Isabel White - Life in Albuquerque

GeschichteDrama, Familie / P6
Hank Schrader Marie Schrader OC (Own Character) Skyler White Walter White Walter White jr / Flynn
06.07.2016
05.07.2018
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06.07.2016 957
 
Noch etwas müde ging ich aus meinem Zimmer durch den Flur Richtung Esstisch.
„Guten Morgen.“
Mein Dad saß schon an seinem Platz.
„Guten Morgen“, sagte er lächelnd und ich erwiderte es, als ich mich setzte.
Meine Mum kam mit einer Pfanne Rührei aus der Küche und sagte: „Guten Morgen, mein Schatz."
Sie gab mir einen Kuss auf die Stirn und stellte die Pfanne ab. Ich lächelte.
„Junior! Frühstück!“, rief sie.
Sofort öffnete sich seine Zimmertür und mein Bruder kam auf Krücken zu uns.
„Gibt es etwa auch Bacon, Mum?“
„Ja, setz dich erst mal.“
„Wie geht es dir, Dad?“, fragte ich.
Er lächelte matt: „Ganz gut, danke Isabel.“
„Freust du dich auf die Party heute?“, fragte Junior.
Dad nickte, etwas zu gezwungen für meinen Geschmack.
„Es wird bestimmt nett“, sagte Mum und setzte sich, „Alle werden sich freuen, dass es dir besser geht und es ist ein guter Anlass, um sich bei allen für ihre Unterstützung zu bedanken.“
„Ich kann dir helfen zu kochen“, bot ich Mum an.
„Danke, aber ich werde wahrscheinlich schon fertig sein, wenn du aus der Schule kommst“, sagte sie, „Was denkst du, Walt? Wir haben doch Grund zum Feiern!“
Dad lächelte ehrlich: „Klingt gut.“



Am Nachmittag, als ich aus der Schule kam, zog ich mir schnell etwas Frisches an. Kaum war ich fertig, klingelten schon die Ersten. Es war nett, alle um sich herum zu haben, doch ich war lange nicht so gesprächig wie die meisten Gäste, die mich länger nicht gesehen hatten und es jetzt aufholen wollten, indem sie alle Einzelheiten der letzten Monate von mir erfahren wollten. Irgendwann ging ich mit einem Glas Cola in die Küche, in der Junior Hank interessiert beim Margarithas mischen zusah. Hank sah mit leicht geöffnetem Mund zu mir. Ich sah nur neutral, ehrlich gesagt, etwas schlecht gelaunt bei dem Anblick, zu ihm.
„Was ist los, Isabel? Müsstest du nicht eigentlich Purzelbäume vor Glück schlagen?“, meinte Hank auf seine übliche lockere Art.
„Nein, Onkel Hank. Sie hat nur mal wieder Angst, dass du mich zu verrückten Sachen überredest“, antwortete Junior an meiner Stelle.
Ich verengte leicht die Augen in Richtung meines Bruders. Hank lachte und Junior stimmte ein.
„Werd mal locker“, Hank ließ seine linke Hand auf meine Schulter fallen, was mich zur Seite schwanken ließ, „Du solltest dich mal entspannen.“
Er schüttelte lachend den Kopf und wand sich wieder seinen Cocktails zu.
„Dad sagt, sie ist manchmal etwas verspannt“, meinte Junior amüsiert und Hank lachte kurz auf.
Ich seufzte genervt und kehrte um.
„Isabel! Hey!“, rief Hank noch, „So war das doch nicht gemeint!“
Ich hasste es, wenn Junior sich vor Hank so aufspielen musste! Schön, er sah zu ihm auf, aber er musste sich ja nicht tougher geben als er war. Ich ging zu Dad, der im Moment weiter abseits stand. Dad hatte uns anscheinend gesehen und trank einen Schluck.
„Ist alles in Ordnung bei euch?“, fragte er.
Ich wollte ihm nicht sagen, was mich nervte, weil ich genau wusste, dass es Dad verletzte. Auch wenn er es nicht zugeben würde, kränkte es ihn, dass sein Sohn seinen Schwager in vielem zum Vorbild nahm.
„Ja. Die machen nur wieder ihre Scherze“, tat ich es ab.



Ich war gerade auf meinem Bett in ein Buch vertieft, als es gegen 22 Uhr klopfte.
„Ja?“
Die Tür wurde geöffnet und Hank steckte seinen Kopf durch den Spalt.
„Kann ich vielleicht kurz reinkommen?“
„Onkel Hank! Ja, komm doch rein“, bot ich an.
Er schloss die Tür von innen und zog sich den Schreibtischstuhl heran.
„Hör zu, ich habe gesehen, dass du wütend auf uns bist. Walt… Ich weiß auch nicht, was mit ihm los war, aber DAS wollte er bestimmt nicht erreichen“, erklärte Hank.
„WAS denn?“, fragte ich irritiert.
Mein Onkel zögerte kurz, doch dann sagte er: „Junior hat sich… er hat sich gerade übergeben und deine Mum ist jetzt STOCKsauer und… Ich wollte nur, dass du Bescheid weißt, bevor die Szene hier gleich beginnt, wenn alle weg sind.“
Fassungslos schüttelte ich den Kopf und sah ihn dann an: „Das hat er mit Absicht getan! Ich habe es in seinem Blick gesehen! Das passt doch überhaupt nicht zu ihm! Ich, ich verstehe das nicht. Ich habe das Gefühl, seit kurzem ist er so verschlossen. Nicht wie sonst, sondern eher abweisend. Manchmal weiß ich nicht, was mit ihm los ist.“
Hank seufzte.
„Nimm es ihm nicht übel. Bald geht es ihm bestimmt wieder besser.“
Ich nickte und bekräftigte: „Bestimmt.“
Hank nickte auch leicht und musterte mich kurz.
„Gut, Marie und ich gehen dann“, sagte Hank und stand auf.
Kurz bevor er die Tür wieder schloss, winkte ich Marie noch zu, die in der Küche stand und wohl auf Hank wartete.
Nach ein paar Minuten stand ich auf und ging ins Wohnzimmer. Mum räumte noch ein paar Sachen weg.
„Soll ich dir helfen, Mum?“, fragte ich vorsichtig.
Etwas durcheinander machte sie eine abwehrende Handbewegung: „Nein. Geh schlafen, Isabel. Ich komm klar, danke.“
Ich zögerte kurz: „Wie geht es Junior?“
„GAR nicht gut. Und er wird mir auch gleich verraten, was oder besser WER dafür verantwortlich war.“
„Es war nicht seine Schuld, Mum… Dad hat ihm immer nachgegossen und Hank wollte ihn auch davon abhalten und dann musste er sich übergeben.“
„Ist das wahr?“, fragte Mum forsch.
„J-ja. Ich habe es ja gesehen. Naja, außer das Übergeben“, sagte ich und verzog das Gesicht.
„Ach wirklich? Geh jetzt bitte schlafen, ja?“, bat sie schon etwas aufgebracht.
„Mum-“
Ich wollte nicht, dass sie sich stritten. Junior wollte ich auch nicht verpetzen und jetzt fühlte ich mich schlecht. Ich konnte Mum nur nicht anlügen.
„Bitte. Tu jetzt einfach, was ich dir sage.“
Schlechten Gewissens ging ich in mein Zimmer zurück. Ich verkroch mich unter meiner Bettdecke und schlief irgendwann ein.