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Mass Effect: Another Woman

von SannaPain
GeschichteSci-Fi / P16 / Gen
Commander Shepard OC (Own Character) Thane Krios
14.07.2016
15.09.2020
21
39.488
5
Alle Kapitel
18 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
16.02.2018 2.106
 
Okay....also zwischen schlaflosen Nächten und vollen Windeln, habe ich es tatsächlich geschafft ein halbwegs akzeptables Kapitel zu schreiben.
Ich habe mich diesmal wirklich etwas schwer mit dem Kapitel getan, aber ich musste endlich mal was zu Stande bringen.
Wie dem auch sei...ich hoffe es gefällt.

Lieben Gruß,
SannaPain


Kapitel 16 Countdown


Nervös saß ich in der Shuttlebucht und wartete darauf, dass wir endlich zu dieser Klinik aufbrachen. Nach all diesen Jahren bekam ich nun meine Chance diesem Bastard das zu geben, was er verdiente. Wir mussten nur noch ankommen und das auch noch vor dem Suns Söldner. Zu wissen wer der Kerl war, hätte mich etwas ruhiger gestimmt.
Kyle´s Informationen diesbezüglich waren nicht gerade ausführlich, aber es reichte, um zu wissen das der Typ gefährlich werden konnte.
Nun, ich musste mich wohl überraschen lassen. Es gefiel mir nicht so unvorbereitet an die Sache ran zu gehen, aber eine andere Wahl hatte ich nicht. Es fehlte die Zeit und die Möglichkeiten jetzt noch zu recherchieren. Alle anderen Notizen von Kyle waren jedoch sehr genau. Ich hatte sogar einen Grundriss der Klinik. Was uns im Notfall eine große Hilfe sein konnte.
Ich hasste Kyle. Er war einer dieser Menschen, die man sieht und sofort missbilligte, aber er verstand sich in seinem Job. Das musste man ihm lassen.
„Fleißiges Bienchen.“
Ich schreckte so heftig zusammen, dass es mir schon in den Gliedern weh tat und ich augenblicklich aufsprang. Shepard stand hinter mir und grinste sich frech ins Fäustchen.
Aus purem Reflex keifte ich ihn gleich an: „Sind Sie wahnsinnig geworden? Sie können mich doch nicht so erschrecken.“
„So wie es aussieht, kann ich es doch.“
„Mit Ihrer mürrischen Art bin ich besser klar gekommen.“, antwortete ich ihm schwer ausatmend.
„Tut mir leid. Ihnen gegenüber werde ich meine gute Laune abschalten.“, grinste er mich schief an.
„Oh bitte nicht.“, flehte ich dann den Commander an.
„Also Alex, wie geht es Ihnen?“
„Ich bin nervös.“, meine Stimmung wurde augenblicklich ruhiger, als meine Gedanken zu unserer nächsten Mission schwangen.
„Warum? Ist es nicht das was Sie wollten?“ Shepard und ich setzten uns auf einige Kisten.
„Nein, eigentlich nicht. Ich habe mich mit meiner Vergangenheit arrangiert und sie akzeptiert. Rache oder Vergeltung wollte ich nie.“
„Warum haben Sie sich dann so darauf eingeschossen?“
„Weil mich Jack´s Mission ziemlich aufgewühlt hat. Ich habe die ganze Zeit über daran denken müssen, was alles passiert war, damit ich zu der Person werde, die ich heute bin. Ich habe gesehen, wie es an Jack zerrte. Es kam einfach alles wieder hoch und ich weiß keine andere Möglichkeit damit abzuschließen.“
„Was halten Sie davon sich mal an Ihren eigenen Rat zu halten?“
Irritiert schaute ich den Commander an.
„Wie meinen Sie das?“
Shepard setzte sich aufrecht hin und begann mit seinen Ausführungen: „Alex, Sie haben mir gesagt, ich solle mich jemanden anvertrauen. Tun Sie das Selbe. Dr. Chakwas steht uns nicht nur bei physischem Schaden zur Seite.“
Okay, jetzt verstand ich.: „Shepard, das ist ja alles schön und gut. Vielleicht haben Sie sogar recht, aber ich bin nicht der Typ für so was.“
„Für was? Anderen Ihre Gefühle mitzuteilen? Das machen Sie doch aber bei mir.“
„Schon, aber das ist was anderes als eine Therapiesitzung.“, konterte ich und fügte noch leise hinzu: „Außerdem sind Sie genauso verkorkst wie ich.“ Ich schmunzelte ihm entgegen und ihm entfuhr ein leises Lachen. Dennoch war mir nicht ganz wohl dabei, dass er das Kind so beim Namen nannte. Er schien es bemerkt zu haben, also wechselte er schnell das Thema.
„Wie dem auch sei. Wie sehen die Informationen von diesem Kyle aus?“
Ich hielt ihm die Aufzeichnungen entgegen und während er sie studierte, begann ich zu erklären: „Gut, wir haben alle Infos die wir benötigen, sogar einen Bauplan der Klinik. Außer das er nicht viel über den Söldner raus finden konnte. Wenn der aber wirklich hinter dem Doc her ist, dann werden wir definitiv auf Widerstand stoßen.“
„Okay, na das ist doch mal was. Ach so, bevor ich es vergesse. Ursprünglich sollte Garrus auf diese Mission mitkommen, aber er ist noch nicht ganz wieder auf der Spur, also wird Thane uns begleiten, wenn das für Sie in Ordnung ist.“
Als Antwort bekam er ein Nicken von mir.
„Gut. Wir kommen bald an.“
Mir war es so egal wer uns begleitete. Ich wollte es einfach nur hinter mich bringen. Wobei ich sagen muss, dass es jetzt doch Thane war, der mitkam, stimmte mich doch etwas ruhiger. Ich vertraute ihm. Er war seit meiner Kindheit der Einzige dem ich je wirklich vertraut hatte und seit vielen Jahren eine Konstante, die mir Kraft und Mut gab.

Wir landeten gerade in der Nähe der Klinik, um nicht sofort von den Söldnern entdeckt zu werden.
Meine Nervosität stieg beinahe ins unermessliche und ich war mir nicht mehr ganz sicher, ob ich das wirklich wollte. Ob es wirklich mein Ziel war ihn umzubringen.
„Ist alles in Ordnung, Alex?“, hörte ich dann Thane`s Stimme hinter mir, als ich aus dem Shuttle stieg und stehen blieb.
„Ja. Lasst uns gehen“, ohne eine Antwort abzuwarten, setzte ich mich in Bewegung.
Wir kamen ohne Kampf oder Widerstand bei der Klinik an. Allerdings sah ich schon von weitem das Shuttle und ahnte bereits, dass es sich um den Suns Söldner handelte.
„Ich habe irgendwie das Gefühl, dass wir unsere Waffen brauchen werden.“, während ich das sagte, zogen die anderen beiden schon ihre Waffen.
Wir näherten uns dem Gebäude und Thane fiel etwas auf: „Die Tür wurde verriegelt. Entweder der Doktor oder die Suns.“
„Mir stellt sich weniger die Frage, wer es war, als wie bekommen wir sie auf?“
Noch während Shepard sprach halfterte ich meine Waffe und ging zu der Konsole, welche die Tür von außen steuerte. Mir fiel auf, dass sie mit einer Firewall gesichert war, aber nichts, was ich nicht beheben konnte. Was die Laien der Suns konnten, konnte ich schon lange und erst recht wieder rückgängig machen.
Ein paar schnelle Eingaben und auf war die Tür.
„Das ging jetzt schneller als erwartet“, grinste Shepard.
„Ein Kinderspiel.“ Mit einem Zwinkern zog ich erneut meine Waffe und ging voran.

Eine ganze Weile liefen wir durch die Klinik und orientierten uns dabei an den Grundriss, den ich von Kyle hatte. Irgendwie war es mir zu ruhig. Ich hatte mit viel mehr Widerstand gerechnet, oder überhaupt mit einer Gegenwehr.
In einem Raum, der mir schwer nach Labor aussah, fanden wir eine aktive Konsole. Shepard stellte sich davor und bediente diese. Zu sehen war eine Videoaufzeichnung. Eine Art Logbuch.
Mir blieb der Mund offen stehen. Es waren Aufzeichnungen zu Experimenten, ähnlich derer denen ich ausgesetzt war, aber etwas war anders.
„Das...sind Freiwillige“, stellte ich dann schockiert fest.
„Ja, sind es.“, auch Shepard schien es auch nicht fassen zu können.
Eine Aufzeichnung mit einer Frau wurde abgespielt. Sie schrie und schien unfassbar starke schmerzen zu haben. Ich konnte mir das nicht weiter ansehen. Wie konnte man sich so etwas freiwillig antun? Diese Menschen konnten unmöglich gewusst haben, welche Ausmaße das annahm.
Ich schaute mich noch in dem Raum um, konnte aber nichts weiter erkennen. Der Plan des Gebäudes verriet mir, dass wir in der Nähe eines Überwachungsraumes waren.
„Shepard, Mr. Krios. Hinter der nächsten Ecke befindet sich eine Videoüberwachung. Ich denke es wäre besser, wenn wir uns dort hin begeben. Das Gebäude ist riesig. Es könnte ewig dauern, bis wir ihn finden.“
Ich wartete nicht auf eine Reaktion, sondern ging einfach vor. Das alles war mir zu viel. Ich konnte nicht nachvollziehen, warum man sich so etwas freiwillig antat.
Als ich in dem Raum ankam, prüfte ich die Funktionalität des Systems. Dank der Aktivierung der Anlage hatte ich schnell Bilder auf den Monitoren.
„Geht es dir gut?“, hörte ich dann Thane´s Stimme hinter mir. Tief atmete ich ein und schwer wieder aus.
„Ehrlich gesagt....Ich weiß es nicht.“ Das alles machte mir doch mehr zu schaffen, als ich es war haben wollte.
„Alex, was ist los?“
„Ich weiß es wirklich nicht. Vielleicht nagt die ganze Geschichte doch mehr an mir, als ich dachte.“
„Denkst du denn, das jetzt durchzuziehen, macht es dir leichter?“
„Nein, nicht wirklich. Aber ich kann und will jetzt nicht zurück rudern. Ich muss das machen, bevor er noch mehr Menschen in den Tod reißt.“
„Es ist nicht deine Aufgabe ihn davon abzuhalten.“
„Ich will es aber.“
Ich lenkte meinen Blick wieder auf die Monitore und sah dann auch bald die ersten Suns. Sie verteilten sich auf zwei Räume und standen wache. Zwei waren vor einer Tür positioniert.
„Da. Dort wird er drin sein. Vielleicht wird er festgehalten“, ich stand auf und ließ Thane sitzen.
Shepard wartete schon auf dem Flur auf uns, als ich gefolgt von Thane aus dem Überwachungsraum kam.
„Haben Sie was sie wollten?“
„Ja. Es ist nur ein kleiner Trupp, mit dem werden wir leicht fertig. Allerdings glaube ich, dass dieser eine spezielle Mann mir Probleme machen wird.“
„Ihnen?“
„Ja, um den kümmere ich mich allein.“

Wir näherten uns dem Trupp auf leisen Sohlen. Hinter einer Wand gingen wir in Deckung und Shepard spähte um die Ecke, um die Lage einschätzen zu können.
„Es sind wirklich nicht viele.“
„Nein. Das kann nur zwei Gründe haben. Entweder es ist ein Spezialtrupp, der nur aus den Besten besteht oder ihr Truppführer ist dermaßen gut, dass ihm diese Männer nur als Kanonenfutter dienen“, erklärte ich den beiden und vergewisserte mich das meine Waffe geladen und schussbereit war.
„Und was trifft zu?“
„Das werden wir herausfinden, wenn wir da jetzt raus gehen.“
Ohne weitere Worte zu verlieren, ging Shepard schon um die Ecke und schoss einem der Söldner direkt in den Kopf.
„So kann man es auch machen.“ Thane und ich folgten dem Commander.
Thane ging hinter einem umgekippten Tisch in Deckung, während Shepard sich hinter einer Säule positionierte und ich gleich auf einen der Männer los ging, ihm den Arm nach hinten verdrehte und ihm in den Kopf schoss, nur um dann ebenfalls hinter einer Säule in Deckung zu gehen.
Es befanden sich nur etwa acht Mann in der kleinen Halle. Nach und nach schalteten wir einen nach dem anderen aus, bis keiner mehr übrig war.
„Also ich denke, die Theorie mit dem Kanonenfutter trifft hier zu.“, stellte ich meine Vermutung in den Raum.
Shepard sah etwas Überrascht aus: „Das war dann doch sehr einfach.“
Wir hörten ein leises Rauschen und wie jemand sprach: „Frank? Frank, was ist da bei euch los? Fuck Frank!“
Ich ging zu einem der Toten, nahm mir sein Funkgerät und sprach rein: „Frank ist etwas...indisponiert.“
„Fuck, wer ist da?“
Noch bevor ich antworten konnte, sprach eine andere männlich Stimme: „Ganz ruhig, Carl.“
„Mit wem habe ich denn jetzt da Vergnügen?“, fragte ich nun in das Gerät.
„Das sollte ich doch besser fragen. Sie haben immerhin mein Team ausgeschaltet, aber um nicht unhöflich zu sein. Mein Name ist Snake.“
„Ernsthaft?“, ich musste mir wirklich ein Lachen verkneifen.
„Starshadow ist besser, ja?“
Sofort verschwand mein Grinsen aus dem Gesicht: „Woher kennen Sie meinen Namen?“
„Nun...ich mache meine Hausaufgaben.“
Das Funkgerät schaltete ich ab und ließ es auf den Boden fallen.
Aus dem Augenwinkel sah ich Shepard neben mir auftauchen und er fragte: „Das ist nicht gut, oder?“
„Das er mehr Infos über mich hat, als ich über ihn? Nein, das ist nicht gut.“
Ich zog meine Waffe, lud sie nach und ging direkt weiter, ohne auf die anderen Beiden zu warten.
„Was denken Sie hat das für Auswirkungen?“
Thane antwortete anstatt meiner: „Wir wissen nichts über ihn. Kein Name, keine Hintergrundinformationen, nichts. Wir wissen nicht wie gut er ist. Wir konnten uns nicht vorbereiten und eine Vorgehensweise ausarbeiten. Er scheint einiges über Alex zu wissen.“
„Er hat einen Vorteil und wahrscheinlich schon einen Plan.“
„Genau so ist es, aber er scheint nicht mit ihnen Beiden zu rechnen. Das...ist ein Punkt für mich.“, hoffte ich doch noch auf einen Vorteil. Nach einem nicht sehr langen Gang, spähte ich um die Ecke und sah zwei bewaffnete Männer vor einer Tür stehen. Sie schienen aber nicht viel von Bewachung zu wissen oder zu halten und das obwohl sie wussten, dass eine bewaffnete Einheit hier war. Okay eigentlich nur eine bewaffnete Person, aber trotzdem. Sie standen mit dem Rücken zu uns, was es uns leicht machte sie problemlos zu überwältigen.
Ich hielt dem, der uns den Rücken zu gewandt hatte, meine Waffe an den Kopf. Sein Kollege schaute mich schockiert an und richtete auch gleich den Lauf seines Sturmgewehrs auf mich. Da hatte er die Rechnung aber ohne Shepard und Thane gemacht. Auch sie zielten direkt auf den Mann.
Ein triumphales Grinsen stahl sich auf meine Lippen und ich fragte: „Also Jungs, wo ist euer Boss?“
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