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Controlling Emotions

GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P16 / Het
Aragorn Boromir Gandalf Gimli Legolas OC (Own Character)
25.06.2016
13.06.2021
38
107.172
27
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95 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
19.06.2020 2.180
 
Disclaimer: Bis auf meinen OC gehören leider alle Figuren und allgemein alles was zu Mittelerde gehört nicht mir, sondern Tolkin und Peter Jackson. Ich verdiene kein Geld hiermit.

Dieses Kapitel ist für meinen Freund NiBeroya. Vielen Dank für deine Hilfe und I´m so sorry.

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Ich erwachte langsam aus der Bewusstlosigkeit. Als erstes merkte ich, dass ich getragen wurde. Eine Hand lag unter meinen Knien die andere auf meinem Rücken. Ich blinzelte in das helle Licht und blickte in Boromirs Gesicht, der traurig auf mich herabblickte. Da plötzlich fluteten die Erinnerungen an Gandalf zurück und mit ihnen kam der Schmerz. Meine Augen füllten sich mit Tränen die bald schon stumm über meine Wangen liefen. Boromir zog mich enger an sich und ich vergrub mein Gesicht in seinem Nacken, froh über die Nähe.



In mir wirbelten die Gefühle durch die Gegend und schnitten in mein Herz wie Rasierklingen. Gandalf war tot. Er war gestorben, um uns zu retten. Und nun war ich hier allein. Allein in dieser Welt ohne ihn. Wie sollte ich das nur schaffen? Er sollte mich doch lehren, sollte für mich da sein und mir helfen. Doch er war fort und ich würde niemals wieder in meine Welt zurückkehren können. Ich weinte, bis keine Tränen mehr übrig waren. Um Gandalf, meine Familie, meine Welt und um mein Selbst, denn ich sah keine Hoffnung für mich ohne den alten Zauberer.



Boromir trug mich weiterhin und ich ließ es geschehen. Die Wund von dem Pfeil schien notdürftig verbunden worden sein, doch ich dachte nicht weiter darüber nach. Nachdem ich nichtmehr weinen konnte, fühlte sich mein Körper nun an, wie betäubt. Ich hatte keine Energie übrig. Ich schloss die Augen und ließ mich von Boromir tragen. Weg von der verfluchten Miene, die unseren Freund und Führer das Leben gekostet hatte.

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Boromir POV



Der Verlust des alten Zauberers Schnitt in sein Herz wie ein Dolch. Ungläubig hatte er zusehen müssen wie Gandalf von dem brennenden Monster in den Abgrund gerissen wurde. Die Freude über das errettende Sonnenlicht wurde getrübt durch betäubende Trauer. Verzweifelt und erschöpft viel er auf die Knie.

Sein Blick fiel auf Tara die Strauchelnd einige Schritte weiter gelaufen war. Sie schwankte leicht und hielt ihre Arme ausgestreckt als würde sie nichts sehen.  Sofort war er wieder auf den Beinen und lief zu ihr. In diesem Moment beugte sie sich vorn über und übergab sich. Er machte den letzten Schritt zu ihr und griff nach ihrem Zopf und ihrer Schulter, um sie zu stützen.

„Schhhh ganz ruhig“ flüsterte er und strich ihr beruhigend über den Rücken. Mit einem leisen Seufzer kippte sie zur Seite und sank bewusstlos zu Boden. Er zog ihren Kopf in seinem Schoß und strich ihr über die Wange

„Tara! Tara hörst du mich?“ Keine Reaktion von ihr. Besorgt blickt er zu den anderen. Pippin lag in Merrys Armen und beide weinten bitterlich. Auch Sam war zu Boden gesunken den Kopf in den Händen. Gimli hatte sich schreiend umgedreht und musste von Aragorn abgehalten werden zurück in die Mine zu laufen rasend war seine Wut über den Verlust des grauen Zauberers. Auch Legolas schien erschüttert bis ins Mark, als könne er nicht glauben, was gerade passiert war. Nur Frodo war weiter gelaufen sein Blick in die Ferne gerichtet den Rücken zum Rest der Männer. Der blonde Elb trat neben Boromir und ging in die Hocke.

„Sie hat zu viel Magie gewirkt. Die Schwärze Morias nimmt stärkeren Einfluss auf die die Magie mit sich führen und diese wahrnehmen können. Die Macht des Balrogs war immens und der Tod Gandalf war ein zu harter Schlag für Sie. Sie ist noch zu ungeübt, um die Menge an Energie zu nutzen wie in den letzten Stunden tat. Sie hat uns damit sehr geholfen, doch zu welchem Preis?“ Vorsichtig strich er ihr mit seinen schlanken Fingern durch das Haar. „Seinen Tod zu verarbeiten wird schwer für sie, hängt doch so viel mehr für sie an seinem Schicksal als für viele von uns. Gandalf hat uns allen sehr viel bedeutet doch wir haben noch Hoffnung. Wir müssen weitermachen, haben etwas wofür es sich zu kämpfen lohnt und Aragorn wird uns führen. Doch sie hat mit Gandalf ihren Mentor verloren und damit jede Hoffnung ihr Schicksal zu erfüllen es wird kein leichtes diese Hoffnung zurückzuerlangen.“

Stumm betrachtete Boromir die junge Frau und ließ sich die Worte des Elben durch den Kopf gehen.

„Frodo!“ Aragorns Ruf ließ die beiden Männer aufblicken. Der dunkelhaarige Hobbit stand einige Meter von ihnen entfernt. Als er sich zu ihnen umdrehte, rollte ihm eine Träne über die Wange sein Gesicht gezeichnet vor Trauer. Der Verlust des Zauberers ging allen sehr nah. Wie konnten sie weiter machen, nach diesem Schlag? Gerne wäre Boromir genau hier sitzen geblieben denn der Verlust schmerzte tief in seiner Seele. Hatte er doch allen anderen der Gefährten misstraut und ihre Motive angezweifelt, so hatte er nur bei Gandalf zu jederzeit sicher sein können dass er nur Mittelerdes Bestes im Sinne hatte.

„Wir müssen weiter los steht auf! Bei Nacht werden diese Hügel überrannt werden von Orks. Wenn wir überleben wollen müssen wir es in den Wald von Lothlorien schaffen. Das ist unsere einzige Hoffnung“. Aragorns Worte klangen so falsch. Wieso weiter machen? Wieso kämpfen. Boromirs Blick viel erneut auf die noch immer bewusstlose Tara. Die Hoffnungslosigkeit drohte ihn zu übermannen, doch er zwang sie zurück, er würde nicht wanken! Nicht wenn andere ihn brauchten. Das hatte er sich geschworen und zu diesem Schwur stand er schon sein Leben lang. Vorsichtig Schlange die Arme um die Frau vor ihm und hob sie hoch. Ihre Haut war eiskalt und ihr Körper schien eingefallen und kraftlos. Er hatte nicht gemerkt, wie schlecht es ihr tatsächlich gegangen war. Hatte es sich von Magie, ihrem Lächeln und netten Worten blenden lassen. Er blickte auf die reglose Form in seinen Armen. Ihr Atem ging flach und gleichmäßig. Sie sah so friedlich aus, als würde sie schlafen und so wunderschön. Doch etwas fehlte. Ihre Energie ihr lebhaftes Wesen und ihre Magie. Dieses Leuchten, das sie zu umhüllen schien, selbst wenn sie schlief. Es war als sei das alles erloschen.

Es war beeindruckend gewesen, wie sie gekämpft hatte. Sicher sie hatte einen Moment gebraucht, um den Schock zu verarbeiten. Nicht für jeden war der Kampf mit solch monströsen Kreaturen so selbstverständlich wie für ihn und die restlichen Männer der Gruppe.

Doch sie war aufgeblüht und es war unglaublich gewesen zu sehen, wie sie mit ihrer Magie gekämpft hatte.  Am liebsten wäre er nur dagestanden und hätte ihr zugesehen. Ihr war es zu verdanken dass sie aus Kammer hatten fliegen können. Ihr und Gandalf. Sein Herz war stehen geblieben, als sie losgelaufen war, um ihm zu helfen. Die Hobbits hatte eher zurückhalten können sie jedoch nicht. Sie war ihm entglitten, nur wenige Millimeter von seinen Fingerspitzen entfernt an ihm vorbeigelaufen. Er hatte sie nicht halten können, weshalb sie ebenfalls fast gestorben wäre. Doch nun zu überlegen was wessen Schuld gewesen sein könnte würde sie nicht weiterbringen Aragorn hatte recht sie mussten in den Wald gelangen dort und nur dort wären sie sicher.

Ihr Weg führte sie nun nach Süden steht bergab hinunter ins Tal. Kleine Quellen entsprangen aus dem steinigen Boden klar wie Kristall und eisig kalt.  Sie sprudelten über die nackten Steine wandten sich durch Rinnen und vereinigten sich bald zu einem kleinen Bach. Hinter ihnen ragten die weißen Gipfel der Nebelberge auf, doch keiner schaute zurück. Nicht zu der Wolke, die über der Spitze des Caradhras hing. Über dem Weg, den sie eigentlich hätten nehmen sollen. Und nicht zu den dunklen Toren im Felsen, durch die sie aus dieser verfluchten Miene geflohen waren.

„Seht dort unten dort liegen die Wälder Lothlóriens“, Legolas wieß nach vorne und ihr Blick glitt das Tal hinab auf die Decke aus grün und Gold die sich in der Ferne erstreckte.

„Es ist der schönste aller Wälder in ganz Mittelerde, denn im Winter fallen die Blätter nicht sondern werden Golden. So bleiben sie bis in den Frühling, dann fallen sie und die Äste erblühen mit Millionen gelber Blüten und der Boden wird golden. Die Säulen und Häuser der Elben glänzenden stets silbernen ebenso wie die glatten Stämme der Bäume. Was würde ich geben, um dieses Land im Frühling zu erblicken.“

Nach drei Stunden hielten sie am Rande des Flusses für eine kurze Rast. Tara war wieder aufgewacht. Es hatte Boromir geschmerzt zu sehen wie die Trauer über die Erinnerung in ihre Augen stieg und klare Tränen herab fließen ließ. Sie sagte nichts, sondern vergrub ihr Gesicht in seiner Hals und weinte stumm vor sich hin. Er zog sie fester an sich, mehr konnte er nicht tun, um ihren Schmerz zu lindern. Nach einiger Zeit hatte sie aufgehört zu weinen, doch nun kam keine Reaktion mehr von ihr. Sie saß stumm und abwesend an einem Felsen gelehnt und starrte auf das plätschernde Wasser. Besorgt betrachtete der Gondorianer die blonde Magierin während er Sam half ein kleines Feuer zu machen.

Nach einer kurzen Stärkung und der Inspektion von Taras und Frodos Verletzungen liefen sie weiter. Tara zuerst allein doch als sie merkten, wie sehr sie die Gruppe verlangsamte wurde sie erneut von Boromir auf den Arm genommen. Entgegen aller Erwartungen protestierte sie jedoch nicht, sondern ließ es stumm mit sich geschehen. Die Männer warfen sich besorgte Blicke zu, doch hatte sie keine Zeit um noch weiter zu verweilen.

Das Land wurde flacher und Wiesen bedeckten den Boden der kleine Bach war nun zu einem Fluss angeschwollen und der rettende Wald kam immer näher.

„Dieser Fluss heißt Nimrodel,“ erklärte Legolas. „Wir müssen sie überqueren um nach Lothlórien zu kommen. Einmal wenn wir mehr Zeit haben und nicht in Eile sind, singe ich euch ein Lied von diesem kleinen Fluss, dass bei uns zu hause oft gesungen wird.“ Sprach er weiter. Sein versuch die Stimmung zu heben, wenn auch schwach, brachte ein schwaches Glänzen in die Augen von Sam und Pippin zurück.

„Kommt, hier entlang! Der Fluss ist hier niedrig, wir können hindurch waten,“ rief Aragon von vorne.

Nicht mal 100 Schritte hinter dem Fluss begann der dichte Wald. Sie waren in Sicherheit. Das goldene Blätterdach schloss sie ein und verbarg sie vor neugierigen Augen. Sie wollten schon anhalten doch Aragorn drängte sie weiter.“ Es sind noch einige Meilen bis zu den Toren Lothlóriens erst dort sind wir sicher.

Boromir blickte auf die Frauen seinen Armen. Sie war in einen unruhigen Schlaf gesunken, der von Wimmern und Stöhnen durchzogen war. Ihre Stirn war mit Schweiß bedeckt und ihre Wangen rot.

„Aragon!“ der dunkelhaarige Waldläufer drehte sich um und kam auf den hellhaarigen zu geeilt.

„Boromir wir müssen weiter.“

„Das ist mir bewusst, doch ich sorge mich um Ihr Wohlbefinden. Es geht ihr immer schlechter.“

Aragorn legte seine Hand auf Taras Stirn. „Sie hat Fieber, das ist in der Tat kein gutes Zeichen. Wir müssen noch ein Stück weiter. Hier können wir uns noch nicht niederlassen die Gefahr wäre zu groß. Sie muss durchhalten.“

Mit diesen Worten drehte er sich um und lief zurück zur Spitze der Gruppe. Er führte sie tiefer in den Wald bis das leise Gurgeln der Nimrodel nicht mehr zu hören war. Dann verließen sie den Pfad und liefen weiter nach Westen in die Dunkelheit des Waldes hinein. Nach einer weiteren halben Stunde hielt Aragron an.

„Hier können wir rasten. Wir können nur hoffen dass uns der Wald Lothlóriens verstecken und seine Bewohner und schützen werden.“

Erschöpft ließen sich die Gefährten zur Rast nieder. Vorsichtig legte Boromir Tara auf dem Boden und bettelt ihren Kopf auf einen Mantel. Schnell war Aragorn an seiner Seite. Er gab etwas Wasser auf ein Tuch und legte es ihr auf die Stirn

„Sie braucht einen Heiler“ sagte Boromir zu dem dunkelhaarigen.

„Boromir, ich tue alles was ich kann für sie.“ Gab Aragorn zurück und eine Zeile aus einem alten Vers kam Boromir in den Sinn, der von den alten Frauen und Männern aus seiner Heimat immer wieder erzählt wurde: Die Hände des Königs sind die Hände eines Heilers.

„Legolas Ich brauch noch etwas Wasser. Merry, Pippin, Gimli! Ich brauche ein Kraut. Es wirkt fiebersenkend und wächst auch in diesem Wald. Kommt ich zeige es euch. Doch seit vorsichtig und vor Allem leise. Dam heute kein Feuer. Boromir du bleibst bei Tara, Frodo und Sam. Hoffen wir, dass wir die Nacht unbemerkt überstehen.“ Gab Aragorn Anweisungen und die anderen rappelten sich auf um sie zu erfüllen.

Ein überraschter Ausruf von Gimli ließ die gesamte Gruppe herumfahren. Männer in silber–grauer Gewandung waren hinter den Bäumen hervorgetreten. Jeder hielt einen Bogen gespannt, die Pfeile auf die Gruppe gerichtet. Schützend beugte sich Boromie über die Fiebernde Frau. Als er sich vorsichtig umschaut wurde im klar, dass sie umzingelt waren.

Ein blonder Elb trat vor und ließ seinen Bogen sinken: „Der Zwerg atmet so laut, wir hätten ihn im Dunkeln erschießen können.“



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Ja ich gebs zu, das war irgendwie ein Filler. Eigentloch wollte ich auch noch weiter schreiben, aber ich fand diesen Spruch als Ende so verdammt passend. Hoffe das Kapitel gefällt euch trotzdem. Etwas ruhiger nach all der Action.



Eure Pigwidgeon

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