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Mass Effect: Another Woman

von SannaPain
GeschichteSci-Fi / P16 / Gen
Commander Shepard OC (Own Character) Thane Krios
14.07.2016
15.09.2020
21
39.488
5
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27.07.2016 1.924
 
Kapitel 4 Der Retter
Als ich wieder aufwachte, merkte ich wie sich jemand an mir zu schaffen machte und bekam sofort Panik. Ich schreckte hoch und war auf der Stelle bereit für einen Kampf. Eine Hand packte mich blitzschnell am Arm aber mit einer Sanftheit die ich nicht erwartet hatte. Ich blickte in große schwarze Augen, die mich empathisch anblickten. Er legte meine Hand in meinen Schoß und verarztete meine Wunden. Ich schaute ihn an und fragte: „Wer sind sie?“ Ohne seine Tätigkeit zu unterbrechen und auf zu sehen antwortete er: „ Mein Name ist Thane Krios. Ich habe gesehen wie die Soldaten sie verfolgt und auf sie eingeschlagen haben.“ Mit einem Nicken antwortete ich knapp, ich war noch immer sehr schwach. Doch kurz darauf entgegnete ich ihm: „Tut mir leid. Ich danke ihnen sehr, aber wo bin ich, wo haben sie mich hingebracht?“ „Sie sind auf der Citadel. Hier ist es leichter an medizinische Materialien zu gelangen und hier ist es sicher.“ Mir stiegen die Tränen in die Augen und ich begann zu weinen: „Ich dachte, ich wäre verloren und sie würden mich umbringen.“ Er hielt meine Hand und fragte mitfühlend: „ Wer waren diese Männer und was wollten sie von ihnen?“ Ich schaute ihn verblüfft an und war etwas verwirrt. Noch nie hat sich jemand für meine Geschichte interessiert, wenn er nichts von mir wollte und so erzählte ich ihm alles. Von dem Tod meines Vaters über Cerberus und Eclipse bis hin zu meiner Flucht. „Wie alt waren sie als sie bei Eclipse anheuerten?“, hatte er mich schließlich gefragt. „Ich war 10, als ich auf Omega ankam und nicht wusste wohin ich gehen und was ich tun sollte. Ich war allein in der Galaxie und so hatte ich eine Aufgabe und konnte einige meiner Fähigkeiten verbessern.“, gab ich ihm zurück. Als er schließlich meine Wunden vollständig verbunden hatte, ging er hinaus. Ich fragte mich warum er mir geholfen hatte. Er kam schon bald mit etwas zu Essen wieder und gab es mir. „Danke“ „Darf ich mich nach ihrem Namen erkundigen?“ ,fragte er. „Mein Name ist Alex.“, antwortete ich knapp: „Wer sind sie? Warum haben sie mir geholfen? Ich versteh das alles nicht.“ „Als ich sah wie diese Männer sie verfolgten, konnte ich nicht weg sehen und musste eingreifen. Frauen zu schlagen und ihnen ein Leid an zu tun, kann ich nicht billigen.“, gab er mir zu verstehen. „Ich danke ihnen sehr. Das werde ich nie wieder gut machen können.“, sagte ich den Tränen nah. Er berührte mich am Arm, um zu zeigen das es vorbei ist und ich nun in Sicherheit bin. „Entschuldigung, aber gibt es hier ein Bad?“, fragte ich, um kurz allein zu sein. „Ja. Gleich da drüben.“ „Danke.“, sagte ich, stand von dem Bett auf und ging in Richtung Bad. Als ich die Tür hinter mir schloss, holte ich tief Luft und ging zum Waschbecken. Als ich in den Spiegel sah, habe ich die Ausmaße der Angriffe und der Experimente gesehen. Die linke Seite meines Gesichtes war verbunden und mein Bauch war ebenfalls bandagiert. Ich hatte an meinem ganzen Körper Blutergüsse, Prellungen, aufgeplatzte Wunden, Schwellungen im Gesicht und meine Augen hatten eine andere Farbe angenommen. Es war ein Wunder das ich noch etwas sehen konnte, meine Pupillen und die Iris waren silbern und die Iris war von einem schwarzen Kreis umgeben. Sie haben fast geleuchtet. Ich schüttelte kurz den Kopf, wusch meine unbandagierte Gesichtshälfte und zuckte bei der Berührung vor Schmerz zusammen. Ich kann es kaum glauben, dass ich heil aus dieser Situation raus gekommen bin. Thane Krios. Wer war er? Warum hat er mich gerettet? Warum war er in diesem Teil von Omega?
Als ich wieder aus dem Bad kam, saß er noch immer auf dem Stuhl neben dem Bett. „Tut mir leid, dass es so lange gedauert hat.“, sagte ich zu ihm. Er schaute zu mir rüber und gab ein kleines Lächeln zurück. Ich setzte mich an den Rand des Bettes und schaute ihn an und fragte ihn: „Darf ich sie etwas fragen?“ „Sicher.“, gab er kurz zurück. „Warum waren Sie in diesem Teil von Omega? Ich lebe schon seit Jahren dort und kenne fast jeden Winkel. Aber dort war ich noch nie. Dieser Ort war düsterer als der Rest von Omega.“ „Ich hatte einen Auftrag und war auf dem Weg zurück, als ich sah wie Sie fliehen wollten.“, antwortete er. „Einen Auftrag? Sind Sie ein Attentäter?“, fragte ich etwas schüchtern. „Ja. Das bin ich.“, gab er mit einem schwachen Lächeln zurück. „Da haben wir ja etwas gemeinsam. Wir töten beide Menschen und Aliens, nur das ich kein Attentäter bin.“ „Nein haben wir nicht. Ein Attentäter ist eine Waffe und derjenige der diese Waffe führt tötet, nicht die Waffe selbst.“ „Das ist aber nicht ganz richtig. Durch die Waffe sterben die Personen ja erst.“ „Ich habe bei meinen Aufträgen keine Schuldgefühle. Meine Auftraggeber haben das Ziel eliminiert.“ „So kann man es auch sehen.“, gab ich kurz zurück. Wir schwiegen uns lange an, über das Wissen, dass wir bei diesem Thema verschiedener Meinung waren.
Schon nach kurzer Zeit brach ich das Schweigen, denn ich wollte Wissen wer er war. Ich wollte mehr über sein Leben wissen. Wie er zum Auftragskiller wurde, einfach alles. „Ich würde gerne Wissen wie sie zum Attentäter wurden? Wie sie hier her gekommen sind, denn soweit ich weiß leben die Drell auf der Heimatwelt der Hanar.“ Er erzählte mir von seiner Ausbildung zum Attentäter auf Kahje durch die Hanar, von seiner Frau und seinem Sohn. Er hat mir alles erzählt, auch das er den Kontakt zu seinem Sohn abgebrochen hat, da er dachte, Kolyat sei ohne ihn besser dran und das er befürchte Kolyat würde den selben Weg einschlagen wie Thane.
In den nächsten Tagen haben wir unsere Erfahrungen ausgetauscht und uns über viele andere Dinge unterhalten. Er hat mir die Citadel gezeigt und auch die Sicherheitsfehler die es hier gab und die ein Attentäter mit Leichtigkeit für sich nutzen könnte und er gab mir viele hilfreiche Tipps und Kontakte, um ein selbstständiger Auftragskiller zu werden. Zwischendurch erledigte er auch einen Auftrag auf der Citadel. Ich hätte es fast nicht mitbekommen. Drei Jahre hat er sich um mich gekümmert. Er hat mir auch geholfen, meine Fähigkeiten weiter zu stärken. Thane sagte mir meine Biotik habe großes Potenzial. In dieser Zeit war er auch zwischendurch für längere Zeit, wegen eines Auftrages, fort. Doch dann musste er für einen weiteren Auftrag abreisen, seit dem habe ich ihn nicht mehr gesehen und ich hatte auch keine Kontaktdaten von ihm. Er wollte mich nicht in Gefahr bringen, den selben Fehler, wie bei seiner Familie wollte er kein zweites Mal machen, aber unsere Zeit hat uns näher gebracht. Er wurde ein guter Freund für mich und ich musste an die Zeit mit Dwight zurück denken. Bei jedem Gedanken an ihn zerriss es mir aufs neue das Herz.
Thane war nun weg und ich war wieder allein. Ich machte mich, mit Hilfe seiner Kontakte, auf die Suche nach Kolyat. Es hat nicht lange gedauert, bis mir seine Kontakte vertrauten, denn ich erwähnte seinen Namen und die Tatsache das ich Eclipse Söldnerin war, dass ich einigen eine Klinge an den Hals gehalten habe, hat mir auch sehr weiter geholfen. Ich gab ihnen eine Adresse, zu der sie mir die Informationen schicken konnten. Bis dahin nahm ich einige Aufträge an und trainierte mich weiter. Ich machte mir schon nach kurzer Zeit auch in den Ratssektoren einen Namen aber nicht als Alex, sondern als Starshadow. Meine Augen und die Tatsache, das mich niemand fassen konnte, verschaffte mir diesen Namen. Ich habe ihn mir nicht selbst gegeben. Ich habe niemandem meinen Namen gesagt, auf der Citadel kannten mich alle nur als Starshadow. Es dauerte eine ganze Zeit bis ich die Informationen über Kolyat bekam. Das gab mir nur Zeit mich in allem zu verbessern, was ich kann und mir neue Fähigkeiten anzueignen.
Ich war bereits 19 Jahre, als ich eine Spur von Kolyat hatte, ich machte mich auf den Weg zu ihm. Er nahm einen Auftragsmord an. Thane zu liebe wollte ich verhindern, dass er ihn auch zu ende bringt. Also reiste ich zurück nach Omega. Sein Auftraggeber war leicht zu finden. Er war einer der reichen und skrupellosesten Leuten, die sich in den dreckigsten Clubs umher trieben. Ich ging zu ihm rüber, setzte mich an seinen Tisch und sprach ihn an: „Sie haben vor kurzem einem Drell einen Auftrag erteilt.“ „Ja, und?“, antwortete er mit einer sehr dunklen Stimme. Ich grinste ihn an und sagte: „Den Auftrag kann ich mit Sicherheit schneller, effektiver und unauffälliger erledigen, als der Drell. Er ist noch unerfahren und ein Neuling.“ „Warum sollte mich das jetzt interessieren? So lange der Job erledigt wird, ist mir egal wie.“ Er war ziemlich hartnäckig, aber selbst reiche Schnösel sind geizig. „Wenn sie mir den Job geben, dann brauchen sie mir nur die Hälfte von dem Zahlen, was sie dem Drell zugesprochen haben.“, sagte ich mit einem etwas falschem Grinsen. Ich erkannte schnell, das er darüber nachdachte. Schließlich sagte er: „Okay. Das ist ein Deal. Wenn sie mich überzeugen, habe ich vielleicht noch den einen oder anderen Job für sie.“ „Schicken sie mir die Infos und einen detaillierten Tagesplan der Zielperson.“, sagte ich und ging.
Ich beobachtete Kolyat, wie er sich für den Auftrag vorbereitet. Ein Anfänger durch und durch. Ich hatte bereits meine Informationen erhalten, bin sie auch schon durchgegangen und hatte auch schon einen Plan.Einige Tage später erledigte ich den Job, ging zu dem Auftraggeber und erhielt meine Credits.
Ich reiste Kolyat quer durch die Galaxie hinterher und versaute ihm einen Job nach dem anderen. Das ging einige Jahre so weiter. Ich beobachtete ihn aus dem Dunklen heraus. Ich hatte noch keine Kontaktdaten von Thane, um ihm von seinem Sohn zu erzählen.
Vier Jahre sind bereits vergangen und ich war nun 23 Jahre alt, als Kolyat sich auf den Weg zur Citadel machte, dort würde ich mit einem von Thanes Kontakten reden, um an seine Adresse zu bekommen.
Auf der Citadel angekommen, wusste Kolyat genau wo er hin möchte und ich folgte ihm. Da erkannte ich das wir den selben Kontakt hatten „Maus“. Kolyat hatte ein Hologramm von einem Kind, worauf Maus ziemlich verwundert reagierte.Von ihm bekam er den Namen eines Auftraggebers. Elias Kelham. Den Namen hab ich schon mal gehört. Er ist ein absolut kriminelles Arschloch und sehr gefährlich. Er besticht die C-Sicherheit, um seine Geschäfte hier auf der Citadel machen zu können.
Nachdem Kolyat und Maus sich verabschiedeten, knöpfte ich mir Maus vor. Ich tippte ihm auf die Schulter, als er sich umdrehte griff ich nach ihm, um ihn einzuschüchtern. „Welchen Namen hast du dem Drell gegeben Maus?“ „Woher kennen sie meinen Namen?“, fragte er etwas ängstlich. „Sag mir einfach den Namen.“ „Das kann ich nicht, es geht hier um sehr gefährliche Leute. Die können mich einfach verschwinden lassen.“ Ich kam ein Stück näher zu ihm ran und sagte: „Ich kann dich auch verschwinden lassen. Ich bin gefährlicher als die meisten anderen Leute hier auf der Citadel.“ Maus überlegte kurz und sagte dann: „Okay.“ Ich ließ ihn los. „Der Name des Auftraggebers ist Elias Kelham.“ „Geht doch. Warum hast du ihm einen Job verschafft?“, fragte ich ihn. „Er hatte ein Holo von einem Mann der mir damals als Kind Halt und Schutz gab.“ Ich nickte und fragte: „Haben sie die Kontaktdaten von Thane Krios?“ Als ich das sagte, sah er mich mit großen Augen an. „Woher kennen sie Krios?“, fragte er mit leiser Stimme. In einem sanften Ton antwortete ich: „Wir haben eine gemeinsame Vergangenheit.
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