Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Khamazandu....!

Kurzbeschreibung
GeschichteHumor, Mystery / P16 / MaleSlash
Held ohne Schicksal OC (Own Character)
04.07.2016
04.07.2016
1
1.118
2
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
 
04.07.2016 1.118
 
Sanft lege ich den Leichnam des Kriegsgeweihten auf den Boden, schließe seine Augen und stehe auf. Drehe mich zu dem großen Stein um, auf den das Siegel des Niskaru-Lords Khamazandu aufgemalt ist. Goldene Kreise fliegen über die Oberfläche, wie Wellen die durch einen Stein ausgelöst werden. Fasziniert strecke ich meine Hand danach aus. „Mein Kind. Sei gesegnet“, ertönt da plötzlich die Stimme von Khamazandu. Ich erstarre und starre das rote Auge an, das sich in der Mitte des Siegels befindet. Dann lege ich meine Hand auf den Stein und lächle sanft, als ich die sanfte und angenehme Wärme spüre, die durch mich hindurch fließt. „Du hast in Mel Senshir großes vollbracht. Ich bin stolz auf dich. Du brauchst mich nicht hier aufzusuchen, ich bin überall bei dir, mein Kind.“, meinte Khamazandu.
Ich trete einen Schritt zurück und mustere das Siegel genauer. Eigentlich wäre es mal schön Khamazandu zu sehen….seine Stimme hört sich angenehm an. So weich und wohltuend…wie eine warme schützende Decke. Ein belustigtes Lachen erklingt.
„Du vergleichst mich mit einer Decke, mein Kind?“, ich lächelte schwach und setzte mich hin. Gerne würde ich noch mehr von seiner Stimme hören. Sie hörte sich so angenehm an. „Mein Kind, du sollst nicht hier sitzen bleiben. Geh. Ich bin immer bei dir. Egal wo du bist.“
Überrascht sehe ich zu dem roten Auge auf. Dann hat er mir in Mel Senshir geholfen? Diese Wärme, die ich kurz gespürt habe, als ich den Niskaru-Lord angegriffen hatte, war er dass…?
„Ja, das war ich, mein Kind.“
Seine Stimme jagt mir einen angenehmen Schauer über den Rücken. Wieder lacht er amüsiert und dann glüht das Siegel auf. Wie gebannt starre ich das Siegel an. Heraus tritt….ein purpurrotes Monster. Die rot glühenden Augen mustern mich. „Ich habe dir geholfen den Niskaru-Lord zu besiegen. Auch wenn ich gern gesehen hätte, wie du dich ohne meine Hilfe geschlagen hättest. Du bist mein Schwert in dieser Welt. Mein Vermittler.“, die Zunge schnellt hervor und die roten Augen glühen kurz auf. „Du bist anders als die Anderen, die hier waren. Irgendwie….riechst du auch ganz anders.“
Vielleicht liegt das auch daran, dass ich kein Schicksal habe…oder dass ich das Schicksal einfach so manipulieren kann. Oder dass ich aus dem Seelenquell gekommen bin. Ja, vielleicht dass. Das ich schon mal tot war. Es war schon erschreckend zwischen all den Leichen wieder auf zu wachen.
Und dann das Ventrinio nur so wenige Informationen über mich hatte! Octienne weiß vermutlich mehr über mich. Was mir aber auch nicht mehr aus dem Kopf geht ist der Satz vom Hochkönig des Hof des Sommers. Kind von zwei Vätern. Wer waren meine Eltern….? Und vor allen: Was hat mir in Alabastra den gar aus gemacht..?
Eine warme Hand unterbrach meine Gedankengänge und als sich blutrot glühende Augen in meine bohrten, spürte ich die Röte auf meinen Wangen. Ein Grinsen liegt auf dem Gesicht des Niskaru-Lords. „Du denkst zu viel nach“, murmelt er und stupst mir dann auf die Nase. „Ich glaube ich begleite dich eine Weile. Könnte ziemlich lustig werden.“, sagte er und grinste breit.
Dann richtet er sich wieder auf und zieht die blutrote Robe wieder gerade. Seine Haut ist ungewöhnlich bleich, aber seine Augen sind das außergewöhnlichste an ihm. Ich lächle und nicke, drehe mich dann um und verlasse mit ihm den Wolkengipfel.
„Ich war noch nie hier unten….bisher habe ich immer alles aus deinen Augen beobachtet. Jetzt selbst hier zu sein ist etwas….fremd, aber ich mag es jetzt schon.“

„Ich hasse es hier….! Am nervigsten sind die Boggarts und diese Sumpf-Borkas…!“, zeterte Khamazandu und kämpfte mit einer Liane, die sich um seinen Oberkörper gewunden hatte. Die Liane stellte sich dann als Sumpf-Borka heraus. Er schlug dem Monster mit einem seiner langen Klingen, die aus seinem Handgelenk wuchsen, den Kopf ab und fletschte seine leicht scharfen Zähne, sah dann zu mir. „Befreist du mich…?“, fragte er mich.
Ich nickte und holte ein paar Dolche hervor, schnitt ihn dann los. Er stolperte ein paar Schritte nach vorne und ich fing ihn auf. Meine Augen weiteten sich, als ich spürte, dass unsere Lippen aufeinander lagen. Ich sah direkt in seine rotglühenden Augen, konnte darin es darin aber neckisch funkeln sehen. Khamazandu forderte mich heraus…! Ich trat einen Schritt zurück und wollte mich so aus dem Kuss befreien, rannte aber geradewegs einer weiteren Sumpf-Borka in die Fangarme. Khamazandu lachte und sah zu, wie ich die Sumpf-Borka zu Feuerholz verarbeitete. Und zwar wortwörtlich. Mit meinen Feuer-Chakrams setzte ich alles in Flammen was mir zu nahe kam. Aber wirklich alles. Ich musste beim Werfen immer aufpassen, um nicht Khamazandu zu erwischen. Dieser hatte ein wenig Respekt vor meinen Feuer-Chakram. Hatte er doch gesehen, wie sie sich durch die Tuatha gemäht und etliche Niskaru erschlugen hatten. Wenn die Feuer-Chakram nicht wirken, sprang ich entweder auf Magie um oder benutzte den Mystischen Hammer. Diese Waffe ließ den Niskaru-Lord aber immer leicht zusammen zucken und für einen Moment wirkte er wie ein verängstigtes Kind, fing sich dann aber wieder.
Einmal hatte ich gesehen, wie er den Hammer anfauchte. Ich glaube bei Bedarf ziehe ich ihn mal damit auf.
In letzter Zeit war er mir gegenüber viel provokanter geworden….hatte es etwas damit zu tun, dass ich mich begann für andere zu interessieren?
Ein Tippen auf meine Schulter holte mich erneut aus meinem Gedankengang.
„Ich will ja jetzt nicht unhöflich sein, aber da hinten kommen drei Jottun an. Und….von rechts nähert sich eine Horde Elfen mit drei Elfen-Champions.“, Khamazandu sieht mich an und grinst breit. „Also mähen wir erstmal die Elfen mitsamt den Champions nieder und kümmern uns dann um die Dicken Jottun.“, stellte er kurzerhand den Plan auf.
Ich nickte und lächelte, zog meine Feuer-Chakram und ging auf die Elfen los.

Die Elfen waren wenig später besiegt und mit dem Mystischen Hammer mähte ich die Jottun nieder. Khamazandu leistete mir Treue Dienste, indem er sie ablenkte, reizte und er konnte wohl offensichtlich ihre Sprache sprechen, denn er grollte immer wieder verschiedene Worte und die Jottun sprangen darauf an, grollten zurück und griffen ihn an, rannten dabei direkt in meinen Mystischen Hammer.
Ein paar heftige Schläge später kniete ich über der Leiche der Jottun und stütze mich keuchend auf dem Hammer ab. Khamazandu kletterte zu mir hinauf und zog dann vorsichtig meine Robe beiseite. „Du bist verletzt…“, meinte er dann und legte eine Hand auf die große Wunde. Ich schrie vor Schmerz auf und Khamazandu verengte die Augen. „Verdammte Jottuns…!“, fauchte er dann und heilte die Wunde mit rötlich schimmernder Energie. Keine verderbte Energie der Prismere…
Khamazandu schnaubte und murrte dann: „Vergleiche meine Magie nicht mit diesen verderbten Kristallen!“
Review schreiben
 
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast