Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

"Batman+Superman=Liebe"

von Die Linda
GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P16 Slash
Batman Superman
15.07.2016
16.09.2017
19
57.429
9
Alle Kapitel
103 Reviews
Dieses Kapitel
16 Reviews
 
 
15.07.2016 2.943
 
Ein liebes Hallöchen für alle Verlaufenden! ^-^

Keine Bange, es geht nicht in der FF darum, wie sie miteinanderschlafen, um Himmelswillen, nein!
Auch wenn das erste Kapis wirkt, ist aber nicht so. Es geht um ihre Beziehung, um zwischenmenschliche Bindungen und so weiter....naja! :D
Das hier ist nur die reine Ausgangssituation. Was sie in Wahrheit davor und danach gedacht haben, erfahrt ihr in den nächsten Kapis! :)

Viel Spaß!  <3

Eure Linda ^-^

************************************************************************************************************************************************


Es existieren etliche Sterne dessen Lebensformen karg und leblos sind. Dessen Dasein keinen Zweck mehr dient oder je gedient hätte. Ebenso wie der Planet Xylon 532. Keinerlei Tiere, Pflanzen, menschenähnliche Wesen oder eine andere Art von organischen Leben hatte sich jemals darauf entwickelt. Nur seelenlose Steine, endlose trockene Höhlenschächte und brache meilenweite Sandflächen durchstreiften die gesamte Oberfläche des Sternes, auf welchen sich Batman und Superman soeben befanden.
Ihre Jagd nach Dr. Phero führte sie direkt auf jenen argen Planeten, wo sie ihn auch schon stellten und fortan um ihr Leben kämpfen mussten. Dr. Phero war ein exzellenter Biologe gewesen, eine führende Koryphäe auf dem Gebiet der Geobotanik. Bis er eines Tages den Verstand verlor und der Menschheit schwor nicht eher zu ruhen, bis er das ganze Universum in ein Biotop verwandeln würde. Auf den bereits bereisten Sternen hinterließ er Pflanzen mit sonderbaren Eigenschaften. Diese konnten ohne Licht, Wasser oder Nährstoffen gedeihen und sich fortpflanzen–sie brauchten nichts aus der natürlichen Umwelt. In Pheros Plan allerdings kamen keine Überlebenden vor, im Gegenteil. Die Pflanzen waren zwar wunderschön anzusehen, doch waren sie eine Art allesfressende, lebendige Venusfliegenfalle. Man musste sie nur berühren, da wurde einen der ganze Körper plötzlich von einem grünen Mantel aus Pflanzenfasern umwickelt und man kam nie wieder dort heraus. Denn diese Fasern sonderten ein lilafarbenes Sekret ab, was ihr Opfer lähmte und in eine tiefe Bewusstlosigkeit brachte. Während dieser jemand in jenen Kokon schlief, wurden ihm sämtliche Nährstoffe, Wasserspeicher, Blutmengen und Zellen abgesaugt. Zumindest bei gewöhnlichen Körpern.
Doch bei Superman besaß diese Gewächsummantelung eine ganz eigene Folgeerscheinung.


Gerade als Batman und er gegen die gezüchteten Monsterpflanzen von Dr. Phero kämpften, passierte es! Nach einem widerspenstigen Gegenangriff landete Superman unachtsam auf eines dieser kleinen Abkömmlinge und wurde binnen zwei Sekunden unaufhaltsam umwickelt.
Erst versuchte er sich zu wehren, doch es war vergebens. Denn das Sekret berührte bereits dessen Sinne und ließ ihn auch schon in dunkle Träume tauchen und samt Kokon wehrlos zu Boden sinken. Doch statt ihm sämtliche Energie zu rauben, sorgte diese Substanz eher dafür dass es in seinem Kopf sämtliche Emotionen sprengte. Alles raste durch seinen Verstand. Wut, Hass, Verzweiflung, Angst, Trauer, Freude, Glück, Liebe und Lust. Erst spürte er jede Empfindung wie einen gigantischen Vulkanausbruch, der ihm beinahe den Verstand gekostet hätte.
Doch allmählich etablierten sich diese Gefühle zu einem einzigen Sinnesreiz: Leidenschaft. Leidenschaft zum Kämpfen; zum Überleben; zum Aufstehen; zum Schreien; zum Jagen; zum Siegen und zum Erobern. Zum ersten Mal in seinem Leben fühlte er keine Grenzen in sich, keine Hemmungen und keine Mauer des Gewissens.
Während sein Körper vor Aufregung brannte, schlug sein Herz wie ein beschleunigtes Uhrwerk auf und ab. Sein Leben durchflutete ihn wie ein bahnbrechender Wasserstrom, der alles rasant mit sich riss. Und seine Sinne kamen kaum hinterher. Nichts konnte er riechen, nichts Wirkliches sehen oder hören.
Doch ein Name, ein Gesicht und eine Stimme kreisten in seinen Träumen als einziges Wahres, wie in Zeitlupe vor ihm her. Und genau diese Person wollte er jetzt. Hier und sofort.

Unterdessen Superman in jenen Pflanzenkokon schlief und etliche Träume durchlief, kämpfte der dunkle Ritter aus Gotham nun allein mit Dr. Pheros Übermonstern. Allein die Tatsache dass dieses nervige Unkraut von diesem irren Biologen seinen engsten Freund eingeschlossen hatte, rief eine noch größere Entschlossenheit in Batman hervor, als sie eh schon immer existierte. Mit seinen Batarangs durchschnitt er die zielgenauen Ranken und ließ ganze Auswüchse mit seinen säuregefüllten Chemiebomben verdorren oder löste sie gleich ganz damit auf. Es dauerte nicht wirklich lange, bis Batman mit einem üblichen, athletischen und kraftvollen Tritt den wahnwitzigen Doktor zum Schweigen brachte. Da Phero die Stimme der Gewalt war und die Pflanzen nur auf ihn hörten, wurden die wenigen Überlebenden schlagartig friedfertig, oder wohl eher kleinlaut und ängstlich. Sie huschten zurück und blieben reglos am Boden liegen.
Nachdem Batman dem Genbotaniker den Mund versiegelte und die Hände in Fausthandschellen gesteckt hatte, verabreichte er ihm noch schnell ein Hypnotikum und ließ ihn einfach achtlos liegen, weil er schleunigst zu Superman hetzen wollte. Batman wusste schließlich was mit den Menschen geschah, die in den Fängen dieser teuflischen Pflanzen festsaßen. Und genau dieser Gedanke ließ ihn schneller rennen als jemals zuvor und ungewöhnlich panisch werden.
Sein Kopf gab immer nur eines von sich:
„Bitte nicht! Nicht ihn! Bitte! Bitte! Bitte! Nicht er!“
Außer Atem und völlig geängstigt, kam er bei dem grünen Kokon an und warf seine Knie rücksichtslos zu Boden. Batmans Mantel bauschte sich ständig durch die raschen Bewegungen auf und landete schlussendlich in staubigen Sand, als er seinen Freund aus dem Giftmantel herauskratzen wollte. Er zog einen seiner Batarangs hervor und schnitt mit aller Geschwindigkeit die er besaß, Supermans Gesicht frei. Auch wenn vor ihm der Mann aus Stahl lag, versuchte der Ritter ihn so wenig wie möglich mit der scharfen Klinge seiner Waffe zu verletzten.
Superman träumte immer noch von ihm. Er sah in seinen Illusionen, dass diese geliebte Person zu ihm sprach, doch leider konnte er kein Wort hören. Aber es musste etwas sehr liebevolles gewesen sein, denn diese Person lächelte dabei und kam eifrig auf ihn zu. Supermans Puls wurde plötzlich ruhig und sein Atem flach, als sein Liebster immer näher und näher kam, doch er selbst konnte sich nicht bewegen, kein Stück. Das wiederum löste in seinem Kopf einen gewaltigen Ruck aus und er begann beinahe zu schreien, als er plötzlich eine besorgte Stimme hörte. Erst gedämpft und fern, dann immer stärker und näher.
Er liebte diese Stimme, egal in welcher Tonlage und egal wie weit entfernt. Nur diese wollte er hören und verstehen, keine andere. Und auch den Mund und die Kehle, aus der sie kam, liebte er heiß und innig. Und wenn diese Lippen dann auch noch seinen Namen formten, war er einfach nur glückselig und glühte vor Erregung.
Doch plötzlich strömte Luft und kalte Sonne an seine Haut heran und sein Brustkorb wölbte sich sogleich mächtig auf. Eine stoffbezogene Hand berührte sein Gesicht und die liebgewonnene Stimme war nun sehr deutlich wahrnehmbar und schien direkt vor ihm zu sein. Immer noch mit geschlossenen Augen zog Superman heftig die Luft um sich hinein. Dieser verführerische Duft,  diese attraktive Mischung aus Leder, Blut, etwas Schweiß und Aftershave, das konnte nur einer sein.
„Batman?“
Superman öffnete benebelt die Augen, zuckte aber schlagartig hoch, als er wirklich den Mann seiner Phantasien vor sich knien sah. Durch die plötzliche Sitzposition nahm Batman seine Hand von dessen Gesicht herunter, ließ den Batarang fallen und atmete kraftlos, aber erleichtert aus.
„Bist du in Ordnung?“
Unbeantwortet stierte Superman seinen Freund nur an. Mit einem Mal schien sein Herz die Schallmauer durchbrechen zu wollen, so heftig hämmerte es. Supermans Körper ergriff urplötzlich erneut dieses unbändige Glühen. Er hatte das Gefühl, er würde gleich explodieren, wenn er diesen Mann nicht sofort berühren dürfte. Doch Batman verstand diese stumme Reaktion nicht und wollte schon vor dessen Gesicht herum schnippen, als Superman plötzlich nach vorne schnellte und ihn in eine inbrünstige Umarmung zog.
„Was zum…?“
Komplett überrumpelt von diesen unerwarteten Ausbruch, fühlte Batman nur noch wie die starken Hände seines Freundes sich um seinen Rücken und Steiß klammerten.
Die Fledermaus hatte gar keine Chance sich herauszuwinden, obwohl er mit ganzer Kraft versuchte sich von Clarks angepressten Körper  zu lösen. Noch ehe er ihn ermahnen konnte doch endlich mal loszulassen, richtete Superman den Kopf wieder auf und blieb nur winzige Millimeter vor Bruce Waynes Nase zurück und lächelte wie ein sehnsüchtiger Liebhaber.
„Du warst immer schon der einzige, der mich zurück holen konnte. Und zwar egal woher. Ich habe dir nie gezeigt wie wichtig zu mir bist, mein Liebster.“
Batman spürte den Atem auf dem Gesicht und eine Hand die nun seine Taille streng umfasste und ihn noch enger an sich drückte. Dadurch konnte er vor lauter Fassungslosigkeit keinen Ton von sich geben und spürte wie rot plötzlich seine Wangen wurden. Er öffnete den Mund, um ihn gleich wieder wortlos zu schließen.
„Nichts hat mich jemals glücklicher gemacht, als dein Gesicht zu sehen oder deine Stimme zu hören. Ich habe es dir niemals gesagt, weil ich vor deiner Zurückweisung Angst hatte, aber nun….“
Sachte legte Clark Kent die andere Hand auf Batmans Kopf und streifte dessen Maske ganz zärtlich von ihm herunter, bis sie in Bruce Nacken lag. Dieser starrte seinen angeregten Freund nur perplex an und zuckte noch nicht mal mit dem Gesicht zurück, als Clarks Lippen immer näher kamen.
„…nun werde ich mich nie wieder zurückhalten. Nie mehr. Ich liebe dich.“
Mit raschem Tempo küsste er ihn so leidenschaftlich und presste sich so energisch an ihn, dass Batman mit ihm rücklings zu Boden fiel. Während Superman ihn nicht von den Lippen wich, glitt er mit seinen Händen zu dessen Gürtel hin und befreite ihn derweil von diesem. Batmans Körper schien zu zerspringen. Eigentlich müsste er sich wehren und ihm lautstark klarmachen, dass das nicht er selbst war, sondern wohl mehr das Pflanzenextrakt. Doch irgendwie wurde er auch schwach unter Superman. Es lag aber nicht am Gewicht, sondern viel mehr an dessen Überschwang von Leidenschaft. Irgendwie gefiel ihm diese Art von Verführung seines Freundes. Oder war es doch eher der Schreck der Überwältigung? Bruce wusste es nicht. Das einzige was sein Kopf ihm freischaltete, waren die heißen Berührungen, die berauschten Küsse und besonders … schallte Clarks Liebeerklärung in seinen Ohren am lautesten.  
Trotz seiner Lust nahm Superman plötzlich den Mund von Bruce Hals und hob sich von seinem Körper herunter. Gerade als Batman ihn irritiert anschaute, griff Clark unter dessen Knie und unter die Schulterblätter und hob ihn an. Er drückte den erschlafften Körper seines Freundes fest an sich und setzte erneut dieses Liebhaberlächeln auf.
„Ich werde dich an einem besseren Ort betten, mein Liebling.“
Immer noch lächelnd drehte er sich mit Batman auf den maskulinen Armen herum und schritt auf eine der vielen Höhleneingänge zu. Bruce konnte oder wollte sich nicht dagegen stemmen, sondern ließ sich einfach nur tragen und schwieg, ohne ihn anzuschauen.
Während Superman mit ihm in der düsteren Höhle verschwand.

3 Stunden später……

>Superman? Batman? Meldet ihr euch mal? Ich will wissen ob bei euch alles in Ordnung ist.<
Mit stark flirrenden Augen bemerkte Superman als erstes deftige Kopfschmerzen und eine altbekannte Stimme in seinem Ohr. Ständig kniff er die Augen zusammen und spannte sie wieder auf, wobei er sich an den Kopf griff und sich aufsetzen wollte. Plötzlich bemerkte er etwas Seltsames an sich. Ruckartig blickte er an sich runter. Nackt? Wieso um alles in der Welt hatte er seinen Anzug nicht an?
Hektisch wirbelte er den Kopf zur Seite hin, weil sich etwas in seinem Blickfeld bewegt hatte. Clarks Augen wurden riesengroß, als er den ebenso entblößten Körper seines Freundes neben sich sah, der mit dem Rücken zu ihm auf der Seite zu schlafen schien. Bruce untere Hälfte war mit Supermans Cape bedeckt und ließ nur den Oberkörper frei. Schwer nach Luft japsend brach dieser allerdings  in Schweiß aus.
Bruce? Er und Bruce haben miteinander….?
Plötzlich zuckten zerfetzte Bilder der vergangenen Stunden durch Supermans Kopf. Und Panik durchströmte seinen gesamten Körper.
Nein, nicht sie zusammen. Er. Er hat Bruce…
>Superman?! So meldet euch doch! Wenn nicht, dann schicke ich euch Lantern oder sonst wem hin! Also meldet euch!<
Genau diese Drohung riss Superman aus der Starre und er rappelte sich leicht benommen wieder nach oben. Unbekleidet wie er war, schritt er fahrig zum Ausgang der Höhle hin und hielt einen Finger an sein Ohr.
„Won..Wonder Woman? Ja, uns geht´s gut.“
>So meldet euch doch, bei Hera!<
Jetzt fiel Superman wieder ein, das er den Kommunikator ja auf stumm geschalten hatte. Mit verschwitzten Fingern klickte er ihn wieder an und versuchte es erneut.
„Wonder Woman? Ich bin´s. Bat…Batman ist auch hier. Uns geht´s gut. Entschuldige für die Verspätung.“
Am anderen Ende seufzte es.
>Na dann, ist ja gut. Was habt ihr denn getrieben?<
Hastig und aus einem Reflex heraus drehte sich Clark zu Bruce herum und starrte auf dessen nackten Rücken. Superman schluckte schwer.
„Ni….Nichts. Gar nichts. Wirklich. Alles gut.“
>Sicher? Du klingst so nervös.<
„Ach was. Ich bin nur etwas durcheinander, weil ich etwas von Dr. Pheros Pflanzensekret abbekommen habe, das ist alles.“
Was ja nicht mal gelogen wäre.
>Ach deshalb. Habt ihr ihn denn?<
„Wem denn?“
Nun klang sie etwas genervt, versuchte es aber zu überdecken.
>Na Dr. Phero natürlich, Stählerner.<
Noch während Wonder Woman sprach suchte Superman mit den Augen die Umgebung ab und entdeckte den irren Doktor verschnürt und schlafend auf dem Sandboden. Clark lächelte halbwegs.
„Ja, den haben wir. Dank Batman, wie immer. Wir fliegen auch gleich los.“
Sie unterbrachen beide den Kontakt und Superman schaltete den Kommunikator wieder auf stumm. Denn er wusste, dass gleich ein verdammt unangenehmes Gespräch folgen würde. Unsicher kehrte er zurück in die Höhle und blickte immer wieder zu Bruce hin, während er sich sein Kostüm anzog.
Doch als es daran war das Cape von Bruce Körper zunehmen, entschied er sich dafür es ihm noch so lange zu überlassen, bis auch er sich wieder angezogen hatte. Clark kniete sich zu seinem Freund herunter und berührte ihn sanft an der Schulter. Supermans Stimme klang dabei mehr als eingeschüchtert.
„Bruce? Bruce, wach auf.“
Wie alarmiert zuckte Batmans Kopf nach oben und warf sich gleichzeitig auf den Rücken, als er plötzlich in Supermans graue Augen sah. Dieser nahm sofort die Hand von dessen Schulter und versuchte dennoch etwas zu lächeln dabei.
„Ähm, wir sollten zurückfliegen. Die anderen machen sich schon Gedanken. Zieh dich in Ruhe an, ich…ich warte solange draußen.“
Batman schwieg und betrachtete nur Supermans Rücken der sich leicht gebeugt aus der Höhle entfernte. Er selbst musste auch erst einmal realisieren, was vor wenigen Stunden mit ihnen beiden passiert war.

Keine zehn Minuten später trat der dunkle Ritter aus der Höhle heraus und schaute auf Superman, der ihm mit einen verlegenem Gesicht den Allzweckgürtel entgegen hielt. Immer noch reserviert nahm Batman ihm den Gürtel aus der Hand und ging einfach an seinem Freund vorbei, während er sich den Waffengurt umschnallte und den roten Umhang über Clarks Schulter warf. Schuldbewusst blickte Clark ihm hinterher und musste zum Schreck feststellen, dass Bruce leicht humpelte.
Wie konnte er auch nur? Was hatte er bloß getan? Das konnte doch nicht wirklich passiert sein, oder?!
Ihm wurde übel vor Scham. Alles drehte sich in ihm und das schrecklichste war, er erinnerte sich nicht wirklich an das ganze Ausmaß. Nur bruchstückchenhaft.
Er hielt es einfach nicht aus. Nachdem er sich den Umhang wieder übergeworfen hatte, hob er kurz ab und eilte mit seiner Supergeschwindigkeit direkt hinter seinen Freund, der sich soeben nach dem bewusstlosen Doktor bücken wollte.
„Es tut mir schrecklich leid, was ich dir angetan habe, Bruce. Ich wollte nicht, das…“
Sein Freund hatte die Hand erhoben und ihn so zum Schweigen gebracht. Batman hatte sich wieder aufgerichtet, aber sich nicht zu Superman herum gedreht.
„Es war nicht deine Schuld, Clark. Sondern die von Dr. Phero und seines Pflanzensaftes.“
Dennoch fühlte sich die Last schwer und schrecklich an.
„Aber normalerweise saugt es einen doch nur die Energie auf, warum…“
„Bei gewöhnlichen Körpern scheint es so zu funktionieren. Aber wegen deines Kryptonierblutes schien es wahrscheinlich irgendwie anders zu wirken. Vermutlich war es für dich wie ein Aphrodisiakum. Nun ja, dumm nur, dass ich gerade dabei war.“
Superman blickte selbstquälerisch auf den schwarzen Rücken seines Freundes, als Batman auch schon weiter sprach.
„Obwohl schlimmer wäre es für dich gewesen, wenn jemand anderes dein Opfer geworden wäre. Ich kann damit umgehen, also mach dir keine Gedanken darüber, ja?“
„Aber…. Das geht doch nicht! Ich muss doch irgendwas tun können, um…“
„Und um was tun zu können?“
Nun drehte sich Batman zu ihm herum, wobei sein Cape leise Schleichgeräusche von sich gab und kaum sichtbare Staubwölkchen auf der Erde hinterließ.
„Es ist eben passiert, Clark. Du kannst keine tatkräftige Entscheidung rückgängig werden lassen. Nicht einmal du kannst es. Wir sind beide erwachsen, also nehmen wir es einfach so hin, alles klar?!“
Doch Superman kniff kurz die Augen zusammen und blickte dann, mit Hass auf sich selbst, zu Boden.
„Trotzdem tut es mir so unendlich leid, Bruce. So unendlich. Und sei versichert, dass ich dich nie wieder anfassen werde, wenn du es nicht willst.“
Batman seufzte und schaute ebenfalls kurzeitig, aber schweigend zu Boden.
„Nehm es bitte nicht so ernst, was auch immer ich zu dir im Rausch gesagt haben mag. Es ist nicht so, egal was es war.“
Seltsamerweise konnte Clark seinen Freund bei diesen Worten nicht in die Augen schauen, währenddessen Bruce den Kopf ruckartig nach Oben jagte. Doch er bemerkte, wie verkrampft Superman plötzlich wurde und sagte nur:
„Du musst nicht mit mir in die Raumkapsel steigen. Flieg schon mal voraus. Ich verfrachte Pheros noch rein und komme dann nach. Wir treffen uns im Turm.“
Immer noch um jeden Augenkontakt mit Bruce meidend, nickte der Mann aus Metropolis nur mit hängenden Schultern und flüsterte ein:
„Ich danke dir.“, dann zischte er mit einem gewaltigen Schwung Richtung Stratosphäre.  
Hätte Superman auch nur einmal zurück geschaut, dann wäre ihm Batmans trauriger und enttäuschter Blick aufgefallen, den er ihm die ganze Zeit geschenkt hatte. Doch Bruce blieb allein zurück und sein nachtfarbener Umhang fächelte stillschweigend im aufkeimenden Wind auf und ab, während er in den endlosen Himmel hinaufschaute.
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast