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The labyrinth of Love - Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft

GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P18 / Gen
OC (Own Character) Sinbad
15.07.2016
10.10.2016
31
49.200
7
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Dieses Kapitel
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06.08.2016 2.426
 
Kapitel 9

Es war ein halber Tag vergangen, alle packten mit an, um die Verletzten zu behandeln. Ich hörte schreie und folgte ihnen, als Aladin auf dem Boden liegen sah, wusste ich es. „Fasst die Flöte nicht an.“, rief ich, Sinbad war hinter mir. Ich ging zu Aladin und nahm die Flöte. „Nel? Sagtest du nicht anfassen?“ Ich nickte und sagte: „Diese Flöte saugt das Magoi aus, deswegen ist Aladin so schwach. Wenn er sich ausruht wird es ihm bald besser gehen. Die Flöte legen wir zu ihm, aber sie darf ihn nicht berühren.“ Ich schaute mir die Flöte an und zeigte sie Sinbad. „Der Stern ist verschwunden.“, sagte er leise, „Was bedeutetet das?“ „Das Ugo diese Welt nicht mehr betreten kann.“ Er starrte mich mit großen Augen an. „Wie bitte?“  „Komm ich erkläre dir das woanders. Aladin muss sich ausruhen.“

Wir gingen zu viert in ein Zimmer was Sinbad gehörte. „Bevor du uns das mit Ugo erklärst habe ich eine Frage.“ Ich setze mich auf einen der Stühle. „Lass mich raten es geht um den Tritt den ich Judar verpasst habe.“ Masur stellte sich vor mich und fragte: „Wie war dir das möglich? Nicht mal ich konnte ihn bewegen.“ „Wenn ich gewusst hätte dass du so schnell bist, hätte ich den Zauber auf dich gelegt. Ich habe meine Beine mit einen extremen Verstärkungszauber belegt, der ähnelt meinen Gravity. So war ich in der Lage Judar mitsamt seines Borgs zu bewegen.“
„Wieso hast du den nicht eingegriffen, als Ugo verletzt wurde?“, fragte Sinbad der sich auf den Stuhl gegenüber dem Tisch setzte. „Er wollte es nicht, ich musste ihm versprechen dass ich aus Aladin aufpasse, wenn er verschwindet.“ „Wann habt ihr das besprochen?“, fragte Jafar. „Kurz nach dem Ugo aufgetaucht ist, ich kann mit Djinns über Telepathie sprechen. Sinbad du hast das auch schon einmal mitbekommen, in Sindria als wir gekämpft haben.“ Sinbad nickte: „Ja ich konnte deine und Baals Stimme hören, in meinen Kopf. Aber erkläre doch bitte warum Ugo nicht mehr in diese Welt kann.“ „Ugos Körper bestand aus Magoi, welches ihm von Solomon gegeben wurde. Eigentlich ist er der Wächter des Tores, welche für die Wiedergeburt wichtig ist. Er ist für Aladin in diese Welt gekommen, leider kann er nicht seinen Posten einfach verlassen. Deswegen war er auch Kopflos, sein Körper ohne Kopf wurde in alle Winde verstreut. Aber sein Kopf gibt es noch der ist weiterhin im Raum der Stärke, wo sich das Tor der Wiedergeburt befindet. Er lebt, aber keiner kann ihn Magoi geben, auch ich nicht. Aladin ist nur zusammen gebrochen weil er es versucht hat, dabei ist er fast gestorben.“ Ich biss mir auf die Unterlippe und guckte auf den Tisch. „Wer ist dieses Kind? Er scheint dir wichtig zu sein.“ Ich gucke in die goldenen Augen, die mich eindringlich angucken. „Das kann ich dir leider nicht verraten, zumindest noch nicht. Wenn die Zeit gekommen ist, werde ich alles sagen.“ „Und wann kommt die Zeit?“, fragte Jafar aufgebracht. „Beruhige dich. Nel, hat bestimmt Gründe dafür dass sie es nicht sagen kann. Ich vertraue ihr, sie wird uns nicht in Gefahr bringen.“ „Und was willst du jetzt tun?“ Jafar war dabei sich zu beruhigen. „Wir gehen raus und tun was getan werden muss.“ Sinbad stand auf und hielt mir die Hand hin. Ich ergriff sie und wir gingen zusammen raus, anders als erwartet ließ Sinbad meine Hand aber nicht wieder los.

„Boss? Was sollen wir jetzt tun? Was wird aus der Nebelbande und dem Elendsviertel?“ Ich hörte viele Stimmen durcheinander Reden und sah Alibaba mitten drin. Sinbad stand neben mir und schaute sie das an. Ich ließ seine Hand los und verpasste ihn einen Stoß in die Rippen. „Ist ja gut.“, flüstere er und ging auf Alibaba zu. „Beruhigt euch Männer. Ich habe gesagt, dass ich das Regeln werde, egal was passiert. Während ich hier spreche, ist bereits Verstärkung aus Sindria auf dem Weg zu uns. Sorgt dafür das ihr bald wieder Einsatzbereit seid, damit ihr losschlagen könnt, sobald es so weit ist.“ Sinbad sprach laut und deutlich, ohne zu zögern. Die Männer nickten alle zustimmend und machten sich wieder an die Arbeit. Masur und Jafar gingen mit ihnen mit und halfen, Sinbad nahm wieder meine Hand und zog mich zurück in sein Zimmer.

Er schloss die Tür hinter mir und drückte mich gegen die Wand. „Nel, ich halte meine Neugier zurück, wegen Aladin. Aber lass mich dir eines sagen, mit deiner Art ziehst du mich gerade zu an.“ Ich schluckte und meine Ohren rauschten. „Wie...mei..nst.. du.. da..s?“, stottere ich. „Deine Art, wie du dich gibst, so ganz normal, als wäre ich kein König sondern nur ein Freund. Wie du so sanft lächelst, ich kann meine Blicke nicht von dir abwenden. Meine Hände wurden schwitzig, mein Herz schlug so heftig gegen die Brust, dass ich Angst hatte er könne es hören. Seine Augen leuchteten wie flüssiges Gold, meine Kehle wurde staubtrocken. Er beugte sich zu mir runter, ganz langsam, er legte seine Hand auf meine Wange und kam immer näher. Meine Lippen spürten schon die Wärme seiner. Dann Plötzlich wurde die Tür aufgerissen und Morgiana stand dort, Sinbad wich ein kleines Stück zurück und fragte: „Ist was passiert?“ Das kleine Mädchen mit dem roten Haaren nickte: „Anschneidend ist der Vizekönig hergekommen. Jafar meinte ich solle dich rufen. Habe ich gestört?“ Ich blieb unbewegt an der Wand stehen, Sinbad ging auf Morgiana zu: „Nein, alles Gut. Komm lass uns zusammen runter gehen.“ Sinbad und Morgiana verließen das Zimmer, ich brauchte noch einen Moment um mich zu beruhigen.

Als mein Atem wieder normal war, folgte ich den beiden in den Innenhof unseres Versteckes. Dort standen eine Kutsche und einige königliche Wachen. Mitten in einen Meer aus Menschen stand ein verängstigter Vizekönig. “He, wenn das nicht Sahbmad ist?! Ich dachte du fürchtetest dich so sehr vor Fremden Menschen. Was treibt dich den hierher? Schickt dich etwa dein Bruder?“ „Sinbad.“, flüsterte der in sich zusammengekauerte Mann. „Keine Angst. Ich bereite alles für ein Gespräch vor. Und garantiere für die Sicherheit.“ Sinbad ging auf den Vizekönig zu. „Aber, ich muss mich entschuldigen. Dafür das ich euer Leben in Gefahr gebracht habe.“ Sinbad lächelte leicht: „Was du nicht sagst. Mir war zwar klar, dass es jemand war der nahe am Zentrum der Macht steht aber, jetzt wo du es sagst. Der Mann der die Nebelbande mit Informationen über die Armee versorgt hat, der Mann der verraten hat, dass ich hinter ihnen her bin. Das warst also du? Sahbmad!“ Alle sahen geschockt den Vizekönig an der noch kleiner als zuvor wirkte. „Ich hatte keine Wahl. Ich konnte doch nicht zulassen, dass du die Nebelbande zerschlägst.“ „Bist du ein Komplize?“, frage Sinbad und kreuze seine Arme. Ich stand hinter ihm und starrte seinen Rücken an. >>Er ist sehr attraktiv, seine Schultern sind so breit. Aber, ich kann mich nicht einlassen. Setta will zwar das ich Glücklich werde, aber kann ich das schon?<< „Nein, das nicht. Ich habe mit der Bande nichts zu tun, ich habe sie noch nie getroffen. Trotzdem habe ich ihnen geholfen, weil Alibaba bei ihnen war. Ich dachte wenn jemand dieses Land aus der Krise holen kann, dann Alibaba mit der Nebelbande. Er hat schon immer all die Dinge geschafft, an denen ich gescheitert bin.“ Sahbmad biss sich auf die Lippen und gucke Alibaba an. „Ich wollte, dass Alibaba meinen Bruder aufhält.“ Sinbad legte den Kopf schief: „Aufhalten? Ahbmad? Dass dieses Land im Schlamassel steckt ist offensichtlich. Hat der König etwas damit zu tun? Und das ein Vizekönig sich mit Räubern einlasst! Was ist es denn, das du so sehr an Ahbmad fürchtest?“ Er wurde immer lauter.
„Fürchten?“, stotterte Sahbmad. „Ich habe zwar Angst vor meinem Bruder, aber noch viel mehr vor dem, was er vorhat.“ Er hielt sich die Hand vor das Gesicht. „Ja, so ist es. Jedenfalls geschehen furchtbare Dinge in diesem Land. Wie konnte es nur so weit kommen? Am meisten mach mir Angst, dass ich das alles nicht verstehe.“ Er brach zusammen.

„Vielleicht sollte ich an dieser Stelle fortfahren.“, sprach der General. „Das Unheil, das dieses Land heimsucht, begann just zu der Zeit, als der vorige König erkrankte. Ein Mann kam in den Palast er meinte er sei Schatzmeister vieler Länder, unter anderem auch Kou. König Sahbmad, der dieses Land runter gewirtschaftet hatte, war für die Hilfe dankbar. Der Schatzmeister gab uns Kou, das Papiergeld das dieses Land schadet. Der Wert der Kou schwankt sehr, was gestern noch ein Kou gekostet hatte, kostete plötzlich zwei. Die Schulden die während dieser Zeit angehäuft wurden, waren immens. Zu dieser Zeit fingen die Aufstände der Nebelbande an. Bald gab uns der Schatzmeister keine Kou mehr, er nahm jetzt Dinge als Pfand an sich. Die Hoheit über das Meer, die Hoheit über die Lüfte, die Rechte auf das Land und zuletzt sogar die Handelsrechte. Aber die Königsfamilie und der Adel, in deren Hände in den politischen geschickte unseres Landes lagen, schienen davon überhaupt nicht alarmiert. Sie brauchten mehr Kou, wussten aber nicht was sie noch Verpfänden konnten. Dann kam der König auf die Idee, die Menschenrechte zu verkaufen.“ Einer von den Männern rief: „Die Rechte der Bevölkerung sollen verpfändet werden? Was soll das?“ „Mein Bruder will sein eigenes Volk verkaufen. Die Menschen von Balbadd sollen Kou, Reim und Partevia als Arbeitskräfte dienen.“ Alibaba schrie ungläubig: „Er will aus Balbadd ein Sklavenland machen?“ „Er hat das Volk Verkauft?“, fragte Sinbad gereizt. „So ist es, er hat gesagt 'Ach, diese Menschen sind doch nicht besonderes. Solange ich König bin, kann das Land auch ohne sie existieren. Und außerdem kann man Menschen gebären lassen, so viele man braucht. So kann ich mir bis in alle Ewigkeit Kou leihen.' Niemand hat sich widersetzt.“ „Das... darf ja wohl nicht wahr sein.“ riefen einzige der Männer.
Ich schluckte und wandte mich zum Gehen um. Jafar der hinter mit Stand hielt mich am Arm fest: „Was ist los, Nel?“, fragte er trocken. „Ich muss hier weg. Wenn ich sauer bin, sollte keiner in meiner Nähe sein. Keine Sorge ich stell nichts an, bin nur am Meer. Lass mich bitte los.“, ich sprach mit knirschenden Zähnen. Jafar sah mich erschrocken an, ließ mich dann aber los.

Ich mogelte mich durch die Menge und lief Richtung Küste, trotz der Dunkelheit konnte ich gut sehen und fand den Weg leicht. Als ich mich an eine kleine Klippe etwas außerhalb niederließ, erschien erneut eine Geisterhafte Gestalt. „Hast du dich wieder aufgeregt, Schatz?“, flüsterte die lieblich klingende Stimme. „Wäre ich sonst am Wasser?“, fragte ich trocken. „Was ist Passiert?“ Die junge Frau setzte sich neben mich. „Der König dieses Landes, will sein Volk verkaufen. Er will sie zu Sklaven machen. Mutter, es macht mich traurig und wütend zugleich.“ Ich sah meine Mutter an. „Das Verstehe ich zu gut. Ich glaube du kannst dieses Land zusammen mit König Sinbad retten.“ Ich sah sie verwundert an: „Du hast mich beobachtet?“ Ihr lächeln war unbeschreiblich schön: „Natürlich, ich weiß nun mal gerne was meine Tochter so macht. Und er scheint ein guter Mann zu sein, steht zu seinen Überzeugungen. Er kämpft für die Ungerechtigkeit in dieser Welt, es freut mich zu sehen das ihr euch gut versteht.“ Ich lief rot an: „Das hast du also auch gesehen. Ich weiß nicht wie ich reagieren soll, bis jetzt kam immer was dazwischen. Die Angst Setta zu verraten macht mir das Herz schwer.“ Sheba seufzte: „Schatz, er will das du Glücklich wirst, und wenn König Sinbad die Person ist die es schafft dich zum Lachen zu bringen, dann ist das genau das richtige. Setta, dein Vater und auch ich wollen dass du lachst, aus vollem Herzen. Entscheide dich nicht sofort, aber mach es nicht von ihm abhängig.“ Sie tippte auf meine Brust und sagte ruhig: „Dein Herz ist bereit für eine neue Liebe. Du wirst ihn nicht vergessen, das verstehe ich. Aber ewig zu trauern ist auch nicht gut für dich und dein Herz. Stell dich darauf ein das er es dir stehlen wird.“ Ich lächelte: „Danke Mutter, ich denke ich werde mich darauf einlassen. Sinbad ist ein guter Mann und ich glaube ich sollte Settas Wunsch Folge leisten.“ Sie nickte: „Gut, ich wünsche dir alles Glück der Welt dabei. Und zögere nicht so viel. Ich liebe dich, mein Schatz. Ach und pass auf Aladin auf ja?“ Ich nickte und Sheba verblasste.

Am Horizont erschien ein Streifen aus gleißenden Licht. „Die Sonne geht ja schon auf.“ Ich fuhr erschrocken um und sah das Sinbad nur ein paar Meter hinter mir stand. „Wie lange bist du schon da?“ „Gerade eben erst angekommen. Dich zu finden ist echt nicht leicht.“ Er hatte eine Decke in der Hand und legte sie mir über die Schultern. „Es ist immer noch sehr kühl, grade in einem Kleid, sollte man auf seine Gesundheit achten.“ Als er sich neben mich setze legte er einen Arm um mich. „Ich wärme dich ein wenig auf.“ Ich lehnte mich zu seiner Überraschung gegen ihn. „Sehen wir uns den Sonnenaufgang an?“, fragte ich leise. „Ja, etwas ruhe, können wir in diesem Tumult gebrauchen.“ Ich legte mein Kopf an seine Brust, sein Herzschlag war beruhigend. „Warum bist du vorhin gegangen? Jafar war sehr verwirrt deswegen.“ „Niemand sollte sich in meiner Nähe befinden, wenn ich sauer bin.“ „Warum?“ „Es ist besser für die Gesundheit.“, ich sprach ganz ruhig. „Du willst es nicht sagen? Was einem erwartet wenn man dich wütend erlebt.“ „Wenn du Baal wieder hast, kannst du ihn mal fragen, was es heißt mich sauer zu machen.“ „Hoffentlich finden wir die Gefäße bald.“, sagte Sinbad und drückte mich noch näher an sich heran. „Ich werde nachher, nochmal nach ihnen suchen.“  Der Horizont wurde rötlich, dann orange und schließlich golden. Es war ein wunderschöner Sonnenaufgang. „Ich werde wütend, wenn es um Sklaverei geht. Oder ich belogen werde.“, flüsterte ich müde. „Ach, deswegen bist du gegangen. Ruh dich etwas aus, Nel.“ „Sinbad, eine frage habe ich da noch.“ Er zuckte kurz zusammen und flüsterte: „Ich werde die alle Fragen beantworten.“ „Was bin ich für dich?“ „Meine Kampfgefährten, die Frau die mein kaltes Herz erwärmt und mich mit ihrem Lächeln anzieht. Ich kann meine Finger nicht von dir lassen, will immer wissen was du gerade tust. Schon in der kurzen Zeit die wir uns erst kennen, gibst du mir das Gefühl, als kennst du mich auswendig. Ich habe dich gesehen und konnte meine Blicke nicht mehr abwenden.“ Meine Ohren rauschten und meine Wangen glühten. „Das werde ich dir mal glauben.“ Meine Augen fielen vor Müdigkeit zu, ich spürte noch wie Sinbad mich hochhob und mich wegtrug.
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