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don't make me your number one, make me your only one - an english love affair

SongficFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Luke Hemmings OC (Own Character)
18.06.2016
12.08.2019
23
32.421
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17.04.2017 1.988
 
Kapitel 17

Tage vergingen. Luke und ich hatten bereits die anderen drei Chaoten vom Flughafen abgeholt. Die Freude bei Luke war riesig. Ich hatte ihn noch nie so erlebt. Fast wäre ich mir vorgekommen wie eine Mutter mit ihren vier kleinen Kindern, aber nachdem sie ihr Gruppenkuscheln mitten im großen Ankunftsterminal beendet hatten, kam Ashton auf mich zu und fragte: „Du musst also Vivi sein? Wir haben schon viel von dir gehört!“
Inzwischen könnte man allerdings wieder meinen, als wären Luke und ich alleine in diesem Haus. Die anderen schliefen fast durchgehend, da sie „einen so krassen Jetlag haben“, um es in Michaels Worten zu formulieren.


Calum und ich standen in der Küche. Während er auf einem Stuhl herumlungerte und sich die Augen rieb, holte ich Käse, Wurst, Marmelade und Nutella aus dem Kühlschrank (okay gelogen, das Nutella stand neben dem Kühlschrank). Der Tisch war schon fast fertig gedeckt, als sich ein Schlüssel im Schloss umdrehte und Luke schwerbeladen mit sämtlichen Bäckertüten zur Tür herein stolperte. Die Tür stieß er – wie immer – nur mit dem Fuß zu, weshalb sie krachend ins Schloss fiel und Calum leise aufstöhnte. „Frühstück ist da“, plärrte Blondie durch das ganze Haus. „Oah Luke halt die Fresse“, kam es von oben geschimpft.
Ich bekam sechs Tüten in die Hand gedrückt, dann verschwand Luke schon wieder in den Flur, vermutlich um seine Schuhe auszuziehen. Ich hatte ihm nämlich angedroht, dass er das nächste Mal putzen musste, wenn er noch einmal mit seinen dreckigen Latschen durch das ganze Haus rannte.

Währenddessen kamen auch Michael und Ashton die Treppe herunter geschlichen. Während sich der Blonde neben Calum auf einen Stuhl fallen ließ, beäugte Michael die vielen Bäckertüten. „Alter, wie viel hat Luke denn bitte gekauft?!“ - „So viel, dass ich morgen nicht schon wieder losrennen muss!“, kam es aus dem Flur gerufen. Ich ignorierte diesen Kommentar und stellte Ashton seinen Kaffee hin. „Du bist ein Engel, Vivi“, gähnte dieser dankbar. „Mein Engel“, quietschte Luke, umarmte mich von hinten und gab mir einen Kuss auf den Hals. Wie sehr ich Lukes kleine Liebkosungen doch genoss!
„Iiihh Leute, ich brauch euer Gesapper nicht schon am Morgen!“, beschwerte sich Michael und quetschte sich mit einem Croissant an uns vorbei. „Und deswegen bringst du nur dir was zum Essen mit?“ Ashton stand genervt auf und holte eine der vielen Tüten an den Tisch. Calum sah mich verpennt an. Ich zuckte nur die Schultern und lachte. Dann machte ich mich aus Lukes Umarmung los und zog ihn mit mir auf unsere Plätze.

Nach dem Frühstück (das im übrigen fast eineinhalb Stunden dauerte, da die Herrschaften eine Lagebesprechung für heute machen mussten und sich einfach nicht einigen konnten) war die Stimmung schon erheblich besser als zuvor. Anscheinend waren jetzt endgültig alle aufgewacht. Calum erklärte sich bereit, den Tisch abzuräumen, Michael verkündete lautstark, dass er jetzt zocken gehen würde und Ashton und Luke verkrümelten sich mit der Bravo, die Luke aus einer Bäckertüte zauberte, auf der Couch. Ich selbst hatte nichts besseres zu tun, also half ich Calum beim Abwasch.
„Du magst Luke sehr, oder?“, begann dieser nach einiger Zeit ein Gespräch.
„Klar. Wieso?“
„Ach, nur so.“
Ein Schweigen trat ein. Nur das Klappern der Teller, die mir Cal in die Hand drückte, war zu hören...und hin und wieder ein lautes Auflachen von Ash und Luke. Warum zur Hölle fragte Calum so etwas?!
„Luke mag dich auch.“
„Das hoff ich doch für ihn“, entgegnete ich ihm mit einem frechen Grinsen. Der Australier lächelte aber nur schwach zurück. Was ging denn mit dem heute schief? Sonst war er doch auch nicht so.

Schneller als gedacht war der Abwasch fertig und ich wollte mich mit einem Buch in mein Zimmer verziehen. Weit kam ich nicht, denn als mein Laptop auf einmal anfing, Geräusche von sich zu geben, erschrak ich erst einmal ganz fürchterlich. „Bist du gerade wegen deinem PC so zusammengezuckt?“, hörte ich prompt auch noch hinter mir jemanden lachen. Ich drehte mich um und sah Feuerlöscher-Mikey im Türrahmen stehen. Mit einem dicken Grinsen im Gesicht. Ich verdrehte die Augen und wendete mich Skype zu. Daher kam nämlich das Geräusch. Wie sich herausstellte, war es Nick, der mich hier gerade zu Michaels Gespött machte. Sofort war der Scham vergessen, so sehr freute ich mich. „Hey Kleiner!“ Ich winkte ihm in die Kamera und ließ mich mit dem Bauch nach unten auf mein Bett plumpsen.
„A-o Vivi“, freute sich dieser. „Vivi schau mal!“ Mit diesen Worten war erst einmal nur eine weiße Couch zu sehen. Als er wieder kam, hatte er in der einen Hand seinen Dino, in der anderen ein rosa Einhorn. „Das da hab ich für dich gekauft, Vivi. Ganz allein.“ Er zeigte mir stolz das Einhorn. Ich war mir sicher, dass er es zwar nicht von seinem Geld gezahlt hat, schließlich hatte er noch keins, aber in mir ging alles auf. Er wusste, dass ich eine Schwäche für Einhörner hatte. „Oh Nick! Du bist so süß!“ Am liebsten wollte ich ihn knuddeln, aber das ging natürlich nicht. Nick war in Singapur und ich in London. „Oh Nick, ich vermiss dich so sehr.“ So sehr, dass es weh tat. Sogar so sehr, dass ich Tränen in den Augen hatte, als er mir strahlend das Einhorn zeigte. Aber das sagte ich ihm natürlich nicht. Nick war immer dann traurig, wenn ich traurig war. Und ich...tja ich war gerade traurig, dass mein kleiner Bruder auf der anderen Seite der Welt war. Aber das sagte ich ihm eben nicht. Ich wollte einfach nur, dass er glücklich ist. Die Trennung war ohnehin schon schwer genug für ihn, das wusste ich.

„Du bist die beste Schwester, die man sich wünschen kann.“
Diese Stimme kam nicht von Nick. Ich wartete kurz einen Augenblick ab, dann drehte ich meinen Kopf nach hinten. Michael lehnte immer noch mit verschränkten Armen im Türrahmen. Damit hatte ich nicht gerechnet. Schnell wischte ich mir die Tränen aus den Augen, doch er hatte sie gesehen. Er stieß sich ab und kam auf mich zu. Vorsichtig schob er mich mit seinen großen Händen ein wenig zur Seite, dann machte er es sich in der selben Position wie ich neben mir bequem. Nick störte es nicht im geringsten, einen fremden Jungen vor der Kamera zu haben. Im Gegenteil. Die zwei verstanden sich prächtig. Es war so süß mit anzuschauen, wie Nick euphorisch mit Mikey quer durch die ganze Welt mit dem Einhorn und seinem Dino spielte. Und Mikey … der war mindestens ebenso begeistert wie mein kleiner Bruder, sodass er aus seinem Zimmer ein paar LEGO Figuren holte (wieso auch immer er LEGO dabei hatte) und zusammen mit meinem kleinen Bruder spielte. Ich konnte nicht anders, ich lies mich mitreißen und holte mein kleines Kuscheltier. Eine rot-weiß getigerte Katze in Miniatur. Zu dritt spielten wir den größten Kinderkrams und ich muss sagen, ich hatte schon lange nicht mehr so viel Spaß.


Zwei Tage später konnte ich mich auf YouTube betrachten. Ashton hatte für seine Familie eine Hausrundführung per Video gemacht und uns dabei beim Spielen gefilmt.
Aus den Berichten für seine Familie wurden bald Berichte für ihre noch zählbaren Fans.
Aus den zählbaren Fans wurden bald viele Fans und aus den vielen Fans wurden mit jedem Gig, den die Jungs spielten, noch mehr Fans. Bald hatten die Jungs 2k Fans auf Instagram, Twitter und Facebook. Der Ruf der Band verbreitete sich in Windeseile und noch viel schneller verbreitete er sich, als One Direction circa 2 Wochen nach der Veröffentlichung des ersten Videos bekannt gab, dass die Jungs mit ihnen auf Tour gehen würden.
Ich bekam Luke, Mikey, Ash und Cal nur noch selten zu Gesicht. Die meiste Zeit schrieben sie neue Songs, die top secret waren, arbeiteten an alten Songs oder nahmen irgendwelche Cover auf, die dann ebenfalls auf ihrem Chanel landeten. Ich hingegen ging regelmäßig ins Fitness, um mich fürs Reiten fit zu halten. Und wenn wir alle damit fertig waren, dann gab es noch einen ganzen Haufen Papierkram zu erledigen. Sämtliche Unterlagen und Vorschriften gab es für die Tour, mit unter noch der ganze Kack über Unmengen von Versicherungen. Jedes Instrument musste einzeln versichert werden. Gefühlt jedes Kabel musste versichert werden. Sogar Ashtons Finger wurden versichert. Total unnütz, das fand sogar Ash selbst, aber das Management bestand darauf.
Wir vebrachten kaum noch unsere Freizeit miteinander, denn so viel Freizeit gab es nicht. Hin und wieder zockten die Jungs zusammen FIFA. Ashton und ich verkrümelten uns dann mit irgendeiner Schnulze vorm Fernseher. Tatsächlich war nicht ich diejenige, die damit anfing. Ash bestand darauf, dass ich endlich einmal „500 days of summer“ ansehen musste.
„Hallo ja?! Du gehst mit '5 seconds of summer' auf Tour und kennst '500 days of summer' nicht?!“
Ich lachte. „Ist das eigentlich Zufall oder war das Absicht dass ihr euch so ähnlich benannt habt?“
„Zufall“, meinte Ash, während er die DVD einlegte. „Unser Name entstand eigentlich in einer Mathestunde von den anderen drei. Ich hab damit nichts zu tun und die anderen schauen ja bekanntlich keine Schnulzen. Luke hat noch nicht einmal Titanic angeschaut.“
„Was?! Luke kennt Titanic nicht?!“, lacht ich.
„Ja, frag mal. Total daneben“, Ash grunzte komisch, was mich noch mehr zum Lachen gebrachte.
„Sag mal, du und Luke. Ist mit euch eigentlich irgendetwas?“, fragte mich Ashton auf einmal, als er schon zum dritten mal versuchte, den Film zu starten. Irritiert schaute ich ihn an. „Ne, wieso?“
„Weiß nicht. Ich seh euch nur zur Zeit so selten allein miteinander.
Ich seufzte. Irgendwie hatte er ja recht. Wenn wir etwas miteinander unternahmen, dann waren die anderen Jungs auch immer mit dabei. Ich hatte da nichts dagegen. Ich mochte sie wirklich gern. Aber ich fände es auch mal wieder schön, Zeit mit Luke allein zu verbringen. Ashton hatte da gerade einen wunden Punkt angesprochen. Und das merkte er anscheinend. Er war generell der Sensibelste von allen vier.
„Wenn du wen brauchst, zum Reden oder so, ich bin immer für dich da. Ich hoffe, das weißt du.“
Ohne ihm eine Antwort zu geben, erzählte ich ihm in viel zu vielen Worten, dass ich mich irgendwie leer fühle. Ein Gefühl, das man nicht beschreiben kann. Ein Gefühl, das man niemandem wünscht.
Und Ashton nahm mich einfach in den Arm und hörte mir zu. Schließlich kam ich zu einem Ende, der Film lief und ich lag immernoch in Ashtons Armen, während dieser sachte über meinen Kopf strich. Stillschweigend sahen wir gemeinsam auf den Fernseher und es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, dass es mir nicht gefallen würde. Allerdings wusste ich auvh, dass es falsch war, schließlich liebte ich Luke. Aber gegen eine gute Freundschaft konnte auch er nichts einwenden. Außerdem würde ich nie etwas mit Lukes bestem Freund anfangen. So etwas fand ich abartig gemein und so ein Mensch war ich auch nicht.
Irgendwann gegen Ende des Filmes schlief ich in Ashtons Armen ein – glücklich wie schon lange nicht mehr zuvor.


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Und hier ist also Kapitel 17 :)
Endlich sind die Jungs auch dabei  <3
Und gleich von Anfang an viel Turbulenzen xD

So und da es endlich mal wieder ein umfangreicheres Kapitel ist und ich mir wirklich viel Mühe gegeben habe (ich hoffe, man merkt es), möchte ich es gerne jemandem widmen: und zwar der lieben Kelly! Vielen vielen Dank für deine süßen Reviews. Es tut mir so unendlich leid, dass du so lange nichts von mir gehört hast und deshalb: ich hab es für dich geschrieben :))


Was meint ihr? Wie geht es mit Luke weiter?
Was will Calum von Vivi? Will er überhaupt etwas von ihr?
Was ist mit Mikey? Unser Feuerlöscher würde doch auch super zu Vivi passen, oder nicht?
Und Ashton? Ich glaub, ein Fall für sich.

Schreibt mir doch eure Vermutungen in die Kommis, mich würde es wahnsinnig interessieren, was ihr euch so denkt ;)

Ach und noch was: Ich hatte von Anfang an vor, aus der schüchternen Vivi ein großes Mädchen zu machen. Aber ist das jetzt schon zu viel Veränderung?

GLG Anna
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