Das ist kein Spiel

von Julirot
KurzgeschichteKrimi, Familie / P12
G. Callen Kensi Blye Marty Deeks Sam Hanna
09.06.2016
09.06.2016
1
2918
1
Alle Kapitel
8 Reviews
Dieses Kapitel
8 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
 
Guten Abend,

eine Leserin brachte mich auf die Idee zu dieser kleinen Geschichte. Ich hoffe ich konnte deine Wünsche ein klein wenig erfüllen liebe Lauren.
Ich wünsche viel Spaß beim Lesen und lasst mir ein Review da.
Eine schöne Restwoche und LG
Julirot

**********************

Das ist kein Spiel


„Was ruckelst du denn so auf deinem Sitz herum Kenselina“, rief Deeks und schaute seine Partnerin an. Sie saßen im Auto, welches am Straßenrand geparkt war und warteten auf ihren Einsatzbefehl. Kensi saß hinterm Lenkrad und zupfte nervös an ihren Klamotten herum, während Deeks sie dabei beobachtete.
„Dieser verdammte Bauch ist einfach überall im Weg“, beschwerte sie sich und zog an ihrer Bluse, die sich vorne ziemlich wölbte.
„Steht dir aber“, meinte Deeks und grinste leicht. Kensi verzog den Mund und schaute ihn tadelnd an.
„Das war die blödeste Idee, die Hetty jemals in ihrem Leben hatte“, fluchte sie.
„Es dient der Tarnung.“
„Ganz toll. Warum musste es ausgerechnet ein Schwangerschaftskurs sein?“
„Weil es den sicheren Verdacht gibt, dass dort im Hintergrund Menschen terroristische Absichten haben, deshalb“, wiederholte Deeks Hetty's Worte von vor einigen Stunden als sie Kensi dazu überredet hatte, sich diesen künstlichen Bauch umzuschnallen. Kensi verdrehte die Augen und klopfte sich auf den Bauch.
„Aber man kann auch schwanger spielen und nicht so eine blöde Murmel vor sich hertragen.“
„Wie denn das?“ erkundigte er sich.
„Na … eben … also...“
„Ja?“ bohrte er noch einmal nach.
„Keine Ahnung“, gab Kensi schließlich klein bei.
„Du wirkst aber ziemlich authentisch mit diesem Ding.“ Deeks deutete auf ihren Bauch.
„Mann Deeks …“
„Ja was denn?“
„Ich fühle mich unwohl damit.“
„Ach komm schon Kenselina, du siehst süß aus.“
„Echt jetzt Deeks?“
„Wirklich.“
„Ehrlich?“
„Ganz ehrlich … und außerdem“, fuhr er fort. „Wer macht schon einen Geburtsvorbereitungskurs vor dem siebten Monat?“ meinte Deeks und stupste Kensi in die Seite, was diese mit einem Schlag gegen seinen Oberarm quittierte.
„Als ob du schon jemals in so einem Kurs gewesen wärst“, konterte Kensi und strich sich wieder über den Bauch.
„Ich lese viel“, meinte er.
„Schwangerschaftskram?“ rief sie entsetzt. „Jetzt machst du mir echt ein wenig Angst.“ Sie verdrehte die Augen und Deeks grinste in sich hinein.
„Hey Leute, vielleicht solltet ihr die Familienplanung mal auf später verschieben, der Kurs fängt gleich an“, kam es aus den Ohrknöpfen von Callen, der zusammen mit Sam ein paar Autos hinter ihnen geparkt hatte.
„Na gut, dann mal los Mum“, rief Deeks und öffnete die Tür, stieg aus und lief ums Auto herum. Kensi kletterte ebenfalls heraus und trat zu Deeks.
„Wehe du nennst mich noch einmal Mum“, zischte sie ihm ins Ohr und hörte dann wie Sam und Callen am anderen Ende lachten.
„Na nun komm schon.“ Deeks legte einen Arm um Kensi herum und führte sie zum Haus, in dem der Kurs statt finden sollte. Kensi fühlte sich wie eine Ente. Nicht nur, dass der künstliche Bauch ziemlich schwer war, er war auch völlig unhandlich und nahm ihr die Luft zum atmen. Außerdem hatte sie das Gefühl, dass ihre Sachen viel zu eng anlagen und so verspürte sie immer wieder das Bedürfnis an sich herumzuzupfen, was nicht nur sie sondern auch Deeks irgendwie nervös machte. Sie betraten den Fahrstuhl und fuhren nach oben. Als sie ausstiegen, kamen ihnen schon ein paar andere schwangere Pärchen entgegen, die allesamt jedoch relativ normal wirkten. Kensi versuchte sich zu orientieren und dabei nicht permanent auf die Bäuche der anderen Frauen zu starren, was sicherlich nicht angebracht gewesen wäre. Deeks hatte ihre Hand gegriffen und hielt sie eisern fest, so als bräuchte er im Moment ein wenig Halt, was auf die doch äußerst ungewöhnliche Situation zurück zu führen war. Solch einen merkwürdigen Auftrag hatten sie wahrlich noch nie erledigen müssen.
„Ich hab das Gefühl ich bin im völlig falschen Film“, murmelte Deeks und drehte sich zur Seite, um eine Frau, die eine Melone verschluckt zu haben schien, vorbei zu lassen.
„Geht mir auch so. Ich glaube aus Sympathie bekomme ich gerade Rückenschmerzen und hohen Blutdruck“, meinte Kensi und zog Deeks weiter.
„Na solange du jetzt keine Wehen bekommst, ist ja noch alles in Ordnung“, sagte er ironisch und grinste sie an.
„Touché.“
„Kommt dir irgendwas oder irgendwer verdächtig vor?“ lenkte Deeks von diesem brisanten Thema ab. Kensi zerrte wieder an ihrer Bluse und schüttelte mit dem Kopf.
„Auf mich wirken die alle ziemlich schwanger“, sagte sie dann und ließ ihren Blick weiter durch den Gang schweifen. Es war ein allgemeines Stimmengewirr zu hören und Kensi und Deeks versuchten irgendeine Anomalie auszumachen. Eine kleine Frau mittleren Alters im Trainingsanzug trat auf sie zu und hielt ihnen ihre Hand hin.
„Hi, ich bin Deborah. Die Kursleiterin … Ihr müsst die Neuen sein.“ Kensi ergriff Deborahs Hand und sagte:
„Ja, ich bin Kerry, das ist Martin. Wir freuen uns, dass Sie uns noch aufgenommen haben.“
„Kommt rein, macht es euch bequem. Ich hoffe ihr habt gute Laune mitgebracht. Dort drüben steht Kaffee für die Männer, Tee für die werdenden Mütter, die Toiletten sind gleich da hinten. In welcher Woche sind Sie Kerry?“
„Ähm“, machte Kensi und versuchte krampfhaft zu überlegen was halbwegs realistisch erscheinen konnte.
„Ich glaube wir sind in der 26. Woche Schatz“, sagte Deeks neben ihr und Deborah schaute Kensi leicht irritiert an.
„Dafür ist ihr Bauch aber schon ganz schön groß.“
„Es werden Zwillinge“, sagte Deeks schnell.
„Oh, darf ich mal fühlen? Das ist so aufregend“, rief Deborah und wollte ihre Hand auf Kensis Bauch legen. Diese zuckte jedoch schnell zurück und legte ihre Hände schützend über ihren imaginären Babybauch.
„Nein, lieber nicht“, sagte sie dann. Deborah machte ein enttäuschtes Gesicht.
„Na gut, am besten ihr setzt euch da hinten hin. Es geht gleich los.“ Damit verschwand sie zum nächsten Pärchen und Kensi zog Deeks mit sich fort.
„Bist du von allen guten Geistern verlassen“, flüsterte sie ihrem Partner zu.
„Wieso?“ fragte er verständnislos.
„Zwillinge?“
„Ist doch cool.“
„Jetzt stehen wir hier immerzu im Mittelpunkt.“
„Das wollten wir doch oder etwa nicht?“ Deeks setzte sich auf den Boden und bedeutete Kensi sich neben ihn zu gesellen. Sie nahm schwerfällig platz jedoch nicht ohne ihn noch einmal anzufunkeln. Wenige Minuten später rief Deborah in die Menge, dass sie jetzt anfangen würde und augenblicklich wurde es still im Raum. Die Frauen setzten sich zwischen die Beine ihrer Männer und diese legten ihre Hände auf die Bäuche ihrer Partnerinnen. Kensi schaute zu Deeks und dieser zuckte nur mit den Schultern.
„So meine Lieben, dann beginnen wir mal ganz langsam ein und auszuatmen. Wir schließen unsere Augen und atmen in unsere Mitte. Dabei streichen wir das Kind ganz langsam nach unten. Ein und aus, ein und aus ...“, wiederholte Deborah mantraartig und es war ein allgemeines Atmen zu hören.
„Ich komme mir ziemlich albern vor“, flüsterte Kensi Deeks zu.
„Atmen Kenselina“, wisperte er zurück.
„Mach du doch“, antwortete sie. Er legte seine Hände auf ihren Bauch und atmete hörbar an ihrem Ohr.
„Du fauchst mir ins Ohr“, beschwerte sie sich und hielt seine Hände fest.
„Ich tue nur das was mir gesagt wird.“
„Hör auf damit.“
„Womit?“ fragte er verständnislos.
„Mich ständig anzupusten.“
„Ich atme“, entgegnete er genervt.
„Kerry, Martin ist alles in Ordnung?“ fragte Deborah und kam auf sie zu. Deeks und Kensi schauten hoch.
„Ja ja, alles bestens“, sagte Kensi und versuchte zu atmen ohne sich dabei zu verschlucken.
„Okay, jetzt beginnen die Männer ihren Frauen die Schultern zu massieren...ganz langsam, den Rücken und den Nacken...“ Deeks legte seine Hände in Kensis Nacken und strich ihr sanft darüber, was ihr eine Gänsehaut bescherte.
„Das gefällt mir“, sagte sie und drehte sich leicht zu Deeks herum.
„Das habe ich mir gedacht“, sagte er und sie seufzte.
„Kann ich da heute Abend eine Fortsetzung haben?“ fragte sie und lehnte sich nach hinten.
„Nur wenn du bis dahin deine innere Mitte gefunden hast.“
„Im Gegensatz zu dir, weiß ich genau wohin ich atmen muss.“
„Ach ja?“ fragte er und hob amüsiert eine Braue.
„Ja, ich bin schließlich eine Frau.“
„Was unschwer zu übersehen ist, denn ...“ Er wurde von Deborah unterbrochen.
„So, ihr müsst immer daran denken, es eurer Frau so bequem wie möglich zu machen, denn so eine Geburt kann sich auch mal einige Stunden hinziehen“, erklärte sie geduldig und erntete allgemeine Zustimmung aus dem Kurs.
„Is nich wahr...Stunden?“ kam es von Deeks und Kensi wollte ihm am liebsten eine Ohrfeige verpassen.
„Martin … ich sehe schon, Sie sind sehr interessiert“, meinte Deborah und kam dann erneut zu Kensi und Deeks herüber.
„Naja ...“, begann Deeks und seine Augen weiteten sich als Deborah jetzt seine Hand fasste und ihn nach oben zog.
„Ich brauche dich für die nächste Demonstration. Komm mit“, forderte sie ihn auf und Kensi konnte ihre Schadenfreude kaum zurück halten. Deborah führte Deeks in die Mitte des Raumes, in dem ein merkwürdiges Modell stand. Es war ein Frauenkörper, allerdings ohne Arme und Beine und vorne aufgeschnitten, so dass man einen Blick ins Innere werfen konnte. Deborah setzte sich auf den Boden und begann dann in aller Seelenruhe zu erklären wie sich eine Geburt abspielen könnte. Deeks, der sich neben ihr nieder gelassen hatte, wurde abwechselnd rot und blass und Kensi grinste ihn an. Um ihren ganzen Ausführungen noch ein wenig Nachdruck zu verleihen, nahm Deborah eine Puppe und demonstrierte allen sehr anschaulich wie das Baby den Weg nach draußen finden würde. Als sie fertig war und meinte sie würden jetzt eine kleine Pause machen, um etwas zu Essen, da merkte Kensi wie ihr Partner schnell aufsprang und der erste war, der den Raum verließ. Sie quälte sich nach oben und folgte ihm nach draußen. Sie fand ihn am Fenster im Flur und trat neben ihn.
„Alles in Ordnung?“ fragte sie immer noch ein klein wenig amüsiert.
„Alles bestens“, meinte er.
„Warum hast du dann keinerlei Farbe in deinem Gesicht?“
„Hast du gehört was sie erzählt hat?“ fragte er und deutete nach drinnen.
„Hab ich“, sagte Kensi.
„Und das hat dich kein bisschen schockiert?“
„Nein.“
„Wieso nicht?“
„Weil wir hier zum arbeiten sind und du dich lieber auf die Leute hier konzentrieren solltest anstatt diesen ganzen Quatsch zu glauben, den diese Hippitante uns hier weis machen will.“
„Ein Glück, dass du nicht wirklich schwanger bist Kenselina. Bei dir hätte ich echt Bedenken, dass das gut gehen würde.“
„Na vielen Dank“, zischte sie ihm zu und griff dann nach seinem Arm.
„Was ist?“ fragte er alarmiert.
„Siehst du das Pärchen da hinten?“
„Welches meinst du?“
„Das beim Kaffeeautomaten.“ Deeks drehte sich leicht schräg, so dass er sehen konnte, was Kensi sah.
„Ja seh ich.“
„Die schauen die ganze Zeit schon auf ihre Uhren.“
„Vielleicht haben sie es eilig“, meinte Deeks.
„Und sie hat eine große Tasche bei sich, die sie keine Sekunde aus den Augen lässt.“ Jetzt schaute Deeks doch etwas genauer hin. „Ich glaube auch nicht, dass sie schwanger ist“, fuhr Kensi fort.
„Wie kommst du darauf?“
„Sie trinkt zu viel Kaffee. Es ist ihre vierte Tasse seit wir hier angekommen sind.“
„Wieso hast du das nicht früher gesagt? Dann hätten wir uns diesen ganzen Quatsch sparen können.“
„Ach nun komm schon, ein bisschen Spaß muss schon sein. Und ich fand es einfach zu niedlich wie Deborah dich schockiert hat mir ihrer Demonstration.“ Kensi stupste ihren Partner in die Seite und Deeks runzelte die Stirn.
„Du willst mich verarschen Kenselina.“
„Niemals. Nein, jetzt mal im Ernst Deeks. Ich war mir erst nicht sicher, aber jetzt bin ich es schon. Irgendwas stimmt nicht mit denen.“
„Okay“, sagte er nur und aktivierte dann seinen Ohrknopf.
„Callen, Sam … ich glaube wir haben unsere Attentäter gefunden.“
„Alles klar, wir kommen rein“, rief Sam.
„Deeks, sie verlässt den Raum“, wisperte Kensi und lehnte sich etwas weiter an ihren Partner heran, um nicht die ganze Aufmerksamkeit der anderen auf sich zu ziehen.
„Und er geht in die andere Richtung“, flüsterte Deeks.
„Gebt uns eine Beschreibung“, sagte Callen, der inzwischen zusammen mit Sam am Fahrstuhl angekommen war.
„Ich geh ihr nach, du nimmst ihn“, entschied Kensi und lief los. Deeks wollte ihr folgen, wurde jedoch urplötzlich von Deborah aufgehalten.
„Martin wohin so eilig?“
„Ähm, ich wollte gerade ...“ Kensi schaffte es zu entkommen und lief der verdächtigen Frau eilig hinterher. Deeks hing bei Deborah fest und versuchte verzweifelt den jungen Mann nicht aus den Augen zu verlieren. Wenige Augenblicke später traten Callen und Sam durch die Tür und Deborah hob erstaunt den Kopf.
„Meine Herren, ich glaube Sie sind hier falsch“, sagte sie energisch und trat auf Callen und Sam zu.
„Sie gehören zu mir“, rief Deeks und schaute seine Kollegen an.
„Was?“ fragte Deborah und ihr Blick wurde noch verwirrter.
„Wir sind Bundesagenten und in einem Spezialauftrag unterwegs. Gehen Sie bitte alle wieder rein und machen Sie einfach weiter“, erklärte Sam und hob beruhigend die Hände.
„Sind wir etwa in Gefahr?“ fragte Deborah und ihre Stimme war sehr laut geworden, was natürlich die anderen Kursteilnehmer aufschreckte.
„Nein, es ist alles in Ordnung. Wir machen das schon. Gehen Sie einfach wieder rein“, sprang nun Callen seinem Partner zur Seite. Deeks nutzte die Gelegenheit und wandte sich in Richtung Tür, durch die ihr Verdächtiger inzwischen entschwunden war. Sam und Callen hingegen waren mit einem Mal von zahlreichen hysterischen schwangeren Frauen und ihren Männern umgeben und versuchten verzweifelt wieder Ordnung in das Ganze zu bringen. Sie benötigten geschlagene zehn Minuten, um sich Gehör zu verschaffen und die Sachlage zu erklären. Deeks rannte in der Zwischenzeit die Treppen hinunter und hoffte den Typen, den Kensi entdeckt hatte, noch zu erwischen. Doch vergebens. Er konnte ihn nirgends mehr sehen. Als er das Erdgeschoss erreichte und schließlich ins Freie rannte, war er sich ziemlich sicher, dass er ihn verloren hatte. Schnell sprintete er um die Ecke und sah gerade noch wie Kensi der junge Frau mit dem gefakten Bauch Handschellen anlegte und sie dann auf die Beine zog. Er lief zu ihr und half ihr dabei.
„Wo bist du so lange gewesen?“ rief Kensi ihrem Partner zu. Deeks hob eine Hand und strich sich durch die Haare bevor er antwortete:
„Ähm … also, Deborah hat mir unbedingt noch einige wertvolle Tipps geben wollen.“
„Tipps wofür? Wie man ganz besonders gut hechelt?“ fragte Kensi.
„Sehr witzig.“ In dem Moment traten Callen und Sam aus dem Haus, im Schlepptau hatten sie ihren Verdächtigen, der missmutig drein blickte.
„Wo habt ihr ihn gefunden?“ fragte Deeks.
„Ist uns direkt in die Arme gelaufen als wir uns endlich aus dem Pulk von verrückten Schwangeren befreit hatten“, sagte Sam.
„Siehst du Kensi, du kannst die beiden da fragen, wie es ist, wenn man von Deborah mit Beschlag belegt wird“, verteidigte sich Deeks nun und setzte dann zusammen mit Kensi die Frau auf den Rücksitz eines Polizeiautos, von denen es inzwischen nur so wimmelte. Sam runzelte die Stirn und sagte dann amüsiert:
„Also ich bin mir sicher, dass du heute hier sehr viel gelernt hast.“
„Sehr witzig Sam“, entgegnete Deeks.
„Sieh's doch mal so, du hast nun schon einen gewaltigen Vorsprung wenn es bei euch mal so weit sein sollte.“ Callen klopfte Deeks mitfühlend auf die Schulter und ging dann Sam hinterher, der ihren Verdächtigen zum Challanger brachte.
„Ihr seid ja nur neidisch Jungs“, rief Deeks seinen beiden Kollegen hinterher. Weder von Callen noch von Sam kam eine Antwort, sie stiegen lediglich immer noch lächelnd in ihr Auto und fuhren davon. Deeks drehte sich erbost zu Kensi herum, die gerade ihren Bauch wieder zurecht ruckelte.
„Hast du das gehört Kenselina?“ fragte er.
„Was denn?“
„Ach nichts“, wich er aus und sie blickte ihn stirnrunzelnd an.  
„Willst du den nicht langsam mal wieder ausziehen?“ wechselte Deeks dann das Thema und folgte ihr dann zu ihrem Wagen auf der anderen Straßenseite.
„Ich wollte mich schon mal langsam dran gewöhnen“, antwortete sie und öffnete die Tür.
„Wozu? Du hast vorhin herum lamentiert, dass dich das Ding gewaltig nervt“, plapperte er weiter und lief ums Auto herum, um nun auf der Beifahrerseite einzusteigen.
„Irgendwann werde ich auch mal so eine Murmel vor mir hertragen, also warum nicht ein wenig üben.“
„Ja irgendwann“, meinte er und suchte nach dem Sicherheitsgurt, der sich an der Seite verhakt hatte. Kensi stieg nun ebenfalls ein und schloss die Tür. Dann lehnte sie sich in ihrem Sitz zurück und murmelte:
„Irgendwie habe ich Hunger und gleichzeitig ist mir irgendwie jetzt schlecht.“
„Wir sind fertig mit unserem Auftrag Kenselina. Du brauchst hier niemandem mehr die Schwangere vorzuspielen.“ Deeks hatte endlich den Gurt aus seiner Gefangenschaft hinter dem Sitz befreit und zog ihn nun um sich herum. In dem Moment sagte Kensi.
„Das ist kein Spiel.“ Mit einem lauten Plopp zog sich der Sicherheitsgurt wieder zusammen und knallte gegen die Tür.
„Au verdammt noch mal“, rief Deeks und rieb sich seine schmerzende Hand, die von der Metallschnalle des Gurtes getroffen worden war. Mit offenem Mund starrte er seine Partnerin an.
„Alles in Ordnung?“ fragte Kensi und deutete auf seine Hand.
„Mit mir ist alles in Ordnung“, bestätigte er. „Aber was ist mit dir?“ Kensi drehte sich ein wenig weiter zu ihm herum, was angesichts des Bauches nicht so einfach war. Dann nahm sie sein Gesicht zwischen ihre Hände und drückte ihm einen Kuss auf den Mund.
„Alles in Ordnung“, sagte sie schließlich und grinste. Er grinste zurück und legte dann eine Hand auf ihren Bauch.


ENDE
Review schreiben