Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Mein Geheimnis

GeschichteAbenteuer, Sci-Fi / P12 / Gen
Ashley Magnus Dr. Helen Magnus Dr. Will Zimmerman Henry Foss OC (Own Character)
17.06.2016
04.07.2017
17
33.511
5
Alle Kapitel
14 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
17.06.2016 1.373
 
Hallo an alle, die das hier lesen. :)
Es ist eine Weile her, seit ich etwas hier hochgeladen habe. Hatte etwas viel um die Ohren (-.-)
Aber jetzt bin ich wieder da und untätig war ich die letzten Wochen auch nicht gewesen.

Das hier ist etwas, dass mir bereits seit einer Weile im Kopf herumgespukt hat.
Vorweg sollte ich wohl ein paar Dinge sagen:
1. Die Grundhandlung ist dieselbe, genau wie die Episodeninhalte (sprich Wills Ankunft; Druitt; Verbindung etc.)
2. Die Hauptveränderung in meiner Geschichte ist der, dass ein OC hinzukommt. Wer oder was er/sie ist, verrate ich noch nicht ;)
3. Es wird zum Ende hin ein paar Änderungen im Vergleich zur Original-Staffel geben (irgedndwie ja logisch)
4. Wie in Punkt 1 erwähnt, die Episodeninhalte sind unverändert, es kann (bzw. wird) sich mit den Original-Folgen teilweise gleichen, weil ich diese als Grundbasis genommen habe.
Und 5. Ich wünsche euch viel Spaß bei der Story und freue mich selbstverständlich über euer Feedback :)

P.S.: Der zweite Teil des Prologs (sprich der Pilot-Folge) wird erst in zwei Wochen kommen, da ich nächste Woche im Urlaub bin (Jay ^^)
Jetzt genug von mir und viel Spaß beim Lesen.

LG Helen

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Es war eine Geschichte nach dem Lehrbuch. Drei Morde unter ungeklärten Umständen, die Polizei verdächtigte den Falschen und der wahre Täter war nicht ganz so normal, wie man meinen mochte. Ein Fall für das Sanctuary.

Die Leiterin des Sanctuary Netzwerks, Dr. Helen Magnus, kümmerte sich um die Obduktion der Leichen, während ihre Tochter, Ashley Magnus, den betreffenden Abnormen festsetzte.

In den vergangenen 157 Jahren hatte Helen schon eine Menge gesehen und erlebt und sie glaubte mittlerweile, dass nichts mehr sie überraschen konnte. Umso größer war ihre Verwunderung, als sie aus Versehen einen jungen Mann angefahren hatte, als sie auf der Spur des Jungen gewesen war.

Als sie sich den Verletzten näher begutachtet hatte, erkannte die Frau, dass sie diesen Mann schon einmal gesehen hatte.
Mittlerweile waren zwar fast 15 Jahre vergangen, doch sie erkannte den Blick in seinen Augen. Er hatte noch genau denselben Blick, wie als Junge.

***
Ihr erster Versuch, mit ihm zu reden, scheiterte an der Starrköpfigkeit des jungen Mannes. Sie wusste zwar, dass es ‘gewöhnlichen‘ Menschen schwer fiel, die Wahrheit vor ihren Augen zu erkennen, doch hatte sich die Ärztin mehr von diesem Menschen erwartet.

Alles, worauf sie noch hoffen konnte war, dass er von selbst zu ihr kommen würde.

***
Ihre Freude war groß, als sich der junge Dr. Zimmerman tatsächlich bei ihr meldete und um ein Treffen bat. Der Zeitpunkt war gekommen – Nun würde sie ihm die Wahrheit zeigen, nach der er sich seit seiner Kindheit verzehrte.

Seine Starrköpfigkeit war bemerkenswert. Es amüsierte Helen zutiefst, wie sehr der junge Psychologe versuchte an seinen falschen Wahrheiten festzuhalten. Er wusste nicht, dass er bereits auf einen Pfad getreten war, von dem er nicht mehr abweichen konnte.

***
„Willkommen in der Zuflucht, das Sanctuary.“

Mit großem Interesse beobachtete Helen, wie die Realität auf den Doktor einfiel. Wie zu erwarten war, sah sie große Angst und Unglaube in seinen Augen, doch gleichzeitig war in ihnen ein Schimmer von Faszination und Interesse. Die Fragen, die er stellte, waren gleichermaßen skeptisch, wie präzise. Er zeigte ehrliches Interesse an diesen Ort und diese Tatsache erfreute Helen wirklich. Vielleicht war er ja wirklich der Richtige.

***
Mit versteckter Belustigung beobachtete sie, wie Zimmerman panisch in den Kamin zurückwich, als er Bigfoot das erste Mal sah. Sie konnte seine Verzweiflung über die vielen Informationen, mit denen sie seinen Kopf flutete, sehr gut verstehen und sie appellierte an den kleinen Jungen in diesem Mann, der sich nach der Wirklichkeit sehnte.

Als Ashleys Nachricht eintraf, sah Helen ihre Chance. Vielleicht würde diese Erfahrung dem jungen Doktor bei seiner Entscheidung helfen.

***
Helen war nicht allzu erfreut mit Ashleys Entscheidung, zwei Cops zusammen zuschlagen, um sie zu ‘schützen‘, doch sie wusste, dass das nun einmal die Art ihrer Tochter war.

Jedoch, wie Dr. Zimmerman die Situation mit dem Jungen meisterte, war bemerkenswert. Trotz seiner offensichtlichen Furcht und Unsicherheit blieb er weitestgehend gelassen und schaffte es, den Jungen so weit abzulenken, dass sie ihn sedieren konnten.

Jetzt musste Helen nur noch herausfinden, ob William Zimmerman auch für die zweite Phase seiner ‘Ausbildung‘ bereit sein würde.

***
Mit offensichtlichem Zögern betrat Dr. Zimmerman den Raum des Jungen.
Der kleine Junge war aufgewühlt und verängstigt und der zusätzliche Körperteil zuckte drohend vor dem Psychologen.

Mit wachen Augen beobachtete Helen die Situation, gespannt darauf, ob ihr zukünftiger Protegé diese unbekannte Situation meistern würde.

„Lass ihn frei.“, sagte Will zu Bigfoot. „Bitte. Vertrau mir.“
Fasziniert blickte Helen auf den Raum hinab.
„Möchtest du dich setzen?“Will versuchte, eine entspannte Atmosphäre zu schaffen. Ein guter Ansatz – Er schien zu begreifen.

***
„Vorstellungsgespräch?“, erklang eine amüsierte Stimme hinter Helen.
Ein leichtes Lächeln erschien auf ihrem Gesicht: „So etwas in der Art.“
Der Mann stellte sich neben sie und blickte ebenfalls auf das Geschehen.

„Wo ist Henry?“, fragte Helen, die Augen auf den Raum unter ihr fixiert.
„Den habe ich mit einem Wischmopp losgeschickt.“, antwortete er und Helen konnte das Grinsen in seiner Stimme hören, ohne ihn ansehen zu müssen.
„Möchte ich wissen, was passiert ist?“, fragte Helen vorsichtig und musterte den Mann neben sich.
„Ich denke nicht.“, erwiderte der Mann und zwinkerte ihr frech zu.

Amüsiert schüttelte sie den Kopf, dann fiel ihr Blick auf das Tablet in seinen Händen.
„Gibt es Neuigkeiten?“

Nun schien sich der Mann an das Gerät zu erinnern, dass er in seinen Händen hielt.
„Oh, ja. Ich hab die Proben, die du von den Leichen gesammelt hast, untersucht und radioaktive Spuren gefunden.“
„Radioaktiv? Wie das?“
„Tja, ich lass dich gerne raten.“, grinste der Mann.
„Misha…“, warnte Helen ihn.

Der jüngere Mann neben ihr lachte: „Entschuldigung. Zu deiner Frage: Die starken radioaktiven Spuren, die ich in den Polizisten gefunden habe, sind sehr selten.“
„Selten?“
Misha nickte: „Höchst selten. Sogar so selten, dass es nur einen möglichen Ursprungsort auf diesem Planeten gibt.“

Der Mann legte eine Künstlerpause ein und sah Helen abwartend an.
„Misha“, wiederholte die Britin mit strenger Stimme.
„Tschernobyl.“, endete er grinsend.
„Natürlich. Jetzt ergibt das alles Sinn.“, hauchte Helen, als sich die Puzzleteile in ihrem Kopf zusammenfügten.
„Eine genetische Veränderung, ausgelöst durch die hohe Strahlungsbelastung.“
„Ja, wirklich gruselig, dieser Arm.“, meinte Misha und besah sich den Jungen. „Dieser Freak hat drei Leute umgebracht?“

Mit erhobener Augenbraue sah Helen ihn an: „Es ist nur ein kleiner Junge, Misha.“
„Ein kleiner Junge, der drei Menschen getötet hat.“, konterte Misha und hob seine eigene Augenbraue. „Zugegeben, es waren nur Menschen, aber…“
„Ist schon gut.“, unterbrach Helen ihn und sah wieder auf den Raum unter ihnen. „Sonst noch was?“

„In der Tat.“, bestätigte Misha und plötzlich war sämtliche Belustigung aus seiner Stimme verschwunden.
Überrascht sah sie den jüngeren Mann an: „Was ist denn?“
Misha blickte sie aus ernsten grauen Augen an: „Es wurden Fluktuationen im EM-Schild festgestellt.“

Gequält schloss Helen die Augen und senkte den Kopf: „Oh nein, nicht jetzt.“
„Wir wussten, dass er früher oder später zurückkommen würde.“, erwiderte Misha und seufzte tief. „Da ist noch etwas anderes.“

Besorgt sah Helen ihn an.

„In einer Hintergasse, nicht allzu weit von hier, wurde eine Prostituierte tot aufgefunden.“, erklärte er mit tonloser Stimme.
„Todesursache?“, fragte Helen mit leiser Stimme.
„Ganz im alten Stil. Messerstecherei.“, antwortete Misha mit grimmigen Blick.

Erschöpft seufzte Helen auf. Sie wusste, dass dieser Tag kommen würde. Der Tag, an dem er wieder töten würde. Nur warum ausgerechnet jetzt?

„Was jetzt?“, fragte Misha nach einem Moment.
„Gibt es Überwachungskameras?“, stellte Magnus die Gegenfrage.
„Ja. Ich werd’s an dein Büro schicken.“, nickte Misha.
„Gut. Behalte bitte den Schutzschild im Auge.“
Misha nickte erneut: „Klar. Was ist mit Brillenschlange?“

Ein schwaches Lächeln zuckte über ihre Lippen: „Er schlägt sich gut. Vielleicht ist er der Richtige für unsere Arbeit.“
„Oder er stellt sich als vollkommen überflüssig heraus.“, erwiderte Misha trocken und musterte Will mit scharfem Blick, bevor ein Grinsen über seinen Mund zuckte. „Das wär es doch. Dr. Überflüssig.“

„Untersteh dich ihn so zu nennen, Misha!“, warnte Helen den Mann mit drohendem Blick.
Ergebend hob Misha die Hände: „Schon klar. Bitte recht freundlich. Krieg ich hin. Ich geh dann mal wieder an die Arbeit.“
Helen nickte und sah dem Mann mit nostalgischer Miene nach.

Jedes Jahr ein bisschen mehr…
________________________________________________________________________________________________
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast