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Nichts wird so sein wie es mal war

von Piper2677
GeschichteSchmerz/Trost / P18 / MaleSlash
Dominik Gundlach Dr. Hans-Joachim "Joe" Gerner Jasmin Flemming Mesut Yildiz Patrick Graf Pia Koch
18.06.2016
06.09.2020
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18.06.2016 525
 
Prolog

„Hallo, kann ich etwas für sie tun? Brauchen Sie Hilfe?“ Die junge Frau neigte sich hinunter und berührte den Mann, der weinend vor ihr saß, an der Schulter.
Dominik sah auf, seine Augen schimmerten verdächtig. „Sie wollen mich nicht zu ihm lassen.“ sagte er leise.
„Wer will Sie nicht zu wem lassen?“ hakte sie nach.
Dominik hielt einen Moment inne, während er der Frau in die Augen sah. „Sie werden mir nicht glauben. Es klingt auch einfach viel zu unsinnig.“
Sie lächelte und setzte sich ihm gegenüber auf einen Stuhl. „Versuchen Sie es doch erst mal. Ich habe schon viele unglaubliche Geschichten gehört.“ ermunterte sie ihn. Dominik zögerte nur kurz, dann begriff er, dass es die einzige Chance war, die er noch hatte - wenn er nicht heimlich alle Zimmer durchsuchen wollte.
„Ich will Sie gar nicht erst belügen… Ich suche jemanden. Schon seit Monaten, aber man lässt mich nicht rein.“
„O-kay….“ erwiderte die junge Frau, noch etwas verwirrt von seinen Worten. „Warum ist es nicht möglich, dass Sie die Person einfach ganz normal besuchen?“
Dominik wischte sich über die Augen. „Weil ich gar nicht so genau weiß, ob sie wirklich hier ist. Ich kann nicht mit ihm sprechen, ich erreiche ihn nicht. Aber ich bin mir eigentlich sicher, dass er hier ist. Ich fühle das… Wissen Sie…“
Dominik pausierte und legte seine Hand auf die der Frau. Irgendwie wirkte sie vertrauenerweckend, sie schien sich wirklich aufrichtig für das zu interessieren was ihn dazu brachte hier im Eingangsbereich zu sitzen und zu verzweifeln.

Und so öffnete er sich ihr mehr als er zuerst beabsichtigt hatte.
„… Das ist nicht so einfach. Es geht um meinen Freund. Er ist von einem Tag auf den anderen verschwunden… Ich mache mir riesige Sorgen. Und nun hab ich den Verdacht, dass er hier ist. Und dass er nicht einfach nur fortgegangen ist. Aber er hat sich auch nicht bei mir gemeldet… Und ich weiß nicht warum…“
„Das klingt wirklich unglaublich.“ Die junge braunhaarige Frau sah ihn an. „Aber sagen Sie mir doch erst mal, um wen es sich überhaupt handelt. Vielleicht kann ich Ihnen dann etwas dazu sagen.“ forderte sie ihn auf und lächelte.
„Patrick… Patrick Gerner.“ sagte Dominik leise, und fühlte augenblicklich wieder diesen Schmerz in seiner Brust, als er auch nur den Namen aussprach. Jeder Gedanke an Patrick tat so unwahrscheinlich weh. Was, wenn die Frau nun sagen würde, dass sie keinen Patrick Gerner kannte - dass er nicht hier wäre. Alle Hoffnung wäre schlagartig dahin.

Aber das Gegenteil war der Fall.
Sie starrte ihn für einen Moment nur an, und in Dominik kroch ein seltsames Gefühl empor.
Plötzlich fragte sie ihn: „Sind Sie Dominik?“
Der Handwerker erstarrte, und sein Herz begann wie wild zu klopfen. Er nickte: „Ja, das bin ich.“ Er ließ eine Sekunde vergehen, dann stieß er hervor: „Ist er hier?“

Anstatt einer Antwort, stand die junge Frau auf, berührte ihn an der Hand und sagte: „Sie schickt der Himmel. Kommen Sie mit.“

                                                              *
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