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The labyrinth of Love - Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft

GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P18 / Gen
OC (Own Character) Sinbad
15.07.2016
10.10.2016
31
49.200
7
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Dieses Kapitel
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26.09.2016 1.767
 
Kapitel 28


Am nächsten Morgen stand die Sonne schon hoch am Himmel, als ich meine Augen öffnete. Sinbad lag neben mir und atmete leise. Ich stand auf und sah das Chaos, welches wir letzte Nacht veranstaltet haben. Die Tür, die zu meinem alten Zimmer führte stand offen. Ich schlich hinüber, um mir frische Kleider zu besorgen. >> Heute wird alles umgeräumt. << Bald müsse ich nicht mehr diese Tür nutzen.
Ich ging an den Schrank und nahm mein blaues Kleid heraus, ich liebte dieses sehr. Als ich wieder ins andere Zimmer ging, sahen mich zwei goldene Augen, verschlafen an. „Guten Morgen, meine Königin.“ Seine Stimme war tief vom Schlaf, sie klang so verführerisch, dass ich sofort rot anlief. „Guten Morgen, Mein König.“ Er grinste, müde und winkte mich herbei. Ich ging zu ihm und setzte mich auf das Bett. „Lass uns noch ein bisschen schlafen.“ Er legte seinen Kopf auf meinen Schoss. „Aber es ist schon Mittag.“ Ich strich über sein Kopf, seine langen Haare, lagen offen auf seinem Rücken. „Dann wird es wohl nichts mit Schlafen.“ Er rappelte sich hoch und saß jetzt, nackt, neben mir. „Ich habe eine Frage.“ Sinbad sah mich direkt an. „Würdest du, als Königin von Sindria nach Reim reisen?“ Diese Frage verblüffte mich. „Wegen einer Allianz?“ Er nickte, sein Gesichtsausdruck war recht ernst. „Wenn es zu Krieg kommen sollte, will ich Reim nicht als Feind haben. Zudem glaube ich, das Scheherazade eine Person ist, die du gerne treffen wollen würdest.“
„Wie kommst du darauf?“ „Sie ist eine Magi, der seit 200 Jahren in Reim Könige hervorbringt.“ „Das ist doch sehr alt, selbst für einen Magi.“ Er nickte ruhig. „Ich weiß nicht, warum sie so alt geworden ist. Aber ich denke du solltest sie treffen. Wenn deine Visionen, wirklich eintreffen, wäre es das Beste  Reim dabei zu haben, fall es zu einem Kampf kommen sollte.“ Irgendetwas an seiner Stimme bereitete mir Unwohlsein. „Du magst das Land nicht, oder?“ Er sah mich überrascht an. „Stimmt, aber das ist etwas wo ich drüber stehen muss. Ich komme eigentlich aus Partevia. Reim und meine Heimat haben viele Jahre krieg geführt. Mein Vater starb in diesem.“ Er sah betrübt zum Boden. Ich streichelte seinen Rücken und flüsterte: „Das tut mir leid.“ „Das ist lange her.“ Er stand auf und stand in voller Pracht vor mir. Ich spürte wie meine Temperatur anstieg und meine Wangen rot wurden. „Ich will nicht in der Vergangenheit leben. Meine Zukunft sieht viel besser aus.“ Bei seinen letzten Worten sah er mich verschmitzt an. Er kam auf mich zu und küsste mich sanft.

Es klopfte an Tür und Jafar trat herein. „Guten Tag, meine Hoheiten.“ Er sah etwas gestresst aus. „Ich hatte ehrlich gedacht, dass ihr noch schlafen würdet.“ Ich lag gerade auf dem Bett, mit Sinbad über mir. „Jafar, merkst du nicht das du ein wenig Störst?“ Sinbad drehte etwas den Kopf, er war immer noch Nackt.“ „Nein. Aber ihr solltest euch fertig machen, ihr habt Besuch.“ Sinbad stieg von mir runter und seufze. „Wir kommen gleich.“ Jafar nickte und verließ den Raum.
Wir standen auf, Sin zog sich an und ich holte meinen Stab. Als wir im Konferenzzimmer ankamen, lagen dort ganz viele Briefe auf dem Tisch. „Und der Besuch?“ Sinbad schien etwas verwirrt zu sein.
„Na ja.“ Yamuraiha, die etwas zerzaust wirkte stand auf. „Es ist Aladin, er spricht mit dem Magier Gegenstand zu uns.“ Ich ging auf sie zu und nahm die kleine Kugel, die mit Aladin verbunden war, entgegen. „Hallo Aladin.“ Sinbad kam zu mir. „Nel? Ist Sinbad auch bei dir?“ „Ja, ich bin hier.“ „Herzlichen Glückwunsch zur Hochzeit.“ Ich konnte vier Stimmen hören. „Danke euch.“ Wir freuten uns sehr darüber. „Die Verbindung hält nicht mehr lange.“ Yamuraiha wirkte niedergeschlagen. „Gut. Also, vergisst niemals immer euer Bestes zu geben, ja?“ Ich konnte mir ihre Gesichter nur zu gut vorstellen. „Nel?“ Aladin sprach ruhig. „Nur wenn du das auch tust.“ Ich wusste genau was er meinte. „Natürlich.“ Ich bemerkte, das Sinbad mir Fragen stellen wollte. „Wir werden uns wiedersehen. Auf Bald.“ „Auf Bald, meine Freunde.“ Sinbad rief fast aus. Dann brach die Verbindung. „Schade.“

Als ich aufsah bemerkte ich, dass ein Stuhl mehr am Tisch war. „Komm.“ Sinbad nahm meine Hand und zog mit zu dem neuen Stuhl und setze mich drauf. „Das ist deiner. Also Leute, ich habe Nel gefragt. Sie wird für uns nach Reim gehen.“ Yamuraiha und Pisti sprangen auf. „Wir wollen sie begleiten.“ Sie sprachen wie aus einem Mund. Sinbad wirkte etwas überrascht, genau wie alle anderen. „Das sieht so aus, als wäre das eine Abgemachte Sache.“ Ich lächelte sanft. „Gut. In 14 Tagen legt ein Schiff, in Richtung Reim ab.“ Wir drei nickten.
Derweil besprachen wir noch andere Dinge, ich war verblüfft über die Vielseitigkeit der Generäle.
Die letzten 14 Tage, verbrachte ich damit, alles über Reim zu lernen. Dieses Land welches als Weltmacht angesehen wird, war sehr fortschrittlich. Dieses Land erlebt seit 200 Jahren eine große Blütezeit. Ich freute mich sehr auf diese Reise, auch wenn ich Sinbad für etwa 4 Monate nicht.
Ein paar Tage vor der Abreise kam Drakon auf mich zu. Ich saß gerade im Hof und war unter einem Baum am Lesen. „Mir ist es wieder eingefallen.“ Ich sah ihn Fragend an und er setze sich neben mich. „Ich wusste, dass ich dir irgendetwas sagen wollte.“ Ich fing an zu kichern. „Und was ist es nun?“ Er sah mich ernst an. „Das ich den Namen Falan kenne.“ Mein Gesicht wurde ernst. „Wie meinst du das?“ „Ich komme ja aus Partevia. Dort gab es vor langer Zeit mal eine Magiern mit diesem Namen. Ob sie noch lebt weiß ich nicht. Jetzt wo ich so darüber nachdenke, hat sie damals schon zu Al Thamen gehört. Kannst du mir sagen, warum sie so geworden ist?“ Ich sah ihn bedrückt an. „Sie war immer eine liebe und starke Frau, bis ihr Sohn umgebracht wurde. Er starb in ihren Armen. Das hat sie nicht verkraftet.“ Ich wendete meinen Blick ab und sah auf den Boden. „Obwohl er Magier war, wurde er umgebracht.“ „Wie meinst du das?“ Ich fuhr mir durch die Haar und biss mir auf die Lippen. „Hätte ich lieber nicht fragen sollen?“ „Es ist nur schwer auszusprechen. Es ist die Dunkelheit, die Alma Torran befallen hatte.“ Ich schluckte, ein Kloß hatte sich in meinem Hals gebildet. „König David, der Vater von Solomon, war ein großer Magier. Doch leider, hat er die Menschen, die diese Gabe nicht besaßen, zutiefst verachtet. Er hat alle nicht Magier, abgeschlachtet.“ Drakon rührte sich nicht und sprach auch nicht. „Einige Jahre zuvor, hat er ein junges Mädchen entführt. Sie sollte seine Macht stärken und die nicht Magier auslöschen. Aber Solomon stellte sich gegen ihn, er rette das Mädchen und es begann eine Revolution. Während dieser Zeit wurde ich geboren. Als die letzte große Schlacht anstand blieben einige zurück, der eine war Tess, ein kleiner Junge von gerade mal 4 Jahren. Der andere war Setta, er war in der Nähe um den Rückzug zu sichern.“ Ich zog meine Beine ran, um die Übelkeit zu unterdrücken. „Als wir nach dem Sieg zurückkehrten, war der Boden verbrannt. Überall lagen verkohlte Leichen. Wir suchten Tess und Setta, den kleinen hatten wir zuerst gefunden. Er war mit Verbrennungen übersäht. Er rief ‚Es ist so heiß‘ Dann erlag er seinen Verletzungen, in den Armen seiner Mutter. Setta fanden wir kurz darauf, er hatte mir seiner Eis Magie sich gerade so am Leben gehalten. Ihn konnten wir retten.“ „War David das?“ Ich nickte bloß. „Er ist ein Monster. Er wusste wann wir weg sein würden, er griff das Lager an als es am schutzlosten war.“ Ich sprang auf und drehte mich weg. Die Übelkeit umnahm mich und ich erbrach. „Verzeih.“ Ich drehte mich wieder zu Drakon. „Ich hätte nicht fragen sollen.“ Ich ließ die Schultern hängen. „Aber Unwissend bleiben, ist auch nicht gut. Ich muss dies auch noch Sinbad sagen, er weiß nichts davon.“ „Ich denke das solltest du tun. Aber eine Frage habe ich da noch. Wer hat Setta getötet? War er nicht dein Verlobter?“ „Ja, das war er. Falan hat ihn getötet. Der Grund ist etwas komisch, er starb weil er überlebte.“ Ich drehte mich gerade zum Gehen weg, es war zu viel für mich. „Es tut mir leid.“ Ich nickte. „Alles in Ordnung.“ Ich verließ den Garten und ging in Richtung Thronsaal, zu dieser Zeit war Sinbad immer dort.

Ich öffnete die Tür und trat leise hinein. Sinbad saß an seinem Schreibtisch. Als er mich bemerkte. Lächelte er sanft. „Du siehst blass aus.“ Ich nahm mir einen Stuhl und setzte mich neben ihn. „Ich muss dir was erzählen, über David und eine dunkle Zeit in Alma Torran.“ Er nickte Stumm und ich erzählte ihm das gleiche was ich Drakon gesagt hatte. Als ich fertig war sagte ich noch: „Und was ich dir jetzt sage, versteh es bitte nicht Falsch.“ Er wirkte etwas verwirrt. „Du bist König Davids Wiedergeburt.“ Er lehnte sich zurück. „Bin ich ihm Ähnlich?“ Seine Stimme war trocken. „Nein. Das einzige was ihr gemein habt ist die Kraft. David war ein schlechter Mensch. Du tust alles um dein Volk zu beschützen, egal wer das ist.“ Ich lächelte ihn an. „Und du liebst mich wirklich?“ Er wirkte verletzt. Ich stand auf und setzte mich auf seinen Schoß. „Ja, ich liebe Dich. Warum zweifelst du daran?“ Er nahm mich in den Arm und drückte mich an sich. „Weil er dir schlimme Dinge angetan hat.“ Ich runzelte die Stirn. „Das bist aber nicht du. Nur weil du seine Rukh hast, heißt es nicht das du gleich David bist.“ „Ich bin froh dass du das so siehst.“ Er grinste mich schief an. „Ich liebe Dich.“ Sinbad hauchte mir einen Kuss auf die Lippen. Ich stand auf und verließ den Raum.

Ich ging zu Yamuraiha, die in ihrem Zimmer saß und packte. „Wie weit bist du?“ Sie saß auf den Boden, überall waren Gegenstände verteilt. „Ich habe jetzt alle beisammen, muss nur noch einpacken.“ Ich sah mich um. „Findest du nicht, dass es sehr viel ist?“ „Wir sind lange weg. Zudem kann nicht jeder so eine tolle Magie anwenden.“ Ich setzte mich lachend auf den Boden. „Ich kann ihn dir zeigen.“ Sie drehte sich zu mir um. „Würdest du das tun?“ Ich nickte. „Hast du einen Zettel?“ Sie griff hinter sich und reichte mir ein Blatt Papier. Ich schrieb den Minimalzauber drauf und zeigte ihn ihr. Nach ein paar versuchen konnte sie bereits einen Gegenstände verkleinern. „Leraje hatte ihn mir mal beigebracht, er hat mich oft geholfen.“ Wir verbrachten so den ganzen Abend.
Die Zeit bis zur Abreise verging schnell.
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