Hass...oder ?

von KidZero
GeschichteRomanze / P18
Lawless / Hyde Licht Jekylland Todoroki
08.06.2016
08.06.2016
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Ansonsten viel Spaß beim lesen ^-^


Es war eine milde Winternacht. Der Mond stand schon hoch am Horizont und eine sanfte Brise umschmeichelte Lawless Gesicht, welcher ungefragt Licht`s Bett besetzte und nervös mit dem Zeigefinger auf seinem Weinglas herumpochte. Licht gab grade ein Konzert und würde bald zurück ins Hotel kommen. So weit, so uninteressant. Langsam wankte der sichtlich angeheiterte Hyde vom Bett, in Richtung Couch, da diese direkt vor dem geöffnetem Fenster stand. Das Hotel schien nicht ganz billig zu sein. Die purpurnen Tapeten, mit zarten Goldmuster ließen den Raum, zusammen mit dem Kronleuchter in einem edlen Licht dastehen, während die ebenso tiefroten Sofa ein Gefühl der Gemütlichkeit vermittelten. Der dunkle Eichenholzfußboden und die ebenso dunklen Türen, sowie die Fensterrahmen, wirken mächtig, aber auf einer angenehmen Art und Weise auch einladend. Worauf Licht grade im Winter immer bestand war, dass ein Kamin im Zimmer ist. Möglichst in Nähe des Bettes. Der Sturkopf mochte es sich nicht eingestehen, doch die Anstrengungen, die das Leben eines Promis mit sich führten und das beständige Blutsaugen von Hyde, ließen ihn anfälliger für Krankheiten werden. Zu viel Stress tut nun mal Keinem gut, aber wer sich nicht belehren lässt, muss fühlen. Es ist übrigens schon eine Ewigkeit her, seitdem Lawless von Lichtleins Blut getrunken hatte. Ganze vier Monate? Auf jeden Fall viel zu lange... Kaum hatte Hyde den Gedanken zu Ende gebracht, vernahm er einen rasselnden Schlüsselbund, der sich daran machte die große tiefbraune Tür des Zimmers zu öffnen. Wie ein Zombie schlurfte Licht herein und ließ sich ohne ein Wort der Begrüßung sofort aufs Bett fallen. Rosenkranz, der noch in der Tür stand, sah Lawless eindringlich an.
,,Der Kleine brütet etwas aus... Kümmere dich gut um ihn." Mit diesen Worten machte der großgewachsene Mann Kehrt und schmiss die Tür lautstark hinter sich zu. Hyde kicherte leise und sah über seine Schulter hinweg zu Licht rüber.
,,Ich sagte ja, überanstreng dich nicht."
,,Halts Maul Drecksigel..." Hörte man es gedämpft durch das Kissen, auf dem Licht's Gesicht ruhte. In einem Zug leerte Hyde sein Weinglas und schlich sich zu Licht rüber. Mit Bedacht setzte er sich auf die  Bettkante und streichelte Licht-chan den Rücken.
,,Verzieh dich, du Teufel in Menschengestalt..." Breit grinsend holte Hyde die Flasche Wein hervor und füllte sein Glas erneut. Diesmal jedoch für den zerknautschten Licht, welcher sich grade auf die Seite wälzte und seinen Servamp misstrauend musterte. Doch nach wenigen Sekunden nahm Licht das Glas dann doch dankend an, welches Hyde vor seiner Nase schwang. Prüfend, als wäre es vergiftet worden, schnupperte Licht daran, bevor er einen großen Schluck daraus nahm. Seine Hautfarbe glich die einer Schüssel Magerquark, er war verschwitzt und tiefe Augenringe zeichneten sein sonst vor Leben strotzendes Gesicht. Abermals nahm Licht einen großen Schluck und leerte das Glas im darauffolgenden Zug auch gleich. Der Servamp staunte nicht schlecht. Sicher war es irgendwo auch ein Lob, an seinen guten Weingeschmack, aber andererseits war Licht nicht so großzügig mit dem Alkohol. Fordernd hielt der schwarzhaarige Lulatsch das Glas vor Lawless Nase. Dieser atmete als Antwort tief aus und füllte nach.
,,Hast du vor dich zu betrinken?"
,,Nein, aber Alkohol macht die Sinne taub und mir geht's scheisse..."
,,Mhm..."
Licht leerte auch das zweite Glas binnen weniger Minuten und wollte es wieder Hyde vor die Nase halten, bis dieser ihm das Glas einfach wegnahm und auf den Boden abstellte.
,,Du dreckischer Igel wagst esss mir vorschreiben zu können, wann und wieviel isch dringe?"
Lawless schaute Licht verwundert an. Schon nach zwei Gläschen Wein, hatten die Ohren des Engelchen die gleiche Rotfärbung wie die Tapete, die sie umgab. Lawless brach in schallendes Gelächter aus. Sein momentaner Eve war nicht nur ein Träumer, er verträgt zudem auch noch nichts. Das Gesicht des Engelchen nahm langsam, aber sicher dieselbe Farbe an, wie seine Ohren. Jedoch war dies durch die aufsteigende Wut hervorgerufen und nicht durch den Alkohol. Ohne Vorwarnung packte Licht das unter ihm befindliche Kissen und schlug Lawless so heftig damit, dass er rückwärts von der Bettkante fiel. Sich auf dem Boden kringelnd, kicherte dieser jedoch unbehelligt weiter.
,,Jetzt reicht's!" Brüllte Licht wütend und stürzte sich auf den Servamp, was in einer kleinen Rangelei ausartete. Allerdingt war Lawless nicht halb so betrunken wie Licht und konnte das Gezerre leicht für sich gewinnen, indem er sich kurzerhand auf Licht's Hüften setzte und seine Arme mit einer Hand über seinem Kopf fixierte. Wütend wandte sich Licht wie ein Würmchen unter Ihm von Links nach Rechts, vergebens. Er war einfach zu schwach, um sich jetzt noch zur Wehr setzten zu können. Der Gedanke Lawless jetzt einfach gnadenlos ausgeliefert zu sein, bereitete dem Engelchen eine Gänsehaut. Lawless kam in der Zwischenzeit ein recht mutiger Gedanke in den Kopf. Sie ist zwar sehr mutig und wenn Licht in guter Verfassung wäre, hätte er ihm ohne zu zögern zu Hackfleisch verarbeitet, doch ein Versuch ist es wert. Mit Bedacht streichelte Hyde Licht einer seiner schwarzen glänzenden Strähnen aus dem Gesicht und beugte sich langsam vor. Ihre Lippen waren nur noch wenige Millimeter voneinander entfernt und Lawless Herz pochte so schnell, dass man meinen könnte, es wolle ihm jede Sekunde aus der Brust springen. Frech grinsend leckte der Servamp über Licht's Lippen, bevor er ihn zärtlich küsste. Entgegen der eigentlichen Erwartungen, dass Licht sich auf Lawless stürzen würde, um ihn zu verprügeln, kam von Licht meine Reaktion. Nicht mal ein Mucken. Hyde löste den Kuss sachte und richtete sich langsam auf, um nach der Verfassung seines Schützling zu schauen. Das Engelchen ist eiskalt unter ihm eingeschlafen. Verbittert biss sich Lawless auf die Unterlippe, konnte sich aber auch diesmal kein Grinsen verkneifen. Vorsichtig nahm er Licht auf und brachte ihn zu Bett. Lawless selbst setzte sich neben Licht und dachte nach. Licht sieht so friedlich aus, wenn er schläft. Fast schon wie ein kleines Kind.
,,Warum habe ich das nur getan ?" Mit zusammengekniffenen Augen schob er es einfach auf den Alkohol und legte sich selbst schlafen.
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