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Controlling Emotions

GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P16 / Het
Aragorn Boromir Gandalf Gimli Legolas OC (Own Character)
25.06.2016
13.06.2021
38
107.172
26
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95 Reviews
Dieses Kapitel
5 Reviews
 
14.06.2020 3.838
 
Disclaimer: Bis auf meinen OC gehören leider alle Figuren und allgemein alles was zu Mittelerde gehört nicht mir, sondern Tolkin und Peter Jackson. Ich verdiene kein Geld hiermit, auch wenn es schön wäre.



Vielen Dank für die lieben Reviews. Hat mich sehr gefreut. Ich bin so gespannt was ihr von diesem Kapitel haltet.

Viel Spaß



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Doom, domm domm Doom. Damm doom, damm damm doom. Trommeln erklangen aus der Tiefe und dröhnten durch den Berg.

Erschrocken fuhr ich zusammen.



„Leute….? Was i…ist das?“ Nervös fuhr ich mir durch die Haare und meine Stimme war nicht das einzige was zitterte.

Legolas legte den Kopf schief, als würde er auf etwas lauschen, dann verließ nur ein einziges Wort seien Mund:



„Orks.“ Damit drehte er sich mit dem Rücken zu uns und zog Bogen und Pfeile hervor.

Boromir lief zur Tür, schreckte jedoch sofort zurück, als zwei Pfeile nur haarscharf sein Gesicht verfehlten.



„BOROMIR!“ Der schrille Schrei hatte meinen Mund verlassen, bevor ich mich selbst daran hindern konnte.

Er warf mir einen kurzen Blick zu und begann mit Hilfe von Aragorn und Legolas die Tür zu verrammeln. Zwei wirklich schwer aussehende Äxte wurden von den Männern benutzt, um die Tür zu blockieren.



„Bleibt zurück, dicht hinter Gandalf!“ ich wusste, Boromir meinte damit auch die Hobbits, doch er sah nur mich an, seine Augen voller Sorge. Dies ließ mein herz schneller schlagen. Er redete wieder mit mir. Dies war jedoch nur ein kleiner Trost, denn erneut erklanegen die Trommeln: Doom domm domm, damm!



„Was ist den los? Was passiert hier?“ Meine Stimme klang schrill und genauso verunsichert, wie ich mich fühlte.



„Sie haben uns entdeckt. Orks! Bleibt hinten und deckt euch gegenseitig!“ Antwortete Gandalf und zog sein Schwert.



„Sie haben einen Höhlentroll!“ Rief Boromir von der Tür bevor er und Aragorn von ihr zurückwichen. Legolas und Aragorn zielten mit ihren Bögen auf die Tür. Die anderen hatten ihre Schwerter gezogen.

Gimli war auf Balins Grab gesprungen und schwang seine Axt:



„Wuah! Sollen sie kommen! Es gibt immer noch einen Zwerg in Moria, der noch nicht zu Staub zerfallen ist!“

Ich blickte zu den Hobbits und traf Frodos´. Er hatte Angst. Das konnte ich im Ansehen. Das hatten sie alle. Wir mussten jetzt stark sein. Ich hatte Frodo versprochen für ihn da zu sein und die anderen würden uns schon beschützen. Ich lächelte ihm zu und zog dann mein eigenes kleines Schwert.

Das Trommeln wurde immer lauter und ich hörte Lärm von draußen. Schreie, Metallklirren und undefinierbare Laute, die mich erschauern ließen.



Harte Schläge erschütterten die Tür und Holz splitterte. Irgendetwas versuchte das Holz durchzuhacken und es gelang. Es bildete sich eine Öffnung, die immer größer wurde.

Legolas und Aragorn schossen je einen Pfeil ab und das getroffene Ziel quiekte und schrie. Was zur Hölle war das? Welche Kreaturen machten solche Laute? Orks kamen aus Fantasybüchern sie konnten doch nicht wirklich…



Mit einem Krachen viel die Tür und was ich sah sprengte alle meine Vorstellungen. Die Kreaturen, die auf uns zustürmten, hatte Schwarze Haut und spitze Ohren. Ihre Körper waren von dunkle Metallrüstungen umhüllt und ihre Gesichter waren grässlich entstellt. Ihre Münder waren zu monströsen Fratzen verzogen und in ihren Augen stand Blutdurst und der vehemente Wunsch uns alle zu töten.



Ich war wie erstarrt. Meine Hände umklammerten krampfhaft mein Schwert und meine Augen waren starr auf das Chaos vor mir gerichtet. Legolas schoss einen Pfeil nach dem anderen ab und traf mit tödlicher Präzision jedes Ziel. Alle seine Gegner gingen zu Boden bevor sie ihn erreichten. Das Ganze lief in einer Geschwindigkeit, die meine Augen kaum erfassen konnten.



Boromir und Aragorn (der nun auf das Schwert umgestiegen war) Kämpften wild und furchtlos. Mit präzisen Schlägen blockten sie ihre Gegner und schlugen diese nieder. Gimli schwang seien Axt und hackte vom Grab aus auf die Köpfe der Orks ein.

Mit einem vereinten Schrei stürzten nun auch die Hobbits in das Getümmel aus Leibern.



Ok Tara, stark sein. Du kannst das! Das sind deine Freunde da drin. Du musst ihnen helfen. Ich lief nach vorne, doch zögerte.

Es war wahnsinnig laut. Die Luft war von Schreien und Kreischen erfüllt. Und von dem Geräusch wie Schwerter aneinanderschlugen und Metall durch Fleisch schnitt. Was zum Teufel dachte ich mir da grade? Was wollte ich denn machen? Ich konnte mit dem Ding in meiner Hand doch nicht mal umgehen.



Plötzlich erschien eine dunkele Gestalt vor mir. Die Haut war pechschwarz, die Augen leuchteten gelb und die spitzen Zähne waren zu einem blutrünstigen Grinsen verzogen. Mit keckerndem Lachen sprang die Kreatur auf mich zu. Ein Schrei verließ meinen Mund und ich wich zurück. Zu meinem Entsetzen blieb ich jedoch an einem Stein hängen und verlor das Gleichgewicht.



Meine Hände schossen nach vorne und ich versuchte mich auf den Füßen zu halten. Da kollidierten unsere Körper und mein Angreifer riss mich mit Wucht zu Boden. Mein Kopf knallte hart auf den Boden und ich verzog schmerzgeplagt das Gesicht. Keuchend holte ich Luft, doch das Gewicht auf mir machte das Atmen schwer. Der Körper auf mir stank bestialisch nach Tod und Verwesung.



Ich versuchte ihn von mir zu schieben, doch er war zu schwer. Warum lebte ich noch? Erst jetzt viel mir auf, dass mein Angreifer sich nicht bewegte. Er lag schlaff auf mir und drückte mich nieder. Meine Hand umklammerte immer noch das Schwert, das… in dem Bauch meines Gegenübers versunken war. In dem Bauch meines Toten Gegenübers.

Ich hatte ihn getötet. Panik stieg in mir auf. Ich hatte nicht mal gemerkt wie das Schwert durch ihn hindurch gestoßen war. Es war nicht auf wiederstand gestoßen, sondern war durch meinen Gegner hindurchgeschnitten wie Butter. Und jetzt war er tot. Ich hatte ein Leben genommen.



Meine Atmung ging schneller und ich merkte wie mir schlecht wurde. Verzweifelt versuchte ich das Gewicht des Körpers loszuwerden. Nein, das Gewicht der Leiche auf mir. Tränen stiegen mir in die Augen und ich schluchzte verzweifelt. Vor lauter Panik bekam ich nichts auf die Reihe. Weder das Atmen noch das Denken. Weg, einfach nur weg, Oh Gott HILFE!



Plötzlich verschwand das Gewicht von meiner Brust und ich sog gierig die Luft in meine Lungen. Eine Hand zog mich auf die Beine und stützte mich als sie drohten wieder nachzugeben.



„Tara! Tara alles in Ordnung? TARA!“ Ich sah Boromirs Gesicht und hörte seine Worte, doch ich war bereits in einer waschechten Panikattacke gefangen. Ich hyperventilierte und zitterte am ganzen Körper und spürte wie meine Magie anfing in mir zu brodeln.



„Ich hab ihn getötet! ICH habe getötet. Oh gott, ich bin eine Mörderin, ich hab doch nur… Das Schwert ist einfach dur ihn hindurch… einfach so! Ich … da war nichts im Weg! Ich bin gestolpert und dann… Ich hab ihn getötet..Ich!!“ Meine Stimme war schrill und von keuchendem Atmen zersetzt.



Boromir hatte sich derweil weggedreht, um weitere Angreifer abzuwehren, doch das merkte ich gar nicht. Auch den riesigen Höhlentroll gegen der die anderen kämpften viel mir nicht auf. Ich sah nur den toten Körper vor mir und das schwarze, SCHWARZE Blut an meinen Händen.



Meine Hände begannen zu glühen. Sie wurden warm und fingen an zu kribbeln. Ich bagann sie panisch zu reiben, als könnte ich so das unkontrollierte Explodieren meiner Macht verhindern, die uns und alle Orks in diesem Berg begraben würde.

Boromir blickte über die Schulter und realisierte sofort was los war. Die Panik war verflogen. Nun quoll kalte Angst in mir auf. Ich würde sie töten. Ich würde sie alle töten. Wegen mir würden diese guten, tapferen Männer sterben. Und mit dem Tod der Gefährten auch die Bewohner Mittelerdes.

Ich spürte wie die Macht in mir wuchs und energisch gegen meinen inneren Damm drückte. Meine Handflächen brannten mittlerweile und das Leuchten wurde heller.



„Tara!? Tara du musst mir zuhören! Versuche ruhig zu atmen.“ Boromir war wieder bei mir, doch ich hörte seine Stimme nicht. Meine Ohren rauschten. Und die Magie löschte alles um mich herum auf. Verzweifelt blickte ich den Mann mir gegenüber an. Ein letzter Hilfeschrei, bevor ich alles vernichtete was mir wichtig war. Ich würde meine Familie, mein Leben nie wiederbekommen und sie müssten mit meinem Tod leben.

Dann jedoch tat Boromir etwas, was ich nicht erwartet hatte und bis heut nicht richtig zu glauben bereit war.



Seine Hand schnellte nach vorne und schob sich hinter meinen Kopf und dann lagen seine Lippen auf meinen. Weich und warm. Und gleichzeitig bestimmend. Sein Bart kitzelte und seine Hand führ sanft durch mein Haar. Sofort war die Panik veschwunden. Vor Überaschung blieb mir die Luft weg und ich stand da wie versteinert.

Ich nahm nichts um mich herum war. Nicht das klirren der Klingen und die Schreie der Gefährten und Orks. Boromirs Lippen lagen sanft auf meinen und mein Herz sprang mir fast aus der Brust.



So schnell er begonnen hatte, so schnell endete der Kuss wieder und seine Hand verschwand von meinem Kopf. Mit einer fließenden Bewegung wirbelte er herum und köpfte einen Ork, der kurz davor gewesen war, ihm sein Schwert in den Rücken zu rammen.

Dann fuhr er erneut zu mir herum und blickte mich fragend an. Dabei übersah er jedoch einen weiteren Ork, nun auf seinen offenen Rücken zulief.

Ich stieß mich kräftig von der Wand ab sodass mein Körper gegen den von Boromir prallte und dieser mich auffing, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Mein ausgestreckter Arm ging dabei über seine Schulter hinweg und ein heller Energieball schoss aus meiner Handfläche.



Er traf den Ork mitten auf der Brust und schleuderte ihn an die gegenüberliegende Wand, wo er reglos zu Boden viel. Boromir blickte überrascht von mir zu dem Ork und wieder zurück, während er mich wider gerade auf die Füße stellte, mich jedoch nicht von dich schob.



„Jap, alles gut.“ Quitschte ich leise, mit einer Stimme, als hätte ich Helium eingeatmet.

War mein Gesicht nun kreidebleich oder knallrot? Ich konnte es nicht sagen, doch ich konnte mich endlich wieder auf die Situation konzentrieren. Ich hatte instinktiv gehandelt, ohne zu denken. Mein einziger Gedanke, meine Freunde zu beschützen.

Schließlich musste Boromir meine Schultern, die bis eben noch festgehalten hatte doch loslassen, um erneut herannahende Orks abzuwehren.



Ich blickte mich um. Die Männer waren voll in die Schlacht verwickelt. Sie hieben und schlugen auf die Feinde ein und einer nach dem anderen viel zu Boden.

Die Hobbits schrien und hackten mit ihren kleinen Schwertern auf unsere Feinde ein. Wenn die das konnten, dann konnte ich das auch. Gerade hatte es ja gut geklappt. Also Los!



Das ganze jetzt nochmal. Ich suchte nach der Energie in mir und sortierte erneut einen Grünen Farbstrang hervor. Hoffnung war immer eine gute Wahl. Dann suchte ich im Raum nach einem möglichen Ziel.

Wieder begann meine Hand zu glühen und der Ork, der gerade noch über Sam gestanden hatte, flog mehrere Meter nach hinten, bevor er von Aragorns Schwert durchbohrt wurde. Hey, das funktionierte ja richtig gut!



Ich versuchte gerade einen weiteren Energieball entstehen zu lassen, als ein riesenhaftes Monster in den Raumstürzte und den gesamten Türrahmen dabei einriss. Erschrocken machte ich ein Paar schritte zurück und meine leuchtende Kugel verpuffte mit meiner Konzentration.



Legolas schoss Pfeil um Pfeil auf das Monster, doch es schien ihn nur wütender zu machen. Mit einem lauten Brüllen schwang er seine Keule und hätte den kleinen Sam erwischt, wäre dieser nicht flink zwischen dessen Beinen hindurch getaucht. Zu meinem Entsetzen fuhr das Geschöpf herum und drohte Sam zu zerquetschen, doch Boromir und Aragorn hatten die riesige Eisenkette gepackt, die um seinen Hals hing und zogen ihn nach hinten.



Wütend schwang es erneut seine Keule und bekam die Kette zu fassen, die Boromir noch immer festhielt. Mit einem kräftigen Schwung schleuderte es die Kette herum und Boromir krachte an die Gegenüberliegende Wang.  

„Boromir!“ Schrie ich entsetzt und sprintete los. Sein Körper viel schlaff zu Boden und blieb dort regungslos liegen. Nein! Nein, nein, nein, nein, nein! Ich fluchte innerlich und rannte noch schneller. Ich wich Schwertern aus und zuckte nicht zurück, als ein schwarzer Pfeil meine Wange streifte.

Endlich erreichte ich ihn und viel vor ihm auf die Füße.



„Boromir, komm schon!“ Ich rüttelte an seiner Schulter und nahm seinen Kopf in die Hände. Für einen schrecklichen Augenblick bewegte er sich nicht. Dann öffnete er benommen die Augen und holte keuchend Luft.



„Scheiße Mann erschreck mich doch nicht so!“ Er blickte mich noch etwas verwirrt an, bevor er zu realisieren schien was gerade passiert war. Plötzlich viel ein Schatten über uns. Mein Kopf wirbelte herum und ich blickte in die verzerrte Fratze eines Orks der gerade sein Schwert zum finalen Stoß hob.



Ohne zu überlegen schmiss ich mich über den noch immer etwas verwirrten Boromir, der soeben begonnen hatte sich aufzurappeln und warf ihn damit wieder zu Boden. Ich hörte ein ekliges, Schmatzendes Geräusch und dann ein dumpfen Ton, als unser Angreifer zu Boden viel. Boromir und ich hoben die Köpfe und sahen wie Aragorn uns nur zunickte. Ich seufzte erleichtert, bevor ich mich Boromir zuwandte.



„Alles ok?“ Fragte ich und zog ihn auf die Beine. Er nickte nur und schüttelte benommen den Kopf. Wir blickten zu dem Monster, dass nun hinter Gimli her war. Der Zwerg war überaschend flink, weshalb nur Orks Opfer der großen Keule wurden.



„Was zur Hölle ist dieses Vieh?“ Fragte ich angewidert und versuchte meine viel zu schnelle Atmung zu beruhigen.



„Ein Höhlentroll.“ Rief Boromir, während er schon wieder sein Schwert gegen drei Orks schwang um sie von mir fern zu halten. „Wir müssen ihn irgendwie ruhigstellen um nah an ihn ran zu kommen!“ Er wich einer Axt aus, machte einen Ausfallschritt und stieß dann sein Schwert seinem Gegenüber in den Hals.



Ich beobachtete den Troll und überlegte fieberhaft, während ich versuchte nicht von einem Pfeil getroffen zu werden. Er hatte sich nun Legolas zugewand, der geschickt seinen Hieben auswich. Einmal mehr bewunderte ich die Eleganz mit der sich der Elb bewegte. Im Nu war er auf den Schultern des Monsters und feuerte Pfeile auf dessen Kopf, bevor er elegant absprang, als wär das eine morgentlich Aufwärmübung.



Plötzlich kam mir eine Idee und ich suchte wieder nach dem grünen Strang. Mittlerweile war dies für mich die leichteste und meist genutzte Emotion. Ich zog die Magie an die Oberfläche und blickte auf.



Was ich da sah ließ mir das Blut in den Adern gefrieren. Aragorn lag bewegungslos am Boden und der Troll rammte genau in diesem Augenblick eine riesige Lanze direkt in Frodos Unterleib. Kalte Wut stieg in mir auf und ich spürte wie meine Magie an die Oberfläche brodelte. Schwarze Rauchschwaden begannen um mich zu wirbeln und ich öffnete mein Ventil. Bälle aus Feuer entstanden in meinen Handflächen und ich schleuderte einen nach dem andern auf das Monster, während ich es auf das Übelste beschimpfte.



Mit einem Schrei sprangen Merry und Pippin auf den Rücken des Monsters und stießen ihm ihre Schwerter in das Fleisch. Von hinten hörte ich Sams verzweifelten Schrei während es sich mit einer Bratpfanne bewaffnet zu seinem Freund hindurch kämpfte. Boromir blieb bei mir und verhinderte, dass Orks an mich heran kamen während ich meine Magie sammelte. Ich stieß meine Hände auf dem Boden und Grüne Ranken schossen auf meinen Fingern. Sie gruben sich durch den steinernen Boden, wie Delfine, die auf den Wellen tanzten.



Als sie den Troll erreicht hatten, kletterten sie in Windeseile an ihm hinauf und hielten ihn fest.

„JETZT!“ Schrie ich und die anderen stürzten los. Gimli hackte auf die Füße des Trolls ein, Gandalf auf dessen Bauch und Legolas zielte mit seinen Pfeilen auf sein Gesicht. Ich spürte wie er gegen meine Fesseln ankämpfte und verstärkte meinen Griff. Der Schweiß trat mir auf die Stirn und ich keuchte. Aragorn hatte sich wieder aufgerappelt und versuchte sich benommen zu orientieren. Diese kleine Ablenkung hatte gereicht, um die Konzentration zu verlieren und mit einem Brüllen riss sich der Troll los. Ich wurde von der Druckwelle aus Energie nach hinten geschleudert und prallte schmerzhaft gegen eine Wand. Die Luft wurde mir aus der Lunge gepresst und ich viel hustend zu Boden.



Ich dachte schon, das wäre unser Ende, doch dann erblickte ich Legolas und erkannte den Fehler des Trolls. Um sich loszureißen, hatte er den Kopf in den Nacken gelegt, was den Blick frei gab auf seinen nackten, ungeschützten Hals. Ein gezielter Schuss von Legolas. Der Troll taumelte und viel mit einem lauten Krachen zu Boden.



Erschöpft zog ich mich auf die Beine und taumelte in Richtung von Frodo. Sam kniete neben ihm und ich merkte wie mir die Tränen in die Augen stiegen. Das durfte nicht wahr sein. Er konnte doch nicht wirklich…



Mit einem Husten öffnete Frodo die Augen und setzte sich keuchend auf.



„Er lebt noch!“ Rief Sam überglücklich und ich schluchzte auf.



„Mir fehlt nichts. Ich bin nicht verletzt,“ stöhnte der Schwarzhaarige.



Zum zweiten Mal heute dachte ich, ich hätte einen Freund verloren. Das war jetzt echt genug. Mein Herz machte das nichtmehr mit. Keiner von uns würde hier sterben. Es würde alles gut werden, versicherte ich mir selbst und wischte mir die Tränen von der Wange.



„Du hättest tot sein müssen! Dieser Speerstoß hätte einen wilden Eber aufgespießt!“ Sagte Aragorn überrascht, als könnte er nicht ganz glauben, was er dort vor sich sah.



„An diesem Hobbit ist mehr dran als das Auge sieht.“ Stimmt Gandalf schmunzelnd zu während Frodo sein Hemd zur Seite schob. Er gab den Blick frei auf ein wie glitzerndes Unterhemd, dass aus Perlenartigem material gemacht zu sein schien.



„Mithril!“ Rief Gimli überascht. „Ihr steckt voller Überraschungen, Herr Beutlin!“ Fügte er dann hinzu und lächelte. Staunend betrachtete ich das weiß glänzende Material. Es war wunderschön.



„Das war wirklich gute Kampfmagie. Gut eingesetzt und stets unter Kontrolle. Gut gemacht Tara,“ sagte Gandalf zu mir von der Seite. Ich lächelte erschöpft.

„Es kommen noch mehr!“ Legolas Ausruf unterbrach meine Freude über das Lob.



Erneut griffen alle zu ihren Waffen und machten sich bereit für die anstürmenden Gegner. Sam zog Frodo hoch und Merry half Pippin, der sich noch von den Ritten auf dem Trollrücken erholte.

Ich hielt mich hinter den Männern. Ich merkte wie mich die Benutzung von so viel Energie geschwächt hatte. Meine Beine zitterten unter meinem Gewicht und meine Sicht verschwamm etwas. Ich atmete ein Paar mal tief durch, bis ich wieder klarsehen konnte. Dann zog auch ich mein Schwert und gesellte mich zu meinen Freunden



Wir kämpften uns zum Eingang vor, durch die zerschmetterte Flügeltür, in den Gang davor. Hier teilte sich der Weg. Aus dem linken Gang quollen Scharen von Orks hervor. Eine Masse aus schwarzen Körpern mit entstellten Gesichtern und Blutrünstigem Geschrei. Sie versperrten uns den Fluchtweg und ihre Zahl schien kein Ende zu nehmen.



„Es werden immer mehr!“ Rief Legolas von weiter vorne.



„Schickt sie zu mir!“ brüllte Gimli zurück und schwang seine Axt über dem Kopf. „Ich werde ihre Schädel spalten und sie niedermetzeln. Wohaaaa!“



„Lange halten wir das nichtmehr durch!“ Boromir war hörbar außer Atem, doch hieb weiter auf die Gegner ein.



„Tara! Wir bringen den Gang zum Einsturz!“ Rief Gandalf über den Lärm hinweg. „Du darfst nur den linken erwischen, der rechte ist unser einziger Weg hier raus. Auf drei!“



Ich nickte, ja klar. Kein Druck oder so. Ok Tara, Konzentration! Ich zog an dem Grünen Lichtbündel und sammelte die Magie in mir. Grüner Rauch stieg auf, der mit roten Schlieren durchzogen war und immer wieder eine schwarze Strähne aufwies. Es waren zu viele Emotionen und das wusste ich, aber wir hatten keine Zeit mehr. Das müsste also ausreichen.



„Los geht’s! Rief ich Gandalf zu.“



„1, 2,…“ Eine Druckwelle schoss aus seinem Stab in den Tunnel und ließ die Orsk nach hinten in den Gang fliegen. „3!“



Ich öffnete das Ventil und fixierte mich auf die Decke des linken Gangs. Ich ließ die Steine bröckeln und instabil werden. Erst regnete es nur ein Paar Kiesel und die Orks rappelten sich bereits wieder auf. Plötzlich jedoch krachte die Decke ein und begrub unsere Feinde unter Schutt. Der Raum bebte und ich wich einem herabfallenden, faustgroßen Tein aus. Verdammt, da hatte ich wohl etwas übertrieben.



Die anderen hatten derweil die übrigen Gegner getötet und wichen nun ebenfalls herabfallenden Steinen aus.



„Los, in den Gang. Beeilt euch!“ Rief Gandalf und lief mit leuchtendem Stab und blau schimmerndem Schwert vornweg. Wir alle beeilten uns ihm zu folgen ohne erschlagen zu werden.



„Los, los, los.“ Wir rannten so schnell wir konnten durch den Gang dem Licht hinterher, bis wir auf ein offenes Plateau in einer größeren Halle gelangten. Gerade noch rechtzeitig huschten wir aus dem Tunnel, der hinter uns krachend einstürzte.



Keuchend ließ ich mich auf den Boden sinken. Meine Lunge brannte und das Seitenstechen brachte mich um.



„Scheiße verdammt“ stöhnte ich. Meine Aussage brachte Gimli dazu in schallendes Gelächter auszubrechen, während Pippin rot anlief und Sam peinlich berührt wegschauen ließ. Frodo stand neben mir, die Hände auf die Knie gestützt schwer atmend.



„Nette Tricks“ keuchte er und lächelte mir erschöpft zu.



„Ja, nur versuch das nächste Mal nicht die ganze Höhle zum Einsturz zu bringen“ Japste Pippin und bekam von Merry davon einen Schlag auf den Hinterkopf. Ich streckte ihm nur die Zunge raus.



„Wir können nicht verweilen, sie sind uns noch immer auf den Fersen.“ Legolas kam eine Treppe herabgejoggt. Wie hatte er nur die Ausdauer jetzt noch fröhlich Treppen hoch und runter zu rennen? Jahrelanger Sportunterricht vermutlich. Bestimmt war er so ein Leichtathletik Ass. Ich stöhnte.



Boromir legte mir eine Hand auf die Schulter. „Mach sowas nie wieder!“ Seine Stimme war ernst und seine Augen voll von Sorge. Verwirrt blickte ich ihn an. Was meinte er? Zaubern?



„Dich für mich in Gefahr zu bringen. Dich zu opfern, um mich zu schützen.“ Seine Stimme klang gequält und war kaum zu hören.  Ich lächelte, ich war mir nicht sicher gewesen, wie viel er davon mitbekommen hatte. Bevor ich etwas erwidern konnte erklang erneut ein allzu bekanntes Geräusch. Da waren sie wieder. Die Trommeln. Durchzogen von dem lärm der herannahenden Orks. Eine Hand erschien vor meinem Blickfeld und ich ergriff sie, ohne nachzudenken. Graue Augen trafen die Meinen und zweifellos dachten wir beide an das gleiche. Der Blickkontakt währte nur eine Sekunde, doch kam er mir so viel länger vor. Shit. Mich hatte es echt voll erwischt.



„Los doch. Wir müssen weg hier. Zur Brücke von Kazad Dum!“ Rief Gandalf und lief erneut voraus.



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Großer Kampf und erster Kuss in Einem Bujahhhh.

Aber keine Sorge, da kommen noch bessere Küsse. Ich wollte nicht ganz so viel Magie einsetzen, aber es hat so verdammt gut gepasst.

Das Kapitel ist sau lang ich weiß, aber ich wusste einfach nicht, wo ich es teilen konnte.

Ist es viel zu lang? Sagt mir mal eure Meinung dazu. Oder geht die Länge? Ich glaube es ist mein längstes Kapitel bisher mit 3832 Wörtern.



Vor dem nächsten Kapitel habe ich etwas Schiss. Ich bin mir noch nicht sicher wie viel ich beschreibe, wie viel Tara eingreift bzw. zaubert und dann ist da ja noch die Sache mit dem Balrog…. Und Gandalf

Falls ihr gute Ideen habt, oder Wünsche, was zwischen hier und Lorien passieren soll, schreibt mir doch bitte. Vielleicht werde ich inspiriert.



Eure Pigwidgeon
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