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Was wäre wenn...?

GeschichteLiebesgeschichte / P16 / Gen
Dr. Ravi Chakrabarti Major Lilywhite Olivia "Liv" Moore Peyton Charles
17.07.2016
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Gestresst kam ich von der Arbeit nach Hause. „Hey Peyton”, begrüßte ich sie knapp und ließ mich neben sie auf die Couch fallen. „Hey. Wie war es in der Arbeit?”, fragte Peyton. „Anstrengend.”
„Wolltest du nicht noch zu Major?”, fragte Peyton plötzlich. Verdammt! Das hatte ich ja total vergessen! „Shit! Soll ich jetzt noch zu ihm?” Ich wollte eigentlich heute nicht mehr aus dem Haus gehen, aber dann hätte ich echt ein schlechtes Gewissen.
Letztendlich hatte ich mich dazu entschlossen, noch zu ihm zu gehen. Doch es war nicht Major, der mir die Tür öffnete. Vor mir stand ein dunkelhaariger Mann, der mich anlächelte. „Wer sind Sie denn?”, fragte ich verwundert. „Ich bin Ravi, Majors neuer Mitbewohner. Und du bist Majors Verlobte, Liv, stimmt's?” Verwirrt nickte ich. Warum hatte Major einen neuen Mitbewohner? Als hätte Ravi meine Gedanken gelesen, meinte er: „Majors alter Mitbewohner ist umgezogen, deshalb wohne ich jetzt hier. Willst du nicht reinkommen?” Statt einer Antwort erwiderte ich: „Wo ist Major?” „Einkaufen. Aber er kommt bestimmt gleich. Du kannst ja hier auf ihn warten.” „Meinetwegen”, willigte ich ein und folgte ihm nach drinnen.
„Erzähl mir doch ein wenig über dich”, schlug Ravi vor. „Da gibt's nicht viel zu erzählen. Mein Name ist Olivia Moore, ich habe einen jüngeren Bruder, bin mit Major Lilywhite verlobt und wohne in einer WG mit meiner besten Freundin Peyton Charles.” Ravi lächelte. „Hört sich doch ganz interessant an, allerdings hat mir das Major alles schon erzählt.” „So?” Ich runzelte die Stirn. „Was hat er denn noch so alles über mich erzählt?” Ravi schien eine Weile zu überlegen, dann antwortete er grinsend: „Er hat noch gesagt, dass du deine Arbeit über alles liebst. Und er meinte, du wärst einfach super im Bett.” Ungläubig zog ich die Augenbrauen hoch. „Das soll Major gesagt haben?” „Naja, er hat es etwas anders formuliert. Ich glaube, seine genauen Worte waren: Liv ist wirklich eine Göttin im Bett.” Ich wusste nicht recht, ob ich ihm das glauben sollte, jedoch hatte ich auch keine Lust, darüber zu diskutieren.
„Wie lange braucht Major denn noch?”, fragte ich beinahe so ungeduldig wie ein kleines Kind auf dem Weg in den Urlaub. „Keine Sorge, Liv. Er kommt bestimmt bald”, erwiderte Ravi.
Und er sollte recht behalten. Keine Minute später kam Major zur Tür herein. „Hey Liv”, begrüßte er mich und gab mir einen Kuss, „wie ich sehe, hast du meinen neuen Mitbewohner Ravi schon kennengelernt.” Und ob ich das hatte!
„So wie es aussieht kannte er mich wohl schon vorher”, erwiderte ich, „du hast ihm ja auch alles mögliche über mich erzählt.” Vorwurfsvoll blickte ich ihn an. „Ja, schon ein bisschen was, aber nicht viel”, verteidigte sich Major.
„Vielleicht nicht viel, aber dafür Sachen, die ihn nichts angehen! Oder hast du ihm etwa nicht erzählt, dass ich eine Göttin im Bett bin?”
Verlegen sah Major zu Boden. „So habe ich das ganz sicher nicht gesagt.” Ich seufzte. „Vermutlich sollte ich wieder nach Hause gehen, ich bin echt gestresst von der Arbeit.” Major nickte. „Dann bis morgen.”
Doch Ravi hielt mich am Arm fest. „Bleib doch noch ein wenig.” Ich schüttelte den Kopf. „Ich muss jetzt echt gehen.” „Schade”, erwiderte Ravi, „wir hätten noch ein wenig plaudern können.”
Ich wusste nicht recht, ob ich tatsächlich mit ihm plaudern wollte, obwohl er ja schon irgendwie ganz nett zu sein schien. Aber ich musste jetzt wirklich los.
„Vielleicht bist du ja morgen auch da, wenn ich komme”, meinte ich. Ravi sah zu Major, als müsste er ihn um Erlaubnis fragen. Dieser sagte jedoch nur: „Gute Nacht, Liv.” „Gute Nacht”, erwiderte ich und ließ dann die Tür hinter mir ins Schloss fallen.
Auf dem Weg nach Hause musste ich noch eine ganze Weile über Majors neuen Mitbewohner nachdenken. Irgendwie war er ja ganz charmant. Hör auf, Liv, ermahnte ich mich in Gedanken, du bist verlobt!
Aber eigentlich wusste ich noch nicht mal genau, ob ich Ravi überhaupt mochte. Er war nett, aber irgendwie auch ein wenig aufdringlich. Doch vielleicht sollte ich mir darüber jetzt keine Gedanken mehr machen. Ich musste den Mitbewohner meines Verlobten ja nicht zwingend mögen. Oder etwa doch?
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