Josephine Klick - Allein unter Cops

GeschichteKrimi, Romanze / P16
Alexander Mahler Fritz Munro Josephine Klick
09.07.2016
09.08.2016
15
9.197
 
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09.07.2016 589
 
(Im Auto auf dem Weg zum Tatort)
Wie immer saß ich hinten. Sollte mir Fritz irgendwann mal freiwillig den Platz vorne im Auto anbieten beziehungsweise überlassen, dann schmeiß ich eine Party. Aber mir war durchaus bewusst, das Fritz männliches Ego sowas niemals zuließ. Trotz allem oder gerade deswegen, fragte ich mich immer häufiger wie Fritz wohl seine Exfreundin behandelt hatte. Oder wie er allgemein in einer Beziehung war. Gott, diese Gedanken nervten und machten mich noch wahnsinnig. "Ich sollte nachher unbediengt mit meinen Pferd ausreiten. Dann bekomme ich einen klaren Kopf und muss nicht dauernd über Fritz und sein Verhalten grübeln.", dachte ich mir. Ohne dass die Jungs ahnten was sich in meinen Kopf abspielte, bog Alex endlich auf einen kleinen Parkplatz ein. 'So hier wären wir.', sagte er nachdem Fritz und ich ihn reichlich irritiert anschauten. Das lag daran, dass hier absolut nichts war, naja außer ein Parkplatz auf dem wir standen. Aber sonst sah ich bloß Bäume und Büsche, kein Wohnhaus, keine Menschen, noch nicht einmal Tiere waren zusehen. Das Berlin auch solche Ecken hatte, wusste ich gar nicht. Und ausgerechnet hier sollte ein Mord passiert sein? Diese Stadt überraschte mich immer wieder auf's Neue. Wir stiegen aus und trafen auf Dr. Tereza Srna, die uns schon erwartete. 'Der Tote ist männlich, heißt Kai Yammel, ist 30 Jahre alt und wurde etwa vor 2 Stunden entdeckt, von einer gewissen Anna Lehmbach.', informierte sie uns. 'Kann man schon sagen woran er gestorben ist und wann?', fragte Fritz, der sich gleichzeit runter zur Leiche beugte. 'Die Totenstarre ist schon eingetreten, außerdem lassen sich die Totenflecken nicht mehr wegdrücken. Also gehe ich davon aus, das er schon seit gut 2 Tagen hier liegt. Womit er getötet wurde kann ich euch nicht sagen, aber woran er gestorben ist und zwar an einem Genickbruch.' "Kein Wunder das man ihn hier nicht sofort entdeckt hat, der Platz ist sehr abgelegen. Wir sind gerade eine ganze Weile kreuz und quer durch Berlin gefahren. Welcher Mörder würde sich so viel Mühe machen und sein Opfer durch ganz Berlin fahren? Er oder sie müsste doch befürchten früher oder später erwischt zu werden, außer der Täter hatte einen Trick angewandt. Bloß wie und warum plazierte er die Leiche ausgerechnet hier?" Meine Gedanken überschlugen sich. Irgendwas war komisch an der Leiche, aber ich konnte nicht sagen was. Ich betrachtete den Mann genauer. Er hatte einen hellen Teint, kurze schwarze Haare, war ca. 1,80 m groß und hatte einen Dreitagebart. Alles ganz normal auf den ersten Blick, doch irgendwas störte mich, ich konnte aber nicht genau sagen was es war. Ein Polizist stellte uns ein junges Mädchen vor, es war Anna Lehmbach. Sie sah eingeschüchtert und verunsichert aus. Was komischerweise zu ihrer Erscheinung passte. Ich schätze sie auf 24 Jahre mit einer Größe von 1,55 m und auch sonst war Anna das perfekt, kleine, süße junge Mädchen was man meistens nur aus Zeitschriften kannte. Mit ihrer zierlichen Figur und den langen blonden Haaren stand sie zittern vor uns. Alex erkannte sofort das Anna die Situation ganz und gar nicht gefiel. 'Keine Sorge wir haben nur ein paar Fragen an Sie.', sagte er in einen sehr beruhrigenden Ton. Wir wollten alles wissen was sie weiß und stellten anschliedend fest das sie absolut nichts weiß. Sie hatte den Mann lediglich gefunden. Na das fing ja gut an, keiner von uns hatte auch nur den Hauch einer Ahnung geschweige den eine Spur.
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