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The labyrinth of Love - Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft

GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P18 / Gen
OC (Own Character) Sinbad
15.07.2016
10.10.2016
31
49.200
7
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Dieses Kapitel
1 Review
 
02.09.2016 1.644
 
Kapitel 20


Als ich aufwachte, war die Sonne noch nicht aufgegangen. Ich zog mir das blaue Kleid an, welches Sinbad mir geschenkt hatte. Danach schwebte ich zum Fenster und schaute mit den Sonnenaufgang an. Umso höher die Sonne stieg, desto mehr Farben spiegelten sich im Spiegel des Meeres wieder. Jeden Meter, den sie höher stieg, brachte sie eine neue Farbe für den Grund mit sich. >>Heute ist es soweit. Beruhig dich, Nel. << Ich versuchte mir Mut zu machen. Denn ich wusste genau, dass es nicht einfach wird.

Es dauert nicht lange, bis es an der Tür klopfte und dort alle Standen. Sinbad, die Generäle sowie Aladin. „Kommt rein.“ Ich drehte mich um und setze mich auf mein Bett. Aladin nahm neben mir Platz. Sinbad setze sich auf die andere Seite des Bettes und die anderen murmelten sich irgendwo hin. „Und warum sind wir jetzt alle hier?“, fragte Aladin. „Also ich bin hier, um euch einiges zu erzählen. Alle anderen wissen bereits einen Teil davon.“ Ich drehte mich zu den kleinen Jungen mir gegenüber. „Aladin, willst du Antworten auf all die Fragen die du Ugo gestellt hast?“ „Woher weiß du das?“ Ich schmunzelte nur. „Ja. Ich will wissen wer ich bin.“ Ich griff nach meinen Stab und schlug ihn auf den Boden. „Ich habe diesen Raum gesichert, das heißt von außen kann uns keiner hören. Das ist leider Notwendig, um die Sicherheit zu garantieren.“ Alle nickten. „Aber vorher, kann ich mir kurz deine Flöte ausleihen?“ Aladin gab mich zögerlich seine Flöte. Ich pustete vorsichtig hinein und unten kamen ein paar kleine Rukh raus. Sie formten sich zu einen kleinen Menschen, er sah aus wie Ugo. „Das ist der letzte Rest von Ugo, der sich noch in deine Flöte hielt.“ Ich gab Aladin die Flöte wieder und hielt ihn meine Hand mit dem kleinen Ugo hin. Er fing an zu grinsen, bis über beiden Ohren hinweg. „Hallo Aladin.“ Seine Stimme klang etwas hoch.

Er drehte sich zu mir um und sagte: „Ist die Zeit gekommen, Nel?“ Ich sah ihn etwas bedrückt an. „Ja, jetzt werde ich es offenbaren.“ Aladin sah mich neugierig an. „Dann fang ich mal an. Dein voller Name ist Aladin Jehoahaz Abraham.“ Ich musste schlucken. „Du bist der Prinz von Alma Torran. Deine Eltern, sind Königen Sheba und König Solomon.“ Ich biss mir auf die Lippen. „Wirklich?“ Aladin klang ungemein ruhig. Ich nickte und er schaute zu Ugo, der es bestätigte. „Du bist als Magi in diese Welt gekommen, ohne Wissen wer oder was du bist, mit Absicht. Den du solltest diese Welt sehen wie sie ist, nicht wie sie dir erzählt wurde. Deswegen hat Ugo immer auf deine Frage geschwiegen. Er wollte einfach das du Unvoreingenommen bist.“ „Das Stimmt. Diese Welt ist voll von schönen Dingen. Leider aber auch von nicht so schönen Dingen. Wir haben dich hergeschickt, damit du für dich entscheidest was du machen willst.“ Ugo sah ihn direkt in die Augen. „Als Magi, ist es deine Aufgabe diese Welt neu zu Formen. Du hast deinen  König gewählt der dir zu Seite steht. Zusammen werdet ihr etwas bewegen, dessen bin ich mir sicher.“

„Woher kennst du Ugo?“ Diese Frage überrumpelte mich. „Ich bin in Alma Torran geboren. Ugo hat mich in Kampftechniken unterrichtet. Aber es gibt noch etwas anders was ich dir sagen will.“ Aladin sah mich gespannt an. „Ich bin deine Schwester.“ Sinbad rutsche auf dem Bett hin und her. „Wirklich?“ Ich grinste und nickte. „Wenn man jetzt alleine vom Alter her ausgeht, bist du eigentlich älter als ich.“ Jafar sprang auf und rief: „Wie alt bist du?“ Ich sah ihn verwirrt an. „Sie ist 4 Jahre alt.“, sagte Ugo schließlich. „Und Aladin ist jetzt 10. Obwohl ich eher geboren wurde als er. Das ist sehr kompliziert.“ Ich drehte mich zur Seite und sah Sinbad an. Er war kreidebleich im Gesicht. „Kriegt euch wieder ein. Ich bin ganz genau genommen 1004 Jahre alt und Körperlich bin ich 25.“ „Also, ich würde sagen du bist die große Schwester.“ Ugo klang ganz ruhig. „Ja, das denke ich auch.“ „Kannst du mir das bitte genauer erklären? Wie kann ich hier 10 Jahre alt sein, wenn ich in Alma Torran geboren bin?“  „Vor 1000 Jahren wurde Alma Torran von Al Thamen angegriffen. Ill Ilah, eine Gottheit, fiel dabei auf die Erde. Unsere Mutter, die zu diesem Zeitpunkt mit dir schwanger war, wurde getötet. Ugo und ich brachten sie in den Raum der Stärke. Dort wurdest du geboren und für 1000 Jahre als Säugling gehalten. Vor einiger Zeit, hat Ugo dich mit den Rukh von Sheba wachsen lassen. Du solltest in diese Welt kommen. Die Welt, die Solomon erschaffen hatte als Alma Torran zu sterben drohte. Alle Menschen hier sind Nachfahren aus unserer Heimat.“

Ich schaute zur Tür, dort war ein Geist zu sehen. „Willst du ihn begrüßen?“ Alle drehten sich zu der jungen Frau um. „Ja.“ Sie ging auf Aladin zu. „Hallo, mein Sohn. Du siehst aus wie dein Vater.“ Sheba wirkte glücklich. „Ich kann dich leider nicht für lange halten. Deine Rukh werden immer schwächer.“ „Das weiß ich Schatz. Mach dir deswegen bitte keine Sorgen. Ich wollte ihn nur endlich mal aus der Nähe sehen. Danke, dass ihr zwei das all die Jahre gemacht habt. Vor allem dir danke ich dir Ugo.“ Sheba lächelte den kleinen Mann in Aladins Händen an. „Das habe ich gerne gemacht. Aladin ist mein Freund, ich würde das immer wieder tun.“ Aladin der nur da saß und zusah wie wir uns unterhielten, machte große Augen. „Ich freu mich dass ich eine Familie habe. Und das ich endlich weiß wer ich bin.“ Sheba streichelte ihn durch das blaue Haar. „Ich liebe dich, Aladin.“ Sie gab ihn einen Kuss auf die Stirn und wandte sich mir zu. „Danke, Schatz. Du passt gut auf, ja?“ Ich nickte. „Was hast du sonst erwartet?“ Sie lächelte. „Ich liebe euch meine Kinder.“ Mit diesen Worten verschwand sie. „Sie ist ja total lieb.“, sagte Aladin schließlich. „Ja.“

„Nel?“ Ugo sprang von der Hand auf mein Bein. „Ich habe was gefunden, dass dich interessieren dürfe.“ Ich hielt ihn meine Hand hin. „Was ist es denn?“ „Drei von den Vieren sind hier. Wahid ist der einzige der nicht wiedergeboren wurde.“ Mir stieß diese Nachricht sauer auf und ich hielt mir die Hand vor dem Mund. „Schlimm genug dass die anderen hier sind. Wenn Wahid hier wäre wüsste man es. Er war ja nie bekannt dafür sich ruhig zu verhalten. Und bei Arba glaube ich, dass sie wieder alles im Griff hat. Falan wird sich irgendwo verkochen haben und auf ihren Moment warten. Ithnan, er ist bereits aufgetaucht. Aladin und Alibaba haben gegen ihn gekämpft. Danach ist noch so einiges passiert. Aber jetzt ist er Tod. Aladin hat den letzten Rest von ihm. Der sich in Alibaba befand, gereinigt“ Ich massierte mit meinen Zeigefinger meine Stirn und schloss meine Augen. „Man. Wie kann der nur so ein Volltrottel sein?“, schrei ich und warf Settas Stab auf den Boden. „Sich darüber aufzuregen bringt auch nichts. Er sah nicht das er betrogen wurde.“ Ugo sprach laut und deutlich. „Und hören wolle er es auch nicht.“ Ich lehnte mich wieder zurück.

„Wer war dieser Mann überhaupt?“ Aladin sah mich verwirrt an. „Um das zu erklären, muss ich etwas ausschweifen. Also, ich bin kein normaler Mensch. Ich bin weder Magi noch Djinn. Deswegen sah ich mir einem Jahr auch schon aus wie 25. Ich war in Alma Torran Verlobt, mit einem Mann namens Setta. Er hatte einen kleinen Bruder, er war nur ein paar Jahre jünger als er. Wir gehörten alle zum königlichen Haushalt. Eine Familie. Dieser Mann war Ithnan.“
Ich sah auf Ugo in meiner Hand. „Als Setta umgebracht wurde, hat er das nicht verkraftet. Hat deswegen Solomon und mir die Schuld an seinen Tod gegeben. Und das hat ihn zum Niederfall gebracht. Aber ich muss leider zugeben, dass ich ihn nicht zu Seite stand als er mich gebraucht hatte. Arba, eine Magi, unseres Vaters hat ihn gegen uns alle aufgehetzt. Sie hat schon davor eine Organisation gegründet, Al Thamen. Die haben sich es zur Aufgabe gemacht, alles was Solomon erschaffen hat zu zerstören. Alma Torran wurde durch ihn neu erschaffen und sie haben es zerstört. Und jetzt ist diese Welt ihr Ziel. Sie beten einen Gott an, nennen ihn Vater, aber er bringt nur Unheil. Ithnan sieht nicht das er Benutzt wird und ist so tief in Hass versunken.“ Ich schluckte. „Ich wird sind hier Fertig. Aladin, deine Fragen kannst du auch noch Später stellen.“

Sinbad stand auf und alle anderen verließen den Raum. Ugo blieb zurück, mit Sinbad. „Du gibt mir die ganze Zeit die Kraft mich hier zu halten. Aber nun muss ich gehen. Danke, dass ich Aladin noch einmal sehen konnte. König Sinbad?“ Er drehte sich zu ihm um. „Nel, braucht jemanden auf den sie sich verlassen kann. Sie neigt nämlich dazu Dinge alleine Regeln zu wollen. Passt bitte gut auf sie auf.“ Sinbad beugte sich zu Ugo runter und sagte klar: „Ich bin in sie Verliebt. Und genau deswegen werde ich auf sie aufpassen. Sie hat mich verzaubert, nach allen Regeln der Kunst in ihren Bann gezogen. Diese Frau gebe ich nicht mehr her.“ Ugo lächelte sanft und nickt. „Darauf verlasse ich mich.“ Er nickte mir noch einmal zu und verschwand dann. Sinbad stellte sich neben mich, ans Bett. Ich lehnte bei ihn an und schloss meine Augen. Er fuhr mir durch mein Haar. „Wie geht es dir?“ Er klang ein kleinen wenig besorgt. „Meine Schuldgefühle plagen mich wieder. Das alles hätte nicht passieren dürfen.“ „Settas Tod und seine Folgen sind nicht deine Schuld.“ „Irgendwie schon. Aber dies ist meine Sünde und ich muss damit leben.“ Ich war überrascht von der Standfestigkeit meiner eigenen Stimme. „Ich werde dir trotzdem beistehen.“ Ich zog Sinbad am Kragen zu mir runter und küsste ihn Leidenschaftlich. Meine Eifersucht wird wohl warten müssen.
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