The Risks I Take For You

von -Myaka-
GeschichteAllgemein / P18 Slash
Bebe Stevens Eric Cartman Jesus Kenny McCormick OC (Own Character) Phillip "Pip" Pirrup
04.07.2016
07.06.2020
46
55.163
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04.07.2016 1.361
 
Die Vögel begannen zu zwitschern und die ersten Sonnenstrahlen rissen die Dunkelheit entzwei. Verzaubert von diesem Schauspiel starrte Philip Pirrup, oder eher bekannt unter dem Namen ' Pip', nach draußen und lenkte sich damit von seinen Sorgen ab. Die Miete war nämlich bald fällig und zu allem Übel wurde er letzte Woche von seinem Teilzeit-Job gefeuert.
Seufzend stieß er sich vom Fenster und trabte in das kleine, stockdunkle Badezimmer, um sich für die Schule fertig zu machen. Übermüdet starrte er sein blasses Spiegelbild an. Unter den blauen, stumpfen Augen erkannte man schon tiefe Augenringe und das blonde Haar hatte mit den Jahren an Glanz verloren. Nach dem Tod von seinen Eltern, musste sich Pip selbstständig durch zahlreiche Mini-Jobs über Wasser halten, während er nebenbei noch fleißig lernte.
Zeit für sich hatte er keine. Schon gar nicht für Freunde, wenn er überhaupt welche hätte. Er kannte den Grund nicht, aber irgendwie schienen ihn die Anderen noch nie gemocht zu haben. Weder früher in der Grundschule, noch jetzt in der High-School. Mit einem bitteren Lächeln kämmte er sich seine Haare, nachdem er sein Gesicht wusch. Anschließend schlüpfte er in eine hellblaue Jeans und zog über seinen schmalen Oberkörper ein schlichtes, weißes Hemd.

Da es draußen außerdem noch ziemlich kühl war, warf er sich seine geliebte rote Jacke über die Schultern und setzte sich die altmodische, braune Gatsby Kappe seines Vaters auf. Er besaß dazu sogar noch die passende Fliege, welche er früher als Kind immer getragen hat.
Ein letztes Mal sah er sich in seiner kleinen Wohnung um, bevor er sich auf den Haken umdrehte und rauslief. Zwar war sein jetziges Heim keine Villa, aber er hatte hier die drei wichtigsten Dinge die er fürs Leben brauchte:

1. Ein Badezimmer mit einer Dusche (ABER es war fensterlos, hatte Schimmel, der Spiegel war zum Teil zerbrochen und es gab keinen Duschvorhang)

2. Eine funktionierenden Herd mit Spülbecken (ABER keinen Backofen, Küchenschränke und der Herd fraß eine Menge Strom, weswegen er diesen nur selten benutzte)

3. Ein einigermaßen komfortables Bett (im Grunde war es einfach eine Matratze auf den Boden mit einer dünnen Decke drauf)

Heute war der erste Tag des neuen Schuljahrs. Das hieße, dass heute vielleicht alles anders für Pip werden würde. Oder jedenfalls hoffte er das. Motiviert setzte sich der blonde Brite an seinen Platz und holte seine benötigten Unterlagen raus. Seine restlichen Mitschüler folgten seinem Beispiel zwar nicht, aber auch sie setzten sich mit ein wenig Nachdruck des Lehrers auf ihre Plätze.
Er hatte heute sogar extra Glück, denn Eric Cartman schien nicht in der Laune zu sein ihm irgendwelche Aufmerksamkeit zu schenken. Er ärgerte Pip nämlich schon seit ihrem ersten Treffen in der Grundschule. "Gute Morgen Klasse. Ich hoffe ihr hattet alle schöne Ferien. Zuallererst habe ich eine spannende Neuigkeit für euch: Wir haben einen neuen Schüler." verkündete der Lehrer und die gesamte Klasse begann wild zu tuscheln.
"Ein neuer Schüler?"
"Ich hoffe er sieht heiß aus!"
"Ob er wohl sitzen geblieben ist?" flüsterten neugierige Stimmen hin und her.
"Ich werde euch jetzt euren neuen Stundenplan austeilen und danach den Neuling vorstellen." erklärte der Erwachsene seine Vorgehensweise und drückte Wendy einen Stapel Blätter in die Hand, bevor er selbst aus dem Zimmer verschwand.

Nachdem die Zettel die Runde gemacht hatten und sich jeder ausgiebig über die Verteilung der verschiedenen Stunden ausgelassen hat, wurde die Tür schwungvoll aufgerissen und der Lehrer trat wieder rein. Hinter ihm lief ein dunkelhaariger Junge, welcher skeptisch in die Klasse blickte. "Also das ist Damien Thorn. Er ist aus… Hell hergezogen. Sag mal wo liegt den diese Stadt?"
"Putnam Township, in Livingston County im Michigan. Es liegt an der Grenze zu Washtenaw County." antwortet der Fremde unberührt. Sofort begannen die Mädchen aus der Klasse sich zuzuraunen wie gut er doch aussah und ob er wohl schon eine Freundin hätte. Pip hingegen spannte seinen ganzen Körper an. Er wusste jedoch nicht ob es wegen der Freude oder Angst war.
Es war als ob es gestern gewesen wäre, als der Sohn Satans in seiner Grundschulklasse ging und als einziger freiwillig seine Zeit mit ihm verbracht hatte. Umso schmerzhafter war es dann für ihn, als Damien ihn in die Luft jagte, nur um von den Anderen akzeptiert zu werden."Damien setzt du dich bitten an einem freien Platz damit wir mit dem Unterricht anfangen können?"

Der schwarzhaarige scannte seine Umgebung mit seinen Augen und wiegte gedanklich ab, welcher Platz ihm wohl am besten zusagen würde. Er hätt da zunächst mal die Chance neben einer Blondine mit stark gekräuselten Haar zu sitzen, aber er konnte ihren Parfumgestank schon von 5 Metern riechen, weswegen er sich dagegen entschloss. Zwar gab es noch einen freien Stuhl neben einen brünetten Fettsack, jedoch wollte Damien diesen Platz noch nicht mal in Erwähnung ziehen.
Nicht noch, dass der ihn während einer Heiß-Hunger-Attacke verspeiste. Deshalb wanderte er gedankenlos zu einem Tisch hinter einem blonden Jungen mit einer Gatsby Kappe. Er setzte sich auf den klapprigen Stuhl und starrte gedankenverloren aus dem Fenster. Erst nach einigen Minuten bemerkte er, wie der Bursche vor ihm nervös auf seinen Stuhl hin und her rutschte.
'Was hat denn der?' dachte er sich dabei und beobachtete sein Gegenüber eine Weile länger. Das Blondchen hingegen wollte sich noch einmal vergewissern, dass da wirklich DER Damien aus der 4ten Klasse hinter ihm saß und drehte sich deswegen kurz und heimlich um, nur um direkten Augenkontakt mit ihm zu machen. Beide sahen sich wenige Sekunden tief in die Augen, bis Damien endlich die peinliche Stille brach:

"Kann ich helfen?"
"E-Eh… N-Nein, Entschuldigung!" stotterte der Brite aufgeregt und drehte sich augenblicklich wieder um.
"Merkwürdiges Kind." murmelte Damien kaum hörbar. Am Ende der Stunde standen sämtliche Schüler auf und verschwanden überglücklich in die Pause. Alle bis auf unseren lieben Pip, welcher sich zuallererst gründlich umschaute, bevor er den Klassenraum verließ.
Er war sich ziemlich sicher, dass Eric nur darauf wartete sich auf ihn zu stürzen. Und er hatte Recht: Kaum war der gerade mal 1,60 m große Junge aus dem Raum getreten, so wurde er schon gleich von dem breitgrinsenden Fettsack begrüßt. "Na Pip. Lust auf ein Spielchen?" Selbst wenn er verneint hätte, so hätte es nichts gebracht. Um Hilfe schreien würde auch nichts bringen, denn sogar die Lehrer konnten den armen Philip aufs Ganze nicht ausstehen.
Nun ja, alle bis auf Mr. Frenden, der wohl einzige beliebte Mathelehrer in ganz Colorado. Er war recht groß mit haselnussbraunen Haar und tiefgrünen Augen. Er hatte immer solch ein liebes, freundliches Lächeln auf den Lippen und für jeden Schüler stets ein offenes Ohr. Außerdem half er Pip des Öfteren mit Problemen in und außerhalb der Schule. "Hey du dreckiger Franzose, ich rede mit dir!" grollte Eric und packte ihm an seinem Kragen.

"B-Bitte lass m-mich los!" entgegnete Pip ehrfürchtig. Immerhin wusste er ganz genau, wozu Eric alles in der Lage war, wenn er WIRKLICH schlechte Laune hatte. Und darauf könnte er wirklich verzichten. "Oh keine Sorgen ich werde dich gleich loslas-" "Was geht denn hier vor?" wurde er kurzzeitig unterbrochen. Mürrisch drehte er den Kopf um, nur um daraufhin schnell von dem zitternden blonden Jungen zu weichen.
Anscheinend wurden sie von Mr. Frenden erwischt. "Nichts Sir. Ich hab mich lediglich mit Pip über unsere Referat in Geschichte unterhalten, nicht wahr?" Cartmans braunen Augen durchbohrten und zwangen ihn zu einem Nicken. "Na dann geh ich in die Cafeteria. Wir sehen uns später." verabschiedete sich der Fettsack und stampfte davon. "Vielen Dank Mr. Frenden!" Erleichtert atmete der Blondschopf auf und lehnte sich gegen die Wand.
"Philip, wie oft soll ich dir sagen, dass du mich ruhig William nennen kannst, wenn wir unter uns sind?" lachte der relativ junge Mathelehrer auf ehe er beschützend  seine Hand auf dessen Schulter legte.
"Ist wirklich alles okay?" hakte er nochmal nach und sah über seine Brillengläser.
"Ja, danke für die Nachfrage William." betonte dieser erneut.
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