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Zukunft mit Hindernissen!?

von Jussa
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P12 / MaleSlash
Adrian Ivashkov Christian Ozera Dimitri Belikov Rosemarie "Rose" Hathaway Vasilisa "Lissa" Dragomir
11.07.2016
21.01.2021
11
40.494
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11.07.2016 1.187
 
Es ist jetzt schon so lange her. Hatte er es mir damals nicht versprochen? Ja er hatte es versprochen. Versprochen, dass er mich liebt, dass er alles für mich geben würde und immer an meiner Seite sein würde. 2 Jahre lang hatte ich gehofft, dass Dimitri zu mir zurückkehren würde. Ich hatte Minuten, Stunden gar Tage damit verbracht an ihn zu denken und doch hatte er mir nur ein einziges Mal geschrieben. Einen Brief, wie sollte es auch anders sein bei Dimitri. Er war derjenige der immer auf alte Traditionen setzte. Und man sah es dem Brief an, er war mit einem Füller geschrieben in einer etwas altertümlichen Schrift. Ich mochte diesen Brief, es war als wäre er die einzige Hoffnung die ich in diesen 2 Jahren hatte.

Liebste Rose,
ich habe versucht alles zu geben was ich konnte. Es war nicht genug für dich. Ich habe alles auf eine Karte gesetzt, als ich gegangen bin. Ich war der festen Überzeugung diesen Kampf gegen die Gefühle für dich zu gewinnen, doch ich habe verloren. Ich weiß, dass ich mit dieser Entscheidung alles verloren habe. Mein Leben, meine Liebe und dich. Ich wollte nur in deinen Armen liegen und auch heute noch weiß ich, dass du der einzige Mensch bist, der mich jemals glücklich machen kann, weil du weißt, wer ich bin. Aber ich weiß auch, dass ich an dieser Entscheidung alleine Schuld bin…
Doch Worte können nicht beschreiben wie ich mich gerade fühle. Ich habe es nicht geschafft dich zu halten, obwohl ich dich so sehr brauchte. Es ist mein Herz, das in solchen Momenten spricht. Viele harte Zeiten haben wir beide durchgestanden und viele haben wir zusammen gemeistert.
In deiner Nähe bin ich aufgeblüht, ich war am Strahlen wie nie zuvor, ich habe mich in deinen Armen geborgen gefühlt, ich war mit dir glücklich, ich habe mich lebendig gefühlt wie nie zuvor. Du bist die Frau, die mich glücklicher gemacht hat, als alles andere auf der Welt es jemals machen könnte.
Nun sitze ich hier, bin am Grübeln, am Nachdenken, am Bangen und am Hoffen. Ich war mir immer bewusst, du bist ein Traum, mein Traum, mein ein und alles. Ich denke darüber nach, was gewesen ist, wie schön alles war, wie schön es hätte sein können.
Doch es war nie einfach, nicht für mich und nicht für dich. Wir hatten Pflichten und du weißt ich war diesen immer sehr verbunden. Es war eine große Entscheidung die ich treffen musste und ich habe es für uns getan. Ich weiß, dass du deine Pflichten besonders Lissa immer an erste Stelle gesetzt hast und ich habe es verstanden.
Ich wollte das alles schon viel früher loswerden, doch ich wusste nie wie. Also habe ich diesen Brief geschrieben und hoffe du verstehst warum ich damals diese Entscheidung getroffen habe. Ich hoffe du kannst mir verzeihen.
Dein Dimitri

Mir lief eine Träne über die Wange. Ich las diesen Brief immer wenn ich kurz davor war ihn zu vergessen. Auch wenn es ziemlich schwer war von ihm los zukommen. Immer wieder musste ich an ihn denken. Und besonders jetzt wo mich die braunen Augen des kleinen Fratzes, der vor mir saß, anguckten war mir wieder so als würde Dimitri vor mir sitzen. Dimitri als er ein Kind war. Mein Sohn, unser Sohn, hatte so viel von ihm. Die dunkelbraunen Haare, diese Augen. Augen, die mich tief in die Seele von ihm blicken ließen. Es war auch damals bei Dimitri so, immer wenn sich unsere Blicke trafen, kam es mir so vor als würden sie nur für mich strahlen. Ich hatte ihn vor 15 Monaten Nikolai genannt. Nikolai Belikov oder auch einfach Niko wie ich ihn immer nannte. Ich fand es wichtig, dass der Name sowohl russisch als auch englisch war, ich wollte unsere Wurzeln vereinen. Genauso wie bei Lilija Belikova oder kurz Lilli. Auch wenn sie offiziell Hathaway hießen wollte ich, dass sie den Nachnamen ihres Vaters bekommen. Und schon wurde ich aus meinen Gedanken gerissen. Ich hörte Schreie aus dem Wohnzimmer von Lilli.
„Was ist denn los meine kleine?“ kniete ich mich runter zu ihrem Laufstall, während ich Niko auf meinem Arm hatte. Sie hatte wahrscheinlich Hunger, während ich Niko gefüttert habe, in der Küche, hatte ich sie hier gelassen.
„Ja jetzt bist du dran Lilli. Ich setzte jetzt erst einmal deinen Bruder zu dir und hole dann direkt einen Brei für dich.“ Auch wenn ich die beiden liebte und nicht mehr ohne sie konnte, gab es wahrscheinlich einfacheres als zwei Kinder auf einmal großzuziehehen. Ich hatte immer Hilfe bekommen in den letzten 15 Monaten, besonders von Adrian. Er war immer für mich da, als ich damals herausgefunden habe, dass ich schwanger von Dimitri bin und er weggehen würde. Ich wohnte immer noch an der Academy. Ich hatte in der Zeit meiner Schwangerschaft den Job von Alberta übernommen und war nur Oberwächterin, ich war für alles was mit den Wächtern und Novizen zu tun hatte verantwortlich.
Meine Wohnung war nicht sonderlich groß, jedoch sehr gemütlich. Ich hatte ein Schlafzimmer mit einem riesen Bett und einem Kleiderschrank, dazu war noch ein kleines angrenzendes Bad mit Badewanne. Die Dusche war in einem kleinen Bad angrenzend am Flur. Aber ich badete sowieso lieber, da es mir doch sehr zur entspannen half. Dazu hatte ich noch eine kleine Küche, ein Wohnzimmer und drei andere kleine Zimmer die später für die Zwillinge und Gäste vorgesehen waren. Neben meinen Gedanken fütterte ich Lilli und setzte sie zurück zu ihrem Bruder. Auch sie erinnerte mich sehr an Dimitri. Sie strahlte so eine Ruhe aus, die ich so nur von Dimitri kannte. Aber sie hatte auch etwas von mir, sie war älter als ihr Bruder und wusste wie sie mit ihm umgehen musste um zum Beispiel seinen Lolli zu bekommen oder sein Spielzeug. Sie hatte einen Charme den sie ausstrahlte als würde es von ihrem Leben abhängen. Sie hatte nicht wie ihr Bruder dunkelbraune Haare, sondern fast schwarze. Doch die Augen hatte sie von ihm. Von Dimitri. Sobald ich an die Dinge zu denken begann die sie von ihm hatten musste ich anfangen zu lächeln. Ich sah auf sie herab, wie sie so herumtollten in ihrem Laufstall und musste an die Zeit denken in der sie diesen noch nicht gebraucht hatten. Ohne ihn würden sie durch die komplette Wohnung laufen und alles auseinander nehmen. Ich hatte es anfangs nicht gemacht und konnte dann immer belustigt dabei zusehen, wie sie meine Klamotten aus dem Schrank nahmen und sie so praktisch in der Wohnung verteilten, dass ich sie alle 2 Meter aufsammeln konnte. Also blieb mir nichts anderes übrig als sie in diesen Laufstall zu verfrachten.
„Mama, Ball.“ kam es zuckersüß von Lilli die mit großen Augen auf den Ball zeigte der hinter dem Gitter lag. Ich musste Grinsen, ich hatte mich noch nicht daran gewöhnt sie sprechen zu hören. Es klopfte an der Tür und ich schaute verwirrt auf die Uhr, es war 11 Uhr was eigentlich Schlafenszeit für alle hieß und besonders für mich hieß es Feierabend und zwar schon lange. Es klopfte wieder und diesmal etwas stärker und störrischer. Ich ging zu Tür und öffnete sie.
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