Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

The labyrinth of Love - Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft

GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P18
OC (Own Character) Sinbad
15.07.2016
10.10.2016
31
49.200
7
Alle Kapitel
33 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
14.09.2016 1.575
 
Kapitel 24


Als ich das nächste Mal meine Augen öffnete lag ich in Sinbads Bett. Die Sonne schien durch das verhangene Fenster. „Du bist wach.“ Ich drehte meinen Kopf und sah Jafar. Sinbad saß in einen Sessel, der neben dem Bett stand und er schlief. „Er sieht erschöpft aus.“ Die dunklen Ringe unter seinen Augen, zeugten davon dass er lange nicht geschlafen hatte. Er wirkte sonst immer so frisch, seine Haut war fahl. „Ich bin froh dass er endlich eingeschlafen ist. Er war die ganze Zeit wach. Hat das Zimmer nicht verlassen, hat sogar hier gearbeitet.“ Ich setzte mich vorsichtig auf, meine weißen Haare fielen mir über die Schulter. „Wie lange habe ich geschlafen?“ Jafar reichte mir einen Becher Wasser. „Fünf Tage. Aber sag warum hast du weiße Haare? Keine konnte dies erklären.“ Ich schmunzelte. „Das zeugt davon, dass mein Körper kein Magoi mehr hat. Sobald meine Haare sich wieder rot färben, ist wieder alles da. Dies kann aber dauern.“
„Brauchst du irgendwas?“ Jafar sah mich fragend an. „Nein, danke.“ Er lächelte leicht und drehte sich, zum Gehen, um. „Nel, ich muss dir danken. Du hast trotz deiner Verletzungen, mein Leben gerettet.“
Er stand mit dem Rücken zu mir. „Das würde ich immer wieder tun. Es war ja auch meine Schuld, dass dies überhaupt passiert ist.“ Er nickte. „Danke.“ Dann verließ er das Zimmer.
Ich rutsche ein Stück zu rechten Bettseite und versuchte Sinbad mit Magie ins Bett zu bringen. Das was an Magoi da war, wurde dadurch verbraucht. Aber jetzt lag er im Bett und ich konnte ihn zudecken. Ich kuschelte mich an ihn heran und schlief wieder ein.

Neben mir bewegte sich etwas und ich öffnete die Augen. Sinbad drehte sich zu mir und sah mich mit großen Augen an. „Du bist wach.“ Ich lächelte sanft. „Und bin neben den schönsten Mann aufgewacht.“ Er streichelte sanft meine Wange. „Und ich neben der schönsten Frau.“ Er lächelte. „Ich muss mich bei dir entschuldigen. Mein Verhalten war unmöglich.“ Ich sah direkt in seine goldenen Augen. „Ich hätte dich nicht bedängen dürfen.“ Er rutsche zu mir rüber und gab mir einen Kuss auf die Stirn. „Danke dass du mein Leben gerettet hast.“ Ich schloss meine Augen und sagte: „Das würde ich immer wieder tun. Die Menschen um mich herum sind mir ans Herz gewachsen, ganz besonders du.“
Sinbads Wangen wurden rot. „Aber sag lieber warum deine Haare weiß wurden, als du das Bewusstsein verloren hattest?“ Er hatte sich wieder gefangen. „Ich habe kein Magoi mehr, es reicht gerade so dass ich leben kann. Bald sind sie wieder Rot. Dann kann ich auch wieder kämpfen.“
„Ich muss sagen, eigentlich will ich nicht dass du kämpfst. Aber leider brauchen wir deine kraft.“ „Das was an dem Tag passiert ist wird sich nicht wiederholen.“ Ich sah im direkt in die Augen. Er nickte nur. „Wir haben Marie, wieder in den Kerker gebracht. Und auch bereits über sie gerichtet.“ „Ihr wisst das sie mit dem letzten Vorfall nichts zu tun hat, oder?“ Sinbad nickte. „Ja, das habe wir berücksichtigt. Aber die Tatsache, dass sie in dein Zimmer eingedrungen ist und dich angegriffen hat, sprach nicht für sie. Sie bleibt bis auf weiteres dort. Das haben die Generäle und auch ich so entschieden.“ Ich nickte. „Wenn es in Ordnung ist, würde ich gerne, wenn ich wieder die Kraft habe, einen Bannkreis um sie ziehen. Damit keiner mehr ihr Seele besetzt.“ „Verstehe, natürlich. Aber erst wenn du wieder Gesund bist. Nicht eher.“ Ich musste schmunzeln. „Deine weißen Haare stehen dir, ausgesprochen gut.“ Er nahm eine Strähne und küsste sie. Meine Ohren fingen an zu rauschen und mir schoss Blut ins Gesicht. „Ich habe den anderen übrigens von unsere Liaison erzählt.“

Es klopfte an der Tür, Yamuraiha stand dort und sah bedrückt aus. „Dunya Mustasim ist soeben gestorben.“ Sinbad stand auf und ging zu ihr. Er legte seine Hand auf ihre Schulter und sagte: „Du hast alles getan was du konntest. Die Wachen sollen alles für die Bestattung vorbereiten. Ich komme gleich nach.“ Sie nickte und ging. Sinbad schloss die Tür, blieb aber mit dem Rücken zu mir stehen. „Ich denke darüber nach, es offiziell zu machen.“ Er öffnete sie und ging hinaus. „Ich setze mich sektrecht auf und mit starrte, mit offenen Mund, Richtung Tür. „BITTE WAS?“, rief ich. >> In seinem Fall, heißt das doch Heiraten? << Mein Kopf fing an zu schwirren. Bilder von Sinbad und Setta vermischen sich. Ein Wickelkleid, war zu sehen. Auf einmal war überall nur noch Blut, Settas Blut. Mir wurde übel. Ich zog meine Beine an mich heran und zitterte. Es kam mir so vor als würde ich diese Hölle nochmal durchleben. Ich sprang, vom Bett, auf und kippte gleich wieder um. Auf dem Steinboden sitzend, schlug ich mir ins Gesicht. >> Ich werde nicht nochmal zulassen, dass jemand stirbt. <<
Ich kroch zum Schrank, mein Körper war immer noch zu schwach zum Laufen. Ich zog mir was an und es klopfte an der Tür.
Aladin stand dort. Als er mich sah rannte er auf mich zu. „Alles in Ordnung? Sinbad sagte mir du seist wach.“ Ich lächelte matt. „Ich will Dunya die letzte Ehre erweisen. Aber ich kann nicht aufstehen.“ Aladin öffnete seinen Turban und beriete ihn auf den Boden aus. „Er kann fliegen, komm ich helfe dir.“ Als wir es endlich geschafft hatte, stand schon Sharkkan an der Tür. „Ich hätte dich auch tragen können.“ Er grinste. „So ist es doch einfacher.“ Der Turban hob ab und schwebte leicht über den Boden. Aladin holte meinen Stab und gab ihn mir.

Wir machen uns zusammen auf den Weg zu den Klippen, wo Holz geschichtet war. Es brannte bereits und ich konnte noch Dunyas umrisse erkennen.
Aladin verließ den Turban und ging zu dem Feuer, um eine Blume hinein zu werfen. Ich blieb etwas abseits auf den Turban. Vor mir konnte ich Umrisse eines Geistes erkennen. Es war Ithnan. „Es tut mir sehr leid, was geschehen ist.“ Er flüsterte und verstecke sich hinter mir. „Ich weiß das.“ „Arba hat sie verzaubert.“ Ich drehte mich zu ihm um. „Wie?“ Er sah auf den Boden und stieß einen Stein weg. „Sag es mir, Ithnan.“ Meine Stimme wurde etwas lauter. „Sie bringt die Menschen, durch ihre Magie, zum Niederfall. Das ist mit Dunya und auch mit mir passiert. Sie hat uns dazu gebracht das Schicksal zu hassen. Jetzt weiß ich dass es anders ist. Danke dem jungen Magi und dir.“ Er sah mich direkt an. „Liel? Wirst du Kämpfen?“ „Ich habe schon gekämpft. Aber ich werde es wieder tun. Ich kann diese Welt nicht ihr überlassen.“ Er nickte. „Ich glaube das du dass schaffen kannst. Immerhin bist jemand besonderes. Und das nicht nur für das Volk aus Alma Torran. Auch hier hast du jemanden für den du Besonders bist.“ Meine Wangen wurden rot. „Du solltest dich darauf einlassen. Setta würde es so wollen. Er hat dich sehr geliebt. Ich glaube nicht das er wollte, dass du immer traurig bist.“ Ich lächelte sanft. „Du sagst das gleiche wie Mutter. Ich werde warten, bis er den Schritt macht.“ Ithnan nickte stumm. „Du musst wieder los, oder?“ Er tat es erneut und verschwand. Kurz darauf kam Jafar zu mir.

„Wie geht es dir?“ „Besser. Nur das Laufen klappt nicht.“ Jafar kam nah zu mir. „Sinbad hatte da was angedeutet.“, er flüsterte. Ich dreht mein Kopf etwas, um ihm besser zu hören. „Anscheint denkt er darüber nach, dich zu Ehelichen.“ Ich lief rot an. „Ja, diese Andeutung hat er bei mir auch gemacht. Was hältst du davon?“ Jafar sah mich direkt an. „Er hat sich verändert, seit du in diese Welt gekommen bist. Ich glaube er hat sich wirklich Verliebt.“ Meine Augen weiteten sich. „Das hätte ich nie für möglich gehalten. Aber er ist glücklich und du bist der Grund dafür.“ Ich schaute auf den weißen Turban unter meinen Beinen. „Wie siehst du das?“ Ich biss mir auf die Lippen. „Ich habe Angst. Weißt du als ich das letzte Mal heiraten wollte, wurde der Mann an dem Tag umgebracht. Setta, wurde einfach umgebracht. Ich habe Angst, dass es Sinbad auch passiert. Ich glaube nicht das ich das nochmal verkraften würde.“ Jafar legte seine Hand auf meine Schulter, als Zeichen des Trosts. „Aber ich habe mich entschloss, es darauf ankommen zu lassen. Zudem ist dies eine andere Welt, andere Umstände und Sinbad hat viele Menschen um sich, die alles für ihn tun würden.“ Ich blicke ihm direkt in die Augen. „Mach dir keine Sorgen. Es wird alles klappen.“ Er nickte und drehte sich zum Gehen weg.

Wieder im Palast, brachte Aladin mich wieder in Sinbads Zimmer und ließ mich alleine. Nach eine Weile kam Sinbad und hob mich hoch. „Komm ich will dir etwas zeigen.“ Er verließ das Zimmer, nicht wie gewohnt durch die Tür vorne, sondern durch eine weiter hinten im Raum. Wir gelangen auf eine große Terrasse, die zu hälfte überdacht war. Sinbad überquerte sie ganz und setzte mich auf der Mauer, am Rand, ab. „Warte hier kurz.“ Er sprach sehr ruhig, ich nickte nur und er ging wieder zurück. Es dauerte eine Weile, bis er wieder bei mir war. Die Sonne war schon dabei unterzugehen. „Tut mir leid, dass es so lange gedauert hat.“ Ich nickte stumm. „Ich habe mich entschieden.“ Er kniete sich vor mich. „Nelliel. Willst du immer an meiner Seite stehen und meine Frau werden?“ Meine Gedanken überschlugen sich. Im Bruchteil einer Sekunde, lief die gesamte Zeit mit Sinbad an mir vorbei.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast