Schicksal

GeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P16
Dr. Christopher Duncan Turk Dr. Elliot Reid Dr. John Michael "J.D." Dorian Dr. Percival Ulysses "Perry" Cox OC (Own Character) Schwester Carla Espinosa
12.06.2016
03.07.2016
2
2.046
1
Alle Kapitel
5 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
12.06.2016 1.239
 
Herzlich willkommen zu meiner ersten ff zu Scrubs!
Ich hoffe das erste Kapitel gefällt euch schon mal und ihr hinterlasst alle fleißig reviews :)
glg Deira

ps: Auf das nächste kapitel müsst ihr leider zwei Wochen lang warten, da ich morgen nach Italien reise ;) aber danach wird es schnell weiter gehen

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Heute war ein guter Tag und dies ließ JD auch alle spüren, als er pfeifend und mit einem breitem Grinsen durch die Flure des Krankenhauses marschierte oder besser gesagt schon beinahe hüpfte. Sein Blick wanderte zur großen Uhr an der Wand und sein Grinsen wurde noch breiter, denn er musste nur noch gut zwei Stunden warten bis sie endlich hier war. Und mit sie war seine jüngere Schwester Cherry gemeint. So sehr JD es auch hasste, wenn sein Bruder sich einfach wochenlang und ungefragt in seiner Wohnung einquartierte, so sehr freute er sich wenn Cherry es tat...was vielleicht auch daran lag, dass Cherry nicht nur weniger nervig als sein Bruder war sondern auch, dass es fast nie vorkam, dass Cherry überhaupt die Zeit hatte um ihn zu besuchen. Sie war quasi mit ihrer Arbeit verheiratet. Doch nun war es endlich so weit! Nach zwei Jahren beinaher Funkstille zwischen ihnen würde Cherry endlich wieder für einige Zeit bei ihm sein, wobei JD schon zugeben musste, dass er einen Hauch Schadenfreude verspürte, dass sie zu ihm und nicht zu Dan kam.

Allerdings hatte er sich bereits allerlei Szenarien überlegt, wie das Wiedersehen mit Cherry aussehen könnte, doch als er nun um die Ecke bog erkannte er dass keines der Szenarien wahr werden würde.

Bei der Krankenschwesternstation lehnte sein bester Freund Turk an einem Schrank und neben ihm stand seine Frau Carla, welche sich gerade ihre langen braunen Locken aus dem Gesicht wischte. Beide lachten und schienen vollkommen in ein Gespräch mit einer Frau vertieft, welche mit dem Rücken zu JD stand. Dennoch wusste er augenblicklich, um wen es sich bei dieser Frau handelte, denn er würde sie immer und überall wiedererkennen.

Langsam schlich er sich von hinten an die Frau heran und obwohl Turk und Carla ihn durchaus bemerkte, verrieten sie ihn nicht. Jetzt musste nur noch ein guter und cooler Begrüßungsspruch her. "Na wen haben wir denn da?" Mist, das war definitiv noch ausbaufähig!

Dennoch drehte die Frau sich um und JD bemühte sich um ein Lächeln, das seine Enttäuschung über seine miesgeratene Begrüßung überspielen sollte.
"JD!", rief Cherry einen Hauch zu laut aus und fiel ihm um den Hals. Sinnlich seufzend legte auch er seine Arme um sie und genoss es, dass sie nun endlich wieder da war. Sie hatten bereits als Kinder die engste Beziehung zueinander gehabt, weshalb es JD deutlich gegen den Strich gegangen war, als Cherry wegen ihrem Beruf wegziehen musste und sie sich somit kaum noch sahen.

Schließlich löste JD sich von seiner Schwester und hielt sie auf eine Armlänge von sich fern, um sie genau zu mustern - immerhin waren ganze zwei Jahre seit ihrem letzten Treffen vergangen und er musste erkennen, dass sie sich kaum verändert hatte.

Noch immer trug sie ihre schwarzen Haare Schulterlang, doch hatte sie sie sich offenbar geglättet, denn normalerweise waren sie genauso wenig zu bändigen wie JDs eigene Haare. Offenbar hatte sie in letzter Zeit zudem noch viel Sonne abbekommen, denn ihre eigentlich ziemlich bleiche Haut war nun leicht gebräunt. Was ihm bei ihrer Umarmung bereits aufgefallen war, war dass sie noch schlanker geworden war, als sie zuvor schon war, was den Arzt in ihm leicht beunruhigte, allerdings hatte sie auch einen ziemlich anstrengenden Job, rief er sich in Erinnerung.

Nun hob sie eine Augenbraun und sah ihn durch ihre eisblauen Augen spöttisch an. "Na? Fertig?"
JD grinste. "Ich denke schon." Er nickte zu seinen beiden Freunden. "Du kennst Carla also schon?"

Cherry nickte und strahlte Carla an. "Ja, sie ist super. Es ist gut dass Turk endlich jemanden gefunden hat, der ihn zügelt."
"Hey!", empörte dieser sich.

"Jetzt brauchen wir nur noch jemanden, der JD zähmt", fügte Carla hinzu und während Cherry nun lachte, empörte auch JD sich.

"Hey, Flachzange, du wirst nicht fürs Rumstehen bezahlt!"
Sie alle drehten sich um und erkannten einen Mann mittleren Alters mit Arztkittel und einem strengen Blick auf sie zukommen.

"Flachzange?", fragte Cherry grinsend und sah ihren Bruder feixend an.
JD verdrehte die Augen. "Gehen wir nicht darauf ein, ja?"
Mittlerweile war der Mann bei ihnen angekommen, schien kurz über Cherrys Anwesenheit irritiert zu sein, ehe er die Arme vor der Brust verschränkte und JD anfunkelte. "Grade sprach mich Mr. Linus an und fragte wann sein Arzt ihm denn seine Ergebnisse mitteilen würde und da dieser bereits seit zwei Stunden Schicht hat, dachte ich mir, dass ihm ja vielleicht etwas passiert sein könnte. Von einem Auto überfahren zum Beispiel, was uns allen im Übrigen ein Grund zum Feiern für die wiedergewonnene Freiheit wäre- aber nein, kein Bericht liegt vor. Ich hätte ja noch verstanden, dass du vielleicht deine pinke Unterhose mit den Einhörnern drauf suchen musstest, aber was sehe ich da? Er ist mit Untätigkeit beschäftigt, während im gesamten Krankenhaus Menschen verrecken und mich mit ihren Problemem nerven, da ihr behandelner Arzt ein nettes Pläuschen hält."

"Das sind Pferde mit Schwertern auf dem Kopf", erwiderte JD kleinlaut und neben ihm fing Cherry laut an zu lachen - so laut dass sie bald alle Aufmerksamkeit der umstehenden Leute auf sich gezogen hatten.

"Entschuldigung habe ich zufällig den Moment verpasst, indem Sie sich in unser Gespräch einmischen sollen?"
Da verschwand Cherrys Lachen und sie funkelte den Arzt böse an. JD grinste währenddessen in sich hinein, denn er wusste ganz genau, was jetzt passieren würde.

"Und habe ich den Moment verpasst, in welchem ich mich dafür interessiere, was Sie sagen, denken, machen, wollen oder was auch immer? Ich gebe Ihnen einen Hinweis: Nein. Ich weiß nicht, was Sie und JD für eine Art Beziehung zu einander haben, aber ich lasse ganz gewiss nicht so mit mir sprechen."

Er schnaubte. "Ach nein? Und was wollen Sie dagegen tun?"
"Meine Leute lasse ich dann die Abwassertanks putzen...aber da wir leider nicht auf einem Schiff sind, begnüge ich mich damit Ihnen das Leben zur Hölle zu machen also legen Sie sich besser nicht mit mir an."

Und dies war der Augenblick an welchem JD Dr. Cox zum ersten Mal sprachlos erlebte und dies erkannte auch Cherry, denn sie stemmte siegessicher die Hände in die Hüfte und sah ihm gradewegs in die Augen.

"Sie sollten besser auf Sie hören, Coxy", mischte Turk sich ein. "Sie kann zu einer wahren Furie muntieren, wenn etwas nicht so läuft wie sie es möchte."

"Das wäre nicht meine erste Furie", erwiderte er und funkelte Cherry weiterhin an. "Das wird noch ein Nachspiel haben."
Damit sauste er davon und JD erwartete bereits den zufriedenen Gesichtsausdruck seiner Schwester, welchen sie immer nach einer solchen Aktion drauf hatte, doch zu seiner Überraschung blieb dieser gänzlich aus. Tatsächlich wirkte sie so, als sei es ihr vollkommen egal, sie sah einfach nur...erschöpft aus.

"Alles in Ordnung?"
Sie nickte schnell - einen Hauch zu schnell, wie er fand. "Ja, klar. Ich bin nur etwas müde von dem langen Flug. Du solltest jetzt wohl besser zur Mr. Linus gehen."
Oh stimmt...
Review schreiben