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The labyrinth of Love - Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft

GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P18
OC (Own Character) Sinbad
15.07.2016
10.10.2016
31
49.200
7
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Dieses Kapitel
1 Review
 
13.08.2016 1.326
 
Kapitel 12

Ich hörte das Rauschen des Meeres und öffnete meine Augen. Um mich herum war alles mit Holz verkleidet, das Bett auf dem ich lag war klein. Jafar kam zur leise zur Tür herein. „Du bist ja wach.“ Er klang verwundert. „Anscheinend habe ich lange geschlafen.“ Jafar sah mich bedrückt an. „Ja. Da wir nicht länger in Balbadd bleiben konnten und du noch nicht wach warst. Haben wir uns so auf dem Weg gemacht. Du hast fast 1 Woche geschlafen, wir dachten sogar zeitweise du öffnest deine Augen gar nicht mehr.“ Ich biss mir auf die Lippe und sagte leise: „Meine Kraft ist Versiegelt, in 3 Stufen. In Balbadd habe ich die erste gelöst, ich hätte nicht gedacht, dass sie mich in einen so tiefen Schlaf setzen würde. Tut mir leid, dass ich euch solche Sorgen bereitet habe. Also wie siehst jetzt aus?“ „Sinbad ist auf den Weg nach Kou und wir fahren nach Hause. Hoffentlich laufen die Verhandlungen gut.“ Jafar klang besorgt. „Ich glaube, er bekommt das hin. Aber eine andere Sache wäre da noch.“ Der junge Mann mit den weißen Haaren und den Sommersprossen sah mich verwirrt an. „Was zu essen wäre nicht schlecht.“, ich grinste. „Also auf Verhungern habe ich keine Lust.“ „Ah, natürlich. Ich lass dir sofort was bringen.“ Bevor er die Tür hinter sich schloss fragte er: „Dir geht es aber gut, oder?“ „Ja, alles wieder gut.“ Ich winkte und Jafar schloss die Tür.

Kurz darauf brachte mir Morgiana etwas Leichtes zu essen. „Morgen müssten wir in Sindria ankommen.“ Das kleine Mädchen mit den roten Haaren sprach sehr ruhig. „Ja, ich freu mich schon. Danke für das Essen. Ah, darf ich dich auch Mo nennen?“ „Wenn du magst. Aber ich habe eine Frage an dich.“ Sie stand vor und sah mich bedrückt an. „Setz dich, dann kannst du mich gerne fragen.“ Nachdem Mo sich gesetzt hatte, fragte sie leise: „Woher hast du deine ganzen Wunden?“ „Ich gehe jetzt einfach mal davon, dass du sie gesehen hast. Ich bin schon zwei Mordversuchen zum Opfer gefallen. Das erste Mal ist die große Wunde auf meinem Rücken. Die andere ist die auf meiner Brust. Alle anderen kommen von Kämpfen, die ich geführt habe. Kannst mir einen Gefallen tun? Sag bitte niemanden was davon, ja?“ Sie nickte, „Deine neusten Wunden heilen sehr schlecht, genau wie die auf deiner Brust.“ „Ja. Dies kommt davon, dass die Verletzung auf meiner Brust verflucht ist. Diese lässt Verletzungen die danach kommen langsamer heilen. Es wird noch eine Weile dauern, bis sie vollends verheilt sind. Du brauchst dir deswegen keine Sorgen machen.“ Mo sah mich direkt an. „Gut. Ich geh dann wieder nach oben.“ Sie stand auf, verbeugte sich und verließ den Raum.

Am nächsten Tag legten wir im Hafen von Sindria vor Anker. Im Palast angekommen, ging ich auf mein Zimmer und fand neue Kleider vor. Es klopfte an der Tür und Yamuraiha kam herein. „Willkommen zurück.“, lächelte sie. „Hallo, kannst mir das hier erklären?“ „Ja, König Sinbad hatte veranlasst, dass während eurer Abwesenheit, Kleider für dich zurecht gelegt werden.“ „Ich sollte mich bedanken, wenn er wieder hier ist. Da fällt mir ein, ich wollte dich noch was fragen.“ „Was denn?“, fragte sie und hob eins der Gewände hoch, um es zu betrachten. „Wie bin ich in dieser Welt aufgetaucht?“ Sie drehte sich mit dem Kleid in der Hand zu mir um und hielt es bei mir an. „Darüber solltest du besser mit Jafar reden. Er war immerhin dabei, ich habe mich nur danach um dich gekümmert. Zieh das mal an. Da fällt mir ein, dass ich dich auch was Fragen wollte.“ Yamuraiha fing an zu lachen. „Und das wäre?“, sagte ich und zog mein Kleid aus. „Woher hast du die große Narbe auf deinem Rücken?“ „Diese?“ Ich drehte mich in Unterwäsche um. „Ja.“ Yamuraiha klang bedrückt. „Dies war ein Mordversuch. Hast du jemanden davon erzählt?“ „Nein. Ich wollte erst mit dir darüber reden. Deine linke Seite sieht auch schlimm aus, was das der Djinn von dem Jafar erzählt hat?“ „Ja, das wird aber verheilen. Tust du mir den Gefallen und sagst es keinem? Das mit meinem Rücken? Vor allem nicht Sinbad.“ „Gut. Aber nur, wenn du das jetzt endlich anziehst.“ Sie drücke mir das Gewand in die Hand und setze sich auf das Bett. Es bestand aus mehreren Teilen, den Mantel, das Oberteil und die Bänder, legte ich zu Yamuraiha. Den Rock zog ich in einer fließenden Bewegung an. „Ich frag gar nicht erst, woher er meine Größe hat.“ Danach nahm ich das Oberteil, welches wie ein Trägerloses Top aussah und streifte es mir über den Kopf. Ich zog meine Haare, hinten aus der Kleidung und ließ sie mir auf den Rücken fallen. Dann nahm ich eins der Bäder und wickelte es mir um die Hüfte. Das andere legte ich über meine rechte Schulter und knotete es an der liken Seite zusammen. Der Mantel war auch schnell angezogen, diesen band ich an meiner Taille mit dem letzten Band zusammen. Der Rand des Mantels war genauso wie bei Yamuraiha, ein dicker grüner Streifen mit goldenen Verzierungen. „Du siehst Fabelhaft auf. Dieses Elfenbeinfarbene steht dir wirklich ausgezeichnet. Das muss man Sinbad lassen, Sinn für Mode hat er.“ Yamuraiha fing an zu lachen und umarmte mich. „Komm, ich bring dich zu Jafar, dann kannst du ihn fragen.“  

Nachdem ich mein Stab nahm, gingen wir zusammen zu Jafars Büro. Yamuraiha ließ mich an der Tür zurück und ging in den Hof. Ich klopfte an der Tür, kurz darauf öffnete er sie. „Hast du kurz Zeit zum Reden?“ „Ja, komm lass uns in den Garten gehen.“ Im Garten angekommen, setzen wir uns auf einer der Bänke dort. „Yamuraiha sagte, dass du weißt wie ich in diese Welt gekommen bin.“ Ich kam gleich auf den Punkt. „Ja, du bist am Hafen vom Himmel gefallen und im Wasser gelandet. Einige der Fische haben dich raus gezogen.“ „So war das also. Ich frag mich ob das vielleicht Schicksal war, dass ich genau hier gelandet bin.“ „Ist nicht alles, was uns passiert Schicksal?“, fragte Jafar nach einer Weile. „Leider nicht. Ab und zu passieren Dinge, die man nicht dem Schicksal zuschreiben kann. Mord ist da nur ein Beispiel.“ Ich stand auf und sagte: „Ich gehe zum Hafen, um mich bei den Fischern zu bedanken. Bis Später.“ Ohne eine Antwort abzuwarten machte ich mich auf den Weg.

Dort angekommen, fragte ich nach den Männern die mich aus dem Wasser zogen und wurde auch schnell fündig. „Hallo, ich wollte mich Bedanken.“ Die beiden Männer mittleren Alters drehten sich zu mir um. „Das junge Fräulein das vom Himmel gefallen ist.“, sagte der eine. „Geht es dir besser?“, fragte der andere. „Ja. Ich wollte mich Bedanken. Ohne Ihre Hilfe wäre ich wahrscheinlich ertrunken. Danke.“ Ich verbeugte mich um, dies noch zu unterstreichen. „Oh. Du musst dich nicht verbeugen. Wenn jemand in Not ist und wir helfen können tun wir das.“, sagte der Blonde Mann. „Fräulein Nel?“ Marie kam auf mich zu. „Ja?“ „Fräulein Yamuraiha lässt an dir rufen.“ Ich nickte. „Verzeiht, ich muss los. Auf Wiedersehen.“ Ich winkte noch und folgte Marie zum Palast. Dort angekommen, sah sie mich noch einmal böse an und verschwand. „Komm mit, Nel. Ich will dir was zeigen.“ Yamuraiha stand hinter mir. Ich ging mir ihr in einen Raum tief im Inneren des Palastes. „Das ist mein ganzer Stolz. Ich habe um die Hauptinsel eine Barriere errichtet, diese wärt Zauber von außerhalb ab. Und wenn jemand flieht kann man ihn innerhalb von 200km wieder aufspüren.“ Ich ging näher an den Kries der sich in der Mitte der Halle befand heran und konnte Sindria von oben erkenne. „Das ist beeindruckender Zauber. Und auf so viele Art komplex.“
Yamuraiha und ich redeten viel über Magie. Ab und an schaute ich auch bei Aladin und Alibaba vorbei, die sich gut erholten. Morgiana trainierte fast jeden Tag, mit Masrur im Wald. Und so verging die Zeit, bis eines Tage das Schiff mit dem König an Bord anlegte.
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