Mein Leben, meine Geschichte

von -reyca-
GeschichteAllgemein / P12
OC (Own Character) Sophie Koch Sören Petersen Susanne Kaspary
09.07.2016
04.02.2019
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Hallo an alle User die das hier lesen sollten. Dies hier ist meine erste FanFiction und ich hatte vorher keinerlei Erfahrung damit eine solche zu schreiben. Ich hoffe sie gefällt euch und ich würde mich über positive und kritikfähige Reviews freuen, da man schließlich immer noch etwas dazu lernen kann. Aber jetzt erst einmal viel Spaß beim lesen und ich hoffe sie gefällt euch.
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Graue Wolken zierten den Himmel mit Trostlosigkeit und Trauer, während sie sich in den Pfützen der Straße spiegelten. Es war einfach ein erdrückendes Gefühl wieder in den "Käfig" zu fahren, wie ich mein so sehr geliebtes zu hause nannte. Doch seit einem halben Jahr war einfach nichts mehr wie zuvor. Seitdem meine Mutter bei einem tragischen Autounfall ums Leben gekommen war,  hatte meine ältere Schwester Sophie den Kontakt zu unserem Stiefvater abgebrochen und daher auch nur noch regen Kontakt mit mir, da mein Stiefvater dies nicht zuließ. Aus seiner angeblichen Verzweiflung und Verlustangst hat er angefangen zu trinken, obwohl er eigentlich seit einigen Jahren "trocken" war.
Mein Gefühl, dass es an diesem Abend nicht anders als sonst war, bestätigte sich, als ich vorsichtig die leichte Tür zu unserer Wohnung öffnete. So leise wie es ging versuchte ich mich an meinem schlafenden Stiefvater, welcher anscheinend in Arbeitssachen auf der Couch eingeschlafen war, vorbei in die kleine, fast nicht vorhandene Küche zu schleichen um mir noch ein Glas mit Wasser zu holen, da ich den gesamten Tag fast nichts getrunken hatte. Auf dem kleinen Glastisch vor der Couch standen zahlreiche ,bereits ausgetrunkene, alkoholische Getränke, von denen mit Sicherheit normalerweise zehn Leute hätten trinken können.
Als ich fast in der Küche angekommen war, welche fließend vom Wohnzimmer in diesen Raum überging, konnte ich plötzlich nur noch ein lautes Klirren vernehmen, welches eindeutig hinter mir ertönte. Ruckartig blieb ich wie angewurzelt stehen, um nicht noch mehr unnötigen Lärm zu erzeugen, und ihn aufzuwecken, doch es war bereits zu spät. Mein Stiefvater wurde aus seinem Schlaf gerissen, was letztendlich nichts gutes für mich zu bedeuten hatte. Meine Starre zerfiel langsam in etwas Angst und Unentschlossenheit, was meine nächste Handlung angehen sollte. Hätte ich besser schnell abhauen und die Nacht draußen verbringen sollen, um dem aufkommendem Ärger aus dem Weg zu gehen? Oder hätte ich einfach dort auf der Stelle stehen bleiben und abwarten sollen, was als nächstes passieren würde?
Ich entschied mich schließlich für die letztere Variante, da es draußen auch wirklich ungemütlich wurde und irgendwie auch keinen Unterschied mehr gemacht hätte. Zumindest für mich.
Als ich mich gerade umdrehen wollte um unauffällig zurück in mein Zimmer zu gehen stand er auch schon vor mir. Es gab also keinen Ausweg mehr, da die Küche zu den anderen Räumen verschlossen war. Am liebsten hätte ich losgeschrien, doch meine Stimme verstummte bei seinem ersten Schlag in die Magenhöhle. Vor lauter Schmerz sackte ich zu Boden, doch er zog mich an meinem Pullover schon wieder hoch, zehrte mich in den Flur vor meine Zimmertür und drückte mich mit ganzer Kraft gegen diese. Meine Atmung viel mir immer schwerer und wurde kurzatmiger, bis der nächste Schlag meinen linken Rippenbereich traf. Nach diesem Schlag kamen die ersten Tränen, welche langsam an meine rötlichen Wangen hinunterglitten. In kürzeren Abständen schrie er mich immer wieder an, machte mir Vorwürfe warum ich ihn geweckt hätte, und dass es meine Schuld gewesen wäre, dass Mama nicht mehr bei uns sei, doch ich sagte nichts und ließ einfach alles über mich ergehen. Nach einer gefühlten Ewigkeit stoß er dann die Zimmertür auf und verschwand, während ich mich mit einem Schluchzen auf mein Bett fielen ließ. Da die Wände in diesen Wohnungen wie aus Pappe waren, konnte ich noch hören, wie er irgendetwas durch die Gegend grölte, bis auch seine Stimme letztlich nicht mehr zu hören war. Mein Blick schwenkte immer wieder von der Decke bis zum Fenster, an dem die Regentropfen ein Wettrennen zu machen schienen, bis meine Augen letztlich zu fielen und ich meine Hände vor lauter Schmerzempfinden an meine Rippen legte.
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