Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Controlling Emotions

GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P16 / Het
Aragorn Boromir Gandalf Gimli Legolas OC (Own Character)
25.06.2016
13.06.2021
38
107.172
27
Alle Kapitel
95 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
03.01.2018 1.569
 
Disclaimer: Bis auf meinen OC gehören leider alle Figuren und allgemein alles was zu Mittelerde gehört nicht mir, sondern Tolkin und Peter Jackson. Luke Skywalker gehört natürlich George Lukas. Ich verdiene kein Geld hiermit.



Viel Spaß beim Lesen.





---------------------------------

Kapitel 4

„Tara, sie sind nicht alleine! Wir helfen ihnen das alles zu verstehen…“.

Wir waren durch die Halle und einen langen Gang entlanggelaufen und schließlich in einem Büro gelandet. Hinter dem Schreibtisch in der Mitte des Zimmers saß ein etwas älterer Herr vor einem Laptop und schrieb. Seine Haare waren weiß und verstrubbelt. Er trug ein blaues Hemd und hatte eine Brille auf der Nase. Sein weißer Bart kräuselte sich um seinen Mund und auf seiner Haut waren deutlich die Spuren des Alters zu sehen. Was besonders meine Aufmerksamkeit auf sich zog, war eine weiße Narbe die sich von seiner Wange bis hoch zur rechten Augenbraue zog. Als er schließlich aufschaute, zuckte ich zusammen. Seine Augen waren von einem intensiven Blau und es war als würden sie Funken sprühen. Trotz seiner Erscheinung schienen diese Augen jung, aufgeweckt und sehr intelligent. Seine Mundwinkel zogen sich zu einem Lächeln nach oben und mir wurde bewusst, dass ich ihn anstarrte und senkte verlegen den Blick.

„Wieso bin ich hier? W-Was wollen sie von mir?" Stotterte ich.

Meine Stimme war voller Zweifel und Unsicherheit. Tara reiß dich zusammen! Der alte Mann lächelte erneut.

„Nennen sie mich Richard.“ Sagte er.

„Sie sind hier in einem streng geheimen Stützpunkt unserer Organisation. Miss Straub, Sie müssen wissen, es gibt Menschen die irgendwann in ihrem Leben, Fähigkeiten entwickeln. Fähigkeiten die sie nicht verstehen und nicht kontrollieren können. Naja und wir helfen ihnen dabei sie unter Kontrolle zu bringen und ein normales Leben zu führen."

Seine Stimme war ruhig und gelassen, als hätte er diese Unterhaltung schon tausendmal geführt. Die Szene in der Unterführung spielte sich in meinem Kopf ab. Meinte er so etwas? Das war doch verrückt. Ich wehrte mich dagegen seinen Worten Glauben zu schenken. Doch eine Stimme in meinem Kopf sagte, dass es bisher die einzige Erklärung für die Lichtkugel in der U-Bahn war.

Der Mann schien zu merken wie meine Gedanken hin und her flogen in dem Versuch das alles zu begreifen.

„Hören sie Miss Straub,“ er hob beschwichtigend die Hände.„Wir werden ihnen helfen das alles zu verstehen und ihre Kräfte zu kontrollieren."

„Nein!“ Ich hatte endgültig genug.

„Ich will es weder kontrollieren, noch will ich es verstehen. Ich will, dass es aufhört. Das ist alles nur ein schlimmer Traum. Ein Scherz. Irgendwas… ich will das nicht! Ich habe… ihn verletzt… diesen Mann…ich…“ Ich war den Tränen nahe.

„Miss Straub beruhigen sie sich, wir wissen wie sie sich fühlen.“

Fräulein Rottenmeier hatte mir die Hand auf die Schulter gelegt, doch ich schlug sie weg. Panisch machte ich einige Schritte weg von ihr.

„Sie wissen gar nichts über mich, s…sie wissen nichts…!“ mein Körper wurde mittlerweile von unkontrollierbaren Schluchzern geschüttelt. Sie hob eine Augenbraue und sah mich schnippisch an. Dann Blätterte sie kurz in der Akte auf ihrem Arm und zog ein Blatt hervor.

„Tara Straub, 26 Jahre, Musikstudentin, Münzweg 8 Heidelberg…“ Begann sie vorzulesen.

Ich starrte sie ungläubig an. Die hatten eine Akte über mich? Oh man das war so krank. Ich musste hier unbedingt raus. Ich wischte mit die Tränen vom Gesicht. Reis dich zusammen Tara! Wie oft ich mir das nun schon gesagt hatte. Meine Hände hatten erneut begonnen zu zittern und ich stopfte sie in meine Jackentaschen um sie zur Ruhe zu zwingen.

„Miss Straub, hören sie mir zu…“ Richard war aufgestanden und hatte sich mir zugewandt.

„Sie werden das alles noch verstehen. Sie werden in eine Art Parallelwelt geschickt, wo sie lernen können ihre Kräfte zu kontrollieren. Erst danach ist es möglich sich von ihnen zu trennen.“

Ich starrte ihn sprachlos an. Parallelwelt? Hallo? Was zur Hölle war das hier für ein Irrenhaus? Ich musste hier raus. Einfach nur raus, weg von diesen Verrückten.

„S…Sie…Sie sind total verrückt, wissen sie das? Total! Sie entführen mich und bringen mich hier in ihre FBI Zentrale. Erzählen mir was von Kräften und Parallelwelten. Das ist doch Krank!“

Meine Stimme klang hysterisch, doch es war mich egal. Ich holte ein paar Mal zitternd Luft.

„Ich werde jetzt gehen.“ Presste ich angespannt hervor, drehte mich langsam um und ging auf die Ringerzwillinge zu. Einfach weitergehen Tara, einfach weitergehen. Fräulein Rottenmeier japste entsetzt nach Luft als ich an ihr vorbei ging, doch auf ein Zeichen von Richard, machten sowohl sie, als auch die Zwillinge zu meiner Überraschung den Weg frei.

„Bitte begleitet Miss Straub nach draußen.“ Sagte Richard zu den beiden und der eine schlüpfte vor mich um mir die Richtung zu zeigen. Erstaunt folgte ich den beiden in Richtung Ausgang.

--------------------------------------------------------

Im Büro drehte sich die Frau mit dem strengen Dutt zu dem alten Mann und hob fordernd die Augenbrauen. Er blickte auf einen kleinen Bildschirm an seinem Arm und sah dann zu der Frau auf.

„Luke ist zurück, er soll sich um Miss Straub kümmern.“

Damit ließ er sich wieder in seinem Sessel nieder und begann erneut zu schreiben.

------------------------------------------------------------


Ich blinzelte in das grelle Licht. Mein Kopf schmerzte höllisch. Wo war ich denn jetzt? War ich schon wieder umgekippt? Was zur Hölle  war nur los mit mir? Ich saß auf einem Bett in einem Krankenzimmer, zumindest sah es so aus wie die Zimmer in der Uniklinik.

Wie war ich von der Ruine/FBI Zentrale in das Krankenhaus gekommen? Ich erinnerte mich nicht und das machte mir schreckliche Angst.

Ich setzte mich an die Bettkante und blickte an mir herab. Ich hatte meine normale Kleidung an. Kein Patientenarmband, keine Infusionsnadel, die in meinem Arm steckte oder ähnliches. Ich war keine Patientin hier. Wieso war ich hier? Das Zimmer wurde von einem hellblauen Vorhang unterteilt. Ich stand auf und viel augenblicklich wieder zurück ins Bett. Mir war schwindlig und alles drehte sich. Als sich das Zimmer wieder in seine Ausgangssituation gedreht hatte, startete ich einen zweiten Versuch. Langsam stand ich auf und lugte, während ich mich an der Wand abstützte vorsichtig auf die andere Seite des Vorhangs.

In dem Krankenbett lag ein junger Mann mit rabenschwarzem Haar. Ich erkannte ihn sofort als einen der Männer in der Unterführung. Krönchen. Er war der gewesen der… den das Licht… erfasst hatte. Sofort hatte ich ein schlechtes Gewissen. War er wegen mir hier? Weil ich dieses Licht…Unsinn!! Tara, denk nach! Dieses Licht hast du dir nur eingebildet. Wahrscheinlich hat er zu viel getrunken. Ich versuchte mir einzureden, dass dies nicht meine Schuld war, doch das schlechte Gewissen blieb. Was wenn so etwas wieder passierte? Wenn jemand ernsthaft verletzt wurde? Mein Bruder, oder meine Eltern, was wenn das wirklich alles meine Schuld war?

Ich spürte wie mir die Tränen in die Augen stiegen. Wieso passierte mir das alles? Ich wollte nicht mehr, ich war so unendlich müde. Der Stress der letzten Tage strömte auf einmal auf mich ein und ich setzte mich langsam wieder auf das freie Bett. Da saß ich nun und starrte auf den Vorhang und fragte mich, was zur Hölle ich tun sollte. Was wenn mit mir etwas nicht stimmte? Wenn ich eine Krankheit hatte, die anderen schaden konnte? Jedoch hatte ich noch nie von einem solchen Licht wie in der Unterführung im Zusammenhang mit einer Krankheit gehört, oder überhaupt. Vielleicht sollte ich es mal googeln.

Die sich öffnende Tür schreckte mich aus meinen Gedanken. Ich hörte Stimmen von der anderen Seite des Vorhangs und das Rücken von Stühlen. Es waren mehrere Stimmen, die männlich und sehr jung klang. Der Mann im Bett schien aufgewacht zu sein, denn sie unterhielten sich. Sie redeten über Fußball, ihre Jobs und ihre Freundinnen. Dann schwenkte das Gespräch zum gestrigen Abend, wie sie mit den Jungs durch die Bars gezogen waren, von der Unterführung… Ich schreckte auf, konnte es sein…? Vorsichtig lugte ich hinter dem Vorhang hervor und meine Augen weiteten sich. Das waren sie! Die Männer aus… die Männer von gestern. Ein kalter Schauer lief mir den Rücken herunter. Meine Hände verkrampften sich. Die Bilder des gestrigen Abends zogen noch einmal an mir vorbei. Ich hatte es beinahe für einen Traum gehalten, einen Albtraum.

Kalter Schweiß bildete sich auf meiner Haut und meine Hände krampften sich stärker um den Vorhang. Angst, Panik und Hilflosigkeit stiegen in mir auf. Wie in einem Film stand ich wieder in der Unterführung fühle die Panik, spürte seine Hände auf meinem Körper.
Dann plötzlich geschah es. Mit einem zischen ging der Vorhang um den ich meine Hände gekrampft hatte in Flammen auf. Ich zuckte mit einem Schrei zurück. Hinter mir zersprangen mit einem lauten Knall die Gläser und Blumenvasen und das Wasser ergoss sich auf den Boden. Hinter dem brennenden Vorhang hörte ich schreie und umfallende Stühle. Was war los? Vor mir drehte sich alles und ich wäre wahrscheinlich umgekippt, hätte mich nicht plötzlich ein Mann, etwa in meinem Alter, beim Arm gepackt und mit sich gezogen. Aus dem Zimmer hinaus, die Flure voller panischer Menschen entlang und hinaus ins Freie.


-----------------------------------

Vielen Dank fürs Lesen. Bitte verzeiht mir meine Rechtschreibung. Und bitte ein paar Reviews!!!! Das wäre mega. Ich habe das Kapitel erst unvollständig veröffentlicht (ausversehen, sorry). Jetzt ist es vollständig. Da mein ganzer Tag mit Lernen vollgepackt ist, kann ich nicht sagen wie schnell das nächste fertig ist, doch ich streng mich an.



Liebe Grüße und bis zum nächsten Kapitel,



Pigwidgeon
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast