Fack ju Göhte - neue Schule, neues Leben

GeschichteRomanze, Freundschaft / P12
Chantal Ackermann Daniel "Danger" Becker Elisabeth "Lisi" Schnabelstedt OC (Own Character) Zeki Müller
26.06.2016
07.07.2016
5
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Hallo Leute.
Das ist meine erst Fanfiction. Vor einigenTagen hab ich mir die Filme erneut angesehen und schon sind meine Gedanken auf Reisen gegangen. Ich gebe zu ich schreibe oft solche Gedanken auf, aber dieses mal hatte ich das Bedürfnis sie mit jemanden zu teilen :) Hoffentlich gefällt es euch
euer Mariechen



Um 8 Uhr morgens klingelte mein Wecker. Obwohl es Sonntag war musste ich früh aufstehen um noch einige Dinge zu erledigen. Verschlafen schmiss ich mir meinen Bademantel, der am Bettende lag, über und schlurfte in die Küche um mir eine Tasse Kaffee zu gönnen. Nach dem ich die Tasse geleert hatte, fühlte ich mich etwas mehr wie ein menschliches Wesen und endlich in der Lage, meinen Tag zu beginnen. Schnell erledigte ich im Bad meine Morgenroutine und setzte mich an meinen Schreibtisch.  Aus meiner alten Lederaktentasche zog ich einen Stapel an unkorrigierten Arbeiten und legte los. Ich seufzte. Die meisten meiner Schüler waren nicht dumm, aber bei einigen zweifelte ich wirklich am Menschenverstand. Chemie war für viele kein leichtes Fach aber sie bemühten sich wenigstens. Aber in Biologie konnte ich nichts von dieser Anstrengung erkennen. Gerade bei der Arbeit die vor mir lag konnte ich nur 6 von 32 Punkten vergeben. Von der nächsten Arbeit erhoffte ich mir mehr, da ich schon am Namen erkennen konnte das es sich um eine meiner guten Schülerinnen handelte. Wie erwartet könnte ich 27 von 32 Punkte vergeben und war schon wieder um einiges besser gelaunt. Nach 2 Stunden war ich endlich fertig und mit dem Ergebnis doch ganz zufrieden. Mit Ausnahme von einigen wenigen Ausreisern war das Ergebnis doch sehr solide, auch wenn ich mich über einige antworten doch wundern musste. „Seit wann betreiben Marienkäfer Photosynthese?“, ich schüttelte noch einmal belustigt den Kopf und steckte den Stapel zurück in meine Tasche. So jetzt hatte ich fast den ganzen Rest des Tages frei. Ich musste auch keinen großen Unterrichtsvorbereitungen treffen, da wir uns schon dem Jahresende zuneigten. Um genau zu sein war schon morgen Notenschluss und die Letzte Woche brach an. Aus diesem Grund hatte ich es auch so eilig, die Arbeiten zu korrigieren. Aber es war auch ein bisschen meine Schuld, dass ich so lang mit dem Test gewartet hatte.  Aber ich wollte einfach, dass meine Schüler so gut wie möglich sein konnten und erklärte ihnen immer wieder alles doppelt und dreifach wenn es sein musste. Die meisten wussten das auch zu schätzen, und so hatte ich ein wirklich gutes Verhältnis zu allen meiner Schüler. Früher war ich ein schüchternes Mädchen gewesen aber für mich war schon immer klar das ich eigentlich unterrichten wollte. Jedoch hab ich kurz vor Studienbeginn gekniffen und Biologie und Chemie studiert, jedoch nicht auf Lehramt. Nach meinem Studium habe ich beschlossen, dass ich neben meinem Master noch Lehramt studiere um meinem Traum doch noch zu verwirklichen. So habe ich nun 2 Bachelor Abschlüsse, einen Master in Humanphysiologie und  habe doch tatsächlich das Staatsexamen bestanden und stehe nun jeden Tag vor einer Klasse. Aber es macht mir richtig Freude. Schnell hatte ich gelernt wie man sich als Lehrer verhalten sollte um von den Schülern respektiert aber nicht gefürchtet zu werden.
Entspannt lehnte ich mich auf meiner Couch zurück und versuchte die Fernbedienung vom Tisch zu fischen ohne aufzustehen. Während dieses Versuchs klingelte mein Telefon. „Ja Hallo, hier Emily. Wer ist am Apparat?“ „Guten Morgen Emily, hier ist die Elisabeth. Hoffentlich habe ich dich nicht geweckt. Es ist immerhin Sonntag.“ Ich lachte als ich hörte wer da am anderen Ende der Leitung war. „Hey Lisi! Na wie geht’s dir denn? Lange nichts mehr von dir gehört.“ Wir unterhielten uns eine ganze Weile über die alten Zeiten. Lisi hatte mit mir in München Lehramt studiert. Jedoch hatte sie ganz andere Hauptfächer als ich, weshalb wir uns nur in den Psychologie Seminaren sahen. Wir hatten uns jedoch schnell angefreundet, da sie genau wie ich, noch sehr zurückhalten war aber immer alles mit größter Aufmerksamkeit verfolgte. Wir hatten uns ein wenig aus den Augen verloren als wir zu arbeiten begonnen hatten, aber wir verstanden uns immer noch super. Manchmal schickten wir uns Briefe. Das war eine Angewohnheit, die wir beide teilten. Briefe hatten etwas persönlichen und ehrliches in meine Augen. Vor ungefähr einem Jahr hatte sie mir von ihrem neuen Freund erzählt. Er war auch Lehrer an ihrer Schule. Sie schwärmte sehr von ihm aber in letzte Zeit wurde das weniger. Sie meinte sie hätten sich ein wenig auseinander gelebt. Ich fand das sehr schade, dann ein fester Freund würde ihr sicher gut tun und ein wenig lockerer werden lassen. Sie war manchmal einfach so verbissen und zu penibel. Nach etwa einer Stunde beendeten wir unser Telefonat. Sie hatte mir Erzählt, dass sie sich endgültig von ihrem Freund getrennt hatte, sie sich aber immer noch sehr gut verstanden und oft Pausenaufsicht zusammen hatten. Und das eine der Lehrerinnen versucht hatte sich umzubringen und aus dem Lehrerzimmerfenster gesprungen sei. Jedoch war sie unverletzt und wurde in einen Nervenklinik verlegt. Jetzt suchte ihre Schule dingend eine neue Chemielehrerin, wobei Lisi gleich an mich denken musste. Ich habe nur gesagt, dass ich mal drüber nachdenken werde. Mir gefällt es an meiner jetzigen Schule eigentlich sehr gut, also sehe ich keine Grund diese zu verlassen. Der Rest des Telefonats verlief recht unspektakulär. Nach dem ich aufgelegt hatte, ging ich wieder in die Küche um mir einen kleinen Snack zuzubereiten. Als ich den Kühlschrank öffnete sag ich noch eine Flasche Bier und dachte mir, was solls ist ja Sonntag. So setzte ich mich wieder auf die Couch und entspannte ein wenig. Am Nachmittag hatte ich ein schlechtes Gewissen das ich so untätig war und schlüpfte in meine Sportsachen um ein bisschen laufen zu gehen. Ich zog die Tür meiner Wohnung hinter mir zu und lief durch die kleine Wohnsiedlung um in den nahegelegenen Wald zu kommen. Nach ein paar hundert Metern kamen mir fünf Jugendliche meiner 11. Klasse entgegen. Die fünf grüßten sofort sehr freundlich und erkundigten sich nach dem noch ausstehenden Test. Ich musste lachen und meinte, dass ich ihnen doch nicht unter der Hand die Ergebnisse sagen konnten. Nachdem wir ein bisschen diskutiert hatten einigten wir uns drauf, dass ich ihnen zumindest den Schnitt verriet. Sie lachten und beim weggehen rief ich ihnen noch hinter her, dass keiner von ihnen schlechter als eine 3 gewesen wäre. Ich konnte sie vor Freude quietschen hören und lief mit einem Lächeln auf den Lippen weiter.
Abends lag ich noch eine Zeit lang wach im Bett und dachte über das Angebot von Lisi nach. Sie meinte, dass sie mich schon der Direktorin vorgeschlagen hatte. Ich musste schmunzeln. Natürlich wäre es cool mit meiner alten Freundin zusammen zu arbeiten  aber ich hatte mich grad an meiner Schule gewöhnt und nach 2 Jahren auch eine festen Stand im Lehrerkollegium. Es gab keinen mit dem ich mich nicht verstand und das gefiel mir sehr. Also verwarf ich den Gedanken wieder und schlief endliche ein.
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