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Controlling Emotions

GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P16 / Het
Aragorn Boromir Gandalf Gimli Legolas OC (Own Character)
25.06.2016
13.06.2021
38
107.172
27
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Dieses Kapitel
2 Reviews
 
10.05.2020 1.104
 
Disclaimer: Bis auf meinen OC gehören leider alle Figuren und allgemein alles was zu Mittelerde gehört nicht mir, sondern Tolkin und Peter Jackson. Ich verdiene kein Geld hiermit, auch wenn es schön wäre.



Die nächste Zeit verliefen eintönig. Jeder Tag war wie der vorherige. Wir standen auf, liefen, rasteten, liefen weiter und gingen wieder schlafen. Ich versuchte so gut es ging meine Körperhygiene einigermaßen aufrecht zu erhalten, was gar nicht so leicht war wenn man mit neun Typen unterwegs war. Es war unfassbar wie wenig Wert Menschen auf Körperpflege legen konnten. Bei Legolas war es mir ein Rätzel wie er sauber und so verdammt gut aussehen konnte. Meine viel zu fettigen Haare waren verfilzte ich hatte überall Dreck und waschen konnte ich mich nur wenn wir eine Wasserquelle kreuzten.

Selbst dann war es eher eine Katzenwäsche, als eine effektive Reinigung. Ich versuchte so oft ich konnte meine Kleidung zu wechseln.

Die Farbe meiner Kleidung wechselte immer wieder, blieb aber bei dunklen, erdigen Tönen. An wärmeren Tagen ließ ich die schwere Tunika weg oder trug sogar nur ein leichtes Leinenhemd. Nachts war ich jedoch froh über die zusätzlichen Schichten, die Decken und meinen Mantel. Auch die Tatsache, dass die abgelegten Kleider nach einiger Zeit verschwanden machte es um einiges leichter. Keine Wäsche waschen, keine Löcher stopfen. Das war angenehm und gab mir ein Gefühl von Sauberkeit.

Außerdem hatte ich bei den Gedanken an Deo, ein Stück Salz aus der Tasche gezogen. Dies neutralisierte den Schweißgeruch unter den Achseln und ein kleines Fläschchen mit nach Rosen duftender Flüssigkeit machte es halbwegs erträglich Tag für Tag durch die Wildnis laufen. Mit Minzblättern und einer Holzzahnbürste funktionierte auch die Zahnhygiene und meine Schmerzen durch das Schlafen auf dem harten Boden wurden mit jedem Tag weniger. Ein wenig Angst hatte ich noch vor meiner Periode, aber diesen Gedanken schob ich gekonnt vor mir her.

Ich hatte mich mittlerweile gut mit Pippin, Merry, Frodo und Sam angefreundet. Die vier halfen mir mich abzulenken Sodass ich nicht dauernd an zu Hause denken musste. In den letzten Tagen war es immer schlimmer geworden. Immer öfter musste ich an meine Familie denken, an meine Mitbewohnerin und das Leben, dass ich zurücklassen musste. Ich vermisste mein zu Hause und meine Musikinstrumente. Ich vermisste die Uni und sogar ein Paar meiner Kommilitonen dort.

Ich versuchte so gut es ging auf andere Gedanken zu kommen. So hatte ich Gandalf nach der Geschichte dieser Welt gefragt. Auf meine Bitte gab es nun allerlei Sagen und Legenden, um mich abzulenken.

Mythen wie diese Welt entstanden sein konnte, Geschichten über Krieg und Liebe. Legolas und Aragorn soufflierten bereitwillig, wenn dem alten Zauberer ein Detail entfallen war und sogar Gimli beteiligte sich kurz bei der Erschaffung der Zwerge.

Die Hobbits und ich gaben die neugierigen Zuhörer. Wie ein Schwamm sog ich die fantastischen Geschichten über Götter, Elben, Zwerge und Orcs in mich auf.

Nur Boromir schwieg. Mit den anderen sprach er häufig. doch mich ignorierte er einfach.

Ob er mir noch böse war wegen der Sache mit den Schlingpflanzen? Ich hatte mich, als wir aus dem Wald gekommen waren bei ihm entschuldigt. Er hatte nur genickt und vor sich hin gebrummt. Der rote Striemen an seinem Hals hatte mich fast erneut in Tränen ausbrechen lassen. Als mir klar wurde, dass von ihm keine weitere Reaktion kommen würde ging ich überrascht und etwas erleichtert davon. Ich fühlte mich noch immer schrecklich. Trotzdem hatte ich mit einem weiteren Ausbruch seinerseits gerechnet. Wir hatten seither kein Wort mehr gewechselt. Da das vorher aber auch nicht anders gewesen war, viel es mir kaum auf.

Es ging mir mittlerweile total auf die Nerven, dass Gimli und er mich noch immer wie Staatsfeind Nummer eins behandelten. Immer wieder spürte ich ihre Blicke auf mir oder hörte missbilligende Laute, wenn ich etwas sagte oder auf meine Welt zur Sprache kam. Ich versuchte sie so gut es ging zu ignorieren, doch es machte mich wahnsinnig.

So gingen die Tage dahin und ich hörte auf Sie zu zählen. Nur was meine Stunden mit Gandalf anging machte ich keine Fortschritte. Ich beschränkte mich auf die Levitation von Steinen - Mittlerweile konnte ich sie sogar wie ein Geschoss davonfliegen lassen - zu groß war meine Angst etwas neues zu versuchen.

Ich behielt stets die anderen im Blick, um sicher Zu gehen, dass ich keinem schadete. Ich hörte und verstand zwar Gandalfs Anweisungen, doch ich konnte mich nicht dazu bringen sie vollends zu befolgen. Deshalb perfektionierte ich es Dinge schweben zu lassen, was mich mittlerweile kaum noch Energie kostete. Ich schaffte es sogar während dem Laufen einen Kiesel über Meiner Handfläche Schweben zu lassen.



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Aragorn POV



Er beobachtete das Mädchen wie sie einen Kiesel um ihre Hand kreisen lies. Sie sah müde aus. Die dünnen Nebelschlieren um ihre Hand herum waren Schwarz mit blauen schlieren. Er wusste wofür diese Farben standen. Sie hatte Heimweh und schreckliche Angst.

Mit schnellen Schritten war er bei Gandalf.

"Wie läuft es mit ihr?"

Der alte blickte kurz zu der jungen Frau bevor er sich wieder Aragorn zu wandte.

"Sie hat Angst. Sie hat panische Angst erneut jemanden zu verletzen. Deshalb übt sie nur die Dinge die sie schon sicher kann.

"Ich mache mir Sorgen Gandalf. Sie isst kaum. Sie hat deutlich abgenommen. Mehr als in dieser Zeit gesund ist und siehst du die Schwarzen Ringe unter ihren Augen!

"Sie schläft nicht gut" stimmte der Alte ihm zu.

Der Waldläufer schüttelte energisch den Kopf „Sie schläft nicht nur nicht, sie hat Albträume. Jede Nacht stöhnt und wimmert sie, bis sie schluchzend und schweißgebadet aufwacht. Lange wird sie das nichtmehr durchalten. Gandalf wenn das so weiter geht, kollabiert sie uns demnächst.“

Der Zauberer nickte nur zustimmend. Tief in Gedanken über das weibliche Mitglied ihrer Gruppe gingen die beiden nebeneinander her.

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Tara POV

Keuchend wachte ich aus einem weiteren Albtraum auf. Ich konnte mich nicht daran erinnern wovon er gehandelt hatte. Ich hatte seit Tagen nichtmehr richtig geschlafen und war einfach nur tod müde. Ich nahm einen Schluck Wasser aus meinem Trinkschlauch und ließ meinen Blick über die schlafenden Körper der anderen gleiten. Ich kreuzte Legolas Form der Wache hielt. Fragend sah er zu mir herüber, doch ich schüttelte nur den Kopf.

„Alles ok?“ flüsterte er leise. Ich nickte nur und rollte mich wieder auf meiner Schlafmatte ein.

Nichts war ok und das wusste ich. Stumme Tränen rollten mir über die Wangen während mich wiedermal in den Schlaf weinte.



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Ich weiß meine Kapitel werden immer kürzer. Tut mir echt leid. Ich schreibe immer so drauf und das passiert dann einfach. Ich plane das nicht wirklich. Deswegen variieren die Längen immer wieder.

LG, Pigwidgeon
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