Mein Servamp

von Vici-chan
GeschichteFamilie, Freundschaft / P12
14.07.2016
14.07.2016
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Wann merkt man eigentlich,...
... wenn man Vertrauen bricht?


Du, Tsubaki?
Vertraust du mir? Oder misstraust du mir?
Was heißt es eigentlich zu vertrauen?
Wieso...? Wieso vertraut man? Wieso vertraut man einander?
Ist es, weil man sich dann so fühlt als hätte man jemanden?
Weil man sich nicht einsam fühlt?
Oder... um zu vergessen, dass man eigentlich niemanden hat?




- Rückblick -
Ich saß hier. Auf einer Schaukel. Auf irgendeinem Spielplatz.
Weggelaufen vor meiner Stieftante.
Das wollte ich nie. Ich wollte nie zu ihr. Nie das Mama stirbt.
,,Was ist los?'', vernahm ich eine Stimme neben mir. Neben mir auf der anderen Schaukel.
Ein Fuchs...? Ich sah diesen an.
,,Wieso weinst du?'', fragte er... irgendwie... besorgt...
,,Wer bist du?'', fragte ich vorsichtig.
,,Ich bin der 8. Servamp.'' - ,,Servamp...?'', wiederholte ich zaghaft und fragend.
,,Ein dienender Vampir.'', meinte er.
,,Hört sich irgendwie... witzig an.'', lachte ich...


,,Möchtest du bei mir bleiben?'', fragte der Fuchs.

Tsubaki,...
... ich... ich war... überglücklich...
... es hat mich... hat mich gefreut,...
... dass du mich... gefragt hattest...

... ich hoffe,... dass du nicht bereust...
... bereust mich damals gefragt zu haben...

Du, Tsubaki?
Wieso hattest du nie erzählt, von deinen Brüdern und deiner Schwester?
Wolltest du mich schützen?
Ich hätte sie gerne früher kennengelernt,...
... aber niemand konnte wissen, dass Mahiru der Eve der Trägheit ist...
Nächstes Mal... stehe ich neben dir und du kannst mich einfach voll quatschen...
... egal, ob wichtig oder unwichtig...
... du wirst dich danach besser fühlen...

Du, Tsubaki?
Darf ich dich rufen, wenn ich dich brauche?
Ja?
Dann rufe ich dich, sobald ich deine Hilfe brauche!

Weißt du,... ich habe so oft angefangen, dir zu schreiben,...
... aber jedes mal hörte ich kurz vorm Ende auf,...
... denn ich dachte und denke es immernoch,...
... sobald der Brief endet, wirst lachen, wie immer und meinen: 'Wie ermüdend.' oder 'Wie langweilig.'...
... davor habe ich Angst.


,,Warte...! Nii-san?!'', drang es an meine Ohren.
Ich nickte:,,Er ist der, von dem ich erzählt hatte, Tsubaki.''

Ich muss Schluss machen...
... immerhin rufst du nach mir.
Ich hoffe du wirst mir Vertrauen.
Auf Wiedersehen.

Deine
        Vici

P.S. Ich werde dir von den Briefen erzählen, sobald du wieder fragst...


,,Das hätte mir sofort auffallen müssen!'', meinte Tsubaki:,,Besonders wegen dem simpel und unkompliziert denken.''
Ich kicherte.
,,Ich wusste garnicht, dass du eine Schwester hast.'', meinte Kuro.
,,Du musst ja nicht alles wissen, Kuro!''
,,Schön lächeln und winken Männer, schön lächeln und winken.'', meinte ich grinsend.
,,Was?'', fragen Mahiru und Tsubaki.
,,Die Pinguine aus Madagascar.'', ergänzte Kuro.

Nach einiger Zeit des Redens, verabschiedeten wir uns von einander und liefen Richtung Apartment.
,,Sakuya?'', fragte ich nach einiger Zeit der Stille.
,,Hm?'' - ,,Warst du mit Mahiru in einer Klasse?''
,,Hm-hm.'' - ,,Okay.''
Dann war es wieder still.

Im Apartment angekommen, kam Tsubaki zu mir:,,Also?''
Ich sehe ihn fragend an.
Er fängt an zu lachen.
Gleich kommt es...
Er hörte auf zu lachen:,,Also, was hast du vorhin noch gemacht?''
Ich starre ihn baff an.
Kein 'Wie ermüdend.' oder 'Wie langweilig.'
Er schnippste vor meinem Gesicht. Ich schrecke auf.
,,Vorhin hab ich... ähmm...'', ich brach ab und ging Richtung Zimmer.
Tsubaki deutete ich, mir zu folgen.
In meinem Zimmer angekommen, meinte Tsubaki:,,So sieht es also hier aus.''
Ein Fragezeichen fliegt über mir.
,,Als du hier eingezogen bist, hab ich es nur gesehen, danach nicht mehr.''
Das hatte ich vollkommen vergessen.
Er lächelte traurig.
,,Hier.'', meinte ich und zeigte ihm eine Mappe.
Eine Mappe voll mit Briefen, die ich nie abgeschickt hatte und wahrscheinlich nie werde.
Er nahm die dicke, sehr, sehr dicke Mappe und sieht sie sich an.
Langsam setzt er sich auf mein Bett.
Guckte sich dann jeden Brief an.
Der Brief meiner Mutter reichte ich ihm als Vorletztes.
Und dann kam der Brief, den ich am meisten fürchtete. Der brief an ihn.
Er las ihn gefühlte 5 Stunden, bis er aufblickte.
Ich wusste nicht, was ich sagen sollte, also schwieg ich und setzte mich neben Tsubaki.
Briefe schrieb ich seit mir Higan etwas von seinem Leben erzählte und ich dachte mir, wieso nicht Briefe an Personen schreiben, die diesen eh nie lesen werden,...
... aber vor 2... oder 3 Jahren fanden zufällig Belukia und die anderen die Briefe.
Sie wussten davon, sagten aber nie was dazu.
Durch dieses Schweigen begann ich mehr zu schreiben, mehr meine Gefühle in den jeweiligen Brief zu stecken.
Ich schrieb einfach... immer... und immer wieder.
Für meine Mutter schrieb ich an die gefühlten 1000 Briefe, aber für Tsubaki hatte ich nur diesen.
Diesen einen. Wieso...?
Das wusste ich nicht.
Wahrscheinlich wegen der Angst ausgelacht zu werden.
Tsubaki war der, der mich aus meinem melancholischen, schwermütigen Leben holte.
Er war da, wann immer ich ihn brauchte.
Für mich war es normal, dass er da war.
Er war mein Held. Mein persönlicher Held.
,,Der Brief...'', begann Tsubaki auf einmal:,,...danke.''
Tsubaki lächelte sanft auf den Brief schauend.
,,Ich hab zu danken.''


Man weiß es,...
... wenn man nur auf sich achtet.



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Hoffe es hat euch gefallen.
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