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Victoria Edison - The Maze is just the beginning

von Nyala
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Newt OC (Own Character) Thomas
19.07.2016
14.09.2016
51
63.404
3
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Dieses Kapitel
2 Reviews
 
20.07.2016 1.293
 
Kapitel 1

Sie beginnt ihr neues Leben liegend, umgeben von kalter Dunkelheit. Als sie sich langsam hinstellt, taumelt sie kurz und stützt sich an einer nahegelegenen, kalten Metallwand ab. Wo ist sie? Ihre Augen gewöhnen sich nur sehr langsam an die Dunkelheit. Das junge Mädchen wird quer durch den Raum geschleudert, als sich der Raum mit einen lauten, schrillen Geräusch in Bewegung setzt. Dabei landet sie wieder auf dem Boden, aber sie kann ihre Hände rechtzeitig unter ihren Körper halten, bevor ihr Kopf unsanft auf den Metallboden aufknallt. Der Raum bewegt sich leicht hin und her schwingend nach oben. Zumindest fühlt es sich für sie so an. Bevor sie wieder quer durch den Raum geschleudert werden kann, rutscht sie an eine der Metallwände. An dieser rutscht sie bis in eine Ecke. Ihre Beine zieht sie an ihren Körper und umschlingt sie mit beiden Armen. Ihr Kopf wird auf die Knie gelegt.
  Nach einer Weile haben sich ihre Augen etwas an die Dunkelheit gewöhnt. Sie ist alleine in diesem Raum. Nur ein paar Kisten stehen festgebunden an zwei Wänden. In dem Raum hört man nur ihr gleichmäßiges Atmen und klappern von Ketten. Eine Frage schießt dem Mädchen durch den Kopf. Wieso ist sie hier? Sie hat seit sie in der Ecke sitzt nachgedacht. Das einzige, an was sie sich erinnert, ist ihr Name. Victoria. Mehr weiß sie nicht. Ab und an, wenn sie sehr stark nachdenkt, scheint sie eine Erinnerung greifen zu können, aber dann gleitet sie ihr aus den Fingern und es ist wieder weg. Was hat es damit auf sich? Warum erinnert sie sich an nichts? Seufzend erhebt sie sich. Vielleicht gibt es hier drin ja einen Hinweis, irgendwas. Sie geht ein paar Schritte zu der Kiste, die bei ihr in der Nähe steht. Sie ist aus Holz, aber sonst kann Victoria nichts besonderes feststellen. Enttäuscht kniet sie sich vor die Kiste und lehnt ihre Stirn gegen die Kiste. Eine Hand platziert sie neben dem Kopf und die andere neben ihre Beine. Dabei stößt sie an etwas. Sofort schaut sie zu ihrer Hand neben den Beinen. Dort liegt ein zusammengefalteter Zettel, der anscheinend aus ihrer Hosentasche gefallen ist. Schnell setzt sich Victoria mit dem Rücken gegen die Holzkiste und faltet den Zettel auseinander. Sie mustert das Bild genau. Es ist ein Bild von einem Jungen. Erstaunlicherweise erkennt sie ihn ziemlich gut, trotz der Dunkelheit. Er hat dunkle Haare, braun oder schwarz, das erkennt sie nicht richtig. Er sieht sehr freundlich aus mit dem lächeln, was er auf dem Bild hat. Victoria dreht das Foto um. Auf der Rückseite steht was. Nur ein Name. "Thomas." liest sie leise. Sie schaut auf und an die Wand ihr gegenüber. Thomas. Wer ist das? Wie hat sie mit ihm zutun? Anscheinend kannte sie ihn, bevor sie in diesem Raum aufgewacht ist. Was hat das zu bedeuten?
  Durch ein knallen öffnet Victoria ihre Augen. Sie muss eingeschlafen sein, als sie über Thomas nachgedacht hat. Sie merkt sofort was anders ist. Der Raum bewegt sich nicht mehr. Er schwingt nur noch ganz ganz wenig hin und her, aber er bewegt sich nicht mehr aufwärts. Sofort steht sie auf. Das Bild von diesem Thomas steckt sie sich in die Hosentasche. "Hallo?! Ist da jemand? Kann mich jemand hören?" Victoria schreit so laut sie kann. Keine Rückmeldung. Ein ungutes Gefühl macht sich in ihr breit. Was wenn sie hier nie wieder raus kommt? Nein, das kann sie sich nicht vorstellen. Wieso sollte sie hier, in so einen kleinen Raum, eingesperrt werden? Ohne jegliche Erinnerung an irgendwas, außer den Namen? Und dem Bild von Thomas? Alles ziemlich seltsam. Über ihr ertönt ein lautes Geräusch. So als hätte jemand eine schwere Metalltür auf den Boden fallen lassen. Verunsichert geht Victoria ein paar Schritte zurück, bis sie an die Wand stößt. Ihr Blick ist auf die Decke gerichtet, als plötzlich in der Mitte ein heller Strahl erscheint. Im nächsten Moment öffnet sich die Decke. Victoria hält sich ihre Arme vor die Augen. Die plötzliche Helligkeit tut ihr in den Augen weh. Zu lange war sie in dem dunklen Raum. Geräusche dringen an ihr Ohr. Stimmen. Langsam senkt Victoria ihre Arme. Sie muss noch ein paar mal blinzeln, ehe sie ordentlich nach oben schauen kann. Ein Stimmengewirr prasselt auf sie ein. Den Großteil der Wörter, die sie erreichen, kennt sie, aber ein paar sind ihr auch fremd. Von dem Rand des Raumes wird ein Seil runter gelassen, mit einer Schlaufe unten dran. Unsicher schaut sie das Seil an. Soll sie den fremden Menschen vertrauen? Was bleibt ihr anderes übrig? Sie will ja nicht ihr restliches Leben hier verbringen. "Hey Greenie! Wir haben nicht den ganzen Tag Zeit!" Ist Victoria damit gemeint? Wie auch immer. Zögernd bewegt sie sich zum Seil und stellt sich mit einem Fuß in die Schlaufe.
  Wenige Augenblicke später greifen viele Hände nach ihr und ziehen sie außerhalb des Raumes auf die Füße. Sie schaut sich nervös um. Überall Jungs. Nur Jungs. Ein paar sehen älter aus als andere. Alle sind verschieden groß und sind unterschiedlich gebaut. Einige haben kurze, andere längere Haare. Plötzlich taucht vor ihr ein dunkelhäutiger Junge auf. Der mustert sie genau. Vom Kopf bis zu den Füßen. "Willkommen im Glade, Greenie." Ungläubig schaut sie den Jungen an. Ohne nachzudenken stürzt sie an ihm vorbei und rennt. Wohin weiß sie nicht, sie rennt einfach. Während sie rennt, schaut sie sich um. Als sie merkt, dass der Platz in dem sie gelandet ist, von vier enormen Mauern umgeben ist, wird sie langsamer, bis sie anhält. Victoria atmet schnell und braucht etwas, ehe sich ihre Atmung wieder etwas normalisiert hat. Wo ist sie gelandet? "Hey Greenie! Kein Grund gleich die Flucht zu ergreifen. So scheiße sehe ich doch gar nicht aus." Die ganze Gruppe Jungs, um die vierzig oder fünfzig, kommt auf sie zu. Vorne dran der schwarze. Er hat ein leichtes lächeln im Gesicht. Wäre Victoria nicht so geschockt und verwirrt, hätte sie eventuell auch lächeln können. "Wo verdammt bin ich? Wieso sind wir von vier riesigen Mauern umgeben? Wieso kann ich mich an nichts erinnern?" Bei der letzten Frage wurde sie leiser und hat ihren Blick langsam auf den Boden sinken lassen. "Du bist hier im Glade. Hier leben wir. Wir selbst nennen uns Glader. Die vier Mauern sind zu unserem Schutz da und wir alle können uns an nichts vor der Box erinnern, außer an unsere Namen." beantwortet der dunkelhäutige Junge, der vermutlich der Anführer ist, Victorias Fragen. "Ich bin Alby." Er streckt ihr die Hand hin. Nur zögernd ergreift Victoria die Hand. "Victoria." Ihr Blick wandert zu den ganzen Jungs hinter Alby, die sie alle ziemlich neugierig mustern. "Bin- bin ich das einzige Mädchen?" Victoria hat etwas Angst vor der Antwort. Wie soll sie allein als Mädchen unter so vielen Jungs zurecht kommen? "Nein. Es gibt noch ein weiteres Mädchen, Teresa. Sie ist da drüben in der Küche." Er bewegt seinen Kopf zu einem Gebäude, nicht weit entfernt. Neben Alby taucht ein dunkelblonder Junge auf. Er ist etwas großer als Alby, aber sieht etwas jünger aus. Er hat braune Augen, die Victoria neugierig mustern, dann zu Alby wandern. "Warte auf die Tour, Alby." Alby verdreht etwas genervt die Augen. "Ich bin Newt." sagt der blonde Junge an Victoria gewandt. Auch er reicht dem Mädchen die Hand, welche sie schneller als bei Alby ergreift. Sie mag Newt, das weiß sie jetzt schon. "Alby! Newt!" Die beiden Angesprochenen schauen an Victoria vorbei, die sich ebenfalls umdreht. Zwei Jungs kommen auf sie zu gerannt. Beide haben einen gehetzten Blick. Und einen erkennt Victoria. Einer ist Thomas.
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