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Mass Effect: Another Woman

von SannaPain
GeschichteSci-Fi / P16 / Gen
Commander Shepard OC (Own Character) Thane Krios
14.07.2016
15.09.2020
21
39.488
5
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13.03.2018 2.186
 
Kapitel 17 Abrechnung


„Wir warten.“, wurde Thane ungeduldig.
Zu Wort meldete sich derjenige, der seine Waffe auf mich gerichtet hielt: „Ihr könnt warten bis ihr schwarz werdet. Wir sagen nichts.“
„Na zum Glück brauchen wir euch nicht. Viele Möglichkeiten gibt es hinter dieser Tür ja nicht mehr.“, mischte nun auch Shepard mit.
Okay..darauf wollten sie mir keine Antwort geben, da ich auch keine brauchte, versuchte ich eine andere Frage: „Was wollt ihr hier?“
Die beiden versteiften sich und dachten nicht im Traum daran uns eine Antwort zu geben. Also drückte ich dem einen meine Pistole fester gegen den Hinterkopf.
„Au! Verdammt, wir wissen nicht, was unser Boss von dem Typen will.“, wurde dieser dann panisch.
Sein Kollege sagte ergänzend und etwas nervöser: „Uns wurde nicht das Geringste gesagt.“
„Na dann brauchen wir euch ja nicht mehr.“, sagte ich und zog den Finger am Abzug etwas an.
Hysterisch rief der Mann vor mir: „Nein Hey! Warte!“
Das funktionierte fast immer. Wenn nicht, dann...nun dann betätigte ich den Abzug. Ich lockerte meinen Griff um seinen Nacken und sagte: „Ich höre.“
„Wir wissen nur das es etwas persönliches ist und wir Sie von ihm fernhalten sollen.“
„Was weiß er über mich und wer ist sein Informant?“, fragte ich als nächstes, da es wichtig für mich war zu wissen, was er über mich wusste und es mich einfach interessierte.
„Nur Ihren Namen und das was man über Ihre Fähigkeiten weiß.“, war die Antwort des Mannes, der mir ins Gesicht sehen konnte, aber mittlerweile seine Waffe gesenkt hatte und nicht mehr auf mich zielte.
„Wer ihm die Infos gegeben hat, wissen wir nicht.“, ergänzte sein Kollege.
Ich deutete gerade an abzudrücken, als Shepard mich am Arm hielt und sachte mit dem Kopf schüttelte.
Mit einem genervten Blick ließ ich den verängstigten Söldner los und beide konnten gehen.
„Die sind definitiv noch nicht lange dabei. Ein Profi hätte nicht so gesungen wie die.“
Wir gingen durch die Tür und kamen in einen weiteren kleinen Gang, der eine Abzweigung nach links aufwies.
„Also? Wo gehen wir lang?“, fragte ich die beiden Männer neben mir. Irgendwie war ich ein klein wenig entspannter, als vorher, dass sollte sich allerdings wieder ändern.
Ich öffnete wieder den Plan und schaute nach, wo wir lang mussten.
„Alles klar“, ich schloss das Holo wieder: „Wir gehen erst mal nach links. Da ist nur ein Raum.“
Shepard und Thane hielten ihre Gewehre schussbereit. Ich zog meine Pistole und ging voran. Es waren nur wenige Schritte, bis wir an einer Tür halt machten.
Gerade als ich sie öffnen wollte, hörte ich Stimmen.
„Was ist?“, fragte der Commander mich.
„Stimmen.“
Ich halfterte meine Waffe und holte den Gebäudeplan wieder vor. Ich konnte sehen, das dieser Raum auch Videoüberwacht war.
„Vielleicht kann ich mich von hier aus in die Überwachung hacken.“
Es war etwas kniffliger als die Tür zu knacken, aber ich schaffte es ein Bild zu bekommen. Zu sehen waren zwei Männer. Der Eine war definitiv ein Söldner und so wie es aussah unser Freund Snake, denn vor ihm saß der Doktor. Er war um einiges gealtert, aber ich erkannte ihn. Er kniete auf dem Boden und schien die Hände auf dem Rücken gefesselt zu haben. Ich konnte gut erkennen, dass der Raum um eine Ecke führte, was ich für mich nutzen konnte.
„Sie sind da drin. Beide.“ Shepard und Thane machten sich schon bereit rein zu gehen, aber ich hielt sie auf: „Nein. Ich hab gesagt ich mach das allein und das habe ich ernst gemeint.“
„Sie wissen, dass Sie sich auf uns verlassen können?“, wollte Shepard mich wissen lassen.
„Ja, das weiß ich, aber ich muss das allein machen.“
Während von Thane keine Reaktion kam, nickte Shepard mir leicht zu. Dies nahm ich als Zeichen, dass er einverstanden war. Thane schien aber nicht ganz zufrieden damit zu sein.
Ich zog mir meine Bandana Maske ins Gesicht, meine Waffe aus dem Halfter und öffnete die Tür. Bevor ich mich tarnte sagte ich zu den beiden noch: „Es wird sicher nicht lange dauern.“
Getarnt betrat ich den Raum. Ich hörte den Doktor leise flehen aber mehr auch nicht. Als ich um die Ecke kam, sah ich die Szenerie.
Der Arzt kniete noch immer auf dem Boden und Snake hockte mit gezogener Pistole vor ihm.
„Ich würde dich zu gerne einfach erschießen, aber wo wäre da der Spaß?“, sprach gepanzerte Mann.
Ich näherte mich den beiden Männern auf leisen Sohlen. Durch seinen Helm wurde seine Stimme leicht verzerrt und sie klang anders, als vorhin noch.
„Außerdem müssen wir ja noch auf unsere kleine Freundin warten.“, während er das sagte, erhob er sich.
Ich stand nun direkt hinter ihm und zielte auf seinen Kopf.
„Scheint mir aber so als müssten wir nicht mehr allzu lange warten.“
Er drehte sich um und schien mich direkt anzuschauen. Ich enttarnte mich und zeigte mich dem Mann vor mir.
Gerade als ich abdrücken wollte, schlug er meine Waffe bei Seite und mir mit der Faust ohne Umwege ins Gesicht.


Währenddessen:

Thane:
Hier zu warten, während Alex allein da drin war machte mich fast wahnsinnig. Sie war die ganze Zeit schon komisch, irgendwie zerstreut und nicht ganz bei der Sache. Gerne wäre ich einfach rein gegangen und hätte sie bei dem unterstützt, was sie tun wollte oder ihr zumindest die Entscheidung es zu tun erleichtert. Ich hatte Kolyat damals schon im Stich gelassen und er konnte mir nicht verzeihen. Alex sollte es nicht auch so ergehen, es reichte schon, dass ich sie auf der Citadel allein ließ und sie sich verpflichtet fühlte, meine Probleme mit meinem Sohn in die Hand zu nehmen. Ich und mein Fehler waren der Grund, aus dem sie sich als Auftragskiller anbot und diesen Weg einschlug.
„Ist alles in Ordnung mit Ihnen, Thane?“
„Es passt mir nicht, sie da allein drin zu lassen.“
„Warum?“
„Wir kennen den Mann nicht, mit dem sie da drin ist. Sie könnte längst tot sein.“
„Vertrauen Sie ihr so wenig?“
Auf diese Frage konnte ich keine Antwort geben. Es war nicht so, dass ich ihren Fähigkeiten nicht traute, nur ihrem Urteilsvermögen in dieser Situation.
„Thane, Alex ist all die Jahre gut allein klar gekommen. Ich verstehe das es etwas gibt, dass sie beide verbindet aber vertrauen sie ihr. Sie schafft das. Sie hat beeindruckende Talente und ist kampferprobt. Sie schafft das.“
„Ja...Sie haben recht.“
Als ich das ausgesprochen hatte, ertönte ein ohrenbetäubender Knall aus dem Raum, der sich nach einem Schuss anhörte.
Shepard und ich starrten uns entgeistert und schockiert an und wir stürmten beide durch die Tür.

Alex:
Der Schlag ließ mich kurze Zeit Sterne sehen und ich knickte leicht weg.
Aber so einfach lasse ich mich nicht ausknocken. Schnell fing ich mich wieder und konnte einen weiteren Angriff abwehren. Ich verdrehte ihm den Arm, mit dem er nach mir greifen wollte und mit einem gekonnten Schlag an die, recht ungeschützte Kehle, taumelte er schwer atmend nach hinten. Nun schien es ihm zu reichen. Er raffte sich genauso schnell auf, wie ich zuvor. Ich sah sofort was er vor hatte und reagierte augenblicklich, während er seine Waffe zog und auf mich zielte, zog ich mein Katana hielt es ihm an den Hals, da er mir ja meine Pistole abgenommen hatte.
Nur wenige Sekunden schauten wir uns an, als er seinen Blick auf das Schwert senkte und es zu begutachten schien. Nach einer gefühlten Ewigkeit, hob er ruckartig seinen Kopf und ließ seine Pistole langsam sinken. Skeptisch schaute ich mir das Ganze an und verstand nicht was hier los war.
„Alex?“, flüsterte der Mann vor mir und richtete seine Waffe nun ganz auf den Boden. Er wollte ein Stück auf mich zu kommen, aber ich versteifte mich augenblicklich, was er bemerkte und als Anlass sah, seinen Helm abzunehmen.
Nun blieb auch mir der Mund offen stehen und senkte auch meine Klinge. Dabei nahm ich auch das Bandana von meinem Gesicht.
„Was machst du hier?“, fragte ich ihn dann ungläubig.
„Werde ich hier Zeuge eines emotionalen Zusammentreffens? Das ehrt mich.“
Augen verdrehend richtete mein Gegenüber seine Waffe auf den Doktor und schoss dem Mann direkt neben den Kopf in die Wand, damit dieser Ruhe gab.
„Nächstes Mal ist es ein Bauchschuss.“, erklärte er dem Mann dann bedrohlich.
Kaum einen Augenblick später kamen auch schon Shepard und Thane rein gestürmt und hielten ihre Gewehre im Anschlag und den Lauf in Richtung des bewaffneten Mannes.
„Nein!“ Ich stellte mich ihnen in den Weg und hob meine freie Hand, um sie zu stoppen.
Die Beiden sahen mich verwirrt an.
„Shepard, Mr. Krios. Das...ist Nathan, ein Freund aus alten Zeiten.“ Jetzt schienen sie gänzlich verwirrt zu sein, denn sie sahen sich beide fragend an und dann zwischen mir und dem Suns Söldner hin und her. Nathan halfterte nun seine Waffe und kam auf uns zu.
Besonders Thane traute der Sache nicht, das sah man ihm deutlich an, denn er wollte seine Waffe nicht gänzlich senken.
„Nathan Clark. Freut mich sie kennenzulernen.“, stellte Nathan sich vor und lächelte die Beiden an.
„Commander John Shepard“, stellte dieser sich vor und zeigte dann auf Thane: „Thane Krios. Also, hat einer von ihnen Beiden vor uns zusagen was hier los ist?“
Ich drehte mich zu Nathan um und schaute ihn nun auch fragend an: „Das würde ich aber auch gerne wissen.“
Er sah kurz den Arzt an und führte uns dann von diesem weg, in Richtung Tür, sodass wir außer Hörweite waren.
„Ich habe ewig nach ihm gesucht. Er ist für den Tod eines...guten Freundes verantwortlich. Von meinem Informanten habe ich erfahren wo er sich aufhält. Er hat mir auch gesagt, dass du ebenfalls hier sein wirst.“
„Wenn Sie das wussten, warum haben Sie Alex dann geschlagen?“ Thane sah mich an und deutete auf meine Unterlippe. Ich hatte gar nicht bemerkt, dass sie aufgeplatzt war und leicht blutete.
„Nun..ich wusste zwar das Starshadow hier sein würde, aber ich wusste nicht, wer sich dahinter verbirgt. Hätte ich gewusst das es Alex ist, dann hätte ich es euch nicht so schwer gemacht.“ Thane traute ihm nicht. Ich verstand ja das es besser ist vorsichtig zu sein, aber eine derartige Abneigung hatte wenig mit Vorsicht zu tun, also wandte ich mich wieder zu Thane und Shepard und sagte: „Ähm..ich glaube es wäre besser, wenn sie beide uns allein lassen würden.“
Shepard nickte nur verstehend und nahm Thane mit sich. Ich für meinen Teil drehte mich wieder zu Nathan und fragte dann: „Und wie regeln wir die Sache jetzt?“
Er zog die Schultern an und sagte: „Ich weiß nicht. Sag mir doch was du von diesem Abschaum willst.“
„Nun was du mit ihm vor hast weiß ich nicht, aber ich will ihm mit vergnügen eine Kugel in den Kopf jagen.“
„Und warum?“
Ich ging zu dem Fenster, welches gegenüber der Tür lag und mich in eine große Halle blicken ließ. Nathan trat neben mich und sah ebenfalls aus dem Fenster.
„Du weißt doch, dass ich als Kind in einer Forschungseinrichtung war? Nun...er hat die Experimente durchgeführt und die Forschungen einige Jahre später wieder aufgenommen. Vorhin habe ich gesehen, dass er noch immer weiter gemacht hat. Das muss aufhören.“
„Und du siehst das als deine Aufgabe?“
„Ja.“
Ein kurzes Schweigen herrschte zwischen uns, bis er es war, der die Stille durchbracht: „Na dann sollte dir die Ehre zu teil werden.“
Während er das sagte, brachte er mir meine Waffe und händigte die mir aus. Ich nahm sie an und schaute ihm fragend in die Augen. Seine Antwort war ein einfaches leichtes Kopfschütteln: „Tu es einfach.“
„Aber er hat einen Freund von dir getötet.“
„Vertrau mir einfach.“
„Das wird sie nicht.“, kam es dann aus der Ecke von dem Doktor. Beide warfen wir ihm einen bösen Blick zu.
Langsam bewegte ich mich auf den Mann zu und sagte dabei: „Und was macht Sie da so sicher?“
„Du bist nicht der Typ dafür. Ich kenne dich.“
„Einen Scheiß kennen Sie.“, mit diesen Worten schoss ich ihm in den Kopf.
Ich ließ die Hand mit der Waffe darin sinken, während mein Herz unfassbar schnell in meiner Brust schlug.
„Alles klar bei dir?“, fragte Nathan dann mit leiser Stimme. Ich zwang mich zu einem Lächeln, ging zu ihm, während ich meine Pistole halfterte und sagte: „Das sollte eigentlich nicht so schnell gehen.“
„Das passiert uns allen mal.“
Irgendwie fühlte ich mich schlecht. Nathan hatte durch diesen Mann einen Freund verloren und ich nahm ihm die Gelegenheit damit abzuschließen.
„Wie war er so, dein Freund?“
„Er war schon ein echt cooler Typ.“, lächelte Nathan, in Erinnerungen schwelgend.
„Warum hast du mich die Sache erledigen lassen?“
Sein Blick fiel auf das Schwert, welches ich noch immer in der Hand hielt.
„Denkst du noch an ihn?“ Diese Fragen kam doch jetzt sehr unerwartet, aber ich antwortete trotzdem: „Bald täglich.“ Mit einem bitteren Geschmack im Mund sah ich auf die Klinge in meiner Hand und steckte diese nun weg.
„Du hast es mehr verdient, dem Kerl das zu geben, was ihm zusteht. Er ist für Dan´s Tod verantwortlich.“
Mir entglitten sämtliche Gesichtszüge, als Nathan seinen Satz beendet hatte. Minutenlang sahen wir uns an und das Einzige das meinen Mund verließ war: „Wie?“
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