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Mass Effect: Another Woman

von SannaPain
GeschichteSci-Fi / P16 / Gen
Commander Shepard OC (Own Character) Thane Krios
14.07.2016
15.09.2020
21
39.488
5
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18 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
15.07.2016 2.168
 
Kapitel 2 Verschleppt

Nach Dianas Tod, verbrachte ich ein Jahr meines Lebens auf der Straße und niemanden kümmerte es. Ich kam dennoch ganz gut klar. Es war allerdings sehr hart dort. Ich habe mich mit anderen Straßenkindern angefreundet und verbrachte dann die Zeit in Gesellschaft. Ich habe lange versucht meine Biotik zu kontrollieren. Gestern war mein siebter Geburtstag. Ich kann nicht glauben das mein Vater erst vor zwei Jahren gestorben ist. Die Zeit zieht sich wie ein Kaugummi, wenn man kaum Ziele hat, die man erreichen möchte. Meine Freunde und ich gingen eines Abends durch ein paar ziemlich dunkle Gassen, als mir Geräusche in die Ohren drangen, die ich leider nur zu gut kannte. Die Gruppe spaltete sich und alle liefen umher. Ich lief den Gang bis zum Ende durch, wo mir zwei bewaffnete und gepanzerte Männer den Weg versperrten. Es war zwar dunkel aber ich konnte deutlich das Cerberus Logo auf ihrer Panzerung erkennen. Sie packten mich und drückten mir eine Art Maske auf das Gesicht. Dann wurde ich ohnmächtig.
Ich wachte in einem sehr dunklen Raum auf. Ich konnte nicht das geringste sehen und mir war auch noch etwas schummerig, von dem Gas, welches mir verabreicht wurde. Ich sah lediglich ein schwaches Licht durch ein kleines Fenster in der Tür scheinen, als plötzlich alle Lichter in dem Raum angingen. Im ersten Moment konnte ich nichts sehen, doch dann wurde meine Sicht klarer und ich erkannte das ich in einer Zelle bin mit einem kleinen Bett und einem Tisch, ich sah noch eine Tür und schaute rein. Dort befand sich ein kleines Badezimmer. Ich war furchtbar verwirrt, als sich plötzlich die Tür öffnet. Eine schlanke Frau kam rein und schaute mich an. „Folge mir.“, sagte sie und drehte sich wieder um. Ich wusste nicht so recht was ich davon halten soll und folgte ihr. Wir gingen durch einen Gang mit vielen Türen. Am Ende des Ganges war eine weitere Tür, welche sich öffnete. Da erkannte ich, das es ein Fahrstuhl war. Wir gingen hinein und die Türen schlossen sich. Wir fuhren nach unten. In den Keller? Was sollen wir da? Als sich die Türen wieder öffneten, erkannte ich das es sich dort um eine Art Labor handelte. Wir gingen weiter und in einen Raum hinein. Dort war eine Fensterscheibe, durch die ein anderer Raum zu sehen war, mit Bildschirmen darin. Eine Tür führte dort rein. Die Dame machte sie auf und sagte: „Geh rein und warte dort!“ Ich ging hinein und schaute mich erst einmal um. Es gab dort viele Bildschirme und Kabel, die an Computern angeschlossen waren. Die Dame von vorher kam zu mir und eine Stimme aus Lautsprechern sagte: „Dir werden jetzt verschiedene Kabel angelegt, mit denen wir deine Werte messen. Du wirst in den Bildschirmen viele verschiedene Bilder sehen und sie einfach auf dich wirken lassen.“ Während die Stimme sprach schloss die Frau mich an den Monitoren an und ging dann raus. Der Raum wurde dunkel und die Bildschirme flimmerten auf. Dort waren schöne Bilder zu sehen. Natur, Tiere, Familien, die Erde und vieles mehr. „Gut! Das war der erste Test. Jetzt werden wir dir Bilder zeigen, welche etwas anders sein werden, als die Vorherigen!“, sagte dann die Stimme aus den Lautsprechern. Kaum hat sie zu ende gesprochen, tauchten auch schon die ersten Bilder auf den Bildschirmen auf. Es waren sehr schockierende Bilder vom Krieg, Leichen auf den Straßen, zerrissene Familien. Ich merkte bereits das diese Bilder etwas in mir auslösten. Aber als ich das Bild von meinem toten Vater auf den Straßen unserer Kolonie sah, hatte ich mich nicht mehr unter Kontrolle und die Biotik explodierte in mir. Als ich die Augen wieder öffnete, war der Raum komplett zerstört. Ich habe sämtliche Geräte darin zerlegt. Ich saß in der Mitte des Raumes und weinte. Ich konnte nicht anders und habe alles raus gelassen. Die Stimme sprach wieder zu mir: „Okay. Danke für diesen Anblick. Besser als wir erwartet hatten.“ Die Frau, deren Namen ich noch immer nicht kannte, packte mich am Arm und führte mich aus dem Raum und wieder zurück in meine Zelle. Ich saß nur auf dem Bett , weinte und fragte mich, wie sie an ein Bild von meinem Vater kamen.
Nach ein paar Stunden wurde ich ruhiger und hörte auf zu weinen. Als die Tür aufging, hob ich meinen Kopf und schaute sie an. „Komm, es gibt etwas zum Essen.“, sagte sie zu mir und trat zur Seite. Ich stand langsam von meinem Bett auf und ging zur Tür. Sie führte mich durch einen Gang in einen großen Speiseraum. Dort waren viele Tische und Bänke, auf denen Kinder saßen. Ich dachte bis zu diesem Zeitpunkt, dass ich allein bin, aber da hatte ich mich wohl geirrt. Ich ging zu eine Art Theke und nahm mir ein Tablett, einen Teller und Besteck und füllte mir etwas zu Essen auf. Jedenfalls schien es etwas zum Essen zu sein, aber es sah nicht danach aus. Ich setzte mich neben einen Jungen, der sehr erschöpft aussah und fragte ihn: „Geht es dir gut?“ Er schaute mich schockiert an und sagte: „Du bist wohl neu hier.“ Ich nickte und fragte mich warum er so reagierte. „Wir schließen untereinander keine Freundschaften, geschweige denn reden mit einander.“, sagte er dann zu mir. Etwas verwirrt frage ich: “Warum nicht?“ „Sie lassen uns gegeneinander kämpfen und Freunde lassen sie als erste im Kampf gegeneinander antreten.“ „Sie lassen uns gegeneinander kämpfen?“ „Ja!“ Ich sah das die Frau zu uns kam und sie sagte lächelnd: „Wie ich sehe, werden hier schon erste Kontakte geknüpft.“ Der Junge antwortete schnell: „Nein, Ma'am! Sie hat nur gefragt, ob sie sich hier her setzten kann.“ „Das ist aber schade. Freunde sind wichtig im Leben.“, sagte sie mit einem schiefen Grinsen im Gesicht und ging weg.
Nach dem Essen wurden wir von Soldaten in unsere Zellen geführt und ich sah das der Junge in der Zelle neben mir ist. Der Soldat schubste mich in meine Zelle, schloss sie und sperrte ab. Ich ging dann in das Badezimmer, um mich frisch zu machen. Als ich wieder zurück kam, hörte ich ein leises klopfen und sah in der Ecke ein kleines Loch aus dem ein Zettel ragte. Ich nahm ihn und las was darauf stand. Meine Reaktion in der Kantine tut mir wirklich leid, aber ich will nicht mit jemanden kämpfen und ihn verletzen oder töten. Ich bin Dwight und in unseren Zellen sind keine Kameras, aber wir dürfen nicht reden, weil sie uns dann draußen hören. Ich las den Brief und las ihn nochmal. Ich suchte nach etwas mit dem ich schreiben kann und fand auf dem Tisch Papier und Stifte. Ich nahm mir einen Stift und schrieb. Ich bin Alex. Ich habe angst, was ist das für ein Ort? Ich schob den Zettel in das Loch in der Ecke und wartete. Nach ein paar Minuten kam eine Antwort. Ich las sie durch und schrieb ihm wieder zurück. Wir schrieben uns bis wir schlafen gingen. Zum Schluss schrieb er mir noch den Hinweis, dass wir keine Blicke austauschen dürfen oder anders zeigen, dass wir uns miteinander unterhalten haben, damit sie es nicht raus bekommen und uns gegen einander im Kampf antreten lassen.
Die Wochen und Monate vergingen und wir schlossen eine tiefe Freundschaft, eine geheime Freundschaft, die mir durch diese Zeit half und Dwight auch. Wir haben viele Qualen ertragen müssen und mussten gegen andere Kinder kämpfen. Wenige Wochen nach meiner Ankunft hier habe ich schon meinen ersten Kampf erlebt und auch gleich ein anderes Kind getötet. Ich fragte Dwight, ob es leichter würde und er verneinte, aber man würde mit der Zeit damit umgehen können und lernen seine Gefühle zu verstecken und zu verschließen. Ich lernte die Station in den Jahren gut kennen und kannte ziemlich jeden Winkel hier. Was erstaunlich war, da mir Drogen verabreicht wurden, um meine Biotik zu verstärken, was auch funktioniert hat. Ich saß in meiner Zelle und wartete darauf, dass etwas passiert. In dem Moment ging auch schon die Tür auf und ein Soldat signalisierte mir ich solle nach draußen gehen. Er ging vor und ich wusste bereits nach wenigen Metern wo wir hin gehen. Er würde mich in die Arena bringen und dort werde ich dann wieder eines der anderen Kinder töten müssen. Sie ließen uns nie aus der Arena bevor einer von uns tot oder extrem erschöpft und nicht mehr zu einem Kampf fähig war. So wollten sie die Schwachen aussondern. Als wir in die Arena traten sah ich, gegen wen ich antreten musste und blieb schockiert auf der Stelle stehen. Dwight stand in der Mitte der Arena und wartete schon auf seinen Gegner. Er schien nicht sonderlich erstaunt darüber zu sein, das ich es war. Ich ging zu ihm: „Dwight?“ Er blickte mich mit Tränen in den Augen an: „Sie haben raus gefunden das wir uns angefreundet haben und gleich den Kampf organisiert.“ „Aber wie?“, fragte ich den Tränen nah. „Sie haben in meiner Zelle die Briefe gefunden, als wir beim Essen waren“, antwortete er und ließ den Kopf hängen. Die Stimme des Professors drang aus den Lautsprechern: „Dann wollen wir mal sehen wer stärker ist.“ Natürlich wird der Kampf solange gehen, bis einer von uns das Atmen eingestellt hat. „Ich werde nicht gegen dich kämpfen.“, sagte ich zu Dwight. „Wir müssen, sonst töten sie uns beide.“ „Sie können uns nicht beide töten, dafür sind wir zu wichtig für die Forschung.“ „Okay, dann werde ich mich nicht wehren. Ich bin sowieso zu schwach. Ich habe keine Chance gegen dich.“, sagte er und ging ein paare Schritte rückwärts. Ich schüttelte den Kopf. Ich ging auf ihn zu und flüsterte ihm ins Ohr: „Ich werde nicht gegen dich kämpfen. Wir werden uns hin setzen und warten was passiert. Sollten sie uns beide erschießen, dann habe ich es, für meinen Teil, wenigstens hinter mir.“ Er nickte und wir setzten und auf den Boden. „WAS MACHT IHR DA? IHR SOLLT KÄMPFEN!“, dröhnte es aus den Lautsprechern. „Nein! Werden wir nicht. Erschießt uns doch, wenn ihr damit nicht einverstanden seid!“, rief ich zurück. Plötzlich sprang die Tür hinter uns auf und wir schreckten hoch. Zwei bewaffnete Soldaten kamen auf uns zu und zielten auf uns. Wir nickten uns nur zu und griffen sie mit unserer Biotik an. Er setzte Singularität ein und ich gab ihnen mit Warp den Rest. Dann rannten wir die Tür hinaus und sahen uns um. Die anderen Kinder die das beobachtet hatten, griffen die anderen Wächter an und nutzen deren Verwirrung. Wir hatten mit dieser kleinen Aktion und etwas Mut einen Aufstand anzetteln können. Ich nahm den stark geschwächten Dwight an die Hand und rannte mit ihm durch Gänge und Türen. Wir kämpften uns einen Weg nach draußen. Die anderen Kinder folgten uns. Als wir aus der Station raus waren, lösten sich alle von einander und rannten in verschiedene Richtungen. Ich hielt Dwight immer noch bei der Hand und rannte mit ihm so schnell und so weit wir konnten.
Nach ein paar Kilometern kamen wir in einen Wald und rannten noch weiter tief hinein. Als wir an einen kleinen Bach kamen, hielten wir an und ich dreht mich zu Dwight um. Er sah erschöpft aus. Ich half ihm zu dem Bach und nahm mit den Händen etwas Wasser auf und ließ ihn aus meiner Hand trinken. Er schien erschöpft aber trotzdem gut bei Kräften zu sein. „Das war mutig von dir.“, sagte er zu mir mit einem Lächeln. Er ließ mir aber keine Zeit zum antworten, denn er gab mir einen Kuss. Ich merkte wie ich rot anlief und lächelte nur.
Nachdem wir uns beruhigt hatten gingen wir etwas durch den Wald, damit sie uns nicht so leicht finden können. Hinter einigen Bäumen sahen wir ein Shuttle von Cerberus, schnell blieben wir stehen und versteckten uns hinter einem Baum, damit sie uns nicht entdeckten. Plötzlich hörte ich einen Schuss und Dwight sackte zu Boden. Ich blickte mich schnell um und sah drei Cerberus Soldaten auf mich zu kommen. Ich setzte Warp ein. Ein vierter Schoss auch auf mich. Ich hatte Glück, dass er mich nicht getroffen hat. Ich aktivierte eine biotische Barriere, während er auf mich schoss. Dann setzte ich eine Schockwelle ein und traf ihn. Er flog nach hinten und ich rannte zu einem, am Boden liegenden, Soldaten, griff mir seine Waffe und schoss auf den gepanzerten Mann, der sich wieder aufgerappelt hatte. Die Waffe schmiss ich bei Seite, stürmte auf Dwight los und fiel vor ihm zu Boden. „Du musst in das Shuttle und weg von hier.“ Unter Tränen sagte ich:„Nein! Ich kann dich hier nicht alleine lassen.“ Doch es war zu spät. Er lag leblos vor mir. „Oh, nein!“ Die Verzweiflung kroch in mir hoch. Doch ich wollte nicht entdeckt werden und griff Dwight bei den Armen und zog ihn in das Shuttle, schloss die Türen und setzte mich auf den Pilotensessel. Ich sah ein Knopf auf den Autopilot stand. Ich drückte auf den Knopf und gab Omega in die Konsole ein. In dem Shuttle hatte ich viel Zeit zum nachdenken.
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