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Feelings

Kurzbeschreibung
KurzgeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Het
Blaine DeBeers Peyton Charles
29.06.2016
29.06.2016
1
3.156
3
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Dieses Kapitel
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29.06.2016 3.156
 
A/N: Hallu~ ich komm eben mal mit einem Oneshot um die Ecke :D
Vor allem mit einer Kategorie, die es so nicht hier auffanfiktion.de gibt, aber seis drum :D
Ich feier diese Serie einfach so hart und wollte einfach mal ein Oneshot hierzu schreiben :)

Ich würde mich um jegliche Rückmeldung freuen! Und vielleicht findet ihr ja gefallen an dieser Serie und schaut sie euch selbst mal an? ;) Der Humor kommt jedenfalls nie zu kurz! :D

Liebe Grüße
eure SweetChocolate :3



***


Feelings
-Only Chapter-
a Oneshot by SweetChocolate

*


Der größte Fehler meines Lebens. Immer wieder tauchten diese Wörter in seinem Schädel auf, sodass er gezwungen war sich kurz an eine Wand anzulehnen, als er das Anwaltsbüro endlich verlassen hatte.
Eigentlich sollte es ihm nichts ausmachen. Immerhin war Peyton nur Mittel zum Zweck und einen kleinen Snack nebenbei hatte noch nie jemanden geschadet.
Na gut. Es zählte vielleicht nicht gerade zu seinen brillantesten Ideen, mit der Frau in die Kiste zu hüpfen, die ihm Immunität gab. Aber was sollte er schon machen. Er war schließlich auch nur ein Mann und der Alkohol an dem Abend hatte sein Übriges getan.

Das wirkliche Schlimme an der Sache fand er jedoch, dass sie ihn so vorgeführt hatte. Die Tatsache, dass sie Bescheid wusste über das Team Z hatte die gesamte Lage irgendwie für ihn verschlechtert. Eigentlich sollte sie darüber gar nichts wissen. Aber nein. Liv konnte offenbar nicht die Klappe halten. Wie viel hatte sie Peyton noch erzählt? Offenbar die ganze ungeschönte Wahrheit über ihn. Ansonsten hätte sie niemals so abweisend reagiert.

„Was mache ich mir darüber noch Gedanken…“, murmelte Blaine und stieß sich von der Wand ab.

Seine Hände fuhren rasch durch seine weißblonden Haare und nur kurz sah er noch einmal auf das Anwaltsbüro zurück. Ließ seinen Blick gen oben schweifen und konnte gerade noch einen Schatten auf einer der oberen Etage erkennen, wie dieser sich schnell vom Fenster wieder entfernte.

Im selben Augenblick erklang das Klingeln seines Handys und er zückte es aus seiner Stoffhose heraus. Ein kurzer Blick auf das Display verriet schon nichts Gutes. Mit einem Schwung klappte er das Handy auf und nahm das Gespräch entgegen.

„Was gibt’s Don E.?“ …




Hatte sie das Richtige getan? Nervös ging Peyton in ihrem Büro auf und ab. Liv war schon wieder gegangen und somit war die braunhaarige Frau wieder alleine. Hing ihren Gedanken nach.
Sie hatte definitiv richtig gehandelt. Das war ein verteufelter Ausrutscher gewesen und genau das wollte sie ihm klarmachen. Hatte sie überhaupt jemals so einen diversen Fehler begangen? Noch nie hatte sie sich verleiten lassen mit einem Klienten auf diese Weise in Kontakt zu treten. Mal davon abgesehen, dass er in diese ganze Zombiesache verstrickt gewesen war. Selbst ihre beste Freundin Liv hatte sich in Rage geredet, als sie ihr zuvor gebeichtet hatte, mit Blaine geschlafen zu haben.

Auch wenn all das rational gesehen, völlig richtig war… wieso fühlte sie sich dann dennoch so schlecht?

Der erste Moment, als er vorhin das Büro betreten hatte, war da einfach nur Wut und Hass gewesen und jetzt? Jetzt als sie alleine war, brach einfach alles in ihr ein. Sie hatte Blaine auf eine verkorkste Weise vertraut. Einem Kerl, den sie eigentlich zuvor gar nicht wirklich kannte. Sie hatte ihm Dinge erzählt aus ihrem Leben, die sie besser für sich behalten hätte.

Vorsichtig trat Peyton ans Fenster und sah hinaus. Ihre Augen suchten den unteren Bereich ab, als ob sie genau wüssten, was sie suchen sollten. Und tatsächlich, fand sie den blonden Mann nicht weit vom Anwaltsbüro stehen. Er lehnte an einer Hauswand und schien auch nicht gerade wirklich zufrieden mit der Situation zu sein.
Ihretwegen? Oder zerfiel nun sein perfekter Plan? Wieder kochte die Wut hoch. Wie sollte das bloß weitergehen, jetzt nachdem das zwischen ihnen passiert war? Er war immer noch ihr Kronzeuge für die Anklage gegen Mr. Boss. Sie konnte nicht auf ihn verzichten. Aber andererseits…
…würde sie ihm am liebsten den Tod wünschen. So einen richtigen Tod. Keinen Zombietod.

Die blonde Person löste sich gerade aus seiner Starre und keine halbe Sekunde später schauten Blaines blaue Augen ihr entgegen. Sie erschrak sofort und ging mehrere Schritte vom Fenster weg.
Ihre rechte Hand legte sich auf ihren Mund, um zu verhindern, dass irgendein Ton ausbrechen konnte. Sie stand wie vor einem Nichts. Ein schwarzes, großes Loch zusammen mit einem gebrochenen Herzen.




Es sind ein paar Tage vergangen und obwohl Blaine sich mit allem versuchte abzulenken, konnte er dennoch nicht aufhören an Peytons Gesicht zu denken. Wie sie ihn hassgefüllt angesehen hatte und wütend das Tabasco in den Drink für Liv schüttete.

Ihm war nicht klar, wieso er so misslaunig über diese Tatsache reagierte. Selbst Don E. und Chief hatten laut ihre Meinung kundgetan. Nun ja. Chiefs Textnachrichten waren zwar nicht laut, aber nervig. Und für gewöhnlich hielten sich seine beiden Angestellten eigentlich aus allem Privaten raus, was er außerhalb des Bestattungsinstitut tat.

So wie auch jetzt. Vor einer guten Stunde, es war schon nach Mitternacht, hatte er sich in sein Auto gesetzt und wollte eigentlich nur ein bisschen durch die Stadt kurven. Jedoch wurde daraus nichts. Im Endeffekt hatte er dreißig Meter vor dem Anwaltsbüro an einem Straßenrand geparkt und das Gebäude beobachtet. Neben sich hatte er eine Flasche Whiskey stehen, von der er ab und an einen Schluck zu sich nahm.
Vielleicht könnte man das auch als Mut antrinken bezeichnen.
Von einer Minute auf die andere, hatte er sich Pro und Kontra zugeflüstert, was nun besser war. Sie in Ruhe lassen und darauf hoffen, dass sie sich bald melden würde, wegen ihrer Zusammenarbeit, oder er würde jetzt da reingehen und… und… keine Ahnung was er da drin machen wollte. Aber eines war sicher. Er musste da etwas aus der Welt schaffen.

Mit einem Enthusiasmus schraubte er die Whiskeyflasche zu und warf sie danach achtlos auf die Polster der Rückbank. Er hatte sich entschieden. So viel er auch intus hatte, würde er morgen sich vielleicht gar nicht mehr daran erinnern. Also nicht viel zu verlieren.

Blaine stieg aus seinem Wagen und schlug die Fahrertür geschmeidig wieder zu. Mit den Händen in seiner Stoffhose ging er zielstrebig auf den Haupteingang zu…




Tastaturgeräusche waren laut klackernd zu hören. Der Bildschirm flackerte leicht, doch Peyton war nicht davon abzuhalten, ihre Arbeit heute Nacht noch zu Ende zu bringen. Alles was sie bisher über Mr. Boss zusammengetragen hatte, verfasste sie auf ein einziges Dokument. Sie schrieb alles nieder, fügte Bilder hinzu, Diagramme und Verbindungslinien. Namen, Adressen, begangene Straftaten…

„Miss Charles?“, kam die Frage von der Tür, sodass sie aus ihren Gedanken gerissen wurde. Sie blickte kurz auf, nur um ihre Sekretärin anzusehen, „Ich werde dann gehen. Bitte machen Sie nicht mehr allzu lange. Morgen ist auch noch ein Tag.“

„Ich werde es versuchen.“, lächelte die Braunhaarige ihr entgegen, „Schönen Feierabend.“

„Danke, Ihnen auch.“

Kaum als die Tür wieder zufiel starrte sie erneut auf ihren Bildschirm. Es war die beste Lösung gewesen, die ihr eingefallen war, um alles was mit Blaine privater Natur zu tun hatte, abzulenken. Es fiel ihr schwer, die letzten Nächte einzuschlafen, da ihr der blonde junge Mann einfach nicht aus dem Kopf gehen wollte. Also versuchte sie einfach diese Tatsache auszusperren und sich auf das wesentliche zu konzentrieren.

Wenn sie genauer darüber nachdachte, war ihr Schachzug nicht einmal dumm. Als vor ein paar Wochen Mr. Boss höchstpersönlich in ihrem Büro stand und er ihr offensichtlich gedroht hatte, war es sicherlich eine gute Idee, eine Sicherungskopie ihrer gesamten Arbeit zu haben. Sie würde einen externen Datenträger brauchen, und den würde sie vielleicht an Liv oder Ravi weitergeben, für den Fall, falls ihr etwas passieren sollte. Damit hätten sie sicherlich Chancen Mr. Boss endlich dranzukriegen.

Als sie weitere Daten eingab, bemerkte sie nicht wie die Tür erneut aufging. Jedoch leiser und ohne ein Geräusch zu hinterlassen. Peyton war so auf ihre Arbeit konzentriert, dass ihr der Schatten neben ihr gar nicht auffiel…




Je weiter er dem oberen Geschoss kam, umso langsamer wurde Blaine. Kaum zu glauben, aber der Mut verließ ihn gerade. Vielleicht sollte er doch wieder umdrehen und noch einmal ein paar Nächte darüber schlafen. Wie sehe das überhaupt aus, wenn er nach nur vier Tagen Funkstille als Erster wieder auf ihrer Matte stand. Das war einfach lächerlich und nicht gerade Balsam für sein Ego. Ja. Eigentlich müsste er warten, bis sie sich melden würde. Als Erste. Und wenn es nur um weitere Informationen ging. Aber die Braunhaarige sollte dafür den ersten Schritt tun… auf keinen Fall-

Er brach seine Gedanken ab, als ohne jegliche Vorwarnung sich seine Nackenhaare aufstellten. Er hob geschockt seinen Arm in die Richtung von Peytons Büro und auch hier stellten sich seine Härchen auf.*²

„Es wird doch wohl kein…“, kam es nur leise aus seinem Mund, bevor er die weiteren Treppen doppelt nach oben nahm.

Er riss sofort die Tür auf und erkannte zuvor nichts außer Dunkelheit. Sie war wohl wieder als Einzige zurückgeblieben. Wie dumm manche waren. Gerade sie, als Anwältin, die einen sehr gefährliche Anklage anstrebte.

Ein Geräusch eines fallenden Objektes ließ ihn erneut aus den Gedanken fahren. Auch wenn es hier stockdunkel war, kannte er sich hier bestens aus. Er eilte durch den engen Flur, bis er schon ihre Bürotür erkannte, aus denen er nun Schreie vernahm und Gepolter.

Blaine zögerte keine Sekunde und stieß die Tür auf. Er erkannte sofort Peyton, die auf dem Boden am Fenster saß und eine weitere unbekannte Person vor ihr stehend. Als diese Person sich zu ihm umwandte, revidierte er seinen Gedankengang, da er dieses Wesen definitiv als weiterentwickelten Zombie identifizierte. Ein Zombie, der wohl nicht regelmäßig sein Hirn bekommen hatte, um noch menschlich zu bleiben.

Der Zombie hatte nun seine ganze Aufmerksamkeit auf den Blonden gerichtet und sprang ihn direkt an. Blaine konnte gerade noch rechtzeitig ausweichen, sodass das gehirnfressende Monster erst einmal Bekanntschaft mit der Glastür machte. Der Kopf wand sich ruckartig und wieder stürmte der Zombie auf ihn zu. Er bekam ihn zu fassen, doch der Blonde konnte ihn gleich weiter an die Wand hinter sich schleudern.

In der kurzen Zeit, in der sich das Ding versuchte sich wiederaufzurichten, suchte Blaine nach etwas Handfestes. Irgendetwas, was er diesem Vieh über den Schädel ziehen konnte. Wieso hatte er nicht seine Waffe aus dem Auto mitgenommen?! Dann wäre das hier eine kurze Geschichte gewesen.

Bevor er noch mehr Zeit verlor nahm er sich einfach den Garderobenständer und holte noch im richtigen Moment aus, um es dem Zombie entgegen zu schlagen. Den Kopf hatte er leider dabei verfehlt.

„So ein Drecksteil…“, fluchte er und brach die viel zu lange Holzstange in zwei Teile.

Mit dem spitzeren Ende ging er auf das Wesen los, welches schon wieder auf ihn draufspringen wollte, doch zeitgleich hob er seine Waffe auf Augenhöhe und stieß zu. Der Garderobenstab durchbrach die Augenhöhle des Zombies und schob sich am Ende durch sein Gehirn nach draußen. Regungslos fiel der Angreifer auf den Mahagoniboden.

Blaine trat noch einmal dagegen, nur um sicher zu gehen und warf dann erst einen Blick auf die verängstigte Anwältin. Er schritt auf sie zu und ging vor ihr in die Knie.

„Ist alles in Ordnung? Hat es dich erwischt?“, fragte er schnell hintereinander, doch die Braunhaarige schüttelte nur ihren Kopf.

Nicht wissend, worauf sie nun geantwortet hatte, packte er nach ihrem Arm, um diese auf Verletzungen zu untersuchen. Peyton ließ es einfach zu. Allerdings stand sie eventuell noch unter Schock. Zum Glück konnte er nirgendswo Kratzspuren feststellen, was ihn ehrlich gesagt beruhigte.

„Komm, ich fahr dich nach Hause.“, sagte er dann und zog sie nun auf ihre zwei Beine.

Eher wackelig und mit ihren Kräften am Ende, ließ sie es ein weiteres Mal geschehen. Der Blonde hatte also nicht viel Aufwand betreiben müssen, um sie nach vorne zu bewegen.




Wie in Trance hatte sich Peyton in sein Auto gesetzt, nachdem er ihr die Beifahrertür aufgehalten hatte. Auf der Fahrt zu ihrem vorrübergehenden Zuhause sprach keiner auch nur ein Wort. Nur das Radio war leise im Hintergrund zu hören.

Die Braunhaarige schaute aus dem Fenster, um ja nicht den Eindruck zu hinterlassen, als ob sie irgendein Gespräch mit ihm anfangen wollte. Denn das wollte sie nicht. Nicht jetzt.

Bisher war ihr noch nie ein richtiger Zombie über den Weg gelaufen und ehrlich gesagt, hätte sie auch lieber darauf verzichtet. Es war schon schwer genug ihre beste Freundin als solches Wesen zu wissen, aber etwas anderes so ein blutrünstiges Etwas vor sich zu haben. Da war Liv doch schon besser im Umgang. Auch wenn Peyton es einvernehmlich vermied in ihre Nähe zu sein, wenn sie gerade dabei war ein Gehirn zu verspeisen.
Sie fand allein den Gedanken immer noch so abwegig und gruselig, aber allmählich konnte sie mit dieser Situation umgehen.

Der Wagen hielt und erst jetzt bemerkte die Braunhaarige, dass sie bei Ravi angekommen waren. Nicht wissend, was sie nun machen sollte, wartet sie einfach ab. Der Ausweg war jedoch schon auf dem Vormarsch.

„Wir sind da.“, sagte er leise und machte eine eindringliche Pause, bevor er weiterfuhr, „Ich würde dich ja noch an die Haustür bringen, aber keiner der zwei Bewohner kann mich riechen. Also… bleib ich lieber hier.“

„Woran das wohl liegt…“, kam es murmelnd aus ihr heraus.

Sie hörte ihn verstimmt aufschnaufen. Als ob er beleidigt wäre. Aber was kümmerte es sie. Das hatte er sich ja wohl ganz alleine zuzuschreiben.

Peyton wollte gerade Anstalten machen endlich diesen Wagen zu verlassen, als ihr heiß und kalt zugleich wurde. Mit einem Ruck sah sie zu Blaine, der sie wohl schon die ganze Zeit beobachtet hatte.

„Was ist mit…diesem… Ding in der Kanzlei? Wenn morgenfrüh das jemand findet, dann-“

„Mach dir darum keine Gedanken. Ich erledige das. Morgenfrüh sieht der Boden wieder wie geleckt aus.“, grinste er verstohlen auf, doch die Anwältin bekam schon wieder so eine Wut auf ihn, das ihr nächster Satz viel schärfer klang, als beabsichtigt.

„Ja. Damit kennst du dich ja aus!“

„Herr Gott, Peyton!“, stieß er nun ebenso wütend auf und atmete scharf die Luft ein, „Was zum Teufel willst du von mir hören? Soll ich alles abstreiten was Liv dir über mich erzählt hat?“

„Nein. Aber du hättest auch einfach ehrlich sein können.“

„Wann denn bitteschön? Mal davon abgesehen, dass du nie nachgefragt hast…“

„Schön.“, sagte sie patzig und öffnete dann endlich die Beifahrertür, die sie dann auch schwungvoll zuschlug.

Die Fahrertür ging im selben Atemzug ebenso auf, jedoch schlug der Blonde diesen nicht zu. Er legte seine Arme auf das Dach des Autos.

„Hey, ich bin davon ausgegangen, dass du keine Ahnung vom Team Z hast. Deshalb habe ich nichts gesagt.“, sagte er nun in Rage, „Egal was sie dir erzählt hat, ja… ja okay. Ich hab’s getan. Und? Ich war ein Zombie, Peyton. Von irgendwo musste ich ja wohl meine Nahrung herbekommen, damit ich nicht so Ende wie der Typ in deiner Kanzlei! Ich sitze ja nicht an der Quelle, wie deine tolle Freundin!“

„Halt Liv aus der ganzen Sache raus! Sie ist nicht mal im Ansatz so wie du! Selbst jetzt als Zombie ist sie noch ein besserer Mensch, als du es je sein wirst!“

„Oh ja, ganz großes Kino.“, sagte er theatralisch und hob seine Hände dabei in die Lüfte, „Ich frage mich… was deine Liv eher wählen würde. Das Leben eines Zombies, oder das eines Manschens. Ich tendiere eher auf das Erstere. Denn sie hat ja die würdige Aufgebe Mordfälle aufzuklären. Sie ist wichtig für euch, das war sie wohl als Mensch nicht so, huh?“




Blaine konnte gar nicht schnell genug reagieren, da war sie schon um das Auto herumgegangen und hatte zu einem harten Schlag ausgeholt. Sein Gesicht flog regelrecht zur Seite und seine Wange begann zu brennen. Er zog seine Nase hoch und legte dann seine linke Hand auf die Errötung in seinem Gesicht.

„Jetzt sag ich dir mal etwas!“, stieß Peyton hervor, „Livs Leben war vor dem Bootsmassaker wie eine Eins in der Schule. Sie hatte eine Familie, Freunde, …einen Verlobten und nicht zu vergessen die Aufstiegschancen in ihrem Job. Sie wollte Chefärztin werden. Sie wollte Menschen helfen, sie heilen. Glaub ja nicht, ihr macht es Spaß jeden Tag eine neue Leiche auf dem Tisch liegen zu haben!“

Sie machte direkt auf ihrem Absatz kehrt und wollte zu dem Haus gegenüber laufen, als er einen kurzen Schritt auf sie zumachte und sie wieder einmal am Arm packte. Der Blonde zog sie zurück und gerade als Peyton erneut etwas loswerden wollte, kamen die nächsten unverhofften Wörter aus seinem Mund schon heraus.

„Es tut mir leid, okay?!“

Peyton entzog sich seinem Griff sofort wieder, blieb aber stehen. Sie verschränkte ihre Arme ineinander und Blaine war der Auffassung, dass sie auf etwas warten würde.

„Weißt du, …ich habe viele Dinge gemacht, auf die ich nicht stolz bin. Aber als ich zu dir sagte, dass ich eben genau diese Dinge immerhin ein bisschen wiedergutmachen will, in dem ich dir helfe… das war nicht gelogen.“

Die Braunhaarige ließ ihre Arme fallen und schob eine Haarsträhne zur Seite, die ihr ins Gesicht gefallen war.

„Und das ist alles?“

„Na ja…“, sagte er und schob seine Hände wieder in seine Hose, „Ich habe noch eine kleine Rechnung mit dem Kerl offen, also… passt mir das doch sehr gut in den Kram.“, grinste er ihr entgegen und entlockte ihr damit selbst ein kleines Lächeln.

„Na schön.“, sagte sie und wandte sich wieder dem Gehen zu.

„Hey.“, rief er ihr hinterher, worauf sie nur fragend den Kopf zu ihm drehte, „… wann ist das nächste Treffen?“

Sie schien kurz zu überlegen, bevor sie ihm vielsagend antwortete.

„Morgen zum Mittagessen. Kennst du dieses neue Restaurant das in der Fußgängerzone neu eröffnet hat?“

„Klar.“, nickte er.

„Um eins.“, sagte sie und wandte sich nun schlussendlich zum Gehen.

Blaine sah der Braunhaarigen noch eine Weile zu, bis sie im Haus verschwunden war. Er grinste vor sich hin und war zutiefst befriedigt mit der gesamten Ausgangssituation.

Er wollte es sich immer noch nicht so ganz eingestehen, aber… auf eine merkwürdige Weise mochte er Peyton. Vielleicht auch ein bisschen mehr. Jetzt… musste er nur noch hoffen, das Ravi bald das Zombieheilmittel herstellen konnte. Denn ohne diesen Impfstoff würde es schnell sehr grau für ihn aussehen. Nach dem ersten Heilmittel wurde er zwar wieder zum Menschen, allerdings nur auf Zeit, wie sich es bei Versuchsratte Hope herausstellte. Diese wurde nämlich nach guten 162 Tage wieder zur Zombieratte und ein paar Tage darauf starb sie.
Das würde ihm auch blühen, …

Es war die denkbar schlechteste Zeit…

wenn sie nicht bald das verunreinigte Utopium finden würden.

…sich zu verlieben.


________________________



A/N: Jup, das wars auch schon :)
Ein offenes Ende. So, halbwegs x)

Ich hoffe euch hats gefallen ;)?!
Grüßeli Sweet :3

Ps: *² Dadurch das Blaine schon einmal ein Zombie war, hat er gewisse Fähigkeiten Zombies zu erkennen bzw. vorzuahnen. So stellen sich beispielsweise die Nackenhaare oder die Härchen an den Armen, sowie Beinen auf, sollte ein Zombie in greifbarer Nähe sein. (Nur als kleine Erklärung, für die, die die Serie nicht kennen ;D)
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