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The labyrinth of Love - Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft

GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P18 / Gen
OC (Own Character) Sinbad
15.07.2016
10.10.2016
31
49.200
7
Alle Kapitel
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09.08.2016 1.741
 
Kapitel 10

Ich roch Wein, als ich meine Augen öffnete sah ich Sinbad am Tisch sitzen. Ein Knall, die Tür ging auf und Morgiana stand dort. „Was gibt es, Morgiana?“, frage Sinbad etwas verwirrt. „Alle Verletzten sind Versorgt.“ „Dann kannst du dich jetzt auch ausruhen.“ „Aber vorher muss ich dich etwas fragen. Du kennst Judar und seine Hintermänner. Wer sind sie?“ Sinbads lächeln verging „Darum geht es also. Wir reden später über ihn.“ „Also gut. Ach, was Alibaba betrifft. Es mag ja sein, dass er ein wenig so aussieht, als ob er sein Selbstvertrauen eingebüßt hätte. Aber er hat mich immerhin aus der Sklaverei gerettet! Dies war er und Niemand sonst. Deshalb denke ich, wenn jemand dieses Land rettet, er das ist.“ mit diesen Worten verschwand sie. Ich setze mich auf weil ich Sinbads Reaktion sehen wollte. „Jafar, die Sache mit Alibaba. Vielleicht war ich etwas zu voreilig mit meinem Urteil?“ „Ich fürchte, das ist der Wein, Sin.“ „Nur du kannst um diese Uhrzeit trinken.“, rief ich und alle fuhren erschrocken rum. „Ist die Dame auch mal wach ja?“ Ich fing an zu kichern. „Irgendjemand muss ja für uns schlafen oder?“ Alle fingen an zu lachen. „Was hältst du von Alibaba?“ fragte Sinbad als wir uns wieder beruhigt hatten. „Er steht vor einem Wendepunkt und weiß nicht damit umzugehen. Sein Vertrauen, in seine Fähigkeiten ist gesunken. Aber ich glaube, wenn er den richtigen Anreiz hat, wird er alles tun, was notwendig ist. Ich glaube auch, er ist für diese Welt von Bedeutung.“ „Ich bin sehr gespannt, ob du recht hast.“, sagte Sinbad und lehnte sich zurück. „Gut.“, rief ich und sprang auf, „Ich werde mich dann mal auf die Suche machen.“ Sinbad nickte. Ich verließ den Raum und ging in den Innenhof, wo vor kurzen noch Ugo gegen Judar gekämpft hatte. Als ich meinen Stab auf den Boden stellte fing er an zu schwingen. >>Sie sind ganz in der Nähe, aber warum spüre ich sie nicht.<< Ich ging durch die Gassen des Elendsviertels, irgendwann kam ich zu einem kleinen Haus. Die Rukh spielten verrückt, ich ging hinein und sah Aladin. Er lag in einem Bett und seine Flöte war neben ihm. Der Stuhl ächzte unter meinem Gewicht. Ich strich Aladin über den Kopf und flüsterte: „Ugo wird immer über dich Wachen und ich werde ihm dabei helfen.“ Ich blieb noch eine Weile so sitzen und dachte über den Sonnenaufgang nach. >>Ich werde mich darauf einlassen<< Das war mein Entschluss als ich ging. Als ich zurück zu Sinbad und den andern ging, bemerkte ich das Alibaba mit hängen Kopf durch die Gassen ging. >>Ihn lasse ich besser in Ruhe.<< Ich ging in das Zimmer, in dem noch wenige Stunden zuvor geschlafen hatten. „Du bist wieder da.“ Hörte ich eine Stimme murmeln. „Und du zerbrichst dir den Kopf wegen Alibaba, nicht, Sinbad?“ „Ich haben ihn gesagt er soll König werden. Denkst du ich habe ihn bedrängt?“ Ich setze mich auf den Stuhl neben ihm. „Das werden wir bald sehen. Komm wir sollten auch noch ein wenig raus gehen.“ Sinbad stand auf und sah mich an. „Konntest du was finden?“ Ich schüttelte den Kopf. „Nein, aber es muss in der Nähe sein. Ich kann sie spüren, aber nicht genau sagen wo.“ Sinbad grinste: „Sie werden schon auftauchen. Wir müssen uns überlegen wie wir weitermachen.“ Er reichte mir die Hand und zog mich hoch. Wir gingen zusammen in den Innenhof wo Masrur und Jafar uns schon empfingen. „Sin, es heißt, dass Ihr Alibaba zum König machen wollt?“, flüsterte Jafar. Sinbad verschränkte die Arme und sprach leise: „Ja. Er hat sein Selbstvertrauen eingebüßt. Er war nicht gerade begeistert von meinem Vorschlag.“ „Sinbad.“ Ich hörte Alibaba von weiter weg rufen. „Bring mir bei, wie man einen Djinn bändigt. Ich brauche seine Kraft um dieses Land zu beschützen.“

Wir teilten uns auf, Jafar und Masrur blieben bei den Verletzten. Sinbad und Alibaba gingen zu einen Menschenleeren Platz um zu Üben. Ich setze mich auf eine Mauer am Rand und schaute zu.
Alibaba versucht seinen Feuerdjinn Amon zu rufen, aber er kann ihn nicht richtig an einen Körper binden. „Da bekomme ich ja gleich einen Heulkrampf.“, sagte ich leise und sprang auf. „Nel?“, frage Sinbad als ich neben ihn stand. „Alibaba, du musst die Flammen als deine Rüstung nutzen. Wenn du Angst vor den verbrennen hast schaffst du das nicht.“ Alibaba der am Boden lag und keuchte schrie: „Das ist ja leichter gesagt als getan.“ „Er hat kein Magoi mehr.“ Sinbad verschränke seine Arme vor der Brust. „Gib mal dein Dolch.“, sagte ich und Alibaba sah mich verwirrt an, gab es mir dann aber. „Hallo, Amon. Djinn des Anstand und der Strenge. Fahre in mich und nutze mein Magoi.“ Sinbad riss die Augen auf, genau wie Alibaba. Kurz darauf stand ich in Flammen gehüllt vor ihnen. Mein Körper war in weißen Tüchern gehüllt, der Dolch wurde schwarz und ich hatte einen Feuerring über meine Schulter hängen. Meine Haare wurden Blond und stand mir zu allen Richtungen ab. „Das Erkläre ich später. So sieht deine Djinnausstattung jedenfalls aus. Ich habe mich in Amons Flammen gehüllt und sie ganz dicht an meine Haut gelegt. Du darfst keine Angst haben, Amon ist dein Freund und will mit dir Kämpfen. Allerdings musst du das auch zulassen. Auflösen.“ Als ich die Ausstattung abgelegt hatte gab ich Alibaba seinen Dolch wieder. „Du musst nur Üben. Vertrauen in dich und Amon schadet da auch nicht.“ „Ruh dich aus, wir machen morgen weiter.“, sagte Sinbad und wir gingen zusammen in unser Zimmer. „Ich werde mit der Prinzessin aus Kou sprechen. Ich denke sie wird mir zuhören. Und ich möchte das Nel mich begleitet.“ „Natürlich, wird sie das.“, flüsterte Jafar und ging mit Masrur raus. „Nel, du musst mir das noch mit Amon erklären. Aber nicht jetzt.“ Kurz darauf kamen einige aus der Nebelbande in den Raum gestürmt. „Alibaba ist zum Palast gegangen?“, rief Sinbad laut aus. „Unfassbar. Ausgerechnet jetzt, wo die Gesandten unserer Verbündeten jeden Moment hier eintreffen können! Jetzt wird es schwer, die Sache noch auf Politischem Weg zu lösen. Obwohl, vielleicht ist es noch nicht zu spät. Ich gehe in den Palast.“ „Aladin“, rief ich und rannte den Flur hinunter, Sinbad direkt hinter mir. „Was ist mit ihm, Nel?“, fragte er. Ich legte meine Stirn auf seine und horchte. „Alles gut, er wird bald aufwachen.“ Auf die Lippe beißend verließ ich den Raum. Sinbad hielt mich an der Schulter fest: „Was ist noch?“ Er hatte natürlich den Nagel auf dem Kopf getroffen. „Ich frag mich was, Ugo ihm alles zeigt.“ „Was?“ „Seine Seele wird gerade aus seinem Körper geholt und in den Raum der Stärke gebracht, zu Ugo. Es gibt Dinge die weiß Aladin nicht. Alma Torran und was ein Magi ist. Einiges wird Ugo ihm sagen, andere Dinge obliegen meiner Aufgabe. Aber noch ist die Zeit nicht gekommen ihm alles zu sagen. Deswegen will ich auch dich bitten, sag ihm nicht wer ich bin.“ Ich sah geradewegs in die wunderschönen goldenen Augen. Froh dass die Wand hinter meinem Rücken war, lehnte ich mich zurück. „Gut, meinetwegen. Jafar, Masrur, ihr werdet auch nichts verraten. Auch den Anderen wird der Befehl erteilt. Keiner darf über Nels Identität ein Wort verlieren.“ „Jawohl.“, sagten die beiden Männer zugleich. „Sinbad, die Gesandten sind eingetroffen.“, rief Jafar. Sinbad nickte mir zu und wir gingen zusammen nach draußen.

Ich blieb hinter Sinbad stehen, während er die zwei Männer und die Frau begrüßte. „Nel, das sind Abgesandte aus meine Allianz. Eliohapt, Artemyra und Imchaq. Sie werden uns helfen, Alibaba zum König zu machen.“ Sinbad ging zu Seite und ich verbeugte mich. „Sinbad, denkst du wirklich das Alibaba König werden will?“  „Wie kommst du darauf, dass es anders wäre?“ „Ich glaube er hat andere Gedanken, was die Zukunft Balbadds betrifft. Aber ich glaube davon sollte man sich lieber selbst überzeugen.“ „Ja, wir sollten auf alles gefasst sein. Lasst uns zum Palast gehen. Jafar, Masrur, ihr bleibt hier und passt auf Aladin auf.“ Ich drehte mich um und flüsterte leise zu Jafar: „Es kann sein, dass die Rukh um Aladin stärker werden. Ebenso kann es passieren dass er aufhört zu Atmen. Macht euch deswegen aber bitte keine Sorgen, er stirbt nicht.“ Er nickte ohne weiter nachzufragen. „Nel?“, ich hörte Sinbad Stimme hinter mir. „ Kannst du uns zum Palast bringen?“ „Natürlich, stellt euch nah beieinander. Den Zauber den ich wirke wird euch direkt in den Thronsaal befördern. Ich hoffe, dass euch dadurch nicht schlecht wird.“, ich grinste und stelle mich zu ihnen. Als ich meinen Stab auf den Boden klopfte, fingen wir Fünf an zu leuchten und wir flogen mit großer Geschwindigkeit auf den Palast zu.

Dort angekommen war im Thronsaal schon viel passiert. Die Prinzessin von Kou und Alibaba diskutierten lautstark. „Kommen wir zu spät? Oder hast du unsere Hilfe von Anfang nicht benötigt, Alibaba?“ Im Raum wurde genuschelt „König Sinbad.“ Und „Wer sind die andern?“, waren die Dinge die man hören konnte. „Sie sind Hochrangige Gesandte dreier Länder meiner Allianz.“ „Die Allianz der sieben Meere.“, rief der General von neulich. „Das ist eine Allianz von sieben Ländern die von König Sinbad geschaffen wurde. Jedes der Länder ist klein, verfügt aber über außergewöhnliche Kräfte. Eliohapt, Artemyra und Imchaq. Was haben Gesandte dieser Länder hier zu suchen?“ „Wir sind gekommen um Alibaba Saluja zum König von Balbadd zu küren.“, sagten die drei gleichzeitig. „Ich dachte, für die Rettung Balbadds wäre es das Beste,  dich zum König zu machen. Aus diesem Grund habe ich sie hergerufen. Aber offenbar hast du dich anders entschieden.“ Sinbad sprach ganz ruhig. „Es tut mir leid, dass ich diesen Alleingang unternommen habe, Sinbad. Ich habe auch daran gedacht, dass ihr mich möglicherweise zum König machen wollt. Aber ich habe mich entschieden, dass ein König diesem Land vermutlich weniger mehr als Krieg und Elend bringen würde. Damit Balbadd Wiedergeboren werden kann, muss die Monarchie abgeschafft werden. So lautet mein Entschluss.“ Alibaba strahlte eine starke Überzeugung aus. Ich war so in Gedanken versunken das ich den Rest nicht mehr wirklich hörte. >>Was geht in Sinbads Kopf vor? Warum sorgt er sich so um mich? Fühlt er sich wirklich angezogen von mir?<< Diese Fragen nahmen in meinem Kopf Gestalt an, wurden immer komplexer und ausgefeilter, aber Ideen kamen mir nicht. Als ich bemerkte, dass sich etwas um mich herum veränderte, schreckte ich hoch. Sinbad verabschiedete die Gesandten aus der Allianz und gesellte sich zu Alibaba.
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