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Shawn's Schicksal

von Lona11
Kurzbeschreibung
GeschichteAngst, Schmerz/Trost / P16 / Gen
Burton 'Gus' Guster Carlton Lassiter Henry Spencer Juliet O'Hara Shawn Spencer
06.07.2016
26.08.2016
24
42.041
6
Alle Kapitel
65 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
11.08.2016 1.493
 
Hallo Leute, sorry wegen dem etwas verspäteten Update, aber hab's leider nicht eher hinbekommen. Trotzdem viel spaß damit :)


Kapitel 19: Standpauke

„Da bist du ja endlich Gus!“ sagte Jules leicht hysterisch, als Gus endlich mit Shawn’s Medikament zurück kam.
„Tut mir leid, Shawn’s Dad ist beim Angeln also musste ich es selbst suchen. Ich hab ihn angerufen, er wird später herkommen oder gleich zu Hause warten.“ Gus schüttelte die Medikamentendose in seiner Hand hin und her, sodass man die Tabletten darin klackern hören konnte.
„Wie geht es ihm?“ wollte er sofort wissen, da sie ihn anscheinend in die stabile Seitenlage bringen mussten und er sich noch nicht wirklich bewegte.
„Er wurde kurz nachdem wir ihn hier reingelegt haben bewusstlos aber wacht langsam wieder auf.“ erklärte Lassiter, der neben Shawn am Boden kniete.
„Hey, Gus.“ nuschelte Shawn kaum verständlich und versuchte dabei seine Hand zu heben. Jules und Lassie drehten ihn dann zurück auf den Rücken, da er wieder halbwegs Herr seiner Sinne war.
„Man Kumpel, du jagst uns allen einen ganz schönen Schrecken ein!“ sagte Gus vorwurfsvoll und gab Shawn gleich zwei Tabletten seiner Kreislaufmedikamente, die der Fake-Hellseher ohne Widerrede ohne einen Schluck Wasser einnahm.
„Bin ich mittlerweile gewohnt, ich war im Krankenhaus oft zu faul mir ein Glas Wasser zu holen.“ erklärte er den Anderen, da die fragend eine Augenbraue hochzogen.
Das Medikament wirkte tatsächlich nach bereits 5 Minuten und Shawn war auch deutlich fitter als davor. Bald schon saß er ohne Hilfe aufrecht auf dem Boden und bedankte sich bei allen für ihre große Hilfe.
„Ich danke euch allen! Besonders danke ich euch dafür, dass ihr keinen Krankenwagen gerufen habt.“ er seufzte tief durch bei dem Gedanken, wieder zurück in die Klinik zu müssen und tat den anderen dabei fast ein wenig leid.
„Das nächste Mal ruf ich einen, Spencer!“ motzte Lassie leise vor sich hin, doch wusste genau wie sich Shawn fühlte. Als Jugendlicher hatte er sich einmal sein Bein ziemlich kompliziert beim „Krieg spielen“ gebrochen und musste 2 Wochen im Krankenhaus bleiben. Das waren die schlimmsten 2 Wochen seines Lebens und er konnte sich gar nicht ausmalen, wie sich 6 Wochen anfühlen mussten.
„Tut mir echt leid dass ich euch solche Umstände gemacht hab.“ Shawn tat es wirklich ernsthaft leid und er bereute es bereits, so stur gewesen zu sein und seine Tabletten nicht genommen zu haben.
„Ab jetzt nimmst du bitte alle Tabletten genauso wie es dein Arzt dir verordnet oder ich kontrolliere das ganz genau!“ meckerte Jules vollkommen zurecht und hob dabei drohend den Zeigefinger.
„Ja, Mama..“ gab er in einer furchtbar schrillen Stimme zurück und bald schon konnten alle wieder lachen und waren froh, dass es Shawn wieder besser ging.
„Sie sollten vielleicht trotzdem Ihrem Arzt bescheid geben, was vorgefallen ist.“ warf Chief Vick ein und wippte auf ihrem Schreibtischstuhl vor und zurück.
„Der Chief hat recht, wir sollten gleich bei ihm vorbeifahren.“ meinte Gus kopfnickend, doch Shawn saß wie angewurzelt auf dem Boden.
„Shawn! Wir haben schon keinen Krankenwagen gerufen, jetzt begleitest du uns wenigstens zu Dr. Moran.“ warnte Gus bedrohlich und da half auch Shawn’s Hundeblick nichts und er ließ sich von Jules und Gus hoch helfen.
Shawn ging es wirklich schon wieder ganz gut und er konnte auch ohne Probleme alleine laufen, ohne hin und her zu torkeln. Er verabschiedete sich bei Lassie und Chief Vick und ging mit Gus und Jules, die für den Tag frei bekommen hatte, zur Blaubeere.
Der Besuch bei Dr. Moran war nicht wirklich spektakulär. Sie mussten nicht lange warten und wurden sofort ins Behandlungszimmer gebracht. Dort untersuchte Dr. Moran Shawn, kontrollierte seine Vitalzeichen und nahm nochmal Blut ab, nur für den Fall. Er erhielt eine saftige Standpauke von ihm, dass er sich ja an die Verordnungen halten sollte und ließ ihn erst wieder gehen als er sicher war, dass Shawn es auch wirklich kapiert hatte und es genauso machen würde, wie angeordnet.
Nach dem Arztbesuch fuhr Gus Jules und Shawn zu Henry nach Hause, der schon ungeduldig auf der Veranda auf seinen Sohn wartete.
„Mr. Shawn Spencer!“ brüllte er bedrohlich und es erinnerte Shawn sehr an seine Kindheit, als Henry jedes mal an der selben Stelle der Veranda stand, wenn er mal wieder Mist gebaut hatte.
„Und jetzt kommt die nächste Standpauke.“ flüsterte er leise Gus zu, der sich lieber schnell wieder in sein Auto setzte und nach Hause fuhr.
„Wieso in alles in der Welt nimmst du deine Medikamente nicht?“ fauchte er erneut, als Shawn direkt vor ihm stand und verlegen den Kopf hängen ließ.
„Tut mir leid, Dad.“ sagte er so leise, dass sein Vater ihn gar nicht verstehen konnte und stattdessen weiter mit ihm schimpfte.
„Es tut mir leid, Dad!“ brüllte er nun lauter und brachte Henry damit zum schweigen. Der war etwas verdutzt, da er Shawn schon seit einer Ewigkeit nicht mehr brüllen hörte.
„Kommt nicht wieder vor, versprochen.“ fügte er nun wieder leiser hinzu, da er das verdutzte Gesicht seines Vaters sah, der sich darauf hin wieder etwas entspannte.
„Dann kommt mal rein, ihr zwei.“ meinte er nun ausgesprochen freundlich, als hätte jemand einen Schalter umgelegt und Shawn lief mit Juliet Hand-in-Hand in sein altes Kinderzimmer hoch um sich dort auf das Bett zu legen.
Jules half Shawn sich umzuziehen, da er von dem ganzen Spektakel doch ganz schön erschöpft war und richtete ihm seine Medikamente her, die er abends noch nehmen musste.
„Ich will nur sicher gehen.“ meinte sie ernst und blieb geduldig vor ihm stehen, bis er alle Tabletten genommen hatte. Sie lächelte ihn stolz an als er fertig war und küsste ihn als Belohnung auf den Mund.
Als auch Jules sich fertig umgezogen hatte, legten sie sich beide ins Bett und kuschelten Arm in Arm und redeten über den Fall, den Jules und Lassie momentan bearbeiteten.
„Also dieser Ed Stewart.. wie viel hat er bei seinem letzten Überfall erbeutet?“ fragte Shawn und starrte dabei die Decke an.
„Nur $10.000, beim letzten mal waren es $50.000.“ Jules sah zuerst ebenfalls zur Decke und dann zu Shawn, der sehr zu Grübeln schien.
„Wenn meine Vermutung zutrifft wird er also bald wieder zuschlagen. Der letzte Überfall ist jetzt 1 1/2 Wochen her, ich schätze er wird in den nächsten paar Tagen erneut zur Tat schreiten. Ihr solltet alle Banken in der Nähe genauestens Überwachen.“ Nun sah auch Shawn zu Jules und sie küsste ihn ohne ein weiteres Wort.
„Für was war der?“ fragte er verdutzt, doch beschwerte sich keinesfalls darüber.
„Dafür dass du so ein unglaublich intelligenter und scharfsinniger Mensch bist.“ Sie küsste ihn erneut auf den Mund und Shawn erwiderte ihn natürlich. Wie schon die Tage davor wollten sie eigentlich mehr als nur Küssen, doch sie durften nicht und das war das schlimmste Gefühl auf der Welt. Nach einer Weile ließen sie wieder von einander los und kuschelten sich wieder aneinander. Da fiel Shawn auf einmal der Fall ein, den sie bearbeiten sollten, bevor er das erste mal ins Krankenhaus eingeliefert wurde und musste erschrocken feststellen, dass er noch nicht herausgefunden hatte, wie er ausging.
„Hey Jules, dieser eine Selbstmordfall der eigentlich gar kein Selbstmord war.. Wie ist der ausgegangen?“ Jules musste sichtlich schwer darüber nachdenken, da es schon eine Weile her war, doch erinnerte sich schnell wieder dran.
„Ach du meinst den McMurray-Fall? Das war tatsächlich kein Selbstmord, wie ich dachte. Die Frau, die zusammen auf dem Bild mit ihm war engagierte einen Auftragskiller, da sie den Mann überhaupt nicht ausstehen konnte. Paradoxerweise brachte sie es nicht übers Herz ihm die Wahrheit zu sagen, aber fand es ok ihn umbringen zu lassen. Ich sag das nicht oft, aber das war eine echte Psycho-Tante.“ Shawn lachte bei Jules Erklärung und küsste sie anschließend als Belohnung auf den Mund.
„Und für was war der jetzt?“ fragte sie nun, wie Shawn ein paar Minuten zuvor.
„Naja, Jules. Ich bin einfach stolz auf dich, da du eine ehrgeizige, ausgewiefte Frau bist und mindestens doppelt so intelligent bist wie ich es jemals sein werde. Du bist der Traum eines jeden Mannes.“ Jules sah Shawn in diesem Moment so verliebt an wie noch kein einziges Mal davor. Er sagte die Worte in einer solchen Aufrichtigkeit, dass ihr sogar etwas die Tränen kamen.
Sie küssten sich erneut und kuschelten noch eine Weile, bis Jules Shawn etwas fragte und keine Antwort mehr bekam. Glücklich sah sie ihrem Freund beim schlafen zu und war heilfroh, dass sie die Nacht hier zusammen verbringen konnten anstatt getrennt in einem Krankenhaus. Auch wenn es gewagt war keinen Krankenwagen zu rufen, war sie jetzt umso glücklicher darüber. Obwohl sie dachte, dass Shawn einen gerufen hätte, wenn es um sie gegangen wär, da er einfach extrem überfürsorglich war wenn es um sie ging. Noch ein Grund warum sie ihren Hellseher so sehr liebte.


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Heute etwas kürzer als die letzten Kapitel, aber mehr hätte nicht rein gepasst :P Ich hoffe es hat euch gefallen, ihr könnt gerne ein Review da lassen :)
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