Mass Effect: Another Woman

von SannaPain
GeschichteSci-Fi / P16
Commander Shepard OC (Own Character) Thane Krios
14.07.2016
15.09.2020
21
39.488
5
Alle Kapitel
18 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
14.07.2016 471
 
Kapitel 1 Allein

Ich schaute meinen Vater an und fragte ihn, warum Mutter uns verlassen hat. Diese Frage stelle ich ihm nicht zum ersten Mal, ich habe ihn das schon öfter gefragt. Warum weiß ich aber nicht, denn ich weiß ja das sie bei meiner Geburt gestorben ist. Das war vor fünf Jahren.
Mein Vater starrte mich mit den traurigen Augen an, mit denen er mich immer ansieht, wenn ich ihn nach Mutter fragte. Doch Zeit zum Antworten blieb ihm keine, denn wir hörten Schreie und Schüsse. Mein Vater schreckte hoch und schaute sich um. Dann sah er es. Sklavenhändler, die dabei waren unsere Kolonie zu überfallen. Plötzlich packte er mich am Arm und zog mich in unser Haus, es war wunderschön. Da er und Mum wussten, worauf sie sich einlassen, als sie sich für eine Kolonie entschieden, baute Dad einen geheimen und versteckten Raum in unser Haus, genau für solche Situationen. Die Allianz würde uns nämlich nicht zur Hilfe kommen. Als er mich in die kleine Kammer setzte sagte er noch zu mir: „Alex, bleib hier und sei still. Egal was du hörst!“, dann ging er und verschwand.
Ich blieb eine ganze Weile dort. Ich weiß nicht wie lange aber ich wartete bis die Explosionen und Schüsse verstummten. Da mein Vater nicht mehr zurück kam, ging ich raus, um nach ihm zu suchen. Es lagen überall Trümmer und Leichen von den Menschen die ich kannte. Die Leute die nicht tot auf den Straßen lagen, wurden von den Sklavenhändlern entführt oder haben sich auch in ihren Häuser versteckt.
Einige Stunden lief ich umher, suchte meinen Vater und weinte, ich rief nach ihm, bekam aber keine Antwort. Meine Trauer und meine Wut wuchsen immer mehr. Mein Dad sagte immer ich solle ruhig bleiben, da ich meine Biotik noch nicht unter Kontrolle habe. Ich habe ihn nirgends gesehen und ich wurde immer aufgewühlter. Nach einer Weile habe ich ihn gefunden. Er lag leblos auf dem Boden, sie haben ihn erschossen. Offenbar hat er sich geweigert, sich von ihnen verschleppen zu lassen.
Ich saß nur wenige Minuten weinend an der Seite meines Vaters, als eine ältere Dame auf mich zu kam. Sie sah mich besorgt an und fragte dann: „Ist das dein Vater?“ Ich nickte nur und sie fragte weiter: „Ist deine Mutter hier irgendwo?“ „Nein. Sie ist schon lange tot.“, gab ich ihr zurück. Sie nickte nur, nahm mich an die Hand und brachte mich in ihr Haus. Seit diesem Tag habe ich dort bei ihr gelebt. Das Leben bei ihr war wunderschön und meinen Verlust über den Tod meines Vaters, habe ich gut, dank ihrer Hilfe, verkraften können. Nach einem schönen Jahren starb sie und ich war wieder allein und hatte niemanden mehr. Die alte Dame hatte sich rührend um mich gekümmert. Doch das Schicksal hat mir auch sie genommen.
Review schreiben