Wie eine Wolke \\ cLOUD

von kweenron
GeschichteRomanze, Freundschaft / P16
Calum Hood Michael Clifford OC (Own Character)
13.07.2016
12.11.2017
27
42749
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Polyvore


Irgendwo in Amerika
Irgendwie bin ich so verdammt aufgeregt, so unglaublich nervös und super erwartungsvoll.
Morgen werde ich neue Leute kennen lernen, neue Gesichter sehen, in welche ich vermutlich für eine lange Zeit blicken werde. Und doch weiß ich nicht, ob ich mich darauf freuen kann. Unbehagen klammert sich an mein Herz, negative Nervosität lässt jegliche Sicherheit und all das Selbstvertrauen verpuffen, wie eine Wolke davon schweben.
Ich werde dieses große, neue Kapitel meines Lebens allein beginnen; werde das tun müssen, worin ich eigentlich nicht so gut bin: Mit Menschen interagieren, sympathisch wirken. Auf einmal ist da große Furcht, vor dem was passieren könnte – tausend Gedanken jagen durch meinen Kopf.
Werden sie mich mögen?
Werde ich sie mögen?
Wie komme ich gut rüber?
Wie wirke ich freundlich?
Was mich au diesem neuen Abschnitt erwarten wird, kann keiner genau sagen.
Ich weiß nur, dass ich zögerlich den ersten Buchstaben, das erste Wort für dieses Kapitel niederschreibe.
Ich weiß, dass-
„Woa, du bist nicht allein!“ Ich zuckte zusammen, schlug mein Heft zu und rammte meiner Nebensitzerin den Elenbogen in die Seite.
„Boar Liss, kannst du nicht einmal deine Augen bei dir lassen?“, fluchte ich. „Ich hab dir schon tausend Mal gesagt, dass ich es gar nicht ausstehen kann, wenn jemand etwas aus dem hier liest.“ Ich hielt mein Notizheft hoch.
„Du hast es ja schon fast provoziert.“
„Ich hab keine andere Wahl, als es genau vor dir zu schreiben, weil wir in einem verdammten Flugzeug sind.“
„Cate, Liss, kommt ihr bitte wieder runter, die Leute schauen schon.“, drang eine zarte Stimme an meine Ohren und ich seufzte entnervt: „Ist gut Daria, ich kann es nur echt nicht ausstehen.“
„Tut mir Leid.“ Lisanna legte mir versöhnlich eine Hand auf die Schulter und lächelte mich an. „Hiermit entschuldige ich mich höchstlich bei dir, Cataleya Ward.“
„Oh Gott.“, rutschte es Ulysee hinter uns heraus und sein Nebensitzer begann zu lachen.
„Das Wort gibt es nicht mal.“ Ich rieb mir die Stirn und fragte mich, wie ich es mit ihr aushielt – nicht nur mit ihr, sondern mit der ganzen Band.
„Aw, ich will bloß nicht, dass du dich alleine fühlst, oder so. Wir sind immer da und wir wissen ja ganz genau, was letztes Jahr mit-“
„Ist okay.“, unterbrach ich sie, wollte nicht auf das angesprochen werden, vor dem ich schon ewig geflohen war. „Ich weiß das ja alles, und ich hab euch alle ganz doll lieb.“
„Aw.“, machte Lisanna erneut in ich seufzte erneut.
Vor einem Jahr hatte ich den größten Fehler meines Lebens begangen. Zwar wusste nicht die ganze Welt davon – worüber ich nur froh sein konnte – aber nun musste ich diesen Fehler, diese Person, wieder konfrontieren. Wir würden monatelang aufeinander gepresst sein. Allein der Gedanke daran ließ mich schaudern.
Unser Flugzeug landete knapp eine Stunde später in New York, Amerika. Gut, dass wir in Amerika waren, war keine Besonderheit. Wir waren alle in Reynose, Mexiko aufgewachsen, die Stadt lag direkt an der Grenze, in gefühlten fünf Minuten hatten wir in Amerika sein können. Später waren wir dann ein eine große WG nach Kalifornien gezogen.
@CateCloud: Back again
@LisacLoud: Nice to be here again :D
@DariclouD: Hello New York x
@UlycloUd: Hey hey New York
@OliclOud: Guess where I am right now x
Wir twitterten schnell alle und verließen dann nach den anderen Passagieren das Flugzeug. Wir ließen einen langen Gang entlang und trafen dann auf eine Reihe von jungen Mädchen, die uns alle gespannt ansahen.
„Damit habe ich nicht gerechnet.“, murmelte Oliver, welcher hinter mir lief und Daria stupste mir sanft in die Seite.
„Du musst lächeln, Cate.“ Stimmt, da gab es etwas, das man „Guter Eindruck“ nannte und den mussten wir unbedingt erwecken, schließlich war das hier unsere große Chance.
„Hei Leute.“ Lisanna grinste fröhlich in die Handys, welche auf uns gerichtete waren und einige erwiderten das. Ich erwartete nicht, dass die Mädchen unsere Namen kannten – keiner von uns tat das. Wir waren nur die Vorband der Vorband, die Drittbesetzung, die Neuen.
Wir machten einige Fotos, welche die paar Leute vermutlich auch nur wollten, weil wir eben die Vorband der Vorband ihrer Lieblingsband waren.
„War schön euch getroffen zu haben.“ Ich lächelte. Doch das fiel mir mit jeder Minute schwerer. Die Konfrontation mit meinem Fehler rückte immer näher und das war alles andere als einfach. Wir wurden von einigen Sicherheitsbeamten in den abgesperrten Bereich gebracht, liefen durch ein Wirrwarr aus Gängen und kamen schließlich vor einer Tür an.
„Hier drinnen?“, fragte Oliver, als wäre die Bewegung des Mannes nicht deutlich genug.
„Ja, bitte warten sie hier, bis wir sie abholen.“ Wir nickten und Oliver öffnete die Tür, als wäre sie ein Portal zur anderen Welt.
„Sesam öffne dich.“, hörten wir es aus dem Raum und Oliver lachte. Ich erkannte die Stimme sofort, wie sollte es auch anders sein. Die anderen gingen schnell hinein und ich atmete noch einmal tief durch – jetzt musste ich meine Maske aufsetzen, ab jetzt musste ich den Fehler verdrängen, als wäre nie etwas vorgefallen. So tun, als würden mir die nächsten Monate keine Angst machen, als wäre alles in Ordnung.


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Heii Leser,
ich wollte schon lange eine Story über eine Band schreiben und genau das mache ich nun endlich :D
Ich schmeiße euch ziemlich ins kalte Wasser - im nächsten Kapitel wird viel geklärt.
Leider habe ich keine Zeit für ein langes Vorwort, aber bleibt trotzdem dabei :D Über Lob, Kritik, Verbesserungsvorschläge etc. würde ich mich riesig freuen.
Wir lesen uns im nächsten Kapitel.
~Ronja
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