devil on my shoulder

von getnice
GeschichteDrama, Romanze / P18
Emma Ludbrook Jared Leto OC (Own Character) Shannon Leto Tomislav "Tomo" Milicevic
15.07.2016
15.07.2016
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Hey Leute! Das hier ist meine erste Geschichte in diesem Genre. Ich habe noch keine Ahnung, in welche Richtung das Ganze geht (Jared oder Shannon!?!?! Die Entscheidung ist sooo schwierig!!!) und deswegen dachte ich, stelle ich sie mal online. Vielleicht bekomme ich ja sogar ein paar Reviews, die mich dazu antreiben, noch weiter zu schreiben. Die nächsten paar Kapitel wären auch schon fertig, ich wollte allerdings erst einmal abwarten, ob sie überhaupt angenommen wird (:

Liebe Grüße!
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Die Bässe dröhnten und aus den Lautsprechern erklang die Musik eines wahnsinnig berühmten, jedoch vermutlich kurzlebigen Hits aus den aktuellen Charts, der mit einem Remix vom DJ aufgemotzt wurde, um ihn in den verschiedensten Clubs der Stadt spielen zu können. Zumindest ging ich davon aus, dass es ein berühmter Hit war, denn verstehen konnte ich ihn aufgrund des allgemeinen Geräuschpegels momentan nicht. Man verstand ja nicht einmal sein eigenes Wort und so hatte das mit den Unterhaltungen eher spärlich ausgesehen, als ich mit meinen Freundinnen den Club betreten hatte, der an diesem Abend seine große Eröffnung feierte. Wie genau wir an die Gästelistenplätze gekommen waren, konnte ich gar nicht mal so genau sagen, allerdings hatte da wohl eine meiner Freundinnen ihre Finger im Spiel. Keine Ahnung, wie sie das immer machte, doch sie kam beinahe überall hinein, wo sie hinein wollte. Allerdings glaubte ich, dass dies hier mein erster und letzter Besuch des Clubs sein würde, denn die Atmosphäre sagte mir so gar nicht zu. Generell bevorzugte ich kleinere Kneipen, die andere wohl eher als Spelunken bezeichnet hätten. Da lief nicht nur bessere Musik, die Leute waren auch netter und die Drinks kosteten nicht ein halbes Monatseinkommen. Die Masse auf der Tanzfläche sang jedes Lied mit, sodass es sich eigentlich sogar ziemlich imposant und nach einer tollen Party anhörte. Konnte man das überhaupt noch Gesang nennen? Meine Freundinnen hatte ich inzwischen aus den Augen verloren und so stand ich also vollkommen allein an einem Stehtisch und nippte immer wieder mal an dem Cocktail, der mittlerweile seinen Reiz verloren hatte. Solch süßliche Cocktails waren ohnehin nicht nach meinem Geschmack, doch einem geschenkten Gaul schaute man nicht ins Maul und ein wenig früher am Abend hatte ich auch noch den Plan verfolgt, mich hemmungslos zu betrinken. Die Lust nach einer Zigarette gewann schließlich die Überhand und so ließ ich das fade Getränk stehen, um auf die Terasse des Clubs zu gehen, auf der sich nicht ganz so viele Menschen befanden, wie im Inneren des Gebäudes. Das Rauchen war eine lästige Angewohnheit, die ich am liebsten längst hinter sich gelassen hätte, allerdings war das gar nicht so einfach, wie ich noch zu Beginn meiner Zeiten als Raucherhin geglaubt hatte. Nun redete ich mir ein, dass ich damit noch genügend Zeit hatte, wenn ich erst einmal schwanger sein würde. Falls ich irgendwann einmal schwanger sein würde. Dafür brauchte man schließlich einen Mann und den hatte ich nicht und um ehrlich zu sein wollte ich auch gar keinen. Ich brauchte niemanden, der mir in mein Leben rein redete, mir Tipps geben wollte, was ich besser machen konnte und mich zu maßregeln versuchte. Das hatte ich bereits zu Genüge gehabt. Allerdings war ich auch keine Frau für nur eine Nacht und so sah das mit meinem Sexleben in letzter Zeit eher dürftig aus. Nichts, was besonders schlimm war, doch hatten selbst meine besten Freundinnen mir nahe gelegt, mal wieder mit einem Typen ins Bett zu steigen, denn an Zickigkeit war ich wohl kaum noch zu überbieten. Genau das war eigentlich der Plan gewesen, doch der war inzwischen über Bord gegangen. War auch nicht so schlimm..

Die verhältnismäßig frische Luft setzte meinem Kopf ein wenig mehr zu, als ich erwartet hätte und so brauchte ich erst einmal einen kleinen Moment, um wieder einen sicheren Stand zu bekommen. Ich hatte nicht übermäßig viel getrunken, doch es reichte, um ein wenig zu schwanken. Am Rande der Terasse, mit dem Rücken an die kalte Wand gelehnt, gelang es mir schließlich, die Schachtel Zigaretten aus der Handtasche zu ziehen und mir eine anzuzünden. Die dünnen Rauchschwaden zogen nach oben und das Nikotin ließ mich wieder ein wenig klarer werden – zumindest schien es so. Dennoch hätte ich die aufgebrachten Stimmen zu meiner Rechten beinahe nicht mitbekommen, zumal die Leute sich so wenig darum scherten, dass man annehmen könnte, es würde gar nichts passieren. "Lass mich los, bitte!!" Doch ich drehte mich zur Seite und was ich sah, ließ mein Blut in den Adern gefrieren: Ein Mann, der einer Frau unter den Rock packen wollte, der sie am Oberam festhielt und scheinbar nicht dazu bereit war, sie los zu lassen. Sie wehrte sich offensichtlich mit aller Kraft und flehte die umstehenden Leute an, ihr zu helfen. Doch obwohl die Blicke inzwischen in ihre Richtung gewandert waren, setzte sich niemand für die Frau ein. Niemand wollte einschreiten und sie von diesem Ekel erlösen, nicht einmal die Security wurde benachrichtigt. Es lag nicht etwa daran, dass ich ihnen etwas beweisen musste und auch nicht am Alkohol, doch mir platzte der Kragen. Ich warf ihre Zigarette zur Seite und war mit wenigen, schnellen Schritten bei dem Mann, um ihm auf den Rücken zu springen und ihm meine Handtasche ins Gesicht zu schleudern. Meine Taten wirkten unüberlegt und das waren sie auch. Ich hatte keinen Kurs in Selbstverteidigung belegt und trieb nicht übermäßig Sport, sodass ich keine Muskelmasse besaß, die einem ausgewachsenen, kräftigen Mann imponieren könnten. Ich ließ mich einfach nur von meiner Wut leiten und wenn das nicht half, dann hatte ich mich selbst gerade mehr in die Scheiße geritten, als mir lieb war. Meine Knie hefteten sich in seine Seiten, um ein bisschen an Halt zu gewinnen, doch irgendwie schaffte er es, mich abzuwimmeln. Beinahe wäre ich gefallen, zumal ich ja nicht gerade die sportlichsten Schuhe trug, doch ich konnte mich auf den Beinen halten. Die junge Frau, die ich gerade rettete, stand da und war vermutlich zu perplex, um irgendetwas zu tun, was mir hätte helfen können. Sie starrte mich einfach nur mit offenem Mund an. Der Mann wollte nun auf mich losgehen, holte aus und traf mich hart am Kopf, wodurch ich zurück taumelte. Doch durch das Adrenalin in meinem Blutkreislauf bemerkte ich es nicht und so sah ich keinen anderen Ausweg, als einem anderen Typen seine Bierflasche weg zu nehmen und ihm diese ins Gesicht zu schmettern, sodass er ächzend nach hinten über fiel und sich nicht mehr bewegte. Einen Moment lang sah ich ihn an, wie er da regungslos am Boden lag. Niemand um uns herum sagte ein Wort und es kam mir vor, als wäre sogar die Musik im Inneren des Clubs leiser geworden. Das Blut rauschte in meinem Kopf. Man konnte das sehr gut mit einem gefällten Baum vergleichen, der einfach alles mit sich zog, was ihm in den Weg kam. Mir blieb allerdings keine Zeit, um über diesen unglaublich dummen Vergleich zu lachen, denn viel zu schnell wurde mir bewusst, was für eine katastrophale Sache ich da gerade begangen hatte. Eine Straftat! Körperverletzung! "Scheiße!" schrie ich ungewollt schrill und sah mich panisch um, griff nach meiner heruntergefallenen Tasche und der Hand der Frau, die ich gerettet hatte und flüchtete, so schnell es meine Schuhe zuließen, aus dem Club hinaus auf die noch belebte Straße.

Mein Atem ging schnell und unregelmäßig und der Fremden schien es nicht anders zu gehen. "Verdammte Scheiße." wiederholte ich noch einmal und blickte mich um. Uns schien niemand gefolgt zu sein. "Sie sind verletzt!" ich hatte nicht bemerkt, wie sie mir näher gekommen war. Und auch meine Verletzung am Kopf hatte ich bereits wieder vergessen. Nun allerdings, wo sie mir wieder schmerzlich bewusst wurde – im wahrsten Sinne des Wortes -  pochte mein Kopf und mir wurde schwindelig. Schwarz vor Augen verließ mich erst die Kraft in meinen Beinen, ehe ich das Bewusstsein verlor. Dass ich nicht auf dem Boden aufschlug, sondern festgehalten wurde, bemerkte ich schon gar nicht mehr.
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