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Controlling Emotions

GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P16 / Het
Aragorn Boromir Gandalf Gimli Legolas OC (Own Character)
25.06.2016
13.06.2021
38
107.172
27
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95 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
14.01.2018 2.430
 
Disclaimer: Bis auf meinen OC gehören leider alle Figuren und allgemein alles was zu Mittelerde gehört nicht mir, sondern Tolkin und Peter Jackson. Luke Skywalker gehört natürlich George Lukas. Ich verdiene kein Geld hiermit.



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Kapitel 9

Als ich endlich aufhörte zu reden, wusste ich nicht, wie lange wir schon auf diesem Baumstamm saßen. Gandalf hatte meiner Geschichte still gelauscht, während er abwechselnd mich beobachtet, und in seiner Pfeife herumgekratzt hatte. Es war so eine Lange geschwungene, wie in Sherlock Holmes, aber viel dünner. Jetzt sah er mich mit mitleidigen Augen an und seufzte tief.

„Mein liebes Mädchen. Es tut mir leid, dass dir dein Talent solche Probleme bereitet hat. Ich kann mir nicht vorstellen wie schwer das für dich gewesen sein muss, dass alles zu verstehen.“ Offensichtlich waren wir bereits beim „Du“ angelangt.

Ihn schien nichts an meiner Geschichte zu überraschen. Ich meine, das war ja auch das normalste der Welt oder? Ich starrte ungläubig ihn an. Was war nur falsch mit den Leuten hier.

„Warte, S-Sie glauben mir? Wow, okay… ähm… wieso…?“

„Du trägst das Zeichen der Valar.“ Als würde dieser Satz alles erklären, stand er auf und sah mich erwartend an, bevor er langsam loslief. Ich starrte ihn einen Moment länger mit gerunzelter Stirn an, rappelte mich dann jedoch auf und lief ihm nach.

„Natürlich werde ich alles mir mögliche tun, um dich in deinen Kräften zu unterrichten. Doch wisse, Magie ist niemals identisch. Ich kann dich einweisen, doch es wird Wille, Übung und Konzentration brauchen, um deine Magie richtig einzusetzen.“

„Ich will nur, dass niemand mehr verletzt wird.“ Sagte ich leise und senkte den Kopf. Gandalf nickte.

„Ich bin acht Gefährten auf einer Reise, bei der Geheimhaltung oberste Priorität hat.“ Er blickte mich ernst an. „Da ich sie nicht im Stich lassen kann, ist es wohl der Wunsch der Valar, dass du uns in unserem Abenteuer begleitest. Wir müssen uns auf dich verlassen können. Niemand, darf etwas von dieser Gemeinschaft erfahren. Niemand!“ Er räusperte sich. „Nun, es wird kein leichter weg, dass musst du wissen. Viele Gefahren lauern auf unserer Route. Gefahren, die es in deiner Welt vielleicht nicht geben mag, die hier jedoch so real sind, wie Elben, Zwerge und Zauberer.“

Ich nickte stumm und starrte nach vorne. Was für Gefahren? Obwohl… wollte ich das überhaupt wissen?

„Natürlich werden wir den anderen deine Geschichte erzählen müssen. Wenn auch nicht so detailliert, wie du sie mir erzählt hast“ fügte er schnell hinzu, als mein Kopf erschrocken in die Höhe schnellte. Ich hatte kein Problem damit dem Alten mein Leben zu offenbaren. Er hatte diese Aura, wie so ein Psychologe, oder Arzt. Man konnte ihm jedes noch so peinliche Detail des eigenen Lebens erzählen und es war überhaupt nicht peinlich. Aber das galt nicht für die anderen. Vor allem dem grummeligen Zwerg und dem Arroganten Mann mit seinem Schwert, hatte ich absolut keine Lust, etwas von mir Preis zu geben. Wie war sein Name noch gleich? Bernard? Bram? Irgendetwas mit B denke ich.

„Nimm ihnen ihr Misstrauen nicht übel,“ riss mich Gandalf aus meinen Gedanken. „Man kann verstehen, dass sie misstrauisch fremden gegenüber sind. Das Ganze ist eine heikle Angelegenheit und entscheidet doch so viel.“ Damit nahm sein Blick etwas Verträumtes an, als wäre er in Gedanken ganz wo anders.

Na da würde ja noch etwas auf mich zukommen. Eine Reise weiß Gott wo hin, mit neun Männern, die mich alle für eine Spionin des Bösen – was auch immer das in dieser Welt war- hielten. Oder wahrscheinlich für verrückt. Oder beides. Ich seufzte. Toll!

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Wir waren in einem Bogen um das Camp herumgelaufen, während mir Gandalf noch mehr Fragen über meine Ankunft hier stellte. Es war nicht leicht gewesen, ihm meine Kraft zu beschreiben, da immer wieder Bilder von der Unterführung in meinem Kopf auftauchten. Gandalf jedoch war geduldig, als könnte nichts ihn aus der Fassung bringen.

Wir konnten die Männer bereits von weitem hören, wie sie auf der Lichtung diskutierten.

„Eine Frau hat im Wald nichts verloren und noch weniger hier in diesen Landen und ganz allein“ Ich erkannte die stimme des Mannes, der mir sein Schwert an den Hals gehalten hatte – Boromir – erinnerte ich mich endlich.

„Ob Frau, Mann, Mensch oder Spitzohr, ich würde ihr nicht über den Weg trauen. Sie ist ein Spion Saurons.“ Der Zwerg war anscheinend rasend vor Wut. Er spuckte die Worte wie Gift. Vorallem das „Spitzohr“.

„Ob sie nun eine Spionin ist, oder nicht wir können sie unmöglich hier alleine lassen. Obgleich es Frauen gibt, die sich durchaus zu verteidigen wissen, so meine ich, diese gehöre nicht dazu. Sie würde hier nicht überleben.“ War das der schwarzhaarige?

„Außerdem hat sie doch um Hilfe gebeten.“ Fügte eine leise Stimme hinzu. Ich erkannte die Stimme nicht, einer von den Kleinen? Ich bekam etwas Hoffnung.

„Wir können sie unmöglich mit uns nehmen. Ich sage euch sie dient den Orks und soll uns infiltrieren.“ Rief der Zwerg beharrlich. Und wieder weg meine Hoffnung. Langsam begann ich das echt persönlich zu nehmen. Sah ich so aus, als würde ich dem Hitler äquivalent dieser Welt dienen?

Uns trennten nun nur noch wenige Baumreihen von der Lichtung und ich konnte jedes Wort klar und deutlich verstehen.

„Lassen wir sie hier, wird sie diese Unternehmung ebenso gefährden. Wir würden von Orks Gejagt, ehe wir die Nebelgebirge erreichen. Was schlagt ihr also vor Master Zwerg. Sie zu töten.“ Boromirs Stimme klang ebenso gereizt wie die des Zwerges.

Bei seinen Letzen Worten erstarrte ich. Ich konnte nicht aus seinem Ton hören, ob er das ernst meinte, oder nicht. Ich spürte eine Hand auf meiner Schulter und fuhr zurück. Gandalf sah mich ruhig an.

„Ganz ruhig meine Liebe, die anderen werden dich akzeptieren. Manche schneller, als andere“ sagte er freundlich, wobei der letzte Teil des Satz in einem tiefen Brummeln endete.

Ich zwang mich zu einem nervösen Lächeln. Und betrat an der Seite Gandalfs die Lichtung. Die Männer hielten mit ihrem Gespräch inne und wandten sich mir zu.

„Mithrandir, Mylady Tara.“ Der blonde Schönling nickte uns zu und ich spürte wie ich rot wurde. Sein Blick schien mich regelrecht zu durchbohren. Ich zupfte unbewusst an meinem Oberteil und verschränkte die Arme vor meinem Körper. Eine Typische Haltung, die ich einnahm, wen ich nervös, oder eingeschüchtert war. Oder generell, wenn ich mich unwohl fühlte, was unter Leuten öfter war, als ich mir eingestehen mochte.  

Gandalf nahm stumm auf dem Stein Platz, auf dem er schon vorher gesessen hatte. Dann hob er den Kopf und blickte in die Runde der Männer, die ihn erwartungsvoll und mich kritisch betrachten.

„Ich habe mich mit der Lady Tara unterhalten und sie hat einige Vermutungen, die ich bereits hatte bestätigt. So unwirklich es auch klingen mag, Tara hier, kommt in der Tat von einem Ort, fern dem unserem. Tatsächlich stammt sie nicht aus Mittelerde.“

„Gandalf, meinst du, sie kommt also au einer anderen… Welt?“ der Schwarzhaarige hob ungläubig die Augenbrauen bevor sein Blick zu mir schweifte.

„Ja Aragorn, so scheint es. Auch wenn sich ihre Aufgabe in diesem Gefüge noch offenbaren muss, so wurde sie von den Valar nicht ohne Grund hierhergebracht. Sie wird uns begleiten so weit es nötig ist, bis sie in ihre Welt zurückkehren kann.“

„Sie kann uns nicht begleiten. Sie hat keinen Platz in dieser Gemeinschaft. Der Weg den wir gehen ist zu gefährlich für eine Frau.“ Sagte Boromir wütend. „Wenn sie tatsächlich aus einer… einer anderen Welt stammt. Dann schick sie zurück. Das alles…“ Ich ließ ihn nicht weiterreden.

„D- Das geht nicht!“ Ich hatte gehofft meine Nervosität verstecken zu können, doch meine Stimme betrog mich. „I-Ich kann hier nicht weg. Ich brauche Hilfe.“ Ich schluckte. Dann trat ich einen Schritt vor. „I-Ich habe… Kräfte. Kräfte, die ich nicht kontrollieren kann. Die Dinge verursachen. Schlimme Dinge. I-Ich will nicht das jemand verletzt wird.“ Ich schlang meine Arme um meinen Körper. „Nicht noch jemand.“ Fügte ich leise hinzu. „Ich weiß, ihr misstraut mir. Ihr kennt mich nicht u-und ich kenne euch nicht. Aber Gandalf kann mir helfen, dass alles zu verstehen und diese Kraft in mir zu kontrollieren.“ Ich blickte in die Runde. „Bitte. I-Ich schaffe das nicht alleine.“ Ich spürte mittlerweile Tränen in den Augen und blinzelte sie schnell weg. Tara, du hast es so weit geschafft, jetzt nicht schwach werden.

Lange war alles still. Keiner wusste genau, was er darauf antworten sollte. Mein blick ruhte auf dem Boden, zu ängstlich war ich, den anderen ins Gesicht zu schauen. Sie waren meine beste Chance, schnell wieder nach Hause zu kommen. Schließlich wagte ich es doch und hob meinen Kopf. Meine Augen blieben an dem Blonden hängen. Er könnte direkt aus einem Modemagazin gesprungen sein. Dann traf sich unser Blick und seine Augen weiteten sich leicht. Sofort senkte ich meinen Blick, da ich spürte, wie mir erneut die Röte ins Gesicht stieg.

„Gandalf hat recht, sie trägt das Zeichen der Valar.“ Sagte der Blonde. Schon wieder diese Aussage. Was meinten sie damit? Was für ein Zeichen? Es war eine Feststellung. Doch sie schien eine mir unbekannte Bedeutung zu haben, denn die Augen des Schwarzhaarigen weiteten sich ebenso und er nickte, als würde nun alles einen Sinn ergeben.

„Tara meine Liebe, wärst du so liebe und würdest uns einen Moment geben. Pippin, Merry, Sam, ihr könntet unserem Gast ja etwas Gesellschaft leisten. Vielleicht etwas zu Essen anbieten.“

Der eine Hobbit – er sah am jüngsten aus -wollte protestieren, doch die beiden anderen Zogen ihn mit sich.

„Kommt Mylady, wie wäre es mit etwas zu essen. Es ist beinahe Zeit für den 9:00 Uhr Tee.“ Meinte ein anderer.

Prompt meldete sich mein Magen mit einem lauten Knurren. Meinen Hunger hätte ich fast vergessen. Ich hätte beinahe angefangen zu weinen, als mir der blonde, etwas korpulentere Hobbit ein Stück Brot reichte. Ich danke und Biss sofort hinein. Gott war das lecker. Ohne es zu bemerken schlang ich das Stück herunter.

„Es wird euch keiner das Brot wegnehmen.“ Sagt einer der drei. „Wobei ich mir bei Pipp hier nicht so sicher wäre.“ Er grinste mich schief an und zeigte auf den jüngeren Hobbit. Beide Trugen Hemden mit einer Art Blazer darüber. Darüber Jacken und ihre Hosen wurden von Hosenträgern gehalten, die unter den Westen verschwanden. Der jüngere… Pipp? Hatte einen Schal um den Hals, was seinem jungen, etwas verpeilten Aussehen, eine spielerische Note gab. Ihre Füße waren, wie auch als ich sie das erste Mal gesehen hatte, irgendwie zu groß und super behaart. Ich stellte mir vor, wie es sein müsste, solche beine zu Wachsen. Bei dem Gedanken erschauerte ich.

„Ich bin übrigens Merry“ meinte derselbe wieder. „Und das hier ist Pippin.“ Er zeigte auf den jüngeren der freundlich lächelte. „Und das,“ er zeigte auf den etwas Korpulenten. „Das ist Sam.“ Dieser schöpfte soeben etwas Suppe aus dem großen Topf in eine Holzschüssel und überreicht mir diese. Ich lächelte dankend. „Ich bin Tara.“ Sagte ich leise und widmete mich dann meiner Suppe. Sie war zwar nicht mehr richtig warm, aber ich war gerade um alles froh, was in meinem Magen landete. Auch das Gefühl des Holzlöffels störte mich nicht. Ich konzentrierte mich nur auf das Essen vor mir.

„Harhm…“ räusperte sich Merry. „Wie lange habt ihr denn nichts mehr gegessen, wenn ich fragen darf Lady Tara.“

Ich blickte ich an und zuckte dann mit den Schultern. „Ein, oder zwei Tage vielleicht. Es ist ziemlich viel passiert und über dem Ganzen Stress und der Aktion, ist das irgendwie zu kurz gekommen. Ach, und Tara reicht.“ Ich lächelte. Ich wusste nicht wieso, aber es viel mir leicht mit den drei zu reden. Ich war nicht nervös wie sonst, was ein seltenes Gefühl war, wenn ich in der Umgebung von Menschen, und dann auch noch Fremden war.

Wir saßen um das beinahe erloschene Feuer, während die anderen etwas abseits der Lichtung standen und sich berieten. Ich konnte nicht verstehen was sie sagten und blickte immer wieder besorgt zu ihnen.

„Es wird schon alles gut gehen.“ Meldete sich Merry. „Streicher und Gandalf werden dich nicht einfach so hier im Wald lassen.“

„Kommst du wirklich aus einer anderen Welt?“ Pippin hatte schon eine Weile ausgesehen, alls könne er sich nur schwer zurückhalten, diese frage zu stellen und ich nickte. „Und wenn dich doch die Valar gesandt heben, hast du sie dann gesehen?“ fragte Pippin weiter.

„Pipp!“ zischte Merry.

„Nein, nein, alles ok.“ Sagte ich lächelnd. „Ja, ich komme nicht aus Mittelerde und ja, ich habe sie gesehen in einem wunderschönen Garten.“

Pippin war begeistert und fing an loszuquaseln, während Merry streng auf ihn einredete und ihm sagte, wie unhöflich es doch war, so viele Fragen zu stellen. Ich schmunzelte über die beiden. Dann drehte ich mich zu Sam, der die Unterhaltung aufmerksam verfolgt hatte. „Sam, ähm… dürfte ich dich etwas fragen?“

„Natürlich Lady Tara.“ Meine er und setzte sich etwas gerader hin.

„Einfach nur Tara reicht völlig. Nun also, ihr seid doch Hobbits oder? Was genau ist ein Hobbit?“

Pippin und Merry hatten ihre Unterhaltung unterbrochen und starrte Sam und mich ungläubig an.

„Nun Hobbits, das sind Halblinge. Leute wie wir. Aus dem Auenland. Gibt es die denn nicht, das wo ihr,… wo du herkommst?“ Ich schüttelte nur den Kopf.

„Was ist mit Zwergen?“ Fragte nun Pippin. Erneutes Kopfschütteln meinerseits. Die Hobbits waren Sprach los.

„Bei uns gibt es nur Menschen.“ Ich blickte die drei an. Plötzlich viel mir noch etwas ein, was ich gesehen hatte, als die neun, das Erste Mal an mir vorbeigelaufen waren.

„Und der Blonde Man, der der Aussieht wie ein Model. Ich habe gestern seine Ohren gesehen und… naja, ich habe mich vielleicht getäuscht, aber sie waren… spitz. Warum sind seine Ohren spitz?

„Weil er ein Elb ist. Gibt es die nicht, da wo du herkommst?“ Antwortete eine Stimme hinter mir. Ich führ erschrocken herum und hätte ich die Suppe nicht schon leergegessen gehabt, wäre sie womöglich auf Boromir gelandet. Ich blickte zu ihm auf und schrak vor seinen eisigen Augen zurück. Sie waren stahlgrau und zu kleinen Schlitzen verengt. Seine Lippen waren zusammengepresst. Er hatte sich breitbeinig hinter mir aufgebaut, die eine Hand war in die Hüfte gestemmt, die andere lag auf dem Schwertgriff.

Auch die anderen waren hergekommen und alle ließen sich nun um die Feuerstelle nieder. Was hatten sie entschieden? Durfte ich bleiben. Nervös knetete ich meine Finger. Die Holzschüssel hatte ich vor meinen Füßen abgestellt und längst vergessen. Langsam blickte ich vom einen zum anderen, bis mein Blick an Gandalf hängen blieb. Dieser nahm die Pfeife, die er zwischen den Lippen hielt, aus dem Mund und setzte zum Sprechen an.

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Und Kapitel 9 ist fertig. Juhuuu!

Ich freu mich über ein paar Reviews.

LG, Pigwidgeon
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