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Tomboy

von suncookie
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Calum Hood OC (Own Character)
07.06.2016
03.03.2017
59
160.903
10
Alle Kapitel
40 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
07.06.2016 1.551
 
Prolog

Mein Blick klebt an Kyle. Ich sehe ihn rennen und sprinte ebenfalls nach vorne. Der schwarz-weiße Ball scheint an seinem Fuß zu kleben, bis er den Blick hebt und wir uns anschauen. Mit einem sanften Nicken zeigt er mir, dass ich mich bereitmachen soll.
Ich schaue mich um. Die anderen stehen alle ein paar Meter von mir entfernt, aber ich muss aufpassen, dass ich nicht an Calum vorbei ins Abseits renne. Ich bremse meine Schritte und schaue wieder zu Kyle. Wir schauen uns noch einmal an, dann schwingt er sein Bein zurück und mit einem kräftigen Kick befördert er den Ball quer über den Platz zu mir. Ich nehme ihn mit einem kleinen Hüpfer mit der Brust an und ignoriere das Stechen in meiner linken Brust. Dann kicke ich den Ball ein bisschen vor, laufe ihm nach und ziehe das Bein durch. Ich treffe den Ball perfekt und er rauscht an Chris vorbei ins Netz.

Ich reiße die Arme hoch und strahle Kyle an. Er rennt zu mir und wir klatschen uns ab.
„Guter Schuss“, beglückwünscht mich auch Calum und klopft mir anerkennend auf die Schulter. Ich grinse ihn breit an und ein schrilles Pfeifen unterbricht uns.
„Gutes Training, Jungs“, brüllt der Coach über den Platz und klopft uns alle der Reihe nach ab, als wir an ihm vorbeigehen. Ein stolzes Grinsen legt sich auf seine Lippen, als Kyle und ich zusammen an ihm vorbeigehen.
„Ihr seid ein gutes Team“, lächelt er und drückt mir einen Schlüssel in die Hand.
„Danke“, erwidere ich höflich.
Ich laufe hinter Kyle ins Gebäude hinein. Aber als alle anderen links abbiegen, gehe ich nach rechts. An der Tür auf der in dicken schwarzen Buchstaben „Mädchenumkleide“ steht, bleibe ich stehen und fummle mit dem Schlüssel herum und öffne die Tür.
Ich setze mich auf die Bank vor den Spinden und trinke zuerst einen Schluck aus meiner Flasche. Dann nehme ich meine frische Unterwäsche, meine Klamotten und mein Duschzeug mit. Auf dem Weg zu den Duschen greife ich mir ein Handtuch aus dem Regal an der Wand und gehe in den Raum hinein, der komplett mit weißen Fliesen ausgelegt ist.
Ich drehe eine der Duschen auf und ziehe mich erst dann aus. Ich werfe das dreckige Trikot einfach auf den Boden und trete unter den heißen Wasserstrahl. In gemächlichem Tempo mache ich mich daran meinen Körper und meine kurzen, braunen Haare einzuseifen. Meine Haare sind vorne nicht länger als mein Kinn und hinten noch kürzer und ich bin wirklich zufrieden mit dem Schnitt. Sie sind ein bisschen lockig und weil sie so kurz sind, muss ich sie nicht föhnen und auch nicht großartig stylen, damit ich zufrieden bin. Ich hab auch keine Lust darauf und deshalb habe ich sie mir überhaupt erst so kurz schneiden lassen.
Ich wasche den Schaum von mir und bleibe noch ein paar Sekunden unter dem heißen Wasser stehen, bevor ich es ausmache und mich abtrockne. Die Jungs brauchen eh immer viel länger als ich. Sie müssen sich die Duschen ja auch teilen, ganz im Gegensatz zu mir.
Lächelnd steige ich in meine Unterhose und ziehe mir meinen Sport-BH über den Kopf. Ich rubble mir mit dem Handtuch nochmal durch die Haare und hänge es mir über die Schulter. Ich springe in meine graue Jogginghose und greife nach dem schwarzen Shirt. Dann ziehe ich das Handtuch von meiner Schulter und streife mir das weite Shirt über. Ich seufze zufrieden.

Ich packe meine dreckigen Fußballsachen wieder in meine Tasche und werfe die Schuhe in meinen Spind. Ich setze mir meine Snapback auf und dann knalle ich den Spind zu, schwinge die Tasche über meine Schulter und nehme wieder den Schlüssel in die Hand. Ich gehe zum Hauptflur Richtung Schulgebäude raus und biege nach links ab. Ich komme an der Jungenumkleide vorbei, aus der ein paar Jungs rauskommen und wir klatschen uns ab und verabschieden uns so. Ich gehe noch ein bisschen weiter, bis ich am Büro vom Coach bin. Er sieht mich schon durch die große Glasscheibe, die ihn auf den Flur blicken lässt, und winkt mich mit einem Lächeln rein.
Ich mache die Tür auf und lehne mich in den Türrahmen.
„Bis morgen“, lächle ich und werfe ihm den Schlüssel zu.
„Ja, bis dann!“, lächelt er zurück und ich gehe wieder raus. Ich schließe die Tür leise hinter mir und gehe zurück vor die Jungenumkleide. Ich lehne mich mit einer Schulter an die Wand und ziehe mein Handy heraus, um auf die Uhr zu schauen.

Eine Nachricht von meiner besten Freundin lässt mich schmunzeln. Sie rastet gerade über irgendwas aus, was in ihrer Lieblingsserie passiert. Ich lasse sie fangirlen und lese mir schmunzelnd ihre Nachrichten durch, die der Reihe nach eintrudeln.
„Fertig, Tay?“
Ich schaue auf und lasse mein Handy in meine Hosentasche gleiten. Kyle kommt als erster heraus, dicht gefolgt von Calum, Chris und Andrew. Andrew legt seinen schweren Arm um meine Schultern und will mir eine Kopfnuss verpassen. Aber ich schubse ihn rechtzeitig von mir weg und er stolpert lachend in Chris hinein.
„Du musst aufpassen, sonst fahre ich dich nicht mehr nach Hause!“, grinst er frech zu mir rüber. Ich zucke mit den Schultern und hänge mich an Kyle und Calum. Sie reden über den nächsten Gegner unserer Mannschaft und ich höre ihnen zu, mische mich aber nicht in ihr Gespräch ein. Am Auto angekommen schubsen die Jungs mich auf den mittleren Platz der Rückbank und dann werde ich zwischen Calum und Chris eingequetscht. Sie machen sie total breit und ignorieren meine Proteste, dass ich auch noch Luft zum Atmen brauche. Wir schubsen uns auf der Rückbank also so lange hin und her, bis ich mir ein bisschen Platz erkämpft habe und mich bequem zurücklehnen kann.

Andrew setzt uns der Reihe nach ab. Ich steige nach Chris aus und hole meine Tasche aus dem Kofferraum. Andrew hupt einmal und winkt mich nochmal an sein Fenster. Ich beuge mich runter und stütze mich mit einem Arm am Auto ab.
„Was willst du noch?“, frage ich und halte mit der zweiten Hand das Band meiner Tasche fest.
„Hast du jetzt mal mit Alexa über mich geredet?“, fragt er nach und bringt Kyle und Calum zum Kichern.
Ich schmunzle die anderen Jungs an und zucke dann mit den Schultern: „Vielleicht.“
„Komm schon, Tay! Du wolltest mir helfen!“
„Ja, man. Hab ich. Sie findet dich heiß, okay?“, lache ich dann und er grinst breit.
„Yes!“
Lachend klopfe ich aufs Autodach als Verabschiedung und winke den Jungs nochmal zu, während ich den kleinen Weg zu meinem Haus gehe.

„Wie war’s in der Schule?“, fragt mein Dad sobald ich die Haustür aufmache.
„Gut“, antworte ich und lege meine Tasche ab: „Ich hab mein Trikot wieder dabei. Ich muss es bis nächste Woche waschen.“
„Geht klar! Ich gehe später mit Anne Essen… Willst du dir was zum Abendessen bestellen oder selbst was kochen? Oder soll ich jetzt schon was für dich machen?“, fragt er mich und ich stelle meine Schuhe an unsere Garderobe.
„Mir egal. Aber musst nicht jetzt schon was extra für mich machen“, lächle ich und gehe zu ihm in unsere kleine Küche hinein. Er scheint erleichtert und ich lächle meinen Dad kurz an.
„Also läuft es noch gut mit Anne?“, frage ich ihn und schnappe mir ein Glas und die Flasche mit Apfelsaft.
„Ja klar, alles super!“, strahlt er mich an und ich schmunzle in mein Glas hinein.
„Warum fragst du sowas?“
„Sie war seit zwei Wochen nicht mehr hier“, gebe ich zurück und mein Dad verzieht ein bisschen das Gesicht: „Ihr Sohn hat ihr ein bisschen Stress gemacht, deswegen hat sie sich um ihn gekümmert.“
„Oh, was hat der Arme denn angestellt?“, frage ich und erinnere mich wage daran, dass sie mir mal ihre Kinder bei einem Abendessen vorgestellt hat. Die beiden Jüngeren waren ziemlich schüchtern und ich bin mir bis heute nicht sicher, ob sie mich eigentlich mögen oder nicht, aber ihr Ältester ist ganz nett. Wir haben uns soweit ganz gut verstanden.
„Seine Noten sind wohl ziemlich abgefallen in der letzten Zeit, aber jetzt wird’s wieder besser“, erklärt Dad und ich nicke.
„Dann ist ja gut.“
„Wie läuft es im Training?“, fragt er mich dann.
„Gut! Wirklich gut!“, freue ich mich und erzähle ihm von meinem grandiosen Tor und von dem Fallrückzieher, den Kyle heute geschafft hat. Dad lacht und ich sehe den Stolz in seinen Augen.
„Irgendwann werde ich dich auch mal spielen sehen“, meint er und lächelt mich an.
Ich lächle tapfer zurück und nicke langsam. Irgendwann vielleicht.



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Hey meine Lieben! :)

Ich habe noch eine neue Geschichte und um meine drei Lieblinge zu vervollständigen geht es dieses Mal um den lieben Calum!!! :D
Ich hoffe euch gefällt der Prolog schonmal und ich freu mich über jedes Review und jeden einzelnen Leser (Ja, auch über die Schwarzleser - die sehe ich ja in den Zugriffen :D)
Ich schätze anfangs werde ich wieder recht flott updaten, aber ich verspreche nicht, dass es immer so sein wird, weil ich jetzt ja doch recht viele offene Geschichten habe ;)

Und hier noch ein kleines Extra: Für Wattpad muss man ja immer ein Cover machen und das ist es geworden:
https://a.wattpad.com/cover/74487454-208-k313255.jpg
Gefällt's euch? So in etwa soll Calum auch in der Geschichte aussehen ;)

Hab euch ganz doll lieb
suncookie :)
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