte ich nichts mehr.
„DU DRECKIGES MISTSTÜCK! DU VERFICKTES ARSCHLOCH, ICH BRING DICH UM!!!!“, schrie ich wutentbrannt und drosch auf ihn ein. Die 54i-soldaten zogen sich nun zurück und ließen Kane, Alessandra und mich mit der Maschine alleine. Dieser griff mich am Arm und schlug mich auf den Boden. Erbarmungslos zückte er wie immer sein Geschütz aus dem Ärmel und begann zu schießen. Alessandra griff sofort nach ihrem Bogen, jetzt wo die feindlichen Soldaten weg waren und spannte mit aller Kraft an.
Die Maschine hatte bereits meinen rechten Arm durchlöchert, sodass dieser sich vom Rest meines Körpers trennte. Das selbe Verfahren nahm er an meinen Beinen vor, die sich ebenfalls von meinem Körper verabschiedeten. Ich schrie vor Schmerzen und mein eigenes Blut spritzte mir ins Gesicht. Alessandra ließ den Pfeil los, der dann an dem Arm von ihm haften blieb. Der Pfeil explodierte und trennte seinen Multi-funktionstüchtigen Arm vom Rest seines metallischen Körpers. Mir war schwindelig und ich verlor das Bewusstsein. Meine Beine, mein rechter Arm waren unbrauchbar, durchlöchert und zerstückelt. Mein Kopf, Körper und mein linker Arm waren das Einzige das mir verblieben ist. Alessandra schnaufte und forderte sofortige Hilfe über ihr Mikrofon an. Der Roboter dagegen nahm mit der anderen Hand seinen kaputten Arm auf, schaute sich kurz um und sprang auf ein Haus. Von da aus sprang er von einem Dach aufs nächste und verschwand. Ich lag in meinem eigenen Blut getränkt auf dem Boden, ohne Bewusstsein. Schon bald kamen Sanitäter und knieten sich zu Alessandra und Kane, legten sie auf eine Trage und brachten sie weg.
„Hey..nimmt dieses Mädchen bitte mit und auch die Leichen von dem jungen Mann und dem Kind nahe vor dem Mutterschiff“, hauchte Alessandra erschöpft einem Sanitäter zu, welcher dann nickte und zu mir kam. Er sah mich und das Blutbad an und würgte. So etwas zerstörerisches hatte er in seiner Laufbahn noch nicht gesehen gehabt. Er nahm mich vorsichtig hoch, legte mich auch auf eine Trage und brachte mich weg...




… Forsetzung folgt!
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