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Controlling Emotions

GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P16 / Het
Aragorn Boromir Gandalf Gimli Legolas OC (Own Character)
25.06.2016
13.06.2021
38
107.172
26
Alle Kapitel
95 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
03.01.2018 3.500
 
Disclaimer: Bis auf meinen OC gehören leider alle Figuren und allgemein alles was zu Mittelerde gehört nicht mir, sondern Tolkin und Peter Jackson. Luke Skywalker gehört natürlich George Lukas. Ich verdiene kein Geld hiermit.



Hey Leute, Es tut mir schrecklich leid, dass das Hochladen bei mir so lange dauert. Irgendwie hat es das halbe Kapitel wieder gelöscht und ich musste es neu schreiben. Bitte verzeiht mir.

Dieses Kapitel wird wahrscheinlich wieder sehr viel Gerede und so. Tara hat noch ungefähr tausend Dinge die sie nicht versteht. Naja und ratet mal wer dann auf der anderen Seite auf sie warten wird um ihr die Fragen zu beantworten…

Viel Spaß bei Kapitel 6

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Kapitel 6

Die Tür glitt mit einem leisen Zischen zur Seite ich betrat die Kammer und stieg zwei Stufen hoch auf die Plattform. Der Raum war von Glaswänden umgeben und sah exakt wie der Raum aus, von dem sich die Crew der Enterprise aus Star Treck auf Planeten, oder andere Schiffe beamt. Durch die Glastür sah ich Fräulein Rottenmeyer, erst jetzt merkte ich, dass ich sie nie nach ihrem richtigen Namen gefragt hatte, Luke und Richard. Außerdem mehrere Männer und Frauen in Anzug unter ihnen auch mein Freund Krawatte. Luke stach mit seinen Jeans, Turnschuhen und dunkelblauem T-Shirt total heraus. Er strich sich die Blond Mähne aus dem Gesicht und lächelt mir aufmunternd zu.

Nach unserem Gespräch im Park waren wir zurück zu dem italienischen Haus gefahren, wo Richard schon in seinem Büro auf uns gewartet hatte. Überhaupt nicht überrascht mich zu sehen, hatte er mich hier her geführt und mir die folgenden Schritte erklärt.

Ich würde von dieser Platform nach Mittelerde reisen, lernen, meine Kräfte zu kontrollieren und wieder zurückkehren. Dann könnte ich die Kräfte loswerden und den ganzen Horror vergessen. Ich konnte ein normales Leben führen, ohne Angst zu haben andere zu verletzen, oder selbst auf dem Seziertisch eines verrückten Wissenschaftlers zu enden.

Als Alternativen gab es auch einen Job in der Organisation mit meinen Kräften (jedoch in unserer Welt viel schwächer), und die Möglichkeit dort zu bleiben, jedoch glaubte ich er habe bei dieser Aussage gescherzt. Wer würde das denn freiwillig tun?

Alle weiteren Fragen wurden zu neunzig Prozent mit einem „Keine Ahnung“ abgetan. Das half mir natürlich unglaublich viel, weshalb wir schließlich in diesem Raum gelandet waren. Jetzt würde es losgehen. Ich hörte ein leises Summen. Über mir begann es weiß zu leuchten und plötzlich kippte die Welt. Alles war verschwommen, ich konnte nichts erkennen. Panisch kniff ich die Augen zusammen und lies mich auf alle vier fallen. Ich spürte ein Ziehen in mir und hatte den starken Drang, mich zu übergeben, konnte es aber unterdrücken. Ich konnte nur da knien und hoffen, dass es bald aufhörte.

So plötzlich wie es gekommen war, endete das Schaukeln wieder und ich spürte wieder festen Boden unter mir. Keinen Boden, Gras. Vögel zwitscherten um mich herum und es roch wunderbar nach Blumen und Natur.

Ich öffnete langsam meine Augen als ein kühler Wind durch mein Haar fuhr. Ich war in einem Garten gelandet.

Ich setzte mich auf und blickte mich vorsichtig um. Wo war ich bitte gelandet? Der Garten war…wunderschön. Das Gras war von einem saftigen Grün, Blumen mit fantastischen Blüten verströmten einen himmlischen Duft und Die Bäume blühten mit Millionen von winzig kleinen bunten Blüten. Ein kleiner Bach mit kristallklarem Wasser schlängelte sich durch das Grün. Fische spielten in dem Wasser und Libellen flogen hin und her. Eine kleine Steinbrücke spannte sich über das Gewässer. Auf der anderen Seite wuchsen weiter fantastische Pflanzen. Dieser Garten schien endlos weiter zu gehen ohne je zu enden.

Plötzlich unterbrach eine feine Melodie mein Staunen. Über die Brücke kam eine Frau… nein, sie kam nicht, sie tanzte. Sie Tanzte auf mich zu mit einer Eleganz und Grazie, dass es kaum menschlich erschien. Während sie eine Pirouette nach der anderen drehte sang sie eine wunderschöne Melodie. Ihre grünen Gewänder flatterten um sie herum, als bestünden sie aus Rauch. Sie trug einen Kranz aus Blumen auf ihren goldblonden Haaren, die bis über ihre Taille herab vielen und der Saum ihres Kleides war von springenden Rehen gesäumt. Es war faszinierend und gleichzeitig schwindelerregend, wie sie leichtfüßig um mich herumtanzte, bis sie schließlich lächelnd vor mir stehen blieb.

„Du bist Tara!“ stellte sie mit einer glockenhellen Stimme Fest

„Wir haben bereits auf dich gewartet. Kannst du Tanzen?“ Sie hatte etwas Kindliches an sich, eine sorglose Fröhlichkeit.

„I-ich…Ähhm ich…ihr habt…? Wer hat auf mich gewartet? Wo bin ich hier?“ stotterte ich verdutzt.

„Du bist in meinem Garten.“ Kam eine ruhige Männerstimme von hinten. Ich fuhr herum. Hinter mir waren zwei Personen herangetreten, ein Mann und eine Frau. Der Mann hatte wallende weiße Gewänder, die mit Grautönen durchzogen waren und kunstvoll an seinem Körper herabvielen. Seine Haare waren von einem dunklen Braunton und vielen Glatt über seine Schultern bis zur Mitte seines Rücken. Die vorderen Strähnen waren kunstvoll geflochten und mit kleinen Ringen und Bändern fixiert. Auf seinem Kopf saß ein dünner Silberreif der so fein und kunstvoll Geschmiedet war, dass ich bezweifelte, dass irgendein Mensch das hinbekommen hätte. Gott er sah so gut aus. Sie taten das alle. Wer waren diese Leute?

Die Frau an seiner Seite hatte nahezu schwarze Haare die ihr offen über die Schultern vielen. Darin waren kleine Silberfäden eingeflochten, die im Sonnenlicht schimmerten. Ihr Kleid war von einem hellen Grau mit langen Ärmeln, die sich nach unten hin öffneten. Um ihre Taille lag ein Silberner Gürtel der wie ein Gitternetz aus feinen Fäden aussah.

Auf ihrem Gesicht spielte ein sanftes Lächeln als sie auf mich zu trat.

„Mein Name ist Este und dies ist mein Gemahl Irmo.“ Sie wies auf den Mann hinter ihr. „Und ich heiße Nessa!“ Warf die blonde Tänzerin von eben mit einem Lächeln ein. Dann berührte Este mich am Arm und half mir auf. Ich hatte nicht einmal bemerkt, dass ich noch immer auf dem weichen Gras kniete. Sobald sie mich berührte verflog die Übelkeit und das Schwindelgefühl war verschwand. Ein Schub von Energie jagte durch mich hindurch der mir das Gefühl gab, nie wieder krank zu werden. Ich fühlte mich großartig.

„Willkommen!“ Sprach erneut der Mann „Wir haben dich erwartet. Die Welt ist im Wandel,

Ich spüre es im Wasser, ich spüre es in der Erde, ich rieche es in der Luft. Vieles was einst war ist verloren, da niemand mehr lebt, der sich erinnert.

Mittelerde braucht dich, deine Kräfte, um gegen die nahende Dunkelheit zu widerstehen.“

Seine Miene war ernst und besorgt. Ich runzelte die Stirn. Nahende Dunkelheit? Das ging mir alles zu schnell.

„Mit deiner Gabe kannst du viele Leben retten, die ohne deine Hilfe den Tot fänden.“

„Ah… Einen Moment bitte. Ich… wer seid ihr?“

„Wir sind die Valar! Die Götter Ardas.“

Eine weitere Frau trat zu unserem kleinen Zirkel hinzu. Sie hatte kastanienbraune Haare die in einer einfachen Flechtfrisur um ihren Kopf gelegt waren. Ihr Kleid war schlicht, aus einfachem Stoff, jedoch waren feine Bilder hineingewebt, die sich bei längerem Betrachten bewegten. Sie wechselten die stellen, verschwanden, wurden durch neue ersetzt. Es war absolut faszinierend.

„Mein Name ist Vaire. Ich webe die Teppiche die die Geschichte der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft erzählen. Wir Valar wachen über Mittelerde schon seit vielen Zeitaltern, doch das Böse wächst. Ein alter Feind bedroht die Welt, noch hat er nicht die Mittel um über das Licht zu siegen, doch wenn er sie bekommt, wird das das Ende der freien Völker Mittelerdes sein.“

Ich hatte ihrer Schilderung ruhig gelauscht. Valar, die Götter dieser Erde. Unglaublich! Ich verstand noch immer nicht so ganz, was genau sie mir sagenwollte, doch irgendetwas in Mittelerde lief anscheinend gewaltig schief. Aber was hatte ich denn damit zu tun?

„Eigentlich bin ich nur hier um… naja ich hab da so ein Problem, diese… Gabe… ich kann sie nicht kontrollieren. Ich sollte hier eigentlich nur lernen, wie ich das alles kontrollieren kann bevor,… bevor ich jemanden verletze.“ Ich senkte den Kopf.

„Das wir du, kleine Heldin. Du hast sehr starke Magie in dir und du wirst lernen sie zu kontrollieren“ Irmo lächelte mir zu während er sprach.

„Wenn du in Mittelerde ankommst, halte dich an Mithrandir. Er ist einer der Maiar und wird dir helfen können. Begleite ihn und seine Gefährten auf ihrem Weg, sie werden dich brauchen. Dieser Welt steht ein schreckliches Schicksal bevor. Selbst wenn die Völker dieser Welt das Dunkel besiegen, wird der Verlust enorm sein. Viele werden sterben, die Welt wird in Kummer und Schmerz versinken. Du musst das verhindern! Benutze deine Kraft und rette Leben“

Die letzten zwei Sätze sagte sie mit einer Dringlichkeit in der Stimme, dass mir ein Schauer den Rücken hinunterlief. Sie meinte es tatsächlich ernst. Meine Augen weiteten sich und ich öffnete den Mund um etwas zu sagen, doch ich fand keine Worte. Was war mit der Welt diese …Götter los? Warum schienen sie so verzweifelt, so schlimm konnte es doch nicht sein oder?

„Hier, das wird dir sicher helfen.“

Vaire reichte mir eine gewebte Umhängetasche die mit feinen Mustern verziert war. Sie war wunderschön.

„Ich habe diese Tasche vor langer Zeit gewebt. Sie besitzt Magie. Sie wird dir, wenn du sie benutzt, dass liefern was du brauchst. Es wird aus dem nichts in der Tasche erscheinen. Ihr Innenraum ist größer als es den Anschein hat, du kannst nahezu endlos Dinge darin aufbewahren und du wirst kaum ein Gewicht spüren.

Es ist natürlich nicht möglich alles aus dieser Tasche zu holen, Lebensmittel und Wasser funktionieren nur selten und kompliziert angefertigte Dinge werden ebenfalls nicht erscheinen, es ist etwas unzuverlässig…“

„Sag ihr doch einfach wie es wirklich ist“ Viel ihr Este ins Wort. „Du hast keine Ahnung wie es funktioniert. Es war eins deiner ersten Experimente und wir haben bis heute nicht rausgefunden wie genau es funktioniert. Mal bekommt man das, was man benötigt, mal etwas anderes, mal nichts. Alles in allem, wir wissen nicht wie sie funktioniert, jedoch wird sie dir auf deiner Reise auf jeden Fall eine Hilfe sein. Das einzige was wir wissen, dass die Gegenstände die man aus dem nichts aus dieser Tasche nimmt, nach einer bestimmten Zeit wieder verschwinden.“

„Außer Kleider“ Warf Nessa fröhlich ein. „…Meistens jedenfalls.“

Vaire sah die beiden etwas säuerlich an, sagte aber nichts. Ich betrachtete die Tasche. Eine ganz gewöhnliche Tasche. Wunderschön, aber gewöhnlich. Dann öffnete ich sie. Sie war leer. Ich dachte an das Erste was mir einfiel, was nicht allzu kompliziert in der Herstellung war. Ein Taschentuch.

Ich griff in die Tasche und zog ein weißes Stofftaschentuch heraus auf dem meine Initialen geschrieben waren. Ich lächelte, das war eine echt tolle Tasche. Während ich das Stück Stoff aus der Tasche gezogen hatte, hatte ich einen leichten sog gespürt, als wäre etwas von mir in die Tasche übergegangen. Ich schaute fragend zu Vaire auf.

„Die Tasche wird von deiner Magie gespeist. Nur du kannst sie benutzen und je Größe und Komplizierter der Gegenstand, desto mehr Kraft benötigst du. Jedoch wird ein Mangel an Energie sicher nie das Problem sein.“ Erklärte die Frau, als sie meinen Blick sah.

„Was noch…“ murmelte Irmo nachdenklich. „Alles was du mitbringst, wird verschwinden, sobald du den direkten Hautkontakt zu dem Gegenstand unterbrichst. Versuche dich den Menschen anzupassen, du bist eine von ihrer Rasse. Sie sind jedoch noch nicht bereit für das Wissen um deine Welt. Du hast große Macht in dir und trägst somit eine große Verantwortung“

Das klang irgendwie nach Spider Man dachte ich mit einem Grinsen, dass ich jedoch schnell verbarg, indem ich den Kopf senkte.

„Gehe nicht leichtfertig mit deiner Gabe um. Nicht alle Menschen werden mit Verständnis reagieren“ fuhr er fort.

„Für einige Menschen ist das unerklärliche und Mächtige etwas Erschreckendes. Eine Quelle der Angst, des Chaos und der Zerstörung.“ Er blickte mich sanft an.

„Das kann ich nur zu gut verstehen“ grummelte ich in einer Mischung aus Missmut und Angst.

„Hab keine Angst“ Este lächelte mir zu. Ich blickte in die Runde. Die vier Götter lächelten mir aufmunternd zu, doch in ihren Augen stand Sorge.

„Du musst gehen.“ Sagte Nessa plötzlich mit einem Süßen Lächeln. „Ihr Menschen solltet nicht zu viel Zeit an einem solchen Ort verbringen. Das macht euch wuschig im Kopf. Glaub an dich. Du besitzt unheimliche Kräfte. Du kannst sehr viel bewirken wenn du das nur willst. Sei stark und lerne deine Emotionen zu kontrollieren.“

Ja, meine Kraft war unheimlich, da hatte sie Recht, dachte ich düster. Ich runzelte die Stirn. Was meinte sie mit meine Emotionen kontrollieren?

„Und verzage nicht kleine Heldin.“ Este legte mir eine Hand auf die Schulter. „Wir werden über dich wachen.“

Irmo trat dazu und legte seine Hand auf meine andere Schulter. Während Nessa aufgeregt um uns herumtanzte, sah mir Vaire lang in die Augen.

„In dir liegen unsere Hoffnungen für unzählige Leben dieser Welt. Geh mit den Segen der Valar.“

Mit diesen Worten erschien ein grelles Licht, dass aus den vier Göttern zu kommen zu schien und ich musste meine Augen schließen. Dann tat sich der Boden unter mir auf, und ich viel.

Ich öffnete die Augen. Alles drehte sich, die Welt war zu einer bunten Masse verschmolzen. Panisch griff ich um mich in dem versuch mich irgendwo festzuklammern und meinen Sturz zu bremsen, doch ich viel immer weiter. Ich versuchte zu schreien, doch aus meinem Mund kam nur ein keuchen. Ich kniff erneut die Augen zusammen. Das war es also gewesen. Irgendwann würde ich aufprallen und das war´s dan. Was hatte dieses ganze Gerede von Held und Zauberkraft denn überhaupt gebracht wenn ich jetzt sterben würde?

Dann wurde ich plötzlich aus den Gedanken gerissen, als ich mit einem Klatschen auf etwas Auftraf. Ich viel langsamer, wie in Zeitlupe. Nein ich viel nicht, ich sank! Ich war unter Wasser. Panisch paddelte ich um mich. Ich konnte nicht Atmen. Über mir sah ich ein schwaches Licht. Luft! Ich brauchte Luft! Ich begann nach oben zu paddeln und mit letzter Kraft durchbrach ich die Wasseroberfläche und holte tief Luft. Es tat gut, wie die Luft meine Lunge füllte. Ich war in einem Fluss gelandet. Erschöpft paddelte ich zu nahe gelegen Ufer, bevor mich die Strömung wegreißen konnte. Dort viel ich auf die Erde und blieb erschöpft liegen.

Als ich nach einiger Zeit versuchte mich aufzusetzen rebellierte sofort mein Magen. Ich keuchte und beugte mich leicht nach vorne. Mein Kopf pochte und ich stöhnte. Was war gerade passiert? Wo war ich? Und wieso war mir so übel? Ich stützte mich auf Hände und Knie als die Übelkeit schlimmer wurde und dachte an mein Gespräch mit den Valar. Das Pochen wurde zu einem unritterlichen Stechen in meinem Kopf und plötzlich wollte ich nicht mehr dagegen Kämpfen und übergab mich.

Als sich schließlich mein gesamter Mageninhalt außerhalb meines Körpers befand, versuchte ich meine Heulkrämpfe, die von gelegentlichem Würgen unterbrochen wurden unter Kontrolle zu bekommen, was mir nach einiger Zeit auch gelang. Langsam beruhigte sich meine Atmung und ich konnte mich aufrappeln. Ich stützte mich an einem großen Stein ab um nicht umzufallen und ließ mich vor Erschöpfung prompt darauf fallen.

War das alles gerade wirklich passiert? Dieser Garten, die… Valar, war das real gewesen? War ich nun in einer anderen Welt? In Mittelerde?

Ich blickte mich um. Der Fluss in den ich gefallen war war klein und schlängelte sich ind kleinen Kurven durch das Flussbett aus Steinen und Kies. Um mich herum ragten hohe Bäume auf, Laubbäume, Nadelbäume, wie in einem normalen Wald zu Hause. Die Sonne stand hoch am Himmel, es schien etwa Mittag zu sein, und das Zwitschern von Vögeln begleitete das Rauschen des Flusses. Es war friedlich. In der Ferne Flussaufwärts, konnte ich hohe Berge erkennen, ein Gebirge, auf denen Schnee lag.

Ich zitterte, als ein kleiner Windstoß durch meine Nasse Kleidung fuhr. Ich musste etwas anderes anziehen, wenn ich mir keine Erkältung holen wollte. Meine Tasche hing noch immer um meine Schulter. Wohl doch kein Traum das alles. Ich stellte sie ab und wusch mich schnell mit dem kalten Wasser des Flusses. Meine Kleider legte ich derweil zum Trocknen auf die Felsen. Mein Schal war aus Wolle und hatte sich praktisch mit Wasser vollgesogen. Mein Schirt und meine Jeansjacke, würden genau wie meine Hose auch eine halbe Ewigkeit brauchen um zu trocknen.

Als erstes zog ich Unterwäsche aus der Tasche. Ein Schauer jagte mir den Rücken hinunter, als ich merkte wie die Tasche meine Kraft nutzte. Es war wie ein kleines Piksen, als würde dir jemand Blut abnehmen. Es tat kaum weh, war aber irgendwie… unheimlich. Die Unterhose war… normal, vielleicht aus etwas gröberem Material als meine übliche Unterwäsche, aber… gut. Sogar der BH war… hübsch. Aus gemustertem Stoff und am Rücken zum zuknoten, etwas ungewohnt, aber… gut.

Es folgte ein hellbraunes langärmliges T-Shirt aus Baumwolle, das eng an meinem Körper lag und einen Hohen Kragen hatte. Die Hose die ich aus der Tasche zog – obwohl ich an eine Jeans gedacht hatte – war dunkelbraun, aus dickem, aber trotzdem ziemlich bequemem Stoff und lag ebenfalls eng an meinem Körper. Ich zog Wollsocken über meine nackten Füße und darüber braune Lederstiefel, die sehr einfach aussahen, aus groben Leder bestanden und mir fast bis zum Knie reichten. Sie passten perfekt.

Ich fröstelte noch immer, weshalb ich erneut in die Tasche griff um eine Jacke heraus zu holen. Was ich herauszog war aus weinrotem, schwerem Stoff. Es war eine Art Tunika mit langen Ärmeln und Einschnitten an beiden Seiten. Sie reichte mir bis zur Mitte der Oberschenkel, was die Schlitze an den Seiten plötzlich sehr sinnvoll erscheinen ließ, um mir volle Bewegungsfreiheit zu ermöglichen. Die Ärmel reichten mir ein Stück über die Ellenbogen und waren wie die gesamte Tunika, etwas weiter, weshalb ich mir einen Lederriemen – anscheinend das einzige, was meine Tasche zum Gedanken Gürtel finden konnte – um die Taille wickelte.

Ich hängte mir die Tasche um und griff nach meinen zum Trocknen ausgebreiteten Kleidern. Sie waren verschwunden.

Ich sah mich stirnrunzelnd um bis mir plötzlich Irmos Worte einfielen und ich schlug mir mit der flachen Hand vor die Stirn.

„Dumm, dumm, dumm Tara“ murmelte ich.

Der Gott hatte gesagt, alles was aus meiner Welt kam, würde verschwinden, wenn ich herkam. Meine Hand fuhr erschrocken zu dem kleinen silbernen Notenschlüssel, der um meinen Hals baumelte. Ich seufzte erleichtert.

Wenigstens eine Erinnerung an zu Hause.

Ich blickte den Fluss entlang. Was sollte ich nun tun? Einfach loszulaufen schien mir unsinnig, doch was hatte ich für eine Wahl? Ich konnte Flussaufwärts gehen, Flussabwärts und ich konnte dem Fluss den Rücken kehren. Ihn zu überqueren kam nicht in Frage und ich entschied mich schließlich für Fluss abwärts. Irgendwann musste ich ja auf Menschen treffen.

Ich lief und lief und lief. Immer wieder musste ich die Seite des Flusses verlassen, da der Wald zu dicht wurde, doch ich konnte mich am Rauschen des Wassers orientieren. Wo ich war? Ich wusste es nicht. Wie lange ich lief? Keine Ahnung.

Der Mittag wurde zum Nachmittag und ich lief immer noch. Ich kam nur langsam vorwärts. Der Wald war dicht, doch ich wollte mich nicht zu weit vom Fluss entfernen, da er mir als Orientierung diente in welche Richtung ich lief. Mein Orientierungssinn war nahezu nichtexistent. Ich konnte mich auf einer gemähten Wiese verlaufen. Des Weiteren, war meine Kondition in einem enorm schlechten Zustand. Ich hatte Sport schon immer gehasst und Laufen, war mein absoluter Horror. Ich mochte es auf der Slackline zu Balancieren, aber das war auch das einzige was ich in sportlicher Richtung unternahm. Jegliche anderen Arten sich zu bewegen, waren und sind für mich bis heute noch immer eine Qual. Ich keuchte schon nach wenigen Minuten, wischte mir den Schweiß von der Stirn und drosselte mein Tempo.

Mein Magen knurrte höllisch und ich war müde. Wie lang würde ich wohl noch gehen müssen, bis ich auf Menschen traf. Würde ich überhaupt auf andere Menschen treffen, oder würde ich mich in diesem Wald verlaufen und kläglich verhungern. So viel zu Heldin. Was hatten diese Leute von Valar sich gedacht? Mich einfach im Nirgendwo in einen Fluss zu schmeißen.

Plötzlich wurde ich von Stimmen aus meinen Gedanken gerissen. Ich erstarrte und lauschte. Es waren die Stimmen von mehreren Männern und sie schienen auf mich zuzukommen. Ich sprang in ein Dickicht, das mir dicht genug schien, um nicht entdeckt zu werden. Zuerst hatte ich mit dem Gedanken gespielt zu ihnen zu laufen, doch falls dies wirklich alles Männer waren, kam das mir enorm dämlich vor. Mit einem Schauer hatte ich an jene Nacht in der Unterführung zurückgedacht und hatte beschlossen abzuwarten.

Und dann sah ich sie…

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Das war Kapitel 6!!!



Endlich in Mittelerde angekommen! Den Valar sei Dank

Na wen trifft sie jetzt wohl? Genau unsere geliebten Gefährten.



Vielen Dank an Anne-Rose, checkyhuf und Kayol für die super tollen Reviews, ich hab mich mega gefreut.

Bitte schreibt mir, was ihr von der Geschichte haltet und sagt mir vor allem, was euch gefällt und nicht gefällt. Ich freue mich immer total über positive Kritik, bin aber über jedes andere kommentar froh, dass mir hilft, mein Schreiben zu verbessern und die Charaktere realistischer zu machen.

Vielen Dank und liebe Grüße,



Pigwidgeon
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