Schattenliebe

von Sickness
GeschichteDrama, Romanze / P16
Megumi Shimizu Natsuno Yuuki Sunako Kirishiki Tatsumi
22.06.2016
30.10.2016
12
9.701
 
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22.06.2016 681
 
Hallo Leute, das ist das erste Kapitel meiner neuen Geschichte. Ich hoffe sie gefällt euch! Das erste Kapitel ist vielleicht noch nicht so interessant, aber ich versuche die nächsten Kapitel spannender zu gestalten. Ich würde mich auch freuen, wenn ihr mir ein Review mit konstruktiver Kritik da lasst. Viel Spaß!
~ ~ ~
Der Weg in die nächste Stadt würde lang sein. Natsuno und Megumi wanderten ziellos durch einen Wald, einige Kilometer entfernt von Sotoba. Sie hatten es geschafft zu entkommen, doch wenn es so weiterging, würde Megumi im Sonnenlicht verbrennen. Natsunos Gedanken überschlugen sich. Was, wenn sie keinen Platz für Megumi fanden? Verstohlen warf er ihr einen Blick zu. Sie schien ruhiger zu sein als er selber, aber das mochte vielleicht auch daran liegen, dass sie keine Kraft mehr hatte, um sich aufzuregen. Ihr Haar war verfilzt und ihre Kleidung zerrissen. Ab und zu stolperte sie ein wenig, weil sie ihre Füße kaum noch hochheben konnte. Natsuno griff ihr wortlos um die Hüfte und versuchte sie zu stützen. Daraufhin schaute sie ihn erstaunt an. „Mach dir bloß keine große Hoffnung“, knurrte Natsuno und schaute weg. Verlegen schaute sie zu Boden. Am liebsten würde sie jetzt einfach sterben. Sie war Natsuno wahrscheinlich eh nur eine Last. Er hat sie immer nur abgewiesen, warum sollte er sich jetzt anders entscheiden? Er hatte ihre Postkarte zerrissen, obwohl sie das letzte Überbleibsel aus ihrem sterblichen Leben war.

„Lass mich zurück.“ Megumi sank zu Boden und Tränen liefen über ihre Wangen. Sie zitterte am ganzen Körper vor Anstrengung und Angst. Natsuno stand reglos neben ihr. „Verdammt, reiß dich zusammen Shimizu!“ Das schien ihr nicht zu helfen, denn sie saß nach wie vor schluchzend am Boden. Nach ein paar weiteren Sekunden seufzte er hörbar: „Hör zu, ich werde dich nicht zurücklassen. Wir finden schon eine Lösung. Aber du musst mir versprechen, dass wir jetzt weitergehen.“ Sie beruhigte sich langsam wieder und wischte sich mit dem Handrücken über die Augen. „Ok...“ Jetzt war es ihr doch ziemlich unangenehm so die Kontrolle vor ihm verloren zu haben. Langsam stand sie auf und sah ihn an. Schweigend stand er vor ihr und hielt ihr die Hand hin. Dankbar nahm Megumi die Hilfe an und folgte Natsuno.

Sie liefen noch eine ganze Weile weiter und es fing schon an zu dämmern. Doch Natsuno wollte nicht aufgeben. Plötzlich kamen sahen sie Holzbretter, die sich bei näherem Hinsehen als Teile einer Hütte entpupten. Sie schien relativ groß und stabil zu sein. Ringsrum wucherten Dornensträucher und sie mussten einige Kratzer hinnehmen, um sich der Hütte zu nähern. Ohne groß nachzudenken öffnete Natsuno die Tür. Sie konnte doch unmöglich bewohnt sein, wenn sie so umwuchert war. Und sie hatten Glück. Das Innere war dunkel und ein wenig schäbig. Das machte Natsuno jedoch wenig aus und schloss die Tür. In der Ecke war ein Bett gerade groß genug für zwei Personen. Doch Natsuno dachte gar nicht daran sich mit Megumi ein Bett zu teilen. „Ich penn auf dem Boden.“ Megumi hörte ihn gar nicht mehr. Sie war längst in das staubige Bett gefallen. Es dauerte nicht lange und sie war eingeschlafen. Natsuno dachte noch nicht daran zu schlafen, langsam ging er an den Wänden der Hütte entlang und stellte sicher, dass kein Tageslicht eindringen konnte. Die Hütte hatte zwar nur ein Fenster, aber das musste selbstverständlich auch verdeckt werden, um Licht vom Eindringen abzuhalten. Er schob einen großen staubigen Schrank vor das Fenster, in der Hoffnung, dass er das Licht abhalten würde.

Als er die Hütte endlich abgedichtet hatte, überkam ihn endgültig die Müdigkeit. Er war zwar ein Jinrou, aber das hieß nicht, dass seine Kraftreserven unendlich hielten. Beim Abdichten hat er eine alte Decke unter einem Tisch gefunden. Er schüttelte sie aus und hoffte inständig, dass keine Käfer herausfielen. Die Decke platzierte er neben der Eingangstür, um schnell auf Eindringlinge reagieren zu können. Bevor er sich hinlegte, warf er einen kurzen Blick zu Megumi, die ruhig im Bett auf der anderen Seite des Raumes schlief. Er war erleichtert sie ruhig schlafen zu sehen, auch wenn er sich das nicht so recht eingestehen wollte...
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