Black Rock Shooter Teil 1

von BlackRock
GeschichteAllgemein / P12
Izuriha Kagari / Chariot Kuroi Mato / Black Rock Shooter Takanashi Yomi / Dead Master Yuu / Strength
18.06.2016
18.06.2016
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„Der kleine Vogel fliegt im Blauen Himmel. Der See spiegelt das Blaue vom Meer wieder. Die Blaue Spieglung ist das Meer des Himmels. Und das Meer des Himmels weint blaue Tränen. Durch diese blauen Tränen fliegt der kleine Vogel.“



Gelangweilt gähnte ich vor mich hin, während ich dem Schulleiter meiner Schule nur mit halbem Ohr zu hörte. Ein neues Schuljahr war angebrochen und dies bedeutete auch, dass ich meine Noten um einiges bessern musste, wollte ich den Abschluss bestehen. Als Herr Kinzo seine Rede endlich beendet hatte ging ich mit den anderen Schülern und Schülerinnen in Reihen aufgestellt zurück zum Klassenraum. Dort würden wir noch weitere Anweisungen für dieses neue Schuljahr bekommen. Auf dem Weg durch den Flur, zum gegenüberliegendem Gebäude wehte mir der kühle Wind einen Hauch von Frühling zu. Der süßliche Duft der Kirschblütenblätter ließ mich für einen Moment meine Augen schließen und alles andere um mich herum vergessen. Obwohl die Ferien bereits zu Ende waren, freute ich mich dennoch auf den schönen Frühling, der immer noch anhielt. Ich wusste, dass es bedeutete, dass das neue Schuljahr gut werden würde… Meine Gedankengänge wurden so schnell wieder unterbrochen, wie sie gekommen waren, denn noch im jenen Moment stieß mich jemand um, so dass ich nach hinten stolperte und fiel.

„Entschuldigung!“, rief mir eine Mädchenstimme beiläufig zu, während ich einen kurzen, mürrischen Blick nachhinten warf und noch sah, wie zwei Mädchen in Richtung des Gebäudes rannten. Seufzend wollte ich mich gerade erheben, als ich vor mir erneut eine Mädchenstimme hörte. Doch diese Klang erwachsen und freundlicher, als die vorherige. „Alles ok?“, fragte sie mit einer leichten Besorgnis in ihrer Stimme. Verdutzt schaute ich auf die leicht blasse, dürre Hand vor mir und kurz darauf nach oben in ein wunderschönes Gesicht, dessen Anblick ich nur selten bei diesen Mädchen hier auf der Schule zu Gesicht bekam. Ihre Augen waren in einem strahlenden, schönen Grün getaucht, während ihre Haut der einer Elfe glich, so schön weiß wie sie war. Reines Weiß. Zudem trug sie eine Brille und hatte Ebenholz schwarze, lockige Haare. „Äh.. Ja, ja alles gut!“ pflichtete ich schnell bei, stand von selbst auf und klopfte mir den Dreck vom Rock. Ein leises kichern meinerseits erfolgte, um die unangenehme Situation zu überspielen, die soeben passiert war. „Sag mal, wo hast du das denn her?“, fragte ich und deutete mit einem Finger auf dem roten Armreif der meine Aufmerksamkeit erregt hatte. Kurz schaute das Mädchen mit den schwarzen, lockigen Haaren zu eben diesem herunter und schaute mich dann wieder an. „Das habe ich selbst geflochten. Es ist ganz leicht.“ Erklärte sie in einem fröhlichen Unterton und begab sich dann wieder ihres Weges in ihre Klasse. Auch ich tat es ihr gleich. Zu meinem Erstaunen ging sie in dieselbe Klasse wie ich. Als ich die Namensliste aller Klassenlehrer und Schüler in meinen Händen hielt, las ich das man ihren Namen „Kotori-asubi“ aussprach. Abermals wagte ich einen Blick auf ihre Seite von mir. Ihre Haut war so schön blass, wie ich es auch zuvor schon gesehen hatte.

Am Abend begab ich mich zusammen mit meiner besten Freundin Yuu auf dem Heimweg. Als wir bereits ein ganzes Stück gelaufen waren, wagte ich es sie nach Kotori-asubi auszufragen. Ich war mir sicher, das sie sie kennen musste. Doch kaum hatte ich sie dessen erfragt, schon bereute ich die Frage ins Geheim. Schließlich sollte sie nicht bemerken, dass ich diese Kotori interessant fand und gerne mehr über sie erfahren möchte. „Meinst du die mit den dürren Vogelärmchen, die so ein komisches Ding, um eben diesen trägt und so komisch rumläuft, wie ein aufgeblasener Luftballon?“, meinte Yuu direkt, so das ich mein Gesicht verärgert verzog. „Du bist gemein, das möchte ich nicht hören!“ machte ich ihr klar und ging ihr einige Schritte schnell voraus, den Kopf schnaubend erhoben.

„Ach, komm schon! Du weißt, dass ich das gar nicht so gemeint habe!“, versuchte meine beste Freundin sich schnell wieder herauszureden, jedoch blieb ich verärgert. „Sie ist nicht so wie du sagst“, war ich versucht dieses Mädchen zu verteidigen. Und kaum erinnerte ich mich an sie zurück, war mein gesamter Ärger auf Yuu verflogen und ich empfand wieder Sympathie gegenüber Kotori. „Sie kann so toll flechten, rot steht ihr unheimlich gut und ihre Haut ist so blass, dass…“ Ich redete nahezu wie ein Wasserfall von ihr, so dass mich meine Freundin mit einer signalisierten Handbewegung stoppen musste und mit einem ernsten Gesichtsausdruck mich bat wieder runter zu kommen. „So wie du von ihr schwärmst, glaube ich fast, du möchtest mit ihr befreundet sein,“ fügte sie mit einem Lächeln hinzu. Verdammt! Sie hatte mich erwischt! Mit einer Handbewegung winkte ich schnell ab und sagte abwertend: „Ach was! Das stimmt doch gar nicht! Wie kommst du denn darauf?!“ Dabei spürte ich förmlich, wie mir die Röte ins Gesicht stieg. „Du bist manchmal echt komisch…“ gab Yuu als einziges her und wandte sich wieder dem langen Weg zu, der sich entlang der orangen Abendsonne erstreckte. Wortlos folgte ich ihr.

„Wieder zu Hause,“ flüsterte sie nur leise in ihrem Zimmer hinein, der von erdrückender Dunkelheit umgeben war. Seit heute Morgen hatte sie ihre Vorhänge nicht einmal zurückgezogen. Erschöpft stellte sie ihre Tasche beiseite und machte das Licht an. Die Lampe durchflutete ihr großes Zimmer direkt mit warmen, künstlichem Lichtschein. Wortlos ging sie in Richtung ihres Tisches, dessen Bau aus dunklem Holz bestand und hob einen kleinen Becher, mit einer dünnen Schnur daran auf. Wie in Trance hielt sie diesen an ihr Ohr und lauschte der Worte die von Außerhalb zu kommen schienen. „Bericht?“, fragte eine monotone und zugleich erwartungsvolle Stimme am anderem Ende. Wie als wenn es ein Befehl war, antwortete das Mädchen mit einer kühlen, doch leicht freudigen Stimmlage: „Da war heute so ein nettes Mädchen, sie hat die ganze Zeit Grimassen geschnitten und-“ „Vergiss es!“ Unterbrach die andere Stimme sie nun barsch. „Du gehörst mir, verstanden? Und dabei bleibt es auch!“ „Ja…“, antwortete diese monoton und pflichtete noch bei: „Verstanden.“

Zu Hause angekommen, hatte ich mein Lieblingsbuch in der Hand. Entspannt und dabei ein Lied vor mich hin summend las ich in diesem Buch, bis mein kleiner Bruder Hero hereinkam und mich daraufhin wies ins Bad zu gehen. Ich brachte nichts als ein einfaches, zugleich entnervtes „Mhm“ heraus, in der Hoffnung er würde so endlich wieder verschwinden, doch blieb er weiterhin in meinem Zimmer stehen und fragte mich in einem entnervten Tonfall, ob ich dieses Buch wieder lesen würde. Entnervt murrend gab ich ihm die Antwort zu seiner Frage, woraufhin er mich abermals draufhinwies endlich ins Bad zu gehen. „Ich hab schon verstanden!“, rief ich ihm zu, damit er endlich ging. Als die Tür dann endlich wortlos ins Schloss fiel widmete ich mich erneut meinem Buch aus Kindheitstagen zu. Es erzählte die Geschichte über einen Vogel, dessen farbenfrohe Welt er erkundete und dich in eine Welt voller Farben entführte. Blau. Organe aber auch in Schwarze Farben…

Den Kopf gesenkt saß sie auf einem Felsen, der einer Kanone glich und betrachtete das riesige, rote Auge, dass hin und wieder auftauchte und sie beobachtete. Dieses Ding ignorierend erhob sie sich von ihrer Position, setzte die Kapuze ihrer Kapuzenjacke auf und sprang Schrittweise den Felsen hinab. Unten angekommen verließ sie ihre Welt und begab sich auf der Suche nach einer anderen…

Hinweis zum Zitat: Das obige Zitat stammt aus dem Anime "Black Rock Shooter" Ich habe die Episode mit dem Zitat auf japanisch mit englischem Untertitel auf Youtube gefunden und frei übersetzt. Derjenige, der das Video mit der englischen Übersetzung bzw. Untertitel hochlud heißt: Kasandora Sutaggo.