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The labyrinth of Love - Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft

GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P18 / Gen
OC (Own Character) Sinbad
15.07.2016
10.10.2016
31
49.200
7
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Dieses Kapitel
1 Review
 
08.09.2016 1.621
 
Kapitel 22


Ich lief los, ohne auf irgendetwas zu achten. Als ich in meinem Zimmer ankam, knallte ich die Tür zu und stellte einen Stuhl davor. Ich ging in die Ecke hinter dem Schrank und sackte zu Boden. Meine Tränen liefen hemmungslos. „Nel? Nel, Mach dir Tür auf.“ Ich konnte Sinbads Stimme hören. Er rüttelte an der Tür. „Lass mich rein.“ Ich blieb weiter in der Ecke sitzen und starrte, wie eine Dumme, zur Tür. „Pass auf, ich trete sie jetzt rein.“ Kurz darauf knallte es laut. Ich schlug meine Arme über den Kopf und wickelte mich in der Fötus Stellung sein. Schritte näherten sich mir rasch. „Denkst du ich lass dich alleine? Mit dieser Last?“ Sinbad legte seine muskulösen Arme um mich und hob mich hoch. „Ich habe gesagt, dass ich dir beistehen werde. Auch wenn diese Last dich zu erdrücken droht.“ Er verließ das Zimmer und ging zu seinem. „Ich möchte ein paar Antworten.“ Sinbad setzte mich auf einen der Sessel. Er ging zur Tür und schloss sie. „Es geht um das was gerade passiert ist, oder?“
„Willst das wirklich wissen? Ich mein es ist meine Dunkelheit. Alles davon habe ich zu verschulden, ich wurde als Schutz geboren, habe aber damals so oft versagt. Und auch hier kann ich keinem helfen.“ „Natürlich hilfst hier den Menschen. In Balbadd hast du gekämpft, hast einigen, mich eingeschlossen, das Leben gerettet. Also sagt sowas nicht. Komm erzähl mir was gerade passiert ist.“ Ich schaute ihn direkt an und wusste dass er nicht nachgeben würde. „Dieses Mal nicht.“ Ich stand auf und ging zur Tür. „Danke.“ Und schloss sie hinter mir.

Ich ging in mein Zimmer und schaute mir die Trümmer an, die Sinbad hinterlassen hatte. Jafar kam gerade um die Ecke und sah das Fiasko. „Ich lasse das gleich reparieren. Weißt du wo Sinbad ist?“ „Er ist in seinem Zimmer.“ Ich drehte mich um und ging in den Garten. Der große Baum am Rand spendet genug Schatten. Ich setze mich dorthin um, die Schriftrolle die ich dabei hatte, zu lesen. Ich sah wie Alibaba Kogyoku das Blumenkränze binden beibrachte. Meine Augen wurden schwer und ich konnte mich nicht mehr auf den Text vor mir konzentrieren.
Ich schreckte hoch. Mir fiel ein Blumenkranz auf den Schoß. Ich rieb mir die Augen und hörte eine Stimme. „Du bist eingeschlafen. Das ist von Kogyoku, sie wollte dich überraschen.“ Aladin saß neben mir und sah zum Himmel hoch. „Der ist wunderschön.“ „Ja. Kannst du mir sagen wer der Mann vorhin war?“ „Willst du jetzt auch alles wissen?“ Aladin stand auf und schaute auch mich hinunter. „Nur wer der Mann ist, alles andere ist erstmal egal. Du wirst es erzählen, wenn du meinst es ist das Beste. Zudem glaube ich, dass nichts Schönes ist.“ Ich sah zu ihm hoch, er ähnelte Solomon ungemein. „Das war David, unser Großvater. Er ist ein schlechter Mensch. Er hat viele in Alma Torran umgebracht. Auch den Kleinen Jungen den er dabei hatte.“ Mir wurde ganz mulmig und übel. Die Erinnerung an Tess Tod drang in meinen Kopf. Ich roch verbranntes Fleisch und mir wurde schlecht.

Ich stand auf und rannte zu einem der Büsche, hinter dem Baum, dort übergab ich mich. Aladin stand hinter mir und hielt meine Haare fest. „Geht es wieder?“, fragte er als mich wieder umdrehte. „Ja. Verzeih, aber ich kann nicht darüber reden ohne dass dies passiert.“ „Das ist schon in Ordnung.“ Aladin setzte sich wieder an den Baum, ich gesellte mich zu ihm. „Es ist doof, ohne Eltern aufzuwachsen. Aber ich muss gestehen, ich bin froh dass du das alles nicht miterlebt hast. Das konnten wir dir zum Glück ersparen.“ Ich schaute auf das saftige grüne Graß vor mir. „Ich bin nicht böse oder so, dass sie gestorben sind. Denn ich hatte immer Ugo an meiner Seite, dich ja auch.“ „Du hast mal in mir gelesen. Ich erinnere mich daran, weil ich das erste Mal deine Augen sah.“ Er drehte sich zu mir um. „Das Prinzessin und der Ritter.“ Ich nickte und lächelte sanft. „Das ist die Geschichte von Setta und mir.“ „Die habe ich so oft gelesen, sie war wunderschön.“ Ich musste laut lachen. „Und kitschig. Aber so war das damals nun mal.“ „Aber da standen andere Namen drin.“ „Ja, damit du nicht weißt wer wir sind. Ithnan kommt auch darin vor. Ich wollte mich noch bei dir bedanken, dass du ihn gerettet hast. Ich bin nicht dazu in der Lage gewesen. Danke Aladin.“ Ich sah mich an. „Er war kein schlechter Mensch oder?“ Ich musste mir auf die Lippen beißen. „Nein. Er war nur traurig. Und zu allem Überfluss wurde er stark Manipuliert. Wir haben früher oft zusammen gekämpft. Ab und zu hat er mir sogar das Leben gerettet. Ich war ihm was schuldig, konnte es aber nie begleichen.“
„Dann ist gut, dass ihr euch nochmal getroffen habt, um alles zu klären. Auch mit diesem großen Mann, gab es wohl viel zu klären. Es freut mich das, es auch gute Menschen in Alma Torran gab.“ „Es gab viele gute Menschen dort. Leider stand dieses Land nie unter einem guten Stern. Ein grausamer König kam und viele Menschen ließen ihr Leben. Dann wurde es durch den Neuen besser und dann kam Al Thamen. Meine Aufgabe war es Alma Torran zu schützen, dazu war ich nicht in der Lage. Dieses Mal wird es anders sein.“

Ich sprang auf und zuckte zugleich wieder zusammen. Mein Fuß schmerze nach wie vor. „Was ist damit passiert?“ „Ah, eine Eifersüchtige Frau ist auf mich losgegangen. Aber das werde ich jetzt heilen. Ich habe keine Lust mehr auf körperlichen Schmerz.“ Ich legte meine Hand auf meinen Fuß und grünes Licht erschien. Kurz darauf nahm ich den Verband ab und dort wo die Stichwunde war, blieb eine weiße Narbe zurück. „Wollen wir etwas in der Stadt spazieren gehen?“, fragte ich und drehte mich zu meinem kleinen Bruder um. „Gern.“ Wir verließen zusammen den Palast und schlenderten durch die Stadt. Es gab viel zu sehen, viele Händler verkauften ihre Waren. Aladin und ich hatten viel Spaß beim Bummeln. Ich kaufte uns ein paar Früchte und wir gingen zusammen in den Wald, wo Masrur und Mo gerade trainierten. Wir aßen alle vier zusammen unter einem Baum. Aladin und Mo sprachen darüber was sie jetzt tun wollen. Er wollte nach Magnostadt gehen um Magie zu lernen und sie wollte ihre Heimat sehen. Nach dem Essen fragte sie: „Wollen wir mal gegeneinander kämpfen?“ Ich stimmte dem zu und gab Aladin meinen Stab. Wir standen uns gegenüber als sie losrannte um mir einen tritt ins Gesicht und verpassen. Ich wich auch und stellte ihr ein Bein. Aber sie sprang darüber und holte zu einem Schlag auf. Ich fing diesen mit der Hand ab und schlug zurück. Aber anstatt ihr Gesicht zu treffen, traf ich ihren Arm, mit dem sie meinen Schlag geblockt hatte. Ich sprang zurück. Sie blieb stehen und beobachte genau was ich tat. >> Zum Glück bin ich auch ohne Magie schnell. << Ich rannte auf sie zu, erst als ich bei ihr war bemerkte sie mich. Ich schlug ihr in den Magen. Mo sackte daraufhin zusammen. Ich fing sie auf und frage: „Geht es?“ Sie nickte und setzte sich. „Du bist sehr schnell.“ Ich schmunzelte. „Das kann ich auch von dir sagen.“ Aladin und Masrur kamen zu uns. „Ich wusste gar nicht dass du den Waffenlosen Kampf beherrschst.“ Masrur klang überrascht. „Ich finde es gut auch mal ohne Magie zu kämpfen. Deswegen habe ich es mir damals beibringen lassen.“ Aladin sah mich an. „War das Ugo?“ Ich nickte. „Ja. Er war darin sehr gut. Aber auch was Magie betrifft konnte ihm kaum einer das Wasser reichen. Er galt als stärkster Magier.“
Wir unterhielten uns noch eine ganze Weile bis es dunkel wurde.

Die Sonne war schon unter gegangen, als wir uns auf den Rückweg machten. Im Palast angekommen, verabschiedeten wir uns und ich ging in Richtung meines Zimmers. Ich schaute mich um ob Sinbad zu sehen war. Die Tür wurde, wie Jafar sagte, repariert. Bevor ich in meiner Zimmer ging, holte ich mir Wasser aus der Küche. Dort wurde mir auch noch ein Apfel angeboten, den ich dankend annahm. Ich ging in mein Zimmer, zündete eine Kerze an und stellte das Wasser auf den Nachttisch. Mein Bett war noch ganz unordentlich von heute Morgen. Mein Gesicht wurde ganz heiß und ich wendete mich ab. Da sah ich eine Bewegung im Schatten. Ich schnappte mir meinen Stab und drehte mich vorsichtig um. „Guten Abend, Nel.“ Dort stand Marie. Es waren einige Tage vergangen seit unserem letzten zusammentreffen. „Wie bist du aus dem Kerker entkommen?“ „Ein Kinderspiel. Aber, lass mir dir sagen, ich bin nicht Marie. Jetzt werde ich das zu Ende bringen, was ich damals nicht getan habe. Die Wut dieser Frau ist da einfach perfekt für. Sie hasst dich genauso wie ich.“ Sie zündete einen Expulsionsartigen Zauber und ich flog rücklings durch die Tür. Ich drehte mich in der Luft so, dass ich auf meinen Füßen landete. „Zweite Versiegelung lösen.“ Meine Haare würden giftgrün und vielen mir über die Schultern.
Sie lief langsam über die Trümmer und hielt etwas in der Hand. Im Mondschein konnte ich nur umrisse erkennen. Der kleine Körper wurde über den Boden geschliffen. Blondes Haar, hingen ihr im Gesicht. Überall war Blut. „Pisti.“ Wut stieg in mir Hoch. „Du kannst niemanden beschützen. Nicht einmal die Menschen um dich herum.“ Diesen Satz hatte ich schon einmal gehört. Ich schaute zur Decke und fing an laut zu lachen. Es war böse und überheblich. „Ich freue mich darauf.“ Ich schaute direkt in ihre blutunterlaufenen Augen. Sie zuckte leicht zurück und schleuderte mir Pisti entgegen. Ich fing sie auf und legte sich hinter mich. „Wollen wir das jetzt endlich klären, Arba?“
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