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Die Tochter des Lichts

Kurzbeschreibung
GeschichteMystery, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Blake Dustin Brooks / Yellow Wind Ranger Hunter Bradley / Crimson Thunder Ranger Shane Clarke / Red Wind Ranger Tori Hanson / Blue Wind Ranger
08.06.2016
06.12.2016
16
21.434
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05.09.2016 1.220
 
„Was soll das bedeuten sie ist weg?“
Hunters eh schon dünnes Nervenkostüm wurde noch brüchiger.
„Als ich nach ihr sehen wollte war sie nicht mehr da.“
„Und warum suchen Sie dann nicht nach ihr?“
„Die Patientin konnte sich an nichts erinnern, wir haben keine Personalien.“
Daran hatte Tori in der ganzen Hektik bestimmt nicht gedacht.
„Ihr Name ist Patricia Myles und sie wohnt bei mir, weil ich ihr Verlobter bin. Wir sind hier um sie mit nach Hause zu nehmen und dann das.“
„Wo könnte sie denn sein?“
Blake fand es besser das Gespräch zu übernehmen.
„Es ist bewiesen das Patienten mit Amnesie sich zwar an nichts erinnern, aus reinem Instinkt heraus aber oft an Orte gelangen an denen sie schon waren und sich dort sicher fühlen. Es wäre also sehr gut möglich das Ihre Verlobte sich einen solchen Ort gesucht hat. Keiner von uns kann nachvollziehen was im Moment in ihr vorgeht.“
Doch auch dieses Problem konnten seine Glücksgefühle nicht trüben, denn jetzt glaubte er es auch, sein Mädchen lebte.
„Dann müssen wir alles absuchen wo sie gerne war.“
„Also die halbe Stadt, ist ja nicht viel.“
Aber auch Blake war die Erleichterung anzumerken.
„Danke“, war alles was Hunter noch zu sagen hatte, dann war er auch schon auf dem Weg zur Tiefgarage.
„Mach mal langsam!“
„Ich will sie aber so schnell wie möglich finden.“
„Und sie damit vielleicht verschrecken, sie könnte sich und andere verletzen, ich glaube nicht das sie im Moment so guten Kontakt zu ihrem inneren Ninja hat.“
Hunter blieb neben dem Pick-Up stehen und fuhr sich durch die Haare.
„Sie ist wieder da, ich habe immer daran geglaubt, es wird wieder alles beim alten sein.“
Blake teilte diese Meinung nicht wirklich.
„Gehen wir mal vom schlimmsten aus, was wenn sie uns nie wieder erkennt? Wenn sich alles in eine Richtung entwickelt die dir überhaupt nicht gefällt? Du wirst sie nicht mit Gewalt halten können.“
„Du hast es echt drauf einem die Stimmung zu vermiesen. Wir müssen sie erstmal finden, dann gehen wir den Rest ganz langsam an.“
Leider kannte Blake den Speed seines Bruders nur allzu gut.




Langsam schloss ich die große Tür hinter mir und sah mich um. Sanftes Licht erhellte einen langen Flur, von dem mehrere Türen abzweigten. Beidseitig des Mittelgangs führten Treppen ins Obergeschoss. Obwohl ich mich nicht erinnern konnte jemals hier gewesen zu sein war da doch etwas das mich mit diesem Ort verband.
War das vielleicht mein zuhause?
Vorsichtig setzte ich meinen Weg fort, berührte im Vorbeigehen eines der Schwerter die an der Wand hingen.
Hatte Tori wirklich die Wahrheit gesagt und es gab wirklich Ninjas?
Ich begann die Stufen nach oben zu steigen, versuchte krampfhaft mich an irgendein Detail zu erinnern. Auf der nächsten Etage blieb ich stehen und lauschte. Da waren gedämpfte Stimmen und Schritte, die näherkamen. Obwohl ich mir sicher war das mir hier niemand etwas tun würde, gab es doch einen Teil der flüchten wollte. Deshalb nahm ich auch die schmalere Treppe die weiter nach oben führte. Sie endete vor einer Wohnungstür. Hier könnte ich mich bestimmt kurz ausruhen und morgen jemanden finden der mir helfen würde. Versuchsweise drückte ich die Klinke, die Tür war nicht verschlossen. Das Gefühl hier gewesen zu sein wurde noch stärker und ich trat ein.
„Hallo?“
Ich hoffte das niemand da war, wie würde das denn aussehen, wenn ich einfach so eine Wohnung stürmte? Da keinerlei Geräusche zu hören waren startete ich eine kleine Besichtigung. Vom Flur zweigten 4 Türen ab, dieser bösen Neugier folgend öffnete ich die 1. Das schien ein Gästezimmer zu sein, in der Ecke standen Umzugskartons. Hinter der 2. Tür befand sich das Bad, augenblicklich sehnte ich mich nach einer heißen Dusche. Die 3. Tür führte ich eine Art Abstellkammer, ich sah Motorrad Utensilien und war nicht besonders begeistert. Blieb noch die 4. Tür. Der Raum lag im dunkeln, ich erkannte aber eine zerwühlte Betthälfte und musste herzhaft gähnen. Vom Fenster aus hatte ich einen wunderbaren Ausblick auf den Wald bei Nacht. Dieser verteufelten Neugier wieder nachgebend umrundete ich das Bett, dessen rechte Betthälfte unbenutzt war, anscheinend schlief hier nur eine Person. Auf einem Nachttisch stand eine kleine Lampe, die ich anschaltete.
Die ganzen verstreuten Klamotten auf dem Fußboden machten mich irgendwie nervös, wieso wollte ich sie packen und in eine Waschmaschine stopfen? Mit den Fingerspitzen fuhr ich über die Bettwäsche, sie fühlte sich seidig an, das musste ein wunderbares Gefühl auf der Haut sein. Meine Hand hielt inne, denn ich hatte auf dem Bettlaken etwas entdeckt. Da lag ein goldener Ring, der nur darauf zu warten schien über einen Finger gestreift zu werden. Vorsichtig hob ich ihn hoch, drehte ihn hin und her und fand eine Gravur.
„In ewiger Liebe, Hunter.“
Mir fiel der Ring fast aus der Hand, Tori hatte einen Hunter erwähnt, das er mein Verlobter wäre.
Wie konnte ich denn so etwas wichtiges vergessen?
War es vielleicht dieser Verlust der mir so zu schaffen machte?
Die Tränen auf meinen Wangen waren Antwort genug. Langsam legte ich den Ring wieder auf das Laken und verließ das Zimmer. Mich weiter umsehend durchquerte ich das Wohnzimmer, sah mir die Bilder an, Aufnahmen aus glücklichen Tagen.
Würde es jemals wieder so sein?
Würde ich dann immer noch dieselbe sein?
Mit einem lauten Seufzer ließ ich mich auf der bequemen Couch nieder und merkte wieder wie müde ich war. Die Schmerzen waren auch wieder schlimmer geworden, jetzt nur mal kurz die Beine ausstrecken, nur ein paar Minuten. Es dauerte keine 2 Minuten da war ich auch schon eingeschlafen.




Hunter hatte Blake bei Tori abgesetzt und wollte sich eigentlich direkt wieder auf die Suche machen, aber sein Bruder hatte Recht, morgen würden sie gemeinsam suchen, was effektiver war. Trotzdem behagte es ihm nicht das Patty irgendwo umherirrte. Er hatte ihr doch versprochen sie nie alleine zu lassen, aber sie konnte überall sein. In Gedanken hielt er sie bereits wieder in seinen Armen und konnte den Duft ihres Erdbeershampoos schon fast riechen.
Ziemlich müde stieg er wenig später die Stufen zur Wohnung hoch, jetzt noch schnell eine kurze Dusche und dann ab ins Bett. Er schloss die Wohnungstür und wunderte sich nur kurz warum die Türen offen standen. Keine Viertelstunde später tappte er durchs Wohnzimmer, holte sich einen Shake und ging wieder zurück. Ein rein zufälliger Blick auf die Couch ließ ihn erstarren. Da hing eine Hand über die Armlehne, eine Hand mit schmalen Fingern, die aber auch fest zupacken konnten. Hunter schluckte krampfhaft, sein Körper begann zu zittern, er musste sich so sehr beherrschen um nicht über die Couch zu springen. Fast in Zeitlupe umrundete er die Couch und bei dem Anblick seiner schlafenden Frau gaben seine Knie nach.
Sie war es wirklich, ziemlich ramponiert, aber lebendig. Er versuchte erst gar nicht seine Tränen aufzuhalten, lautlos weinend hockte er da, vergessen waren die Monate voller Schmerz. Wie sehr er sich danach sehnte sie zu berühren, ihre weiche Haut unter seinen Fingern zu spüren, ihre Lippen mit seinen zu berühren. Die Wiedersehensfreude wurde von einer ganz anderen Emotion verdrängt und er schämte sich. Patty kräuselte im Schlaf die Nase, was ihn schmunzeln ließ. Gerne hätte er sich neben sie gelegt, aber er würde sich beherrschen, durfte jetzt nichts überstürzen. Mit einem glückseligen Lächeln schlief er neben der Couch sitzend ein, nie wieder würde er sie alleine lassen.
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