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Shawn's Schicksal

von Lona11
Kurzbeschreibung
GeschichteAngst, Schmerz/Trost / P16 / Gen
Burton 'Gus' Guster Carlton Lassiter Henry Spencer Juliet O'Hara Shawn Spencer
06.07.2016
26.08.2016
24
42.041
6
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Dieses Kapitel
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26.07.2016 2.845
 
Hallo zurück!
ich wünsch euch viel spaß beim lesen :)


Kapitel 13: Club der Glatzköpfe

Mittlerweile waren schon drei Wochen vergangen und der Port, den Shawn vor ein paar Tagen bekommen hat, war bereits einsatzfähig. Shawn ging es bis heute relativ gut, doch er musste in der Früh erschrocken feststellen, dass ihm in der Nacht fast seine restlichen Haare ausgefallen sind. Da ohnehin nur noch ein paar einzelne Haarbüschel auf dem Kopf waren, beschloss er diese abzurasieren, da sie nur stören würden und dazu noch grässlich aussahen. Nachdem er fertig war betrachtete er sich skeptisch im Spiegel.
„Ich kann mir auch gleich „Krebs“ auf die Stirn tätowieren lassen.“ murmelte er traurig und wischte sich mit der Hand die losen Haare vom Kopf. Es fühlte sich so seltsam weich an. Als er seinem Vater einmal über die Glatze gestrichen hatte, war alles stoppelig und kratzig, doch bei ihm war alles glatt, da einfach kein Haar mehr vorhanden war. Bei genauerem Blick in den Spiegel fiel ihm auf, dass er sogar seine Wimpern verloren hatte und auch seine Augenbrauen wurden langsam lichter.
„Na toll, ohne Augenbrauen seh ich ja aus wie ein Geist.“ er rollte verlegen mit den Augen und zuckte zusammen, als er eine Stimme neben sich hörte.
„Alter, krass!“ Leo starrte auf Shawn’s kahlen Kopf und fasste sich sofort an seine Haare, die noch fest angewachsen schienen.
„Darf ich mal anfassen?“ fragte er sofort und Shawn nickt lächelnd.
„Wow, fühlt sich echt wahnsinnig weich an.“ sein erstaunter Blick wurde aber plötzlich etwas ernster.
„Du fühlst dich ziemlich warm an, Shawn. Geht’s dir gut?“ Shawn fasste sich selbst an den Kopf und musste feststellen, dass er sich tatsächlich etwas warm anfühlte. Er hatte auch leichte Kopfschmerzen bekommen und seine Glieder schmerzten bei jeder Bewegung.
„Ach, das ist nichts. Hier ist es bloß generell warm.“ er stritt es sofort ab, da er den nächsten Tag eigentlich zuhause verbringen durfte wenn alles ok war. Aber natürlich nur, wenn es ihm gut ging sonst würde er hier bleiben müssen. Das war der erste und vermutlich auch der einzige Tag in den vier Wochen, die er nicht in dem Krankenhaus verbringen musste und dass würde er sich unter keinen Umständen nehmen lassen. Leo sah ihn skeptisch an, doch nickte und fragte Shawn, ob er im Bad fertig wäre da er selbst mal auf die Toilette müsste.
Shawn schleppte sich zurück in sein warmes Bett und ließ sich erschöpft in sein Kissen fallen.
„Hoffentlich hab ich kein Fieber.“ murmelte er vor sich hin da er wusste, dass die Schwester jede Früh seine Temperatur kontrollierte. Er hatte kaum seinen Satz zu Ende gebracht, da klopfte es auch schon an der Tür und Schwester Jane kam herein. Auch sie war wie Mary schon etwas älter, hatte ihre kurzen Haare jedoch rot gefärbt um die grauen Haare zu verstecken.
„Hi Shawn, wie geht es dir? Ist Leo im Bad?“ fragte Jane freundlich und Shawn nickte.
„Ja, ist er. Mir gehts eigentlich ganz gut.“ Log er und verschränkte seine Arme hinter seinem Kopf. Jane war jedoch sehr erfahren und konnte allein an Shawn’s näselnder Stimme hören, dass es ihm nicht ganz so gut ging, wie er sagte.
„Okay, dann messen wir doch mal die Temperatur.“ meinte sie sofort und zog ein blaues Ohrthermometer aus ihrer Kitteltasche und steckte es in Shawn’s Ohr.
„39,5°C, wie ich dachte.“ seufzte sie und Shawn schloss verzweifelt die Augen. Jetzt würde er niemals morgen heimdürfen. Jane kontrollierte auch seinen Blutdruck und den Puls und musste feststellen, dass der Puls ziemlich erhöht war.
„Wie fühlst du dich Shawn? Und sag die Wahrheit.“ fragte sie besorgt mit strenger Miene.
„Ich hab Kopf- und Gliederschmerzen und bekomme glaub ich einen Schnupfen.“ antwortete er ehrlich, da es sowieso keinen Sinn mehr hatte sie anzulügen.
„Jetzt darf ich morgen wohl nicht nach Hause?“ fragte er bedrückt und Jane schüttelte traurig den Kopf.
„Nein, tut mir leid. Ich schätze das wird Dr. Moran nicht erlauben.“ Shawn war enttäuscht. Enttäuscht von sich selbst. Warum musste er gerade jetzt eine Erkältung bekommen? Hätte er die nicht ein paar Tage später kriegen können?
„Ich sag gleich dem Arzt bescheid, dann wird er mit dir sprechen, ok?“ Shawn nickte nur und sah aus dem Fenster in die Sonne, die er morgen genießen könnte, wäre da nicht dieser verdammte Krebs.
Ein paar Minuten später kam auch schon Dr. Moran ins Zimmer und musterte Shawn von oben bis unten. Er bemerkte zweifelsohne sein rötliches Gesicht und seine Blutunterlaufenen Augen, die sogar leicht geschwollen waren.
„Oh Shawn.. wie ich gehört hab hast du Fieber bekommen?“ meinte er ehrlich besorgt und setzte sich an Shawn’s Bettkante.
„Ich hab nur eine leichte Erkältung, kann ich da nicht trotzdem gehen? Ob ich jetzt hier im Bett liege oder zu Hause auf der Couch ist doch auch egal oder?“ Shawn versuchte mit allen Mitteln seinen Willen durchzusetzen, doch Dr. Moran schüttelte nur immer wieder seinen Kopf.
„Hör zu, Shawn… Eine Erkältung in deinem Zustand kann lebensbedrohlich sein. Durch die Chemo hast du extrem wenig Leukozyten, die für die Funktion deines Immunsystems wichtig sind und bist daher auch anfälliger für Infektionen. Das allein wäre nicht das Problem, aber leider brauchen wir das Immunsystem auch, um die Infektion zu bekämpfen und da deins so schwach ist, kann das wirklich sehr gefährlich sein.“ Shawn’s Augen weiteten sich. An das hatte er noch gar nicht gedacht. Natürlich wusste er, dass sein Immunsystem durch die Chemo geschwächt ist und er wusste auch, dass er viel anfälliger für Infektionen war, doch dass es jetzt tatsächlich dazu gekommen war, hätte er nicht gedacht.
„Laut deinem Blutbild heute morgen sind deine Leukozyten nur bei 1,45, was wirklich wenig ist. Aus dem Grund dürfen deine Besucher jetzt leider nur noch mit Mundschutz und Handschuhen in dein Zimmer und wenn du aus deinem Zimmer raus möchtest, musst du dir welche anziehen.“ Shawn sah sofort entsetzt zu Leo, der ja prinzipiell auch eine Infektionsquelle war. Dr. Moran wusste gleich an was sein Patient dachte und musste seine Gedanken leider bestätigen.
„Es ist leider so, dass du in deiner Situation ein Einzelzimmer benötigst um wirklich alle Infektionsquellen auszuschalten.“ Die beiden krebskranken Männer sahen sich traurig in die Augen, da sie in diesen eineinhalb Wochen wirklich enge Freunde geworden sind und viel spaß miteinander hatten.
„Natürlich könnt ihr euch trotzdem sehen, ihr müsst euch nur an die Isolationsmaßnahmen halten.“ Das beruhigte die zwei ein wenig und Leo begann gleich nachdem Dr. Moran gegangen war, seine Sachen zu packen und wurde auch bald von Schwester Jane in das neue Zimmer gebracht.
„So, jetzt bin ich wieder alleine. Gus wird wohl wieder öfter kommen müssen.“ erst nach ein paar Minuten seines Monologes bemerkte Shawn, dass er Selbstgespräche führte und schüttelte ungläubig den Kopf.
„Nach nicht mal fünf Minuten alleine drehe ich schon durch.“ er schnappte sich sein Handy und rief Gus an um ihn zu fragen, ob er ein wenig Zeit für ihn hätte. Natürlich bejahte er das und stand nach etwa 20 Minuten vor Shawn’s Tür und betrachtete das neue Schild, dass an ihr hing.
„Isolation. Um Sie oder den Patienten zu schützen, sind folgende Schutzmaßnahmen nötig: Handschuhe und Mundschutz. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an das Pflegepersonal.“ las Gus laut vor sich hin und runzelte die Stirn. Er überlegte nicht weiter und zog sich die Handschuhe und den Mundschutz über, die vor der Tür bereitlagen und öffnete vorsichtig die Tür.
Als Shawn seinen besten Freund so vermummt in seinem Zimmer stehen sah wurde ihm ganz anders. Da war er sowieso schon in diesem Krankenhaus gefangen, jetzt konnte er sich nicht einmal mehr normal mit seinen Freunden unterhalten.
„Hey, Shawn. Was soll dieser ganze Isolationsquatsch? Und wo ist Leo?“ fragte er und sah an den leeren Platz, an dem gestern noch ein belegtes Bett stand.
„Meine Leukozyten sind zu niedrig und deshalb müsst ihr euch jetzt alle verkleiden wenn ihr zu mir rein wollt damit ich keine Infektion bekomme.“ sagte Shawn und verschwieg Gus dabei, dass er bereits eine Infektion hatte.
„Und da Leo auch eine Infektionsquelle wäre, musste er umziehen und ich bin wieder alleine.“ fügte er hinzu und sah traurig zu „Leo’s Platz“.
„Dann komme ich wohl jetzt wieder öfter zum Wrestling spielen.“ meinte Gus grinsend, was Shawn nur an den Falten an Gus’ Augen sehen konnte, da der Rest vom Mundschutz bedeckt war.
Sie spielten eine Weile und Shawn musste ein paar mal husten, was nicht unbemerkt an Gus vorbei ging.
„Geht’s dir gut, Shawn? Du hustest ziemlich.“ besorgt sah er seinen kranken Freund an und bemerkte er jetzt seinen rötlichen Kopf und fühlte mit der flachen Hand sofort seine Temperatur.
„Und Fieber hast du auch!“ schrie er hysterisch und wollte gerade die Schwester rufen, als ihn Shawn zurück hielt.
„Das wissen die schon. Deshalb hat das ganze Isolationszeugs erst angefangen. Ich werde morgen auch nicht nachhause dürfen.“ Shawn sah enttäuscht auf seinen Controller und drückte wahllos irgendwelche Knöpfe.
„Oh man, Shawn, wieso erzählst du mir sowas nicht?“ Gus war entsetzt und bemerkte erst jetzt, dass Shawn heute überhaupt keine Haare mehr auf dem Kopf hatte.
„Und deine Haare… Sie sind jetzt komplett weg. Und.. und deine Augenbrauen auch fast.“ stotterte er und fasste sich erschrocken an den Kopf als er die nichtvorhandenen Wimpern sah.
„Und deine Wimpern…“ Shawn grinste nur, da ihm die Haare mittlerweile völlig egal waren.
„Ja, jetzt können wir den Club der Glatzköpfe gründen, Gus.“ Gus war immer noch etwas geflasht aber lachte mit seinem Freund, der jetzt erst so richtig krank aussah. Das tat er ohnehin schon mit seinem eingefallenen dürren Gesicht und den T-Shirts, die viel zu locker an ihm herunter hingen. Doch ohne Haare und Augenbrauen sah er noch viel schlimmer und kränker aus.
„Gus, guck nicht so…“ murmelte Shawn, der den besorgten Blick seines besten Freundes bemerkte.
„Ich kann nicht anders. Jetzt wirkt das alles so real.“ Shawn musste ihm zustimmen, doch es reichte schon, wenn er derjenige war der negativ dachte. Gus war doch dazu da um ihn aufzumuntern, nicht um traurig zu sein. Doch er verstand ihn auch, denn er wäre vermutlich noch viel schlimmer, wenn Gus derjenige im Krankenbett wäre. Er würde wahrscheinlich hysterisch herumbrüllen, wenn Gus plötzlich keine Augenbrauen mehr hätte und ihm die Wimpern ausfallen würden.
Er wurde aus seinen Gedanken gerissen, als zusätzlich drei vermummte Gestalten in sein Zimmer kamen.
„Jules, Lassie, Dad!“ krächzte er fröhlich, als er das Trio auf sich zukommen sah.
„Warum muss ich mir diesen Quatsch anziehen, Spencer?“ fragte Lassie sofort und deutete dabei auf seinen Mundschutz und die Handschuhe, die irgendwie nicht über seine Hände gehen wollten. Shawn erklärte das Gleiche den drei Neuankömmlingen, wie vorhin Gus und verschwieg ihnen ebenfalls, dass er bereits eine Infektion hatte.
„Und er ist bereits krank.“ alle, vor allem sein Vater waren entsetzt und Shawn warf Gus einen bösen Blick zu der ihm „Verräter“ sagen sollte. Auch die drei wurden von Shawn’s Erscheinungsbild abgelenkt nachdem sie seinen kahlen Kopf sahen.
„Bist du sie nun endlich losgeworden?“ fragte Henry und deutete mit dem Finger auf seine eigene Glatze.
„Da heute früh mein ganzes Kopfkissen voller Haare war und nur noch ein paar einzelne Haarbüschel auf meinem Kopf waren, hab ich beschlossen sie endgültig abzurasieren.“ Lassie musste schmunzeln und verschränkte die Arme vor seinem Körper.
„Und ich dachte, ich werde vor dir kahl.“ Shawn versuchte, gestellt geschockt zu wirken.
„Oh..mein..Gott, Lassie? Hast du etwa einen Witz gemacht?“ Jules fing heftig an zu lachen und auch die anderen im Raum mussten grinsen, während Lassiter nur genervt die Augen verdrehte.
Alle verstummten als Shawn erneut zu Husten begann, diesmal heftiger als zuvor. Henry war sofort an seiner Seite und klopfte ihm auf den Rücken.
„Ich hab mich doch nicht verschluckt, Dad.“ meinte Shawn halb keuchend, halb lachend. Henry zuckte nur mit den Schultern und sah stirnrunzelnd zu seinem Sohn.
„Hätte ja sein können dass es trotzdem hilft.“ Shawn seufzte als er sich endlich wieder beruhigt hatte und lehnte sich in sein Kissen und schloss die Augen.
„Sollen wir dich alleine lassen? Möchtest du ein wenig schlafen?“ fragte Jules sofort und Shawn öffnete blitzartig wieder seine müden Augen.
„Nein, bitte nicht! Mir geht’s gut.“ Seine Aussage war leider nicht ganz glaubwürdig als ihn ein erneuter Hustenanfall heimsuchte. Als auch dieser langsam nachließ, hatte Shawn anscheinend wieder mehr Probleme beim atmen und seine Freunde reagierten sofort.
„Shawn? Soll ich einen Arzt rufen?“ fragte Gus hysterisch und legte besorgt seine Hand auf seinen Arm, der glühend heiß war.
„Nein, dreht mal nicht alle durch. Das wird schon wieder.“ meinte er keuchend und versuchte tiefe Atemzüge zu machen. Durch die Nase ein und durch den Mund wieder aus, so wie er es bei der Atemtherapeutin gelernt hatte, die zwei mal die Woche zu ihm kam. Jetzt reagierte auch Lassiter und reichte dem Fake-Hellseher den Sauerstoffschlauch, der unbenutzt über Shawn’s Bettgitter hing.
„Vielleicht solltest du den auch benutzen.“ meinte er und Shawn dachte fast, etwas Sorge in seiner Stimme zu hören, oder hatte er sich getäuscht?
Er nahm dankend an und wartete einen Augenblick, bis es tatsächlich besser wurde. Nicht viel musste er sich eingestehen, aber es war auf jeden Fall besser, als ohne Sauerstoff. Trotzdem atmete er immer noch schwer und es war ziemlich unangenehm ihm dabei zuzuhören, wie er nach Luft rang.
„Ich werde trotzdem einem Arzt bescheid geben, nur zur Sicherheit.“ sagte sein Vater und wurde von Gus begleitet.
„Kann ich kurz auf die Toilette gehen?“ fragte Juliet und Shawn wollte schon zustimmen, als ihm einfiel, dass sie das ja gar nicht durfte.
„Oh halt Jules. Du darfst nicht auf meine Toilette gehen, wegen der Infektionsgefahr und so. Du musst wohl das Besucherklo draußen auf dem Gang benutzten.“ Jules nickte und verschwand eilig aus der Tür.
„Sie hat schon bevor wir losgefahren sind gesagt, dass sie auf’s Klo muss. Ich bin überrascht dass sie das so lange durchgehalten hat.“ murmelte Lassiter und sah zu Shawn, mit dem er das erste mal seit seiner Diagnose alleine war.
Beide schwiegen für einen Moment, da keiner so recht wusste, was er sagen sollte bis Lassie seinen ganzen Mut zusammen nahm und Shawn seine Gefühle preisgab. Zumindest so gut er konnte.
„Hör zu, Spencer. Werd bitte so schnell es geht wieder gesund, O’Hara dreht sonst noch durch und ich muss den ganzen Tag Babysitter spielen.“ Shawn musste grinsen, da er genau wusste, dass Lassie seine Partnerin als Ausrede nahm um nicht derjenige zu sein, der sich Sorgen um ihn machte. Zumindest wollte er ihm das weiß machen, aber einem Shawn Spencer machte keiner so schnell etwas vor.
„Ich bin echt gerührt, Lassie.“ Lassiter seufzte nur, da er vermutete, dass Shawn ihn durchschaut hatte aber das war ihm mittlerweile egal. Es stand zu viel auf dem Spiel um irgendjemandem etwas vorzumachen.
„Es tut mir leid, Spen…Shawn. Wirklich leid.“ Shawn war überrascht, wie ehrlich das klang und musste feststellen, dass Lassie das einfach ernst meinte. Noch nie hatte er den leitenden Detective so traurig gesehen, geschweige dem ihn seinen Vornamen sagen hören und es macht ihn fertig, dass er der Grund für den Auslöser war. Auch wenn Lassie’s unsoziale, ruppige Art manchmal sehr anstrengend, wenn nicht sogar verletzend war, wäre es ihm doch lieber wenn alles dabei bleiben würde und er dafür keine Leukämie hätte.
Zum dritten mal seit Lassie da war, bekam Shawn einen Hustenanfall, der von mal zu mal schlimmer wurde und nach diesem fiel es Shawn wirklich ernsthaft schwer zu atmen und er lehnte weit mit seinem Oberkörper nach vorne um seine Lungen besser zu belüften. Lassiter konnte nichts anderes tun als ihn dabei zu unterstützen und ihm gut zu zureden. Gerade im richtigen Moment kam sein Dad und Gus mit Dr. Moran an seiner Seite ins Zimmer und der Arzt reagierte sofort.
„Leg dich hin Shawn!“ sagte er etwas lauter, doch Shawn hörte nicht auf ihn, also wandte er sich an Lassiter und Henry.
„Helfen Sie mir ihn hinzulegen.“ Sofort halfen sie dem Arzt, Shawn wieder richtig ins Bett zu legen, der mittlerweile seltsam krumm an der Bettkante saß. Dr. Moran tauschte die Sauerstoffbrille durch eine Maske aus und stellte den Sauerstoff auf 6 Liter hoch.
„Atme tief ein und aus Shawn.“ versuchte er ruhig zu seinem Patienten zu reden und legte seine Hand dabei auf seine Schultern.
Durch den Sauerstoff wurde es schnell besser und Shawn schlief bald darauf ein, da sein Körper von der ganzen Tortur sehr geschwächt war. Juliet, die gerade dann zurück kam, als Shawn keuchend mit der Maske im Bett leg, war geschockt und hielt sich die Hand vor den Mund.
„Es ging ihm doch gerade noch gut..“ nuschelte sie weinerlich und Lassiter kam sofort zu ihr und nahm sie in den Arm. Ihn nahm das anscheinend selbst sehr mit und wurde plötzlich zur Überraschung aller, sehr sensibel.
„Shawn schafft das, O’Hara.“ flüsterte er ihr ins Ohr und hoffte schwer, dass er recht behielt.


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Und, wie fandet ihr's? Wäre schön etwas mehr Feedback zu bekommen, es fällt mir sonst wirklich schwer weiterzuschreiben.. Gebt euch nen Ruck, tut ja nicht weh ;)
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